So, Großezahlentag heute. Aber die wird im Laufe des Postings relativiert, kein Grund für schlechte Laune vor dem Wochenende ;-)
850.000.000.000 (850 Milliarden) Pfund
beträgt des Gesamtvolumen aller Rettungsmaßnahmen, die die britische Regierung aufgelegt hat. Das wurde heute in einem
Report der NAO bekanntgegeben.
Dabei muss aber berücksichtigen, dass ein großer Teil der Summe aus Garantien besteht, in diesem Fall für die schlechten Assets in den Bankbilanzen und Bankschulden. In hartem Cash wurden "nur"
117.000.000.000 (117 Milliarden) Pfund
investiert (unter anderem 37 Mrd. für die Kapitalerhöhungen bei Lloyds und RBS).
Diese Summe liest sich doch schon viel besser. Nun muss man aber auch noch berücksichtigen, dass die Anteile an den Banken nicht komplett wertlos sind. Nach Berechnungen von FT Alphaville dürften bei den aktuellen Börsenkursen von RBS und Lloyds in diesen beiden Positionen etwa 18 Mrd. Pfund Verlust aufgelaufen sein.
Der Gesamtverlust wurde im Frühling auf 20 bis 50 Mrd. Pfund geschätzt, eine neue Schätzung gibt der Bericht nicht ab. Die Schätzung erscheint angesichts der 18 Mrd. Verlust allein bei den zwei Banken optimistisch zu sein. Immerhin gibt es mit den Krediten an Northern Rock und Bradford und Bingley (40 Mrd. Pfund) und den Garantien (einmal 250 Mrd. Pfund für neu aufgelegte Bankanleihen und einmal 280 Mrd. Pfund für Assets, die die Banken halten) noch jede Menge weiterer Baustellen, bei denen im Moment niemand abschätzen kann, was da noch droht.
Mein letzter Blick auf die Gewerbeimmobilienmarkt in Großbritannien verheisst da nichts Gutes:
Zahl des Tages (02.12.09): 85%. Der privaten Immobilienmarkt sieht aber schon wieder gut aus. Auch wenn ich darüber immer noch staune ...
FT Alphaville: First the good news…
Marketwatch: U.K. government bank rescue cost $1.4 trillion
Update (16:22):
Bin ich jetzt Permabulle geworden oder geht es nur mir so, dass der Handelsblatt das Ganze zu pessimistisch darstellt und unterschwellig so tut, als hätte der britische Staat schon 850 Mrd. Pfund ausgegeben und es würden noch mehr drohen?!?
Handelsblatt: Briten stützen Banken mit 850 Milliarden Pfund
Update (18:36):
Und noch eine sehr negative Interpretation der Zahlen:
"It will be hard to spin the story in a positive light"
Hmmm, so unterschiedlich kann man die Zahlen interpretieren.
Marketwatch: U.K. financial bailouts you can bank on
So, Großezahlentag heute. Aber die wird im Laufe des Postings relativiert, kein Grund für schlechte Laune vor dem Wochenende ;-)
850.000.000.000 (850 Milliarden) Pfund
beträgt des Gesamtvolumen aller Rettungsmaßnahmen, die die britische Regierung aufgelegt hat. Das wurde heute in einem
Report der NAO bekanntgegeben.
Dabei muss aber berücksichtigen, dass ein großer Teil der Summe aus Garantien besteht, in diesem Fall für die schlechten Assets in den Bankbilanzen und Bankschulden. In hartem Cash wurden "nur"
117.000.000.000 (117 Milliarden) Pfund
investiert (unter anderem 37 Mrd. für die Kapitalerhöhungen bei Lloyds und RBS).
Diese Summe liest sich doch schon viel besser. Nun muss man aber auch noch berücksichtigen, dass die Anteile an den Banken nicht komplett wertlos sind. Nach Berechnungen von FT Alphaville dürften bei den aktuellen Börsenkursen von RBS und Lloyds in diesen beiden Positionen etwa 18 Mrd. Pfund Verlust aufgelaufen sein.
Der Gesamtverlust wurde im Frühling auf 20 bis 50 Mrd. Pfund geschätzt, eine neue Schätzung gibt der Bericht nicht ab. Die Schätzung erscheint angesichts der 18 Mrd. Verlust allein bei den zwei Banken optimistisch zu sein. Immerhin gibt es mit den Krediten an Northern Rock und Bradford und Bingley (40 Mrd. Pfund) und den Garantien (einmal 250 Mrd. Pfund für neu aufgelegte Bankanleihen und einmal 280 Mrd. Pfund für Assets, die die Banken halten) noch jede Menge weiterer Baustellen, bei denen im Moment niemand abschätzen kann, was da noch droht.
Mein letzter Blick auf die Gewerbeimmobilienmarkt in Großbritannien verheisst da nichts Gutes:
Zahl des Tages (02.12.09): 85%. Der privaten Immobilienmarkt sieht aber schon wieder gut aus. Auch wenn ich darüber immer noch staune ...
FT Alphaville: First the good news…
Marketwatch: U.K. government bank rescue cost $1.4 trillion
Update (16:22):
Bin ich jetzt Permabulle geworden oder geht es nur mir so, dass der Handelsblatt das Ganze zu pessimistisch darstellt und unterschwellig so tut, als hätte der britische Staat schon 850 Mrd. Pfund ausgegeben und es würden noch mehr drohen?!?
Handelsblatt: Briten stützen Banken mit 850 Milliarden Pfund
Update (18:36):
Und noch eine sehr negative Interpretation der Zahlen:
"It will be hard to spin the story in a positive light"
Hmmm, so unterschiedlich kann man die Zahlen interpretieren.
Marketwatch: U.K. financial bailouts you can bank on
Zahl des Tages (04.12.09): 850.000.000.000
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