Zahl des Tages (24.09.09): -2,7%

Die Verkäufe existierender Einfamilienhäuser in den USA sind im August um

2,7% 

gesunken. Annulisiert wurden 5,1 Millionen Häuser verkauft. Das war schlechter als von den Analysten erwartet (5,39 Millionen). Der Preis liegt im Schnitt

WSJ: Existing Home Sales Dropped in August 
oder direkt von der Quelle:
Realtor.org: Existing-Home Sales Ease Following Four Monthly Gains

Steht meine Immowette jetzt auf der Kippe?

Nöh. Die Analysten rauchen nämlich schlechten Shit, aber das ist im Zeitalter nach der Krise ja keine Neuigkeit.

Erstens ist der August im Schnitt etwas schwächer als der Juli.
Zweitens ist der August stärker (+3,4%) als im Vorjahr.
Drittens ist der Lagerbestand deutlich gesunken und daher steht der von mir als wichtigster Indikator erachtete Lagerbestand in Monatsumsätzen bei 8,5 Monaten nach 9,4 Monaten im Juli.

Die Zahlen von heute sind also eher eine positive Überraschung als eine Enttäuschung.

All das findet sich schön übersichtlich auch mit Grafiken bei
Calculated Risk: Existing Home Sales Decline in August

Die zwei großen Knackpunkte für den US-Immobilienmarkt sind
a) das Schattenlager (Immobilien, die nur inoffiziell auf dem Markt sind, weil die Bank den pleite gegangenen Hauseigner gegen eine niedrige Miete im Haus wohnen lässt und so Steuern, Instandhaltungskosten und Wertverlust spart), dessen Größe niemand kennt und
b) die Steuergutschriften für Erstkäufer (immerhin 30% der Umsätze im August) im November auslaufen.

Wir werden sehen, wie sich das am Ende ausgeht ...

Kommentare :

  1. Man sollte sich vielleicht mal fragen, wer denn die Häuser (neben den "Erst" Käufern die die Hausprämie mitnehmen) so alles kauft...

    Vielleicht die Banken, um die Marktpreise stabil zu halten und die Immo-Werte nicht abzuschreiben?!?

    AntwortenLöschen
  2. Lagerbestand? Davon redet Ihr Experten seit Monaten aber nichts ist.

    Genauso der Welthandel. Baltic Dry und HARPEX tief am Boden. Es wird die letzten Monate immer weniger gehandelt und verkauft, nicht mehr... Verschlechterung der Lage!

    AntwortenLöschen
  3. Wer die Häuser kauft? Ich wette einige super Reiche decken sich gerade massiv mit Häusern ein und hoffen auf Wahnsinns"rendite", wenn die Preis bald unglaublich steigen :-)

    AntwortenLöschen
  4. Du hast eine Wette laufen und freust dich, dass die gefakten Statistiken in deine Richtung gehen?
    Dann hättest du doch auch wetten können, dass Statistiken gefakt werden oder wir greenshots bekommen oder das die Rezession schon wieder vorbei ist ;)
    Dann hoffen wir mal, dass der Zeithorizont der wette kurz genug ist.

    AntwortenLöschen
  5. An den letzten Anonymen (der wahrscheinlich auch der gleich ist wie in den drei davor):

    Die Welt ist schön einfach, wenn man alles, was einem nicht in den Kram passt, als gefaket abstempelt. Solange die Preise fielen, glaubt man dem Indikator und nachher nicht mehr?!?

    Nee, werd mal erwachsen!

    (Dann hättest du vielleicht auch verstanden, was mit Schattenlager gemeint ist und die Banken ziemlich sicher keine Immobilien kaufen, denn die haben über die Deals eh schon genug Häuser in den eigenen Bilanzen ...)

    Und wer sind die "ihr Experten" in Posting 2? Ich bin erstens nicht mehrere und zweitens auch kein Experte und drittens habe ich wohl deswegen auch die rezession vorausgesagt als die anderen Experten noch fleissig dementiert haben.

    AntwortenLöschen
  6. Anonym Nr. 1 (die anderen Kommentare stammen nicht von mir)....

    Hör mal in das Video-Posting von Müllerchen - in der letzten Passage spricht er das Thema Hauskauf durch die US-Banken an...

    http://www.cashkurs.com/

    Tagesausblick
    24.09.2009

    Grüße

    AntwortenLöschen
  7. Und wieder anonym :)25 September, 2009 00:38

    :)
    Von mir ist nur der 4. anonyme.
    Schattenlager = gefakte - deshalb bin ich ja von ausgegangen, dass Du ganz bewusst auf etwas wettest, von dem Du weisst, dass es gefakt ist.

    Du klingst, als ob ich einen Nerv getroffen habe, dabei meinte ich das nicht persönlich.

    AntwortenLöschen
  8. Ah so und ganz vergessen: Nach einem Preiseinbruch mit Bailout Geld billige Sachwerte zu kaufen, besser sich einzudecken, ist Teil des Plans.
    Denn während wir genötigt werden, die Schulden durch Entwertung abzubauen, werden die billig abgestaubten Immos schön steigen, also zumindest irgendeinen Wert behalten. Und dieser Plan ist ja nicht ganz so neu, oder?

    AntwortenLöschen
  9. Ich glaube das große Problem liegt in den REO´s wenn die mal den Markt hitten sieht die Welt gleich anders aus. Btw. mit der Abschaffung von Mark to Market hat man den Verkaufsdruck gestoppt - bei den kommenden Refinanzierungsrunden wird sich zeigen, ob nicht doch zu Marktpreisen liquidiert werden muss. Außerdem sind viele "House-Flipper " in den Markt eingestiegen in der Hoffnung billig ein Haus abzustauben.

    Fazit: sollte sich die Deflation fortsetzen, werden die Hauspreise mitpurzeln.

    Angesichts dessen wäre ich sogar bereit die Gegenposition in deiner Wette entgegenzunehemen (Obwohl ich ehrlichgesagt nicht weiß worauf du genau gewettet hast :) )

    AntwortenLöschen
  10. der Immomarkt hat ja nun mal das Problem, dass dort jeder Käufer mittels Kredit "gehebelt" unterwegs ist und Immobilien kein Spekulationsobjekt darstellen, was man ohne soziale Verwürfnisse einem Marktbereinigungsprozess unterwerfen könnte.
    Dass die Indikatoren derzeit eine Beruhigung bzw sanfte Verbesserung andeuten, ist auch gut so.
    Wenn sämtliche staatl. Interventionen (niedrige Zinsen, weitergehende Kreditvergabe, aufgeweichte Bilanzierungsregeln der Banken...) nicht gefruchtet hätten, was dann ?
    Ich persönlich finde in Anbetracht der Rettungsmaßnahmen die Erholung derzeit sogar noch etwas schwach, immerhin finden
    selbst auf Märkten ohne kostspielige Interventionen Gegenbewegungen statt.
    Ich werde die Befürchtung dennoch nicht los, dass in den letzten Monaten primär Käufer angelockt wurden, die zumindest einen Teil der zukünftigen Verluste übernehmen, damit der Immobilienmarkt nicht binnen weniger Monate auf Jahre oder Jahrzehnte zerstört worden wäre.

    AntwortenLöschen
  11. Zur Wette: Neue Wette

    Zu meiner vielleicht etwas aggressiven Art: Ich bin immer genervt von den anonymen Kommentaren, weil ich eigentlich meine, dass man auf Kommentare antworten sollte. Das ist aber immer nerviges Rumgerate, wenn man nicht weiss von wem dem Kommentar kommt oder ob die 4 Kommentare von einem, zwei, drei oder vier Leuten kommen. Das ist aber durchaus wichtig, um eine sinnvolle Antowrt zu geben.

    Und zur Verfälschung: Ich habe meine Wette absichtlich auf den besten Indikator gesetzt, der nicht ganz zufällig der ist, der am wenigstens (eigentlich gar nicht) in staatlicher Kontrolle ist (wie die Indizes von Fannie Mae z.B. ).

    Und wenn ich bei meiner Wette in gewisser Weise den Effekt durch die bereits beschlossenen Stabilisierungsmaßnahmen brücksichtige: Na was soll ich denn sonst machen? Eine Wette abschließen für den hypothetischen Fall, dass es diese Maßnahmen nicht gegeben hätte? ?!?

    Und der Index? Wieso soll der gefaket sein? Der hat immerhin 33% Minus vom Hoch aus angezeigt.

    AntwortenLöschen
  12. Und übrigens: US-Immobilien sind nach 33% Preisrückgang nicht mehr teuer. OK, auch nicht billig, aber eben auch nicht mehr teuer. Auf dem Niveau ist irgendwann mal Ende mit dem Abschwung!

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Sorry. Es sind leider keine anonymen Kommentare mehr möglich. Ich werde von mehr als 50 Spamkommentaren pro Tag geflutet und habe keine Lust, diese von Hand zu scannen, um darin alle drei Tage einen anonymen Kommentar zu finden, der veröffentlicht werden kann. Meldet Euch bitte an. Sorry für die Umstände.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore