Herabstufungen in Dubai stellen Schulden fällig

Bei Anleihen ist es üblich, die Anleihebedingungen an bestimmte Parameter zu koppeln. Dieser Rahmen, definiert durch bestimmte Wirtschaftsparameter, darf dann nicht verletzt werden. Bei Immobilienunternehmen zum Beispiel an den Verschuldungsgrad und die Mietrendite. Sehr gängig ist auch die Kopplung an das Rating.
Sobald das Rating unter eine bestimmte Schwelle fällt, muss der Emittent höhere Zinsen zahlen (die Deutsche Telekom hatte vor ein paar Jahren diesen Fall). Die Zinsänderung ist noch eine relativ harmlose "Strafe", es kann bis zur vorzeitigen Kündigung der Anleihe gehen.

Genau das droht jetzt scheinbar der DEWA (Dubai Electricity and Water Authority), die in dieser Woche von Fitch auf BBB- herabgestuft wurde. Damit wurde die Schwelle von A- durchbrochen und die ursprünglich bis 2036 laufende Anleihe kann jetzt sofort gekündigt werden.

Auf so eine Nummer ist natürlich das Liquiditätsmanagement keiner einzigen Firma auf der Welt vorbereitet.

Ganz interessant: Für die DEWA haftet das Emirat Dubai, was im Fall von Dubai World ja gerade verhindert werden sollte. Hier wurde die Fachwelt ziemlich davon überrascht, dass Dubai nicht für Dubai World haften will (auch wenn die Firma zu 100% in Staatsbesitz ist).

Lesenswerter Artikel im Handelsblatt:

Nakheel-Anleihe: Auf Dubai rollt nächste Schuldenlawine zu - Finanzen - Börse + Märkte - Börse Inside - Handelsblatt.com

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