US-Immobilienpreise Q01/09: -2,2% Vm (-18,7% Vj)

Letzter Dienstag im Monat: Zeit für neue Horrorzahlen vom US-Immobilienmarkt.

Der Case-Shiller-20-Städte-Index, den ich normalerweise verwende, ist im März 2,2% gegenüber dem Vormonat und 18,7% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Damit zeigte das erste Quartal keine Anzeichen von Stabilisierung.

Der nur einmal am Ende des Quartals berechnete National Price Index, der die Preise auch außerhalb der 20 Metropolregionen erfasst, hat im 1. Quartal 2009 mit einem Jahresminus von 19,1% das größte Minus aller Zeiten vermeldet.

Wenn man auf den Monatsvergleich schaut, war der März aber einen Tick besser als der Februar. Das Minus zum Vormonat ging von 2,8 auf 2,2% zurück und auch in der Breite spiegelt sich das wieder. Das kann etwas Hoffnung machen. Aber bei einem Gesamtrückgang vom Hoch im Sommer 2006 von deutlich über 30% ist diese Hoffnung auch von Nöten. Denn mit mehr als 30% Minus hat der Hauspreisverfall eine Dimension erreicht, die vor 3 Jahren nur von Weltuntergangspropheten prognostiziert wurde.

S&P: Nationally, Home Prices Began 2009 with Record Declines According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices

WSJ: Home Prices Continue Downward March

Update (22:31)

Calculated Risk weist darauf hin, dass die Preisentwicklung deutlich näher am "more adverse" Szenario ist als am "Baseline"-Szenario ...

Case-Shiller: House Prices Tracking More Adverse Scenario

Kommentare :

  1. Stimmen die Zahlen oder sind sie noch geschönt?
    30% Preisrückgang in 3 drei Jahren in einem total überhitzten Markt wäre doch sehr wenig!
    Oder reagieren die Preise so langsam, dass der Hauptteil des Rückgangs erst noch nach kommt? Sind z.B. die Umsätze aus den Zwangsversteigerungen mit enthalten, oder lieber nicht?

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  2. 32,2% Rückgang sind schon extrem viel. Rechne jetzt noch die Inflation über die knapp 3 Jahre ein und du hast einen inflationsbereinigten Rückgang von etwa 40%.

    Das ist viel, vor allem weil die Abwärtsbewegung ja nicht morgen aufhört.

    Der Case-Shiller-Index ist übrigens mit relativ großem Abstand der negativste Index. Ein Grund, der dafür oft genannt wird, ist die Tatsache, dass er alle Immobilien erfasst.

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  3. Ach so: Bedenke: Die normale Beliehungsgrenze für einen konservativen Kredit liegt bei 60% des Immobilienwerts. Dabei geht man davon aus, dass ein solcher Rückgang um 40%, der dann die Sicherheiten angreift, nie stattfindet. Bei 32% Rückgang im Durchschnitt landesweit, gibt es aber einen Haufen Immobilien, die höhere Wertverluste haben. Es gibt ganze egionen, die sich halbiert haben. Und selbst in den anderen Regionen haben sich je nach Lage viele Immobilienpreise halbiert.

    Oder mal anders gesagt: Einen Preisrückgang dieses Ausmaßes hatte Deutschland seit dem 2. Weltkrieg noch nie.

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  4. Ach so: Bedenke: Die normale Beliehungsgrenze für einen konservativen Kredit liegt bei 60% des Immobilienwerts. Dabei geht man davon aus, dass ein solcher Rückgang um 40%, der dann die Sicherheiten angreift, nie stattfindet. Bei 32% Rückgang im Durchschnitt landesweit, gibt es aber einen Haufen Immobilien, die höhere Wertverluste haben. Es gibt ganze egionen, die sich halbiert haben. Und selbst in den anderen Regionen haben sich je nach Lage viele Immobilienpreise halbiert.

    Oder mal anders gesagt: Einen Preisrückgang dieses Ausmaßes hatte Deutschland seit dem 2. Weltkrieg noch nie.

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  5. "nur von Weltuntergangspropheten"

    Nein.

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