China sagt Bye Bye zum Dollar ...

... wie erwartet nicht abrupt von heute auf morgen, sondern vorsichtig mit viel Geduld.

Als kleines Update zu meinem Posting in der vergangenen Woche ein kurzer Hinweis auf einen Artikel im Telegraph, der einen chinesischen Offiziellen zitiert, der eine Diversifikation der Devisenreserven weg vom Dollar hin zu Euro, Yen und Gold ankündigt.

Angst haben die Chinesen vor der US-Notenpresse. Sollte diese zulange laufen, ist nach Ansicht (nicht nur) der Chinesen die kommende Inflation mit anschließender Abwertung der US-Bonds und des US-Dollars garantiert. Das sehen die Chinesen IMHO völlig richtig.

Die Chinesen irren sich aber in einer Hinsicht: Wenn die Chinesen sagen, dass der Goldpreis steigt, wenn die Chinesen anfangen zu kaufen, ist das zu zurückhaltend. IMHO ist der Goldmarkt so eng, dass allein das Gerücht, dass die Chinesen kaufen könnten, für Preissteigerungen sorgen wird.

Man sollte die Aussagen im Artikel nicht überbewerten. China ist ein großes Land mit einem großen Verwaltungsapparat. Da findet man wahrscheinlich zu jeder denkbaren Aussage den passenden Interviewpartner. Der interviewte Herr Cheng hat auch keinen direkten Draht zu den Devisenreserven, sondern kümmert sich um etwas, das in Richtung Öko-Autos zu gehen scheint.

Das Zitat
"The US spends tomorrow's money today. We Chinese spend today's money tomorrow. That's why we have this financial crisis.' "
ist trotzdem eine ziemlich prägnante Zusammenfassung der Gründe für die aktuelle Krise ...

Telegraph: China alarmed by US money printing

gefunden über:

Creditwritedowns: China to diversify out of U.S. dollars

Update (22:39):

Die UN tendiert ebenfalls in Richtung einer neuen Weltwährung:

FT Alphaville: UN weighs in on the dollar-reserve debate

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