Eine der spannendsten Fragen in der Wirtschaft ist es, ob der seit gut einem Jahr auf einmal wieder sehr beliebte Vulgärkeynesianismus seine gewünschte Wirkung entfalten wird.
Wenn man sich nach den riesigen Konjunkturprogrammen die Wachstumschätzungen für 2010 anschaut, sieht es ja erst einmal gut aus. Die HSBC hat erst heute eine Wachstumsschätzung von 1,4% für Deutschland abgegeben. Wenn man sich aber anschaut, wieviele Konjunkturprogramme die Japaner in den letzten 18 Jahren aufgelegt haben, kann man durchaus auf die Idee kommen, dass wir aktuell die Mitte des W sehen und es noch ein zweites Tief geben wird.
In Japan war es sogar eher ein WWWW mit vielen Tiefs, die immer wieder von durch Konjunkturprogrammen ausgelösten Spikes unterbrochen wurden. Nachhaltiges Wachstum hat das aber nicht gebracht. Nur eine nachhaltige Staatsverschuldung, die inzwischen bei 220% des BIPs liegt. Und wie nicht wenige meinen damit eine Höhe erreicht hat, die den Point of no Return bereits hinter sich gelassen hat. Keine Chance mehr, die Schulden noch einmal zurückzuzahlen. Und bei jeder Zinserhöhung würde es den Haushalt sofort erdrücken.
Und jetzt wird schon wieder das nächste Programm aufgelegt. Es soll ein Volumen von
180.000.000.000 (180 Milliarden) Euro
haben. Damit ist es deutlich größer als die alten Programmen. Vielleicht wird das diesmal eine Wirkung entfalten. Also ich meine die Wirkung, die man bezweckt, nicht den Teil mit den Staatsschulden ...
Japan schnürt offenbar neues Milliarden-Hilfspaket
Eine der spannendsten Fragen in der Wirtschaft ist es, ob der seit gut einem Jahr auf einmal wieder sehr beliebte Vulgärkeynesianismus seine gewünschte Wirkung entfalten wird.
Wenn man sich nach den riesigen Konjunkturprogrammen die Wachstumschätzungen für 2010 anschaut, sieht es ja erst einmal gut aus. Die HSBC hat erst heute eine Wachstumsschätzung von 1,4% für Deutschland abgegeben. Wenn man sich aber anschaut, wieviele Konjunkturprogramme die Japaner in den letzten 18 Jahren aufgelegt haben, kann man durchaus auf die Idee kommen, dass wir aktuell die Mitte des W sehen und es noch ein zweites Tief geben wird.
In Japan war es sogar eher ein WWWW mit vielen Tiefs, die immer wieder von durch Konjunkturprogrammen ausgelösten Spikes unterbrochen wurden. Nachhaltiges Wachstum hat das aber nicht gebracht. Nur eine nachhaltige Staatsverschuldung, die inzwischen bei 220% des BIPs liegt. Und wie nicht wenige meinen damit eine Höhe erreicht hat, die den Point of no Return bereits hinter sich gelassen hat. Keine Chance mehr, die Schulden noch einmal zurückzuzahlen. Und bei jeder Zinserhöhung würde es den Haushalt sofort erdrücken.
Und jetzt wird schon wieder das nächste Programm aufgelegt. Es soll ein Volumen von
180.000.000.000 (180 Milliarden) Euro
haben. Damit ist es deutlich größer als die alten Programmen. Vielleicht wird das diesmal eine Wirkung entfalten. Also ich meine die Wirkung, die man bezweckt, nicht den Teil mit den Staatsschulden ...
Japan schnürt offenbar neues Milliarden-Hilfspaket
Zahl des Tages (03.12.09): 180.000.000.000
der wahnsinn kennt keine grenzen ,
AntwortenLöschennach usa,japan,england,france wird wohl bald brd noch mal die welt mit der hyperinflation schocken
Soweit ich mich erinnern kann stehen dem gewaltigen Schuldenberg Japans aber wesentlich größere Forderungen gegenüber - sind vondaher Netto-Investor im Gegensatz zu den usa... (habe aber gerade keine Zahlen parat..)
AntwortenLöschenlg KBX
Den Masterplan würde ich gerne kennen, wie es Staat und Notenbanken schaffen wollen, in einem geordneten Ablauf, ohne dass es zu schweren Turbulenzen und Panik kommt, einerseits die Staatsschuld wegzuinflationieren und gleichzeitig die langfristigen Zinsen auf dem niedrigen Niveau zu halten.
AntwortenLöschenIst es vorstellbar, dass wir jährlich 5% Inflation haben und längerlaufende Staatsanleihen trotzdem nur mit 3-4% rentieren?
@KBX
AntwortenLöschenDie Nettoposition haben allerdings die japanischen Bürger inne, nicht der Staat. (Ansonsten bitte Aufklärung über die Aktiva des japanischen Staates, kurze Stichworte genügen.)
Irgendwie wird sich der Staat der Nettoposition seiner Bürger bemächtigen müssen, was keiner gerne mit sich machen lässt. Das läuft meistens sehr, sehr hässlich ab.
Sehe ich wie matsch. Bei Weissgarnix wurden die Staatsverschuldung als "Verteilungsproblem" bezeichnet. Der Staat müsse es einfach nur den Reichen "wegbesteuern".
AntwortenLöschen(Weissgarnix hat natürlich Recht, wenn er darauf hinweist, dass die reine Staatsverschuldung keine Aussagekraft hat. Erstens muss man die Aktiva auch berücksichtigen und zweitens ist es auch wichtig, wo die Schulden liegen: Im Inland oder im Ausland. Aber das ist auch nichts neues. Dass die USA ein Problem mit ihren Schulden haben, habe ich schon Ewigkeiten geschrieben. Denn die USA hatten schonmal höhere Schulden, nur lagen diese damals nur zu kleinen Teilen im Ausland und wenn dann bei Verbündeten. Heute liegt ein signifikanter Teil im Ausland und das noch bei einem potenziellen Feind (China))
Ich teile deine Einschätzung: Das läuft meistens hässlich ab. Denn die Reichen können dummerweise auswandern und ihr Geld mitnehmen (ansonsten passt der alte Spruch: Der Sozialismus wird auch beim nächsten Mal nicht ohne Mauer auskommen). Was will der Staat dagegen machen?
Und das Vermögen liegt natürlich zu großen Teil in der Hand der Bürger.
Und zu KBX: Über die Nettovermögensposition Japans habe ich vor kurzem was geschrieben:
Zahl des Tages: 2
http://blogsumpf.tumblr.com/
AntwortenLöschenDer Masterplan, matsch?
AntwortenLöschenDie nicht gewählte Weltregierung einer Finanzelite mithilfe einer Weltwährung.
Diese wird vom IMF als Sonderziehungsrechte (SZRs) aus heisser Luft rausgegeben.
Mehr auf www.NationaleSchulden.eu.
Sabine [als Kassandra seufzend...]
Organisatorin, Forum for Stable Currencies, House of Lords / Commons
@Christian:
AntwortenLöschenIch folge jetzt mal bei Tumblr. Mal schauen, was da so passiert ...
@Sabine K McNeill
Ich habe richtig prominente Leserinnen. Boah, da bin ich ja glatt ein wenig stolz :-)