Manchmal wird mir die Zahl des Tages geradezu auf dem Tablett serviert. Auch kommt sie ziemlich genau einmal in der Woche von der FDIC, allerdings eigentlich nur Freitagnacht.
Am heutigen Donnerstag gab es vom US-Einlagensicherungsfonds FDIC den Bericht für das zweite Quartal. Darin zwei Zahlen, die wie erwartet schlimm ausfielen.
Die Zahl der "gefährdeten" Banken ist in nur einem Quartal um mehr als 100 auf
416gestiegen.
Die Gesamtassets der "troubled banks" stiegen ebenfalls von 220 auf 299,8 Milliarden Dollar.
Im 2. Quartal haben die 8.106 der FDIC angeschlossenen Banken einen Gesamtverlust von 3,7 Mrd. Dollar eingefahren. Die Bilanzsumme liegt übrigens bei insgesamt 9,3 Billionen Dollar.
Die Reserven der FDIC selber gingen (wenig überraschend) weiter zurück. Pleite ist die FDIC aber noch nicht, auch wenn es ein Spreadsheet gibt, dass das behauptet (Pleite geht die FDIC eh nicht, weil sie im Notfall auf 500 Mrd. Dollar Sondervermögen bei der Notenbank zugreifen kann). Die FDIC und der DIF (das ist der eigentliche Fonds) besitzen noch gut 42 Mrd. Dollar.
Wenn man sich aber die Ausfallraten anschaut, die in letzter Zeit eher über 25% der Assets der ausgefallenen Bank lagen (siehe
Zahl des Tages (17.08.09): 747), reichen die 42 Mrd. aber auch nicht (25% von 300 Mrd. macht 60 Mrd. Ausfälle), sollten alle Banken von der Troubled Bank Liste Pleite gehen.
Wie eng die Lage ist, zeigt auch die Grafik:
Die Reserven des DIF liegen bei nur noch 0,22% der versicherten Assets. Dass das nicht viel ist, sieht man schon auf den ersten Blick.
FDIC: FDIC-Insured Institutions Lost $3.7 Billion in the Second Quarter of 2009FDIC: Number of troubled banks rises to 416Die FDIC wird wohl über eine Erhöhung der Beiträge die Reserven auffüllen müssen. Im Gespräch ist eine Sonderzahlung von 5 Cent je 100 Dollar versicherter Assets. Da die Banken das kaum selber aus ihren (aktuell nicht vorhandenen) Gewinnen zahlen werden, bedeutet das wohl weiter steigende Kosten für die Kunden ...
Marketwatch: Bank fees going up
Manchmal wird mir die Zahl des Tages geradezu auf dem Tablett serviert. Auch kommt sie ziemlich genau einmal in der Woche von der FDIC, allerdings eigentlich nur Freitagnacht.
Am heutigen Donnerstag gab es vom US-Einlagensicherungsfonds FDIC den Bericht für das zweite Quartal. Darin zwei Zahlen, die wie erwartet schlimm ausfielen.
Die Zahl der "gefährdeten" Banken ist in nur einem Quartal um mehr als 100 auf
416gestiegen.
Die Gesamtassets der "troubled banks" stiegen ebenfalls von 220 auf 299,8 Milliarden Dollar.
Im 2. Quartal haben die 8.106 der FDIC angeschlossenen Banken einen Gesamtverlust von 3,7 Mrd. Dollar eingefahren. Die Bilanzsumme liegt übrigens bei insgesamt 9,3 Billionen Dollar.
Die Reserven der FDIC selber gingen (wenig überraschend) weiter zurück. Pleite ist die FDIC aber noch nicht, auch wenn es ein Spreadsheet gibt, dass das behauptet (Pleite geht die FDIC eh nicht, weil sie im Notfall auf 500 Mrd. Dollar Sondervermögen bei der Notenbank zugreifen kann). Die FDIC und der DIF (das ist der eigentliche Fonds) besitzen noch gut 42 Mrd. Dollar.
Wenn man sich aber die Ausfallraten anschaut, die in letzter Zeit eher über 25% der Assets der ausgefallenen Bank lagen (siehe
Zahl des Tages (17.08.09): 747), reichen die 42 Mrd. aber auch nicht (25% von 300 Mrd. macht 60 Mrd. Ausfälle), sollten alle Banken von der Troubled Bank Liste Pleite gehen.
Wie eng die Lage ist, zeigt auch die Grafik:
Die Reserven des DIF liegen bei nur noch 0,22% der versicherten Assets. Dass das nicht viel ist, sieht man schon auf den ersten Blick.
FDIC: FDIC-Insured Institutions Lost $3.7 Billion in the Second Quarter of 2009FDIC: Number of troubled banks rises to 416Die FDIC wird wohl über eine Erhöhung der Beiträge die Reserven auffüllen müssen. Im Gespräch ist eine Sonderzahlung von 5 Cent je 100 Dollar versicherter Assets. Da die Banken das kaum selber aus ihren (aktuell nicht vorhandenen) Gewinnen zahlen werden, bedeutet das wohl weiter steigende Kosten für die Kunden ...
Marketwatch: Bank fees going up
Zahl des Tages (27.08.09): 416
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