Uber-Hedgefonds Atticus implodiert

Von den einen gefürchtet, von einigen bewundert, aber jetzt (zum großen Teil) am Ende.

Die Hedgefondsgesellschaft Atticus schließt 2 der 3 Fonds im Gesamtvolumen von etwa 3 Mrd. Euro, weil sich der Gründer Timothy Barakett zurückzieht. Der dritte Fonds mit einem Volumen von etwa 1,5 Mrd. Euro wird nicht eingestellt.

Der Rückzug war vielleicht nicht ganz so freiwillig wie dargestellt, zu mies war die Performance der letzten Monate. Oder vielleicht war der Rücktritt doch freiwillig, denn nach mehr als 30% Rückgang müsste der Fonds jetzt wieder deutlich über 40% steigen, bis die Gewinnbeteiligung nach Überschreiten der High-Water-Mark wieder beginnt zu sprudeln. Und nur damit lässt sich das wirklich große Geld (> ein paar Millionen pro Jahr) verdienen.

Atticus war der Hedgefonds, der bis vor Kurzem einen signifikanten Teil an der Deutschen Börse besaß und versucht hat, die Geschäfte massiv zu beeinflussen. Unter anderem musste die Deutsche Börse die Dividenden erhöhen, um den Großaktionär still zu halten. Am Ende hat die Deutsche Börse den Angriff von Atticus aber erfolgreich abgewehrt. Andere Firmen hingegen dürften nicht so glimpflich davongekommen sein.

Wie so häufig wendet sich jetzt einer dieser Skrupellosen "philantrophischen" Zwecken zu, was ich immer für einen ziemlich schlechten Scherz halte. Im Alter von 44 der Tretmühle entkommen. Da fang ich ja fast an zu heulen vor Rührung ... (Handelsblatt: Hedgefonds: Ausstieg zur rechten Zeit)

Noch zwei Kommentare:
Handelsblatt: Abgang eines Plünderers
Reuters: Felix Salmon: Atticus pinched

Die Nachricht:
Handelsblatt: Atticus schließt zwei seiner drei Hedgefonds
Marketwatch: Atticus' Barakett to shut his biggest fund

Der Brief an die Investoren:
FT Alphaville: Activist Atticus to shut flagship fund

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