Eine gute und eine schlechte Nachricht

Zuerst die gute Nachricht:

Die SEC Kontrollen des Hedgefonds von Bernie Madoff hatten nichts mit Korruption zu tun.

Jetzt die schlechte Nachricht:

Die (mehrfachen) Kontrollen des Hedgefonds von Bernie Madoff haben (trotz detaillierter Hinweise (The Great Madoff Swindle: 29 ignorierte Warnzeichen)) nichts gefunden, weil die Mitarbeiter der SEC schlicht unfähig waren.

Marketwatch: Inspector: SEC botched its investigation of Madoff scam

Die Betonung liegt auf "waren". Jetzt ist natürlich alles besser, sagt die SEC. Die Mitarbeiter sind super geschult und in Zukunft ist so ein 50 Milliarden Dollar Betrug quasi völlig ausgeschlossen. (siehe Statement von SEC Chefin Shapiro: Statement by Chairman Schapiro on Release of Executive Summary of Inspector General's Report on Madoff Fraud)

Als wenn die SEC am Tag vor der Entdeckung des Madoff Schwindels etwas anderes gesagt hätte ... Ich glaube denen kein Wort. Der Schwindel, so wie Madoff ihn durchgeführt hat, wird wohl nicht mehr passieren. Aber leicht abgewandelt schon ...

Die Geschichte nochmal zum Nachlesen: Suche nach Madoff

Update (22:50):

Eine Meinung von Marketwatch zum Thema:

Marketwatch: Aiding and abetting

Und als Nachtrag ein Link zum Untersuchungsbericht (Executive Summary, aber eine umfassendere Version scheint nicht online zu sein; sind auch als Zusammenfassung schon 22 Seiten):

SEC: Executive Summary of Inspector General's Report on Madoff Fraud (PDF!)

Update (03.09.09):

Jetzt hat auch der Spiegel die Story:
Spiegel: US-Börsenaufsicht räumt Fehler im Fall Madoff ein

Und das Handelsblatt:
Handelsblatt: US-Börsenaufsicht hätte Madoff stoppen können

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