Zahl des Tages (13.06.09): 1,6%

Aktienanlagen gehören in eine langfristige Anlagestrategie. Nur mit Aktien kann man langfristig vernünftige Rendite einfahren. Jaja. Tausendmal gehört. Und wenn's dir alle erzählen, könnte der Zeitpunkt auch schon wieder vorbei sein ...

Der BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.) hat die Renditen von Sparplänen in Investmentfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten untersucht. Dabei wurden Laufzeiten von 10,20 und 30 Jahren und eine monatliche Einzahlung (also inkl. des berühmt berüchtigten Cost Average Effekts) angenommen.

Dabei betrug der Rendite von Aktienfonds über 10 Jahre minus 6,6%. OK, 10 Jahre sind noch nicht langfristig. Nehmen wir 20 Jahre. Dann ist die Rendite immerhin wieder positiv, liegt aber trotzdem bei völlig unbefriedigenden

1,6%.

Unbefriedigend, denn mit Rentenfonds ließen sich (abhängig von der Laufzeit der Anleihen) 3,9 bis 4,7% verdienen. Oder mit Immobilienfonds 3,9%. Beide schwankten VIEL weniger. Hier gab es also bessere Rendite, die weniger Nerven kostete.

Was jetzt auch noch spannend wäre: Was hätte den der Kauf von Bundesschatzbriefen gebracht, die man ja bekanntlich kostenlos erwerben kann. Gerade Rentenfonds werden ja oft als (in Bezug auf die eigentlich geringe Komplexität) teures Produkt bezeichnet.



BVI: Investmentfonds-Sparpläne: Ende März war kein guter Ausstiegszeitpunkt

Kommentare :

  1. Was jetzt auch noch spannend wäre: Was hätte den der Kauf von Bundesschatzbriefen gebracht, die man ja bekanntlich kostenlos erwerben kann.

    Die Zahlen zu Bundeschatzbriefen kann man in den Präsentationen hier finden.
    Buschas haben, soweit ich sehen kann, immer vor Rentenfonds gelegen. Stand Juni 2007:
    10 Jahre: 1.0% extra
    20 Jahre: 0.5% extra
    30 Jahre: 0.2% extra.

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  2. Sind die Zahlen schon inflationsbereinigt?

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  3. @Märzinn die Zahlen sind aus 2007 und wahrscheinlich auch etwas anders errechnet worden. Aber es unterstreicht die These, dass man mit Bundesschatzbriefen wahrscheinlich noch etwas besser gefahren wäre.

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  4. @anonym: die Zahlen sind nicht inflationsbereinigt.

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  5. Was würde der Aktienlobbyist dazu sagen?

    "Kinders, ihr dürft doch nicht mit Durchschnitten rechnen. Nein, es kommt darauf an, daß Ihr einen Top-Fonds auswählt, der den Markt solide überperformed."

    Und der eine oder andere fällt vielleicht sogar immer noch drauf rein...

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  6. Bitte nicht den Survivorship-Bias vergessen. Ich denke, bei Aktienfonds wird der u.U. höher sein als bei Renten- oder Mischfonds...

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  7. Ihr kennt wohl nicht das "Rendite-Dreieck" des DAI, das die (vor 1986 zurückberechnete) Dax-Performance für jeden beliebigen Zeitraum zwischen 1948 und 2008 angibt?

    Leider online nicht mehr zugänglich. Sehr eindrucksvoll. Es gibt unglaublich viele Zeiträume von teils über 20 und 30 Jahre, in denen man mit einer Dax-Anlage nur sehr bescheidene Renditen von 5% erzielt hätte, wo doch bis vor wenigen Jahren noch stets propagiert wurde, mit Aktienanlagen könne man langfristig mit 10-14% Rendite rechnen. In den letzten Jahren ist man dann von den 10-14% abgekommen und hat nur noch 8-10% langfristig in Aussicht gestellt. Aber selbst das ist mittlerweile zu hoch gegriffen wie viele Aktiensparer der letzten 15 Jahre feststellen durften.

    Bleibt die Erkenntnis: mit Aktien wird sich auch weiterhin verdammt viel Geld verdienen lassen. Nur auf das Timing sollte man Acht geben.

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