Zahl des Tages (24.12.09): 18.000.000.000

Ha, eine überraschende Zahl des Tages. Und die auch noch ganz frech zurück datiert, aber diese Zahl kann man auf keinen anderen Tag setzen. Leider habe ich den Artikel erst heute gelesen ...

Wirtschaftsprofessor Joel Waldfogel hat über das Thema Geschenke zu Weihnachten ein ganzes Buch geschrieben. Er hat dabei untersucht, wie viel Wert jedes Jahr durch falsche/überflüssige/schlechte/schwachsinnige Geschenke vernichtet wird. Überflüssige Sachen, die man sonst nicht gekauft hätte. Sachen, die nicht umgetauscht werden, obwohl man es eigentlich vor hatte. Etc. pp.

Für 2006 soll der weltweite Verlust

18.000.000.000 (18 Milliarden) Euro

betragen haben.

Ganz schönes Sümmchen!

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich Nichtschenken im nächsten Jahr als Konjunkturprogramm verkaufen kann (sinnvollerer Einsatz von Ressourcen)? Und noch viel wichtiger: Versteht der/die Nicht-Beschenkte das? Oder schenkt man am besten direkt das Buch als Erklärung (Scroogenomics: Why You Shoudn't Buy Presents for the Holidays) ;-)

Der ernst gemeinte Vorschlag ist übrigens ein anderer: Gutscheine schenken!

Freitag: Warum schenken nie so richtig hinhaut

Update (29.12.09):

Auch Herbert Knebel zum Thema Geschenke und Umtausch.


WDR 2 Kabarett Herbert Knebel - Umtausch

Kommentare :

  1. Aha und wie hat er das genau berechnet?

    18 Mrd. erscheinen mir zu wenig. In Deutschland wird allein in einem Jahr Lebensmittel im Wert von 80 Mrd. € vernichtet, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. In Afrika leben ca. 1 Mrd. Menschen, damit könnte man jedem von diesen Menschen Lebensmittel im Wert von 80 € geben.

    Was sagst du dazu?

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  2. Falsch, es ist ein Konjunkturprogramm, so viel unnützes Zeug wie möglich zu kaufen. Wenn es keiner verwendet, wo ist der Schaden? Wenn es keiner kauft, gehen aber viele pleite.

    Oder schenkt egghat etwa Investitionsgüter statt Konsumgüter?

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  3. ... man ist fast versucht, den Vortrag des Stanford-Professors von unten zu ergaenzen. Wahrscheinlich gibt es im Tierreich auch Tauschvorgaenge, die mit dem Austausch von Geschenken vergleichbar sind, aber ob darunter auch "Geschenke" sind, fuer die der andere Schimpanse oder Gorilla keinen Bedarf hat, wuerde ich erst mal bezweifeln. Typisch menschlich dieses Verhalten wie die Trunk- und Fresssucht.
    Der Geschenkcharakter kann sich einem freilich auch erst spaeter erschliessen. Buecher waeren dafuer ein gutes Beispiel. Dies wie deren Lektuere gibt es m.W. unter den Tieren auch nicht, wenn ich von unserem Hund absehe.
    Gruss, Guenter Schoenbauer

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  4. @m106

    Naja, verderbliche Lebensmittel gab es schon immer ... Kann die Menge nicht beurteilen ...

    @mylli:

    Kaffeevollautomat: Schmeckt lecker und macht wach!

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  5. ... und zieht unendlich viele Reparaturen und Ersatzteilkäufe nach sich.

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  6. Pessimist!

    Wenn das Teil nicht taugt, kaufe ich mir wie im Büro eine Gaggia Baby/Classic. Unkaputtbares Simpeldesign. Oder ne Maschine mit E61 Brühwerk. Aber das wäre zu auffällig "mich selbst beschenkt" gewesen ;-)

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