Zahl des Tages (25.10.09): 2.490.000

Ich hatte einen Hinweis schon getweetet, aber die FTD hat die Story am Wochenende nochmal wesentlich weiter ausgerollt und daraus ist jetzt ein richtig schönes Stück Wirtschaftskrimi an der Wall Street geworden. Und wenn dann noch einer der Allzeitfavoriten in diesem Blog, die HSH Nordbank drin vorkommt, naja, dann ist es mehr als einen kurzen Link wert. OK, die Zahl des Tages ist konstruiert, aber ich habe nichts besseres gefunden  ...

2.490.000 (2,49 Millionen) Dollar

Abfindung fordert ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Niederlassung der HSH-Nordbank nach seiner fristlosen Kündigung. OK, nicht so bescheiden, wir sind an der Wall Street, er will auch noch 25 Millionen Schadensersatz. Wahrscheinlich wegen Rufschädigung, denn im Zusammenhang mit der Kündigung gab es auch Gerüchte über Sexskandale.


FTD: Durch die Hintertür der HSH



Wem das alles zu harmlos ist, dem empfehle ich die Handelsblatt Geschichte über Bernie Madoff. Darin wird jedes noch so blöde Klischee über Wall Street Banker bestätigt ...


Handelsblatt: Madoff: Lügen, Callgirls und Koks

Schon ein schöner Titel. Leider fehlen in der Überschrift noch die Namen JP Morgan, KPMG und einige andere. Ich habe mich ja schon damals gewundert, wie jemand einen so großen Betrug aufziehen konnte, ohne dass irgendwelchen anderen Parteien involviert waren ...

Update (26.10.09):

Sex, Drugs und Tote im Pool ...

FTD: Madoff-Vertrauter stirbt im Pool

Update 2 (26.10.09):

Der Tod war wohl doch natürlich:

Spiegel: Madoff-Freund ertrank nach Herzinfarkt

Kommentare :

  1. Capmark Financial: Größte US-Bankpleite dieses Jahr | Drucken | E-Mail
    Monday, 26. October 2009
    Eine der größten Banken im Bereich gewerblicher Immobilienfinanzierung in den USA hat Gläubigerschutz beantragt. Bilanzsumme von über 20 Milliarden. Zu den Gläubigern von Capmark zählen unter anderen die US-Großbanken Citigroup und JPMorgan Chase. Damit steigt die Zahl der US-Bankpleiten dieses Jahr auf 107.

    Nachdem in den USA bereits am Freitag 7 Banken geschlossen werden musssten, wurde am Sonntag abend eine der größten Bankpleiten dieses Jahres bekannt gegeben. Eine der größten Institute im Bereich gewerblicher Immobilienfinanzierung in den USA hat Gläubigerschutz beantragt. Die Capmark Financial Group reichte einen entsprechenden Antrag ein.

    Das Unternehmen will sich bei laufendem Geschäft unter dem Gläubigerschutz restrukturieren und seine Schulden abbauen. Capmark leidet wie zahlreiche andere Immobilienfinanzierer unter Kreditausfällen.

    Capmark gehörte bis 2006 zum Automobil- und Immobilienfinanzierer GMAC, der selbst wiederum General Motors und Cerberus gehört. Ein Konsortium um Goldman Sachs und KKR übernahm dann die Mehrheit. Der Anteil dieser Gruppe beträgt 75,4 Prozent. GMAC ist noch mit 21,3 Prozent an Capmark beteiligt.

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  2. @Jan:

    Danke für den Hinweis (auch wenn ich die Pleite auch ohne Tip mitbekommen hätte, ich habe schon gestern drauf gewartet ...) Ich habe einen Artikel dazu geschrieben.

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