Lerneffekt durch die Krise? Null!

Sehr guter Kommentar in der FTD von Thomas Klau zur Finanzkrise und den völlig ausbleibenden Lerneffekt, über den ich mich auch schon aufgeregt habe.

Ein paar Zitate, aber ihr könnt auch direkt zum Artikel springen, lohnt sich:

Der öffentliche Schuldenstand in der Euro-Zone dürfte als Folge der Finanzkrise von rund 60 Prozent auf rund 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder mehr hochschnellen - und da erregt man sich über eine Mahlzeit?

Dass die Spitzengehälter von Spitzenmanagern speziell in der Finanzbranche in den vergangenen 20 Jahren so ungeheuer angewachsen sind, ist für sich genommen schon mehr als problematisch. Ein Skandal wird daraus, wenn eine ganze Wirtschaftselite es schafft, die enormen Verluste aus ihrem Handeln auf die Gemeinschaft abzuwälzen - ohne dass ihre eigene Position an der Spitze der Einkommenspyramide in nennenswertem Maße erschüttert oder zurückgestutzt würde. Eine solche Entwicklung ist mit den schlimmsten sozialpolitischen Exzessen vordemokratischer Zeiten vergleichbar.

Ohne Sicherheitsgurt in den nächsten Crash

Ach, lest es selbst:

FTD: Die verpasste Revolution

Kommentare :

  1. Sehr interessant was Slavoj Žižek hierzu sagt:
    http://www.youtube.com/watch?v=Xpx8VNOxbiM

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  2. Oder wie es WGN (http://www.weissgarnix.de/2009/08/20/gerede-im-hre-ausschuss/) sagt:

    "Das heutige Problem heißt nicht HRE und die Kosten dieser Übernahme. Es ist die politische Folgenlosigkeit der damaligen Ereignisse."

    Wo soll der Lerneffekt denn einsetzen, wenn immer noch jene auf der Suppe oben schwimmen, die vorher schon dort schwammen?

    Erinnert ihr Euch noch an die verunglückte Nominierung Tietmeyers durch Merkel für die Finanzkommission, der dann nicht weniger "inhouse" gegen Issing ausgetauscht wurde? Ackermann, Asmussen, Steinbrück... - alle noch da!

    Normalerweise wären die Wahlen ideal für einen show down, einen Befreiungsschlag - wie auch immer.

    Aber? NICHTS! Zum Heulen! *sich ne neue Schubkarre voller Tempos hol* :)

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  3. Hab noch einen! Mir ist gerade nach Materialsammlung...^^

    Der Mittelstandsexperte der Unions-Bundestagfraktion, Michael Fuchs, meinte angesichts der Kanzlerinnen-Festlegung, nichts mehr am Kündigungsschutz und bei den Mindestlohn-Regelungen auch nach einem Regierungswechsel zu ändern: "Wir sollten jetzt erst einmal den Wahlkampf zu Ende führen und dann alles genau prüfen. ... Aber wenn die Krise vorbei ist müssen wir alles, was Wachstum und Arbeitsplätze blockiert, ohne Vorfestlegungen durchforsten."

    http://chatatkins.blogger.de/stories/1470693/

    Ums mit Sepp Herberger zu sagen: nach der Krise ist vor der Krise. Auch wenn wir hier wissen, das wir noch ne ganze Weile nicht "nach" der Krise haben.

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