Zahl des Tages (29.09.09): +1,6%

Manchmal kann man die Zahl des Tages ja fest einplanen. Manchmal gehört noch etwas Optimismus dazu ... Den Optimismus hatte ich ja mit meiner Immowette schon frü und der Case-Shiller-Index kommt immer am letzten Dienstag des Monats. Und heute passt das sehr gut zusammen. So here we go ...

Gemessen am Case-Shiller-City-20 Index sind die US-Einfamilienhäuser im Juli um

1,6%

teurer geworden.

Damit bestätigt der Case-Shiller-Index nicht nur den Aufwärtstrend im 3. Monat in Folge, sondern liefert auch das bisher größte Monatsplus (nach +0,5% im Mai und +1,4% im Juni). Die Bewegung wird also zunehmend stabil. Und auch breiter: 18 der 20 Regionen stiegen im Monatsvergleich.

Im Jahresvergleich gibt es noch ein Minus, aber auch das ist mit gut 13% wesentlich kleiner als noch im Winter (19,1%). Es lagen übrigens auch alle 20 Regionen im Minus.

Vom Hoch aus gesehen (wichtig für meine Immowette) beträgt das Minus im City-20 nun 32,6 30%. Das Gesamtminus bewegt sich also weiter von der 40% Marke weg, ab der ich die Wette verlieren würde. Gut so :-)

Gewonnen ist die Wette natürlich noch nicht, denn es gibt im Moment ein paar einmalige Faktoren (Saisonalität, Steuergutschriften noch bis November, preiswerte Kredite), die den Immobilienmarkt "unnatürlich" zum Positiven hin beeinflussen. Aber auch wenn der Boden im Frühling nicht der tiefste war und es noch einmal weiter nach unten gehen sollte, hilft mir für meine Wette jeder Monat mit steigenden Preisen. Oder anders gesagt: Die Uhr tickt im Moment für mich ...

Standard & Poors: BROAD IMPROVEMENT IN HOME PRICES ACCORDING TO THE S&P/CASE-SHILLER HOME PRICE INDICES (PDF!)

Update (18:16)

Das Gesamtminus von 32,6% kam mir schon beim Posten spanisch vor, als hätte ich die Zahl schonmal gesehen. Und tatsächlich ist es nicht der aktuelle Wert. Die richtige Zahl wäre 30 gewesen. Ist korrigiert.

Kommentare :

  1. Ist das wirklich eine Stabilisierung oder nur ein statistischer Effekt der Indexberechnung?

    Siehe dazu auch hier:
    Warren Brussee's Blog 09-2009 Update

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  2. Der Case-Shiller-Index ist IMHO der beste Preisindex. Er benutzt nur Pair-Sales, also Häuser, für die mehr als eine Transaktion vorliegt. Nach allem, was ich über den Index weiss, kann sich eigentlich durch die Zusammensetzung der Verkäufe nichts ändern. Das steht in dem verlinkten Artikel irgendwie drin, aber komplett unbegründet und im Konjunktiv. Da kann ich wenig mit anfangen.

    Außerdem zieht er den Zillow Indikator heran, der aktuell 5% Minus im Jahresvergleich anzeigt. Damit ist er aber doch viel positiver als der Case-Shiller, der ja bei 13% Minus liegt.

    Vielleicht bin ich jetzt voreilig, aber der Schreiber scheint sich aus den vielen verhandenen Datenpunkten nur die negativen herauszupicken. "Zillow sagt noch 2 Jahre fallende Preise voraus", daher kann der Case-Shiller nicht stimmen. Ganz nebenbei gibt es nicht einen Satz zur Begründung, warum der Zillow auf den Wert von 2000 zurückfallen sollte. Warum nicht auf den Wert von 1998 oder 2004? Hat der Brussee 2000 als das "vernünftige" Jahr definiert, auf das alles wieder zurückkommen muss?

    Ganz nebenbei: Der Case-Shiller ist von *dem* Shiller. Professor und korrekter Prognostiker sowohl der Internetblase als auch die Immobilienblase (Nicht umsonst verlinke und empfehle ich dauernd die Bücher von dem). Absichtlich hat der 100%ig keinen Index gebaut, der zu positiv aussieht. Unabsichtlich vielleicht schon, er ist auch nur ein Mensch. Aber hoch würde ich die Wahrscheinlichkeit dafür nicht ansetzen ...

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