Gold: Maverecon: Eine 6000 Jahre alte Blase ...

Schöner Artikel zum Gold von Willem Buiter. Schön ausgewogen, weil auseinanderklamüsert (versteht man das Wort in Süddeutschland?) wird, dass Gold eigentlich auch nichts wert ist, weil es keinen Nutzen hat. Gold ist daher die älteste und am längsten währende Blase in der Geschichte.

Allerdings ist der Artikel von Willem Buiter kein unausgewogener Anti-Gold-Artikel, denn Buiter weist daraufhin, dass der Tod des Golds als Währungsersatz nur eine wirklich stabile Währung sein kann. Daran mag man glauben, wer das glaubt, glaubt wahrscheinlich aber auch an den Nikolaus.

Ich bezweifle, dass es jemals eine stabile Währung kommen wird. In einer Demokratie ist der Kauf von Wählerstimmen durch die Verteilung von Wohltaten durch Politiker quasi fest eingebaut. Damit wird es immer Staatsverschuldung geben. Diese wird immer zu steigenden Geldmengen und damit (zumindest temporär) zu Inflation führen. Und solange es die gibt, gibt es einen Grund für Gold.

Außerdem - und das muss man in jeder Diskussion gegen Gold erwähnen - ist Papiergeld auch nur eine Blase. Papiergeld ist auch nichts wert, außer dem äußerst geringem Heizwert des Papiers. Der gesamte Wert ergibt sich nur durch das Versprechen und den Glauben, dass man mit dem Geld auch in Zukunft noch etwas kaufen kann. Wie beim Gold auch. Nur hat das Gold dieses Versprechen in den letzten 6.000 Jahren gehalten, während Papiergeld meist schon nach 60 Jahren ganz (Währungsreform) oder fast ganz (Inflation) wertlos geworden ist.

Maverecon: Gold - a six thousand year-old bubble

Kommentare :

  1. Klamüsern versteht man in Süddeutschland. Ich zumindest.

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  2. Ich meine mich zu erinnern, dass das Wort ganz hoch auf der Liste der schönsten norddeutschen Wörter stand. Kurz gegoogelt: Tatsächlich:

    Spiegel: Bastian Sick Kolumne

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  3. Oh, zu früh gedrückt. Ich hatte mich damals auch gewundert, weil ich das Wort gar nicht als regional begrenzt angesehen habe.

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  4. Sehr schön hat es auch mal Bill Bonner auf den Punkt gebracht:

    Gold sei eine Ausgeburt der menschlichen Dummheit , lautet eine Meinung im Telegraph. Ein Metall, das mit großem Kostenaufwand aus der Erde gebuddelt wird, um dann wieder in den Schatzkammern der Banken vergraben zu werden, als Schutz gegen die gleiche Dummheit, die dazu geführt hat, dass es überhaupt erst aus der Erde geholt wurde.

    Der Autor hat Recht. Gold ist nützlich, weil die Menschen dumm sind. Und das ist der Grund, warum Gold immer nützlich sein wird, weil die Menschen zuverlässig Idioten bleiben. Und Gold ist ganz besonders nützlich, wenn die Menschen ganz besonders dumm sind.

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  5. Gold profitiert von der Dummheit der Menschen, weil die Menschen auch zu dumm sind, eine stabile Währung zu bauen ... Wenn dann nur über einen Umweg über ein dummes Konstrukt wie eine Golddeckung.

    Aber ich habe wenig Angst, dass sich das ändert. Jede nicht goldgedeckte Währung wird im inneren Wert gegen Null gehen. Und Gold wird daher auch nie seinen Wert verlieren. Weil die Menschen dumm sind.

    Oder wie Einstein mal sagte: "Das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich. Wobei ich mir beim Universum noch nicht sicher bin."

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