Dow 10.000!

Wow! Der gleiche Stand wie 1999. Geile Rendite ... Und hat ja auch keine Nerven gekostet und man konnte immer ruhig schlafen und der Dollar hat in der Zeit auch nichts verloren ...

Der DAX war übrigens schon im Juli 1998 über 6.000. Wer damals investiert hat, liegt also im Minus. Und das obwohl bei der Berechnung des DAX die Dividenden berücksichtigt werden.

Genug Salz in die Wunde der Optimisten gestreut, schätze ich ...

Ach ne, es gab ja auch noch ein wenig Inflation in den letzten gut 10 Jahren ...
 
Marketwatch: Dow at 10,000? Wake me when it's 14,000

Update (22:28)

Der Gag scheint beliebt zu sein ...

FTD: Hart im Nehmen

Kommentare :

  1. Was genau meinst Du mit "Und das obwohl bei der Berechnung des DAX die Dividenden berücksichtigt werden." in diesem Fall?

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  2. @Anonym:

    Der DAX ist ein Performanceindex, d.h. die Dividenden fließen in den Index ein.

    Dies entspricht einem Aktienfonds, bei dem die Dividenden re-investiert (thesauriert) werden.

    Somit ist der DAX nur bedingt vergleichbar mit reinen Kursindizes.

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  3. Auch wenn horst_m es schon gesagt hat: Es meint, dass 10% Minus im DAX auch 10% Minus im Depot bedeuten. Während der Dow nicht dividendenbereinigt ist. Wenn man also auf den Dow guckt, muss man immer bedenken, dass bei 10% Minus auf 10 Jahre nach 15% Dividendeneinnahmen doch eigentlich ein Plus da war.

    Bei DAX hingegen ist das alles bereits drin, es gibt keinen Aufschlag aus Dividenden mehr.

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  4. 1999 ist aber auch eine auffallend schlecht gewählte Dekade. Okay, bietet sich nun mal an, da wir 2009 haben. Der Vergleich 2003/2013 dürfte sicherlich besser ausfallen. Die Prognose wage ich mal. Nähme man z.B. die Dekade 1990/2000, hätte man beim Dax eine überirdisch gute Performance von 500%.

    Trotzdem kommt die Aussage schon an. Jahrelang gingen die Sprüche "mit Aktien macht man auf lange Sicht 10-14% p.a.", in den letzten Jahren wurde man dann etwas kleinlauter, 7-10%. Selbst das scheint aus Sicht gefrusteter Aktiensparer immer noch viel zu hoch.
    Man muss sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass das, was für das 20. Jahrhundert galt, nicht zwingend für das 21. Jahrhundert gelten muss.

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  5. @matsch:

    Ich stimme zu. Ich sehe dafür auch drei Gründe:
    i) Zinssatz Anfang der 80er: 10%, 2000: 4% Daraus ergibt sich schonmal eine Verzweinhalbfachung der Aktienkurse. (Damals war eine Aktie mit KGV 10 teuer, heute gilt das als billig).
    ii) Bilanzen Anfang der 80er: Voller stiller Reserven dank konservativer Buchführung. Bilanzen Ende der 90er: Viel heiße Luft, kreative Bauchführung.
    iii) Anfang der 80er: Viel Substanz, wenig Schulden (wegen der hohen Zinsen), Ende der 90er: Wenig Substanz, hohe Schulden.

    Dazu kommen noch ein paar volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen: Konsum auf Pump rund um den Globus, neue Absatzmärkte in Asien und Osteuropa, etc. pp.

    All diese Entwicklungen sind aber am Ende angekommen. Ab jetzt wird es wieder Phasen geben, in denen Aktien besser laufen als Renten aber eben auch längere Phasen, in denen es andersherum ist.

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  6. ich darf noch ergänzen: reife Volkswirtschaften glänzen nun mal nicht mit dynamischen Wachstumsraten wie China. In den 80ern hielt man 3% Wirtschaftswachstum für eine normale Hausnummer, heute ist man glücklich darüber wenn man ein solches Ausnahmejahr vorweisen kann. Die Demographie tut ihr übriges. Die wirtschaftliche Dynamik wird immer mehr einschlafen.

    Bis vor kurzem gab es vom DAI (Deutsches Aktieninstitut) so ein schönes Dax-Renditedreieck frei zugänglich, mittlerweile muss man dafür bezahlen. Darin kann man schön die Dax-Performance über beliebig gewählte Zeitperioden ablesen, angefangen von 1948 (hypothetisch zurückgerechnet; den Dax gibt es erst seit 1987). Je nachdem welche Perioden man wählt, können einem ganz schön die Augen tränen. Wer bspw. 1960 eingestiegen ist, konnte sich 20 Jahre später über eine Aktienrendite von 1% "erfreuen". Von 1960 bis 2008 gerechnet auch nur sehr bescheidene 5%.

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  7. Das Renditedreieck wird erst wieder frei zugänglich, wenn die ganzen roten Flecken verschwunden sind ...

    Ganz nebenbei: Wenn man fair wäre, müsste man das Renditedreieck nicht absolut, sondern relativ zu Bundesanleihen machen. Also rot wenn Aktienrendite niedriger als die Anleihenrendite war. Das wäre fair, aber dann wären zu viele rote Stellen im Renditedreieck.

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  8. Da hat wohl jemand die Rally verpasst? Ritholtz hat eine nette Grafik über die historische Dimension dieser Markterholung. http://www.ritholtz.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/SHARPEST-EQUITY-MARKET-RALLY-EVER-IN-THE-CONTEXT-OF-PRICING-OUT-THE-RECESSION.PNG

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