Die Einspeisevergütung für Solarstrom muss runter!

Sagt der Egghat ja schon länger. Und wenn jetzt der Gründer von Solarworld jetzt in mein Credo einstimmt, finde ich das so bemerkenswert, dass ich daraus nicht wie bei den meisten kurzen Linkhinweisen einen Tweet mache, sondern das auf die Homepage hieve.

Wow. Ein Profiteur der Vergütung setzt sich für die Senkung ein. Das wird sicherlich Einigen, die die Einspeisevergütung für einen klaren Erfolg (Win-Win-Win) halten, nicht gefallen. Ja ich mein Dich Siggy Pop Gabriel und ich meine Euch liebe Grüne (ich wähl Euch vielleicht trotzdem)!

Asbeck sorgt sich um die Akzeptanz der Vergütung. Es ist sicherlich nicht clever, die Vergütung unnötig hoch zu lassen, weil das die Stromverbraucher am Ende bezahlen müssen. Der (zu) hohen Stromrechnung der Stromkunden stehen (zu) hohe Renditen der Solaranlagenbauer gegenüber. Ich hab das mal so platt "Subvention für Dachflächenbesitzer" genannt.

Außerdem sieht das Asbeck den Aspekt, dass eine zu hohe Förderung den technologischen Fortschritt bremst. Die Einspeisevergütung darf kein Ruhekissen sein, auf dem sich die technologisch zurückliegenden Firmen ausruhen, sondern muss dafür sorgen, dass die Solarenergie jedes Jahr so stark wie möglich billiger wird. Es geht nicht darum, ob man 2015 ein oder zwei Prozent der deutschen Stromerzeugung aus Solarenergie gewinnt. Es geht darum, möglichst früh die Netzparität zu erreichen. *Das* muss das Ziel sein. Denn kommt alles andere von selbst ...

Der Artikel nennt übrigens etwa 25% Preisrückgang für Solaranlagen seit Jahresbeginn. Scheinbar kommt die Preishalbierung für die Zellen ab Werk China auch in Deutschland an.

FTD: Solarkonzern will auf Entzug

Update (21.09.09):

Es gibt übrigens auch Updates zur Netzparität. Inzwischen merken auch einige andere, dass wir bei den von der Digitimes vorhergesagten Preissenkungen (siehe Zahl des Tages (06.09.09): 50%) schneller an der Netzparität sind als es sich selbst der größte Ökostrom-Visionär vor ein paar Jahren noch vorstellen konnte. In manchen Bereichen werden der technologische Fortschritt (und die normalen Marktmechanismen) massiv unterschätzt.

CleanThinking.de: WirtschaftsWoche meldet: Solare Netzparität ist erreicht

Kommentare :

  1. Förderung des technolog. Fortschritts ? Die ausländische Konkurrenz, die zu innovativem und effizientem Verhalten motivieren sollte, ist doch bereits vorhanden. Das wirkt auf mich eher, als hätte er Angst vor den im Artikel angesprochenen Dumpingpreisen der Chinesen. Der Bezug auf die divergierenden Umweltstandards hat ja den Sinn, ausländ. Billigmodule entweder gar nicht mehr oder nur noch beschränkt zu fördern. Von der Wirkung her wie Strafzölle

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  2. Ich habe den Aspekt "Zoll" unterschlagen, weil ich glaube, dass gerade eine Diskussion über Sozialstandards so grundlegend sein wird, dass da nie was raus werden wird (was man durchaus bedauern kann).

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