Neu- und Staatsverschuldung vs. Maastricht

Eine Grafik sagt oft mehr als Tausend Worte:


Man beachte die vielen Punkte innerhalb des Maastricht Bereichs :-(

Die Zahlen beziehen sich auf die Planungen für 2010. Es kann gut sein, dass Irland nicht ganz so übel abschneiden wird, allerdings besteht z.B. für Griechenland auch viel Luft nach "oben", knapp 6% dürften nach 12,7% Minus dieses Jahr kaum möglich sein (außer durch Einmaleffekte).

Beeindruckend auch das durchweg gute Abschneiden der skandinavischen Staaten. Dabei steckte Schweden (und etwas sanfter Finnland) vor knapp 20 Jahren in einer ähnlichen Krise wie heute Großbritannien und Irland.

Kommentare :

  1. 1.) Was haben GB & Schweden in der Grafik verloren? Die haben den Euro gar nicht. Der Stabilitätspakt gilt nur für Länder in der Währungsunion.

    2.) Der Stabilitätspakt fordert von den Euroländern in wirtschaftlich NORMALEN Zeiten einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt. Daher gilt er im Moment gar nicht.

    Außerdem ist der Stabilitätspakt sowieso der letzte Schwachsinn, weil man die, die sich nicht dran halten, nicht vernünftig sanktionieren kann. Geldstrafen machen doch alles nur noch schlimmer.

    Sinnvoller wäre es zum Beispiel, dass bei Sündern, erst eine Komsision den Haushaltsplan genehmigen muss.

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  2. Im Unterschied zu Mitteleuropa billigen die Skandinavier der Politik eine aktive Rolle in der Gestaltung der gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Verhältnisse zu. Da dies bei uns nicht der Fall ist, der Staat lediglich als günstiger Geldgeber gesehen wird, der ansonsten nichts zu sagen hat, kann man eine ähnlich positive Entwicklung wie in Skandinavien vergessen.

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  3. @m106:

    zu 1) Klar, aber man kann die doch ruhig mit aufnehmen.
    zu 2) Klar, aber man kann sich doch trotzdem anschauen, wie weit manche Länder weg sind

    Zum Euro: Klar, keine Sanktionsmöglichkeiten sind *das* grundlegende Problem bei der ganzen Gestaltung des Euros. Selbst dein Vorschlag würde das nur unwesentlich abmildern. Anders herum: Es könnte vielleicht sehr hilfreich sein, wenn die Griechen (und die anderen unsoliden Länder) jetzt merken, dass man auch mit einer gemeinsamen Währung noch von den Finanzmärkten über den Risikoaufschlag bestraft werden kann

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  4. @Anonym:

    Ja aktive Rolle des Staats ist ja schön. Aber die Kritik am Staat in diesem Land beruht ja bei vielen Leute nicht darauf, dass sie nicht glauben, dass der Staat nichts Sinnvolles mit höheren Steuereinnahmen machen könnte, sondern dass sie nicht sehen, dass der Staat damit was Sinnvolles macht. Allein mir fehlt der Glaube ...

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  5. Interessante Grafik! Welche Quelle und welches Datum hat sie konkret? Dez. 2009? Danke u. Gruss

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  6. Datum: Relativ kurz vor der Veröffentlichung des Artikels. Quelle: Weiss ich nicht mehr, leider. Normalerweise verlinke ich sowas, habe ich in dem Fall aber vergessen. Die Zahlen zu BIP Minus und Gesamtschulden sind aber auch nicht soooo geheim, z.B. finden sich die Schätzungen für 2010 auch in dem Link zum FT Alphaville Artikel in meinem Posting von gestern:

    Zahl des Tages (10.02.10): 355

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