Zahl des Tages (26.10.09): 25.000.000.000

Ich hatte eigentlich vor aus den BIP-Zahlen aus Großbritannien die Zahl der Woche zu machen. Dabei war weniger das kleine Minus von 0,4% interessant sondern mehr die Tatsache, dass es das 6. Quartalsminus in Folge war (WSJ: U.K. Economy Continues to Shrink). Das ist schon eine außergewöhnlich lange Rezession.

Aber dann habe ich noch eine andere Zahl gefunden, die auch schön in diesen Zusammenhang passt. Denn sie ist zu einem gehörigen Teil eine Folge der schwachen Wirtschaftsentwicklung, wobei Ursache und Wirkung auch gut anders herum sein könnte.

Die britische Großbank Lloyds hat heute ihre Kapitalerhöhungspläne bekannt gegeben. Lloyds, die bereits zu gut 40% dem britischen Staat gehören, will 23 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa

25.000.000.000 (25 Milliarden) Euro

in die Kassen holen. Dabei kommen etwa 12 Mrd. Pfund über eine Kapitalerhöhung (davon etwa 5 Mrd. Pfund vom Staat) und weitere 11 Milliarden Pfund über Kredite.

Danach sollte Lloyds halbwegs vernünftig kapitalisiert sein, aber das hat man nach den letzten Kapitalerhöhungen auch schon gedacht ... Im Moment sind solche Monsterkapitalerhöhungen eher ein Zeichen für die immer noch vorhandenen gigantischen Löcher in den Bilanzen ...

NYT: Lloyds Said Set to Raise $38 Billion

Rebellmarkt: Fette Zeiten, oder auch nicht

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