Zahl des Tages (20.10.09): -41%

Der gewerbliche Immobilienmarkt in den USA macht das, was der "private" Immobilienmarkt wohl auch noch machen würde, wenn der Staat nicht massiv mit Steuervergünstigungen und billigen Hypotheken nachhelfen würde: Er fällt und zwar immer noch ziemlich schnell ...

Im August ging es bei den Immobilienpreisen für Büros etc. wieder um satte 3% nach unten. Vom Preishoch aus errechnet sich inzwischen ein Gesamtminus von

41%.

Man muss den Indikator von Moody's aber mit etwas Vorsicht betrachten, denn es wurden nur 73 Transaktionen im August beobachtet, was eigentlich zu wenig ist, um daraus einen allgemeingültigen Index zu berechnen.

Unterschätzen sollte man die Zahl trotzdem nicht. Das WSJ schrieb mal, dass die Hypotheken (ob indirekt (als verbrieftes Wertpapier) oder direkt) etwa 1,7 Billionen Dollar ausmachen (Quelle: WSJ: Commercial Property Faces Crisis) (ich hatte sogar 3 Billionen im Kopf, finde die Zahl aber nicht wieder).

Da reichen bereits kleinere Verluste, um das Eigenkapital der Banken komplett aufzusaugen. Aber dann ändert man halt die Buchführungsrichtlinien nochmal ...

Calculated Risk: Moody’s: CRE Prices Off 41 Percent from Peak, Off 3% in August

1 Kommentar :

  1. Federal Reserve Bank, Beige Book:
    "The weakest sector was commercial real estate, with conditions described as either weak or deteriorating across all Districts."
    http://www.federalreserve.gov/fomc/BeigeBook/2009/20091021/default.htm
    Irgendwann wird der Aktienmarkt dieses Problem zur Kenntnis nehmen müssen...

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