400 Mrd. für Solarstrom aus der Wüste

Endlich wird das Geld mal dort investiert, wo die Sonne auch scheint. Und zwar so richtig - in Nordafrika.

Und endlich wird mal nicht gekleckert, sondern scheinbar geklotzt. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, sollen satte 400 Mrd. Euro in Solar-Kraftwerke gesteckt werden. Keine Fotovoltaik (Solarzellen), sondern Parabolrinnenkraftwerke, die "einfach" nur das Sonnenlicht bündeln und damit aus Wasser Dampf machen, um damit eine konventionelle Turbine anzutreiben.

Das Projekt heisst Desertec und unter anderem sollen die Münchner Rück, Siemens und RWE beteiligt sein. Beim geplanten Investitionsvolumen von 400 Mrd. Euro sollen 15% des Strombedarfs Europas in den Wüsten Nordafrikas erzeugt werden.

Sueddeutsche.de: Wüstenstrom für Deutschland

Endlich mal eine gute Nachricht, auch wenn das alles noch in einer frühen Planungsphase steckt.

Update (11:12)

Der Spiegel hat einen Artikel dazu, der den Plan ganz gut zusammenfasst:

Spiegel: Deutsche Konzerne planen 400-Milliarden-Euro-Sonnenkraftwerke in der Wüste

Update (17:07)

Direkter Link zum Konsortium: DESERTEC

Update (17:13):

Übrigens wer meint, dass die Verluste durch den weiten Transport zu groß seien: Stimmt nicht, sofern man Gleichstrom verwendet:

FAZ: Gleichstrom fließt über Tausende Kilometer

Update (17:28)

Übrigens ist auch die Energiespeicherung "gelöst", zumindest das Hauptproblem von Solarenergie: Dass es nur tagsüber Strom gibt. Es wird nämlich kein Wasser direkt zu Dampf erhitzt, sondern ein Öl. Dieses kann dann auch in (wärmegedämmten) Behältern einige Stunden aufbewahrt werden, ohne entscheidend an Energie zu verlieren. Ich kannte sowas ähnliches mit einer Salzlösung.

Telepolis: Solarstrom für Deutschland aus Afrika

Update (23:03)

Ein längerer Artikel im Spiegel, der gleich schon wieder pessimistisch ist:

Spiegel: Projekt Sahara-Sonne

Update (18.06.09)

Da hat sich der Spiegel wohl auch gedacht, dass der Artikel zu pessimistisch war und liefert einen sehr langen Artikel mit einem wesentlich positiverem Grundton nach:

Spiegel: Die Sonne über der Sahara löst das Energieproblem

Kommentare :

  1. Na endlich eine gute Nachricht. Parabol ist simpel, wartungsfreundlicher und großtechnisch machbar. Die Sonnenausbeute jumpt ordentlich beim Sprung übers Mittelmeer. Brauchwasserversorgung ist so ne Frage. Politisch stabil? Egypt? Marrocco?

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  2. Wirklich stabil ist da leider nichts. Aber wenn man das mit den Quellen für Öl und Gas heute vergleicht, verschlechtert man sich nicht wirklich ...

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  3. DER PLAN IST NICHT NEU, WIRD JETZT PUBLIZIERT UM SCHÖN WETTER ZU MACHEN:
    ES IST VÖLLIG UNKLAR OB SICH DIESER GIGANTISMUS VERWIRKLICHEN LÄSST, WOHL AM EHESTEN IN DEN KÖPFEN DER TECHNOKRATEN. SO VIEL ICH WEISS SIND UNMENGEN AN WASSER ZUR KÜHLUNG NOTWENDIG. DAVON GIBTS IN DER WÜSTE JA GENUG. ÜBRIGENS, WELCH EIN ZUFALL, IN ARIZONA GIBTS ÄHNLICHE ÜBERLEGUNGEN, NUR DORT WEISS MANN DASS OHNE WASSSER NICHTS GEHT !!

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  4. @georg: MEINE SHIFT TASTE KLEMMT JETZT AUCH MAL GRRRR.


    Wieso ist eigentlich dein Name ganz klein und die Nachricht ganz groß? Egal.

    Moderne Solarkraftwerke brauchen sehr wenig Wasser, weil sie den Dampf nicht einfach durch einen Kühlturm jagen, sondern über "Kondensationsrohre" wieder abkühlen und im Kreislauf behalten.

    Jaja, so Ingenieuren fällt manchmal schon was Neues was ein ...

    Z.B. auch das hier:
    Novatec Biosol PE 1

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  5. Das mit dem Wasser auf jeden Fall ein lösbares Problem. Was schon vielleicht schwieriger wird ist die Speicherung der Energie – weil ja nicht immer so viel Energie benötigt wird, wie die Sonne scheint oder andersherum. Aber alles lösbar.

    Das größere Problem dürfte wohl die politische Lage sein. Wer versichert uns, dass die Afrikaner nicht einfach die Leitung kappen, wenns mal Streitigkeiten gibt?

    Wenn das Projekt im großen Stil gemacht werden soll (danach sieht es ja aus), muss auf jeden Fall was getan werden, um die Länder an uns zu binden, zu stabilisieren und die Flüchtlingsproblematik zu entschärfen.

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  6. Ein Standort ist idealerweise nicht mitten in der Wüste (muss fester Untergrund sein) sodass man gleich ein kleine Meerwasserentsalzung mit dem Kraftwerken betreiben kann. In Nevada/Usa ist das nicht so. Bin über die Baupläne gespannt.

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  7. Sorry, das ist doch nun wirklich ein alter Hut, wobei es irgendwie auch sinnvoller wäre erstmal die Länder mit Solarstrom zu versorgen, die genug Sonne abbekommen.

    Wie das rechnet sich nicht? Dann rechnet es sich auch nicht die Energie nebenbei auch noch um den halben Planeten zu schicken.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich will den Plan nicht schlecht reden, aber ich glaub es erst wenn die anfangen den ersten STrom einzuspeisen.

    Apropos, was machen denn eigentlich unsere gigantischen Offshore-Windparks so... ;-)

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  8. Nachtrag: 400Mrd. das hört sich ja erstmal viel an, über welchen Zeitraum soll sich dies denn verteilen, wenn der erste Strom in zehn Jahren ins Netz soll und bis wann soll die angegebene Menge erreicht werden, 20, 50 oder 100 Jahre? Das steht da nicht, da steht aber schon dass der Staat offensichtlich auch was lockermachen soll.

    Ist halt nur einfach mal eine runde Summe, die wohl Eindruck macht aber auch sowas ist ein alter Hut.

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  9. @Stefan

    Nordafrika ist auch nicht unbedingt schlechter las Nahost. Und wenn man für eine gewisse Redundanz sorgt (eine Leitung von Marokko nach Spanien, eine von Tunesien nach Frankreich, eine von agypten nach Griechenland) sollte das Erpressungspotenzial gering sein.

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  10. @Stefan "Wer versichert uns, dass die Afrikaner nicht einfach die Leitung kappen, wenns mal Streitigkeiten gibt?"

    Und wer sicherte Grenada, Panama, Vietnam etc., daß niemand sie überfällt?

    Ich sehe das positiv, wie die Öl-Geschichte mit Rußland. Rußland und Nordafrika sichern sich damit unser Interesse für deren Belange. Wir (=Westen) uns deren Lieferungen, da wir hochpreisige und pünktliche Zahler und eine der wichtigsten Einnahmequellen sind. Wieso sollten die Nordafrikaer die Kuh schlachten, die Milch gibt???

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  11. Weitere Infos und Links zur Machbarkeitsstudie Greenpeace, ESTELA und SolarPaces gibt´s hier: http://eltobi.wordpress.com/2009/06/16/400-milliarden-euro-fur-alternative-energien/

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  12. Hier gibt es auch endlich eine Deathline (2050):

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630687,00.html

    Alles in allem, wenn China die Anlagen liefert und ansonsten nur die Finanzierung aus Deutschland und Konsorten kommt, will ich doch mal sehen wie die Regierung dies guten Gewissens monetär stützen kann.

    Bisher verstand man beim Klimaschutz nur Spaß wenn der Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen hat.

    Irgendwie ist das auch richtig, wenn die Unternehmen damit später Geld verdienen wollen, dann nur mal zu, auf Subventionen gilt es aber zu verzichten.

    Ist die Krise schon so langweilig das wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird?

    Abgesehen davon ist die Stromversorgung echt eine anfällige Kiste, bei Gas und Öl haben wir Reserven, Strom ist aber ultimativ sofort weg und ohne den geht gar nix mehr.

    Wenn man so etwas plant, so sinnvoll das langfristig auch sein mag, braucht man mehr als etwas Geld.

    Allerdings Fläche wäre in der südlichen EU ausreichend vorhanden, auch wenn die Ausbeute nicht so hoch ist sollte man da anfangen. Afrika ist schwierig wenn man da nur Konzerne ansiedeln will die da mehr oder weniger für lau die Sonne anzapfen.

    Aber was ist denn nun aus den Klassikern Windenergie und Biogas geworden, waren es Flops? Nächstes Jahr kommt wohl das Comeback der Thermalwärme, da würde man für 400 Mrd. auch ordentlich Energie rausholen können, genauso wie beim Wind.

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  13. @anonym:

    Die Idee kommt von der Großindustrie und den großen Energieversorgern. Meinst du, die wollen dezentrale Erzeugung?

    nee, einen Haufen neue Anlagen, neue Leitungen --> Das hört sich toll (sprich nach Geld an). Du kannst schon davon ausgehen, dass das die Idee beeinflusst.

    Man muss ja im Gegenzug sehen, dass ca. 2012 Fotovoltaik in Spanien/Italien grid parity erreicht (also etwa 20 Cent kostet) und in Deutschland 2 oder 3 Jahre später. Dann beginnt für die Produktion im großen Stil langsam die schwierige Zeit.

    Und Windenergie? Ja, die ist wirklich an die Grenzen gekommen. Die muss auf's Meer, weil auf dem Land die Flächen voll gestellt sind. Und das ist wiederum schwierig, weil da kein eben kein Land ist, um die Räder fest zu machen und außen fiese Salzluft (schlecht für die Getriebe und Generatoren).

    Geothermie ist im Vergleich zu Solarkraftwerken eine ebenfalls junge Technologie. Man darf das nicht mit dem heißen Wasser in Island verwecheln, denn das dient primär zur Warmwasserversorgung. In Deutschland gibt es erst ein Geothermiekraftwerk. Das in der Schweiz soll nicht ganz unproblematisch sein. Und ein paar Hundert Meter tief bohren muss man auch. Potenzial ja, aber zu jung, um da 400 Mrd. reinzustecken.

    Biogas ist ähnlich. Wobei Biogas noch ein anderes Problem hat: Man kann es relativ einfach erzeugen, aber schlecht transportieren. Auf dem Land, wo das Gas anfällt, leben zu wenig Leute, um das Gas zu verbrauchen. Und in die Stadt bekommt man das nicht einfach. Pipelines legen oder Verflüssigung ist entweder unbezahlbar teuer oder technisch sehr aufwändig.

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  14. @ egghat

    Also ich will damit einfach nur sagen das wenn es so eine Subvention geben soll, diese mindestens europaweit gelten muß, dass mit dem deutschen Vorstoß kann man ja wohl komplett vergessen, obwohl gerade beim Strom innerhalb der großen Konzerne Subventionierung extrem kritisch zu betrachten ist.

    Denn der Strommarkt ist Postenschachern, da wird norwegischer Wasserstrom hierzulande für etwas mehr Geld verhöckert und die Norweger bekommen offiziell unseren Kohlestrom, weils die nicht interessiert.

    Deshalb und nur deshalb ist Ökostrom hierzulande kaum teurer, teilweise sogar billiger als konventioneller Strom.

    Der Verkauf von "Wüstenstrom" ist dann nur eine weitere Möglichkeit sich von zu teuren Überkapazitäten zu trennen, sollte er subventioniert werden.

    Als Staat gibt es aber genau Null komma null Gründe sowas zu subventionieren, denn zum einen sind es Großanlagen mit entsprechenden Großunternehmen dahinter, zum anderen auch keine wirkliche Standortsicherung, wie es bei der normalen Förderung durchaus absichtlich vorgesehen ist nur inländische und meist kleinere Investitionen zu fördern.

    Ansonsten könnte man das Geld für die Dividenden der Aktionäre auch gleich überweisen.

    Ich hab ja nix dagegen wenn der Staat die nötige politische Vorarbeit leistet, die ganz wesentlich zum Erfolg beiträgt aber als Garant für die Rekorddividenden von morgen, das geht dann bei allem Klimaschutz etwas zu weit.

    Anders würde es aussehen wenn es der Staat selber tun würde was aber nach der unseligen Privatisierung der Stromerzeuger nicht mehr geht.

    Jetzt sollen die Kapitalisten selber zusehen wie sie klarkommen, wenns klappt lockt jedenfalls Geld ohne Ende.

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  15. Die Politiker haben zwar immer behauptet, dass das EEG viele deutsche Arbeitsplätze schafft. Aber der größte Exporteur für Fotovoltaik ist China und auch bei Windrädern ist ein Däne die größte Firma. Das wird vieles gerne behauptet, ohne dass es belegbar ist.

    Die Summe, die jedes Jahr für EEG gezahlt werden muss, ist inzwischen höher als die Kohlesubvention, schafft aber auch nicht mehr Arbeitsplätze. Also das Argument ist entzaubert. Wenn ich die Menge Geld in die Wirtschaft kippe, schafft das *immer* Arbeitsplätze (außer ich lege es drauf an, keine zu schaffen).

    Das EEG sorgt also vor allem für Strom ohne CO2. Und da muss es auch Ziel sein, mit möglichst wenig Geld möglichst viel CO2 freien Strom zu erzeugen. Und da liegt der Schritt sehr nahe, nach Nordafrika zu gehen, weil da viel (bisher ungenutzte) Fläche ist und viel Sonne. Die Anzahl der Arbeitsplätze in Deutschland dürfte da nicht sooo entscheidend sein.

    Sobald es Förderung dafür mit Steuergeldern gibt, muss man darauf achten, dass nicht alles Geld demnächst für das Projekt in Afrika draufgeht und noch für Fotovoltaik, Biogas, Geothermie in der EU
    übrig bleibt. Aber die Diskussion kommt eigentlich noch zu früh ...

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  16. Also egghat, tut mir ja leid das ich da doch widersprechen muß. CO2-Reduktion ist ja schön und gut, mir wäre es aber lieber wenn von Vermeidung fossiler Energie die Rede wäre.

    Die wackelige Theorie des Klimawandels ist viel zu schwammig um weltweit ein umdenken anzustossen, trotzdem sollte man sich so langsam mal Gedanken über einen Wechsel machen denn der benötigt vor allem eins: Energie.

    Somit ist dies alles nicht grundsätzlich falsch aber das EEG war auch alles andere als ein Klimaschutzprogramm.

    Ob es für die Wirtschaft nun gut oder schlecht war kann ich nicht beurteilen, allerdings hört sich Energiegewinnung per Wind und Sonne relativ antik an, alles danach mag High-Tech sein aber Propeller, Generatoren oder Solarpanels sind absolutes Low-Tech.

    Die Marktführerschaft in Parabol-Dingenskirchen-Kollektoren ist im Computerzeitalter auch ruck zuck entzaubert. Solche Anlagen gibt es auch schon lange und zu verbessern gibt es nicht viel, ist halt ein sehr beschränktes Einsatzgebiet.

    Ähnlich wie bei Windkraftanlagen, die werden nur immer grösser und da man dies an Land nicht mehr machen kann weil dann wirklich alles "zugespargelt" wird nur darum geht man aufs Meer.

    Das einzig neue und ambitionierte an diesem Projekt ist tatsächlich die Energieübertragung, die durchaus nicht unwesentlich verlustbehaftet ist.

    Daher wie gesagt nochmal die Frage warum kommt denn nicht zum Beispiel Spanien dazu einfach mal auf Solarenergie umzustellen, sowas haben die Norweger mit Wasserkraft ja auch.

    Irgendwelche Reisbrettexperimente aus der Mitte von irgendwo sind schon so provokativ weltverbesserisch, dass es schon weh tut die Artikel zu lesen.

    Ach ja der politische Wille fehlt, is klar. Noch klarer ist aber das die Energieanbieter IHRE Existenz als erste selber zu SICHERN haben, wo und wie die das tun sei ihnen überlassen, das ist ihr Job.

    Genug Geld verdienen die auch, also nur zu.

    Wobei mir nicht so ganz klar ist was die Offshore Windkrafträder im theorischen Gigawattbereich sonderlich von Solaranlagen bei Algier unterscheidet, erstere waren leitungstechnisch ja quasi nicht tragbar aber ein halbes Dutzend Hochleistungsleitungen aus der Wüste sollen alles klar machen.

    Wen genau wollen die eigentlich verarschen, nur uns oder gleich auch den Geldgeber also Merkel&Co.?

    Und um mal ganz böse zu sein, ALTER die verkaufen Strom, einen Artikel der totsicher Abnehmer findet, was wollen die denn noch, soll der Energieminister denen noch den Arsch abputzen?

    So und weiter wird diese unerträgliche Nebelkerze nicht kommentiert, ist ohnehin nur bettelei nach Staatsgeldern.

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  17. Es ist mir schietegal, ob das High oder Lowtech ist. Wettbewerbsfähig ist aktuell eh nur Lowtech (Wasser und Wind und eingeschränkt Solarenergie. Fotovoltaik dagegen nicht. Und benutz den Begriff Lowtech nie, wenn ein Ingenieur aus einer der Branchen anwesend ist.).

    Und was Nordafrika angeht: Die Wissenschaftler sagen, dass die Ernte dort wesentlich höher ist. Es gibt eine Karte (entweder im letzten Spiegelartikel oder auf der Projektwebsite selber), der ziemlich klar macht, dass die Energiemenge in Nordafrika nochmal deutlich höher ist. Es geht da nicht um 10%, sondern um 50%.

    Was die Gleichstromleitungen angeht: Das ist eine bisher nur selten genutzte Technologie. Man hat sich halt auf Wechselstrom geeinigt und daher auch alle weiteren Netze so gebaut. Im Normalfall bekommt man ja Strom auf der Nähe. Jetzt gibt es aber einen Grund: Der Strom muss im Schnitt viel weiter transportiert werden.

    Ich erkenne da nur wenig Vera****ung.

    Wie skeptisch ich werde, hängt davon ab, wieviel Geld die Unternehmen vom Staat haben wollen. Wir sollten uns aber auch nicht in die Tasche lügen und meinen, dass ein Netzumbau auf dezentrale Energieerzeugung nicht auch ne Menge Geld kosten würde.

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  18. Also egghat und andere die es auch interessiert, selbst wenn das Thema mal wieder langsam in der Versenkung zu verschwinden droht.

    Technisch gibt es da keine größeren Probleme und zumindest theoretisch ist alles machbar von konstanter Leistungsabgabe über Nacht bis zum Energietransport. Wenn es also ein paar Firmen versuchen wollen, nur zu.

    Was mich nur stutzig macht ist das dies gerade zu diesem Zeitpunkt kommt. Vergleichbare Anlagen gibt es immerhin schon seit 30 Jahren und vergleichbare Vorschläge kamen auch zu jedem extremen Ölpreisausschlag nach oben hin.

    Ständig die gleiche Leier und das bei einem Projekt das bei der eigentlichen Energiekonzentration einen Superrechner ungefähr 0,1 Sekunde beim berechnen der Sonnenkollektoren inklusive der entsprechenden Stellung eben dieser für alle denkbaren Jahreszeiten kosten würde.

    Alter, wir reden hier von einer Technik mit der die alten Griechen schon Schiffe versenkt haben wollen und wir wollen damit nur Wasser kochen!

    Der Rest ist altbekannt, genauso wie die Tatsache das die Politik dies nicht unterstützen wird, was allerdings nur daran liegt dass die EU oder sonstige Staaten nicht in der Lage sind mal politisch/gesellschaftlich weiter zu denken. Daher wird ja auch die Finanzkrise maximalen Schaden hinterlassen aber da warten wir lieber mal noch ein paar Jahre ab.

    So einen Vorschlag gerade jetzt zu bringen UND dies öffentlich zu machen ist aber hochverdächtig und riecht echt nach Steuerzahlerabzocke.

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  19. Also zwei Anmerkungen:

    a) Die Technologie der Speicherung (Salzlake, Öl) ist nicht 30 Jahre alt.

    b) Natürlich wollen die Stromkonzerne Geld haben. Aber wir zahlen aktuell auch Geld für jede KWh CO2 freien Stroms. Wenn man für das gleiche Geld mehr CO2 freien Strom aus Nordafrika bekommen kann: Nur her damit!

    (Klar, darf sich die Politik nicht über den Tisch ziehen lassen. Wenn man das Gefühl hat, dass man in Deutschland 2015 Strom aus Fotovoltaik für 15 Cent die KWh produzieren zu können, dann macht es wenig Sinn, nach Nordafrika zu gehen und zentral und durch Großkonzerne den Strom dort auch für 15 Cent produzieren zu lassen. Das muss dann schon billiger werden.)

    Vattenfall ist übrigens dagegen:

    Spiegel: Vattenfall-Chef wettert gegen Strom aus der Sahara"

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