Zahl des Tages (20.08.09): 1.580.000.000.000

Ich bemühe mich ja hier seit einiger Zeit, über die US-Immobilienkrise (die dann zur schwersten Wirtschaftskrise der Welt seit 80 Jahren wurde) angemessen zu berichten. Dabei gab es viele Horrorzahlen, aber mir geht es nicht darum, nur Horrorzahlen zu bringen. Eine lange Zeit war der Mainstream aber deutlich zu optimistisch und hat den Ernst der Lage unterschätzt. Da wollte ich Kontrapunkte setzen.

Wer die Zahl des Tages aufmerksam verfolgt, hat mitbekommen, dass in letzter vermehrt Zahlen kamen, die man mehr oder weniger positiv interpretieren muss. Nicht zuletzt geht meine Immobilienwette ja auch in diese Richtung. Eine besonders gute Chance zur Zahl des Tages zu werden hat eine positive Zahl dann, wenn sie vorher (am besten mehrfach) Zahl des Tages war und zwar im negativen Sinn. Und des US-Haushaltsdefizit hat es sowohl mit Prognose wie auch der laufenden Entwicklung gleich mehrfach zur Zahl des Tages gebracht ...

Heute kommt eine neue Prognose, die zwar weiterhin ein tiefes tiefes Loch vorhersagt, aber immerhin eines, das um 262 Mrd. Dollar auf jetzt

1.580.000.000.000 (1,58 Billionen) Dollar

geschrumpft ist. Damit beträgt das Staatsdefizit voraussichtlich "nur" noch 11,2% (vorher 12,5%) des BIPs.

Die Ursache ist die positive Entwicklung an den Finanzmärkten, durch die einige bereits eingeplante Stützungsmaßnahmen entfallen können.

Eine wirklich gute Nachricht ist ein Minus von 1,58 Billionen Dollar natürlich noch lange nicht, trotzdem ist die Entwicklung positiv, schließlich ging die Prognose für das Haushaltsdefizit lange genug immer weiter und dazu noch ungebremst nach oben.

FTD: US-Regierung senkt Defizitprognose

Zahl des Tages (26.02.09): 1.750.000.000.00

Kommentare :

  1. Damit beträgt das Staatsdefizit voraussichtlich "nur" noch 11,2% (vorher 12,5%) des BIPs.



    Sollte man den überhaupt noch irgendwelche Zahlen, speziell aus US glauben schenken, welche dann doch wieder revidiert (meisten zum Schlechteren) werden.

    Das ist doch alles nur für die
    "die Krise ist vorbei" Aufschwungslüge.

    PS: Wieviel Dollores hat die FED in die "Märkte" gepumt??

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  2. Was wir jetzt sehen, ist der Aufschwung, den die FED mit ihrem in den Markt gepumpten Dollars ausgelöst hat.

    So kritisch (aus Inflationssicht) das Anwerfen der Notenpresse ist, so wirksam ist es normal auch ...

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