Zahl des Tages (01.05.09): -3,9%

Nach -0,1% 2008 soll das Staatsdefizit nach der Berechnung analog der Maastricht-Kriterien (also inkl. Länder und Kommunen) auf

-3,9%

des BIPs ansteigen.

Peer Steinbrück rechnet inzwischen mit einer Neuverschuldung von mindestens 50 Milliarden Euro. An anderer Stelle sind auch schonmal bis zu 80 Mrd. Euro in die Diskussion geworfen worden. Selbst die 50 Milliarden wären schon ein neuer Schuldenrekord und würde die 40 Mrd., die der Waigel mal borgen musste, übertreffen. Die 40 Mrd. vom Waigel sind übrigens auch nicht zurückgezahlt worden, das mal nur so als Hinweis ...

Die Zahl zur Neuverschuldung wollte ich mal als Information in Erinnerung rufen, für alle, die immer mehr und immer größere Konjunkturprogramme fordern. Die waren ja heute prominent zu hören ...

Nun kann man immer alles relativieren und darauf hinweisen, dass Spanien bereits 2008 3,8% Minus hatte und 2009 womöglich an die 9%-Marke kommen kann und es Spanien auch noch gibt. Aber das macht das auch alles nicht besser.

Spiegel: EU rechnet mit dramatischem Anstieg deutscher Schulden

Kommentare :

  1. Ich würde mal ganz frech behaupten: Es werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mehr als 3,9 % sein.

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  2. Nun ist es ja nicht etwa so, dass die deutschen Finanzminister Krisen brauchen, um Schulden zu machen ...
    Andererseits, Ausreden hat auch ein Junkie ganz gern. Einen völlig neuen Ansatz für diesen politischen Opportunismus: Negative Zinsen, d.h. Schulden machen ohne Ende und ohne Reue!

    http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/anleihen_devisen/:Geldpolitik-Fed-w%FCnscht-Zins-von-minus-f%FCnf-Prozent/505988.html

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  3. Heute lese ich was von '400 Mrd neuer Schulden bis 2013', '300 Mrd Steuermindereinnahmen'. Man kennt sich kaum noch aus.

    Wo die Reise bis 2020 (von 2030 möchte ich gar nicht erst reden) hingeht, dürfte einem mit den Steuer- und Schuldenschätzungen mal wieder in Erinnerung gerufen werden. Die Transferhaushalte von Hartz4 über Zuschüsse zur Kranken- und Rentenversicherung werden über den gegenwärtig akuten Bedarf hinaus bis 2020 stark zulegen, die Zinslast des Schuldenbergs kommt obendrauf. Die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nimmt hingegen ab, da immer weniger junger, vor allem qualifizierter Nachwuchs.

    Die gegenwärtige Wirtschaftskrise wurde ausgelöst, weil erhebliche Zweifel an der Werthaltigkeit der Bankenaktiva aufkamen. Dass die Aktiva des Staates kaum besser sind - und vor allem in der Zukunft weitere Verschlechterung zwingend zu erwarten ist - wird bislang ignoriert. Von Vertrauenskrise noch keine Spur. Kann aber sehr schnell gehen.

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  4. Hypotheken-Bank meldet Insolvenz an

    Die Serie der Zusammenbrüche von US-Banken setzt sich dennoch fort. Die seit langem schlingernde US-Hypothekenbank Thornburg Mortgage hat Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Konkursrechts gestellt.

    Das Geldhaus wolle nun seine wichtigsten Sparten abstoßen, teilte das auf "Jumbo"-Hypothekenkredite spezialisierte Unternehmen am Freitag mit. Die Bilanzsumme gab die Bank mit 24,3 Milliarden Dollar und die Verschuldung mit 24,7 Milliarden Dollar an. Zu den Kreditgebern gehören früheren Angaben zufolge unter anderem die Citigroup Chart zeigen, Credit Suisse Chart zeigen, JP Morgan Chase & Co, Royal Bank of Scotland Chart zeigenund die UBS.

    Thornburg Mortgage ist eines der größten Opfer der Immobilien- und Kreditkrise in den USA. Das Unternehmen kämpfte seit Sommer 2007 mit Liquiditätsproblemen, als der Wert der Hypotheken in seiner Bilanz zusammenschmolz. Der Konzern hatte sich auf Hypotheken im Volumen von mehr als 400.000 Dollar an Darlehensnehmer mit guter Bonität spezialisiert.

    Die America West Bank wurde am Freitag von der staatlichen Einlagensicherung FDIC komplett geschlossen - es ist die 32. Schließung dieses Jahres. Bei dem Geldinstitut handelt es sich um eine kleinere Regionalbank aus dem Bundesstaat Utah.

    Die America West Bank habe 299,4 Millionen Dollar an Vermögenswerten und 284,1 Millionen Dollar an Kundeneinlagen, teilte die FDIC weiter mit. Die Einlagen des Geldhauses würden von der Cache Valley Bank übernommen. Die Pleite dürfte den Einlagensicherungsfonds rund 119,4 Millionen Dollar kosten

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  5. Regulators shut down 3 banks

    May 2, 2009



    WASHINGTON Regulators shut down Silverton Bank in Georgia on Friday and set up a temporary government-controlled bank until a buyer can be found. Silverton operated as a sort of wholesale bank, regulators said. The federal Office of the Comptroller of the Currency closed Silverton, based in Atlanta. Silverton had about $4.1 billion in assets and $3.3 billion in deposits as of May 1. Also closed Friday was Citizens Community Bank in Ridgewood, N.J., and America West Bank in Layton, Utah. Citizens Community Bank had about $45.1 million in assets and $43.7 million in deposits as of Dec. 31. America West Bank had total assets of about $299.4 million and total deposits of $284.1 million. The bank closings brought to 32 the number of U.S. bank failures this year.

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  6. Regulators shut down 3 banks

    May 2, 2009



    WASHINGTON Regulators shut down Silverton Bank in Georgia on Friday and set up a temporary government-controlled bank until a buyer can be found. Silverton operated as a sort of wholesale bank, regulators said. The federal Office of the Comptroller of the Currency closed Silverton, based in Atlanta. Silverton had about $4.1 billion in assets and $3.3 billion in deposits as of May 1. Also closed Friday was Citizens Community Bank in Ridgewood, N.J., and America West Bank in Layton, Utah. Citizens Community Bank had about $45.1 million in assets and $43.7 million in deposits as of Dec. 31. America West Bank had total assets of about $299.4 million and total deposits of $284.1 million. The bank closings brought to 32 the number of U.S. bank failures this year.

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  7. Beim Lesen des Artikels über den negativen Zins kam mir die Erinnerung an ein Buch, das ich vor ca. zehn Jahren gelesen habe:
    "Geld ohne Zinsen und Ination" von Margrit Kennedy.
    Das Buch ist komplett online zu lesen:
    http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/kennedy/
    Damals hielt ich es für unnötige Sozialduselei, aber heute wird doch auf breiter Front über neue Ansätze nachgedacht.
    Wäre so etwas denk- und machbar?

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  8. @FFriend:

    Habe mal kurz quergelesen. Ist m.E. ein ziemliche wüstes Traktat, im dem Fakten mit geradezu bizarr falschen und irreführenden Behauptungen vermischt werden.

    Zitat: "Im Durchschnitt bezahlen wir 30%-50% Zinsen oder Kapitalkosten in den Preisen für Güter und Dienstleistungen, die wir zum täglichen Leben brauchen. Könnten wir also den Zins abschaffen ... dann wären theoretisch die meisten von uns mindestens um die Hälfte reicher, oder sie müßten höchstens zwei Drittel der Zeit arbeiten, um ihren derzeitigen Lebensstandard zu erhalten."

    Angeblich wird also alles um die Hälfte billiger, wenn wir die Zinsen abschaffen, weil im Moment irgendwelche "Kapitalisten" die Hälfte der Güterpreise abschöpfen, ohne zu arbeiten.

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  9. @THomas: Es werden wohl mehr als 3,9% werden. 2010 wird auch schon bei -5,9% gesehen ...

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