Musik zwo drei vier ...
Dass die gerade mit Oasis auf Tour sind, ist sicherlich keine Überraschung ...
Absolut geiler schottische Akzent btw.
Labels: diverses, Musik 6 Kommentare
Zahl des Tages (31.01.09): -16,6
16,6%
sind die Immobilienpreise in Großbritannien in den letzten 12 Monaten (Januar 09 vs. Jan. 08) gefallen. Im Monatsvergleich ging es um 1,3% nach unten.
Großbritannien bestätigt damit den Ruf, den USA am dichtesten auf den Fersen zu sein. Das Ausmaß des Rückgangs nähert sich immer weiter an.
Die Fallgeschwindigkeit im Vereinigten Königreich nimmt allerdings leicht ab. Aber diese Phänomen gab es in den USA im Spätsommer auch schonmal und verleitete mich zu voreiligem Optimismus. Angesichts der desaströsen wirtschaftlichen Lage in Großbritannien dürfte der Preisverfall dort auch noch etwas weitergehen ...
Nationwide: New Year sees little change to recent house price trend (PDF 73KB) via Infectious Greed: Nationwide: U.K. house prices down 16.6%
16,6%
sind die Immobilienpreise in Großbritannien in den letzten 12 Monaten (Januar 09 vs. Jan. 08) gefallen. Im Monatsvergleich ging es um 1,3% nach unten.
Großbritannien bestätigt damit den Ruf, den USA am dichtesten auf den Fersen zu sein. Das Ausmaß des Rückgangs nähert sich immer weiter an.
Die Fallgeschwindigkeit im Vereinigten Königreich nimmt allerdings leicht ab. Aber diese Phänomen gab es in den USA im Spätsommer auch schonmal und verleitete mich zu voreiligem Optimismus. Angesichts der desaströsen wirtschaftlichen Lage in Großbritannien dürfte der Preisverfall dort auch noch etwas weitergehen ...
Nationwide: New Year sees little change to recent house price trend (PDF 73KB) via Infectious Greed: Nationwide: U.K. house prices down 16.6%
Labels: großbritannien, Immobilienblase, uk, US-Immo, wirtschaft 1 Kommentare
Südkorea verstaatlicht Börse
Schräg!
Jetzt kann man sich natürlich fragen, was denn die Verstaatlichung an diesem Problem löst? Es ist nachher immer noch ein Monopol.
Aber ich verstehe das schon: Denn Monopole sind ja eine tolle Sache. Man kann viel Geld damit verdienen und deshalb hätte der Staat das Monopol am liebsten in den eigenen Händen.
Wahrscheinlich werden im nächsten Schritt auch wie in Pakistan fallende Kurse per Dekret verboten ... (Infectious Greed: Pakistan, The Land That Financial Bad News Forgot: Part II)
FT Alphaville: Seoul brings exchange under state control
Schräg!
Jetzt kann man sich natürlich fragen, was denn die Verstaatlichung an diesem Problem löst? Es ist nachher immer noch ein Monopol.
Aber ich verstehe das schon: Denn Monopole sind ja eine tolle Sache. Man kann viel Geld damit verdienen und deshalb hätte der Staat das Monopol am liebsten in den eigenen Händen.
Wahrscheinlich werden im nächsten Schritt auch wie in Pakistan fallende Kurse per Dekret verboten ... (Infectious Greed: Pakistan, The Land That Financial Bad News Forgot: Part II)
FT Alphaville: Seoul brings exchange under state control
Labels: asien, Börse, US-Immo, wirtschaft 1 Kommentare
Ein Lesetipp zum Wochenende: Soros zur Finanzkrise
Amazon.de: Das Ende der Finanzmärkte - und deren Zukunft: Die heutige Finanzkrise und was sie bedeutet
Der Artikel in der FTD ist auf jeden Fall ganz spannend. Soros ist übrigens wie ich der Meinung, dass man Lehman nicht hätte Pleitegehen lassen dürfen. Ich weiss allerdings nicht, ob der Soros das (wie ich) auch damals schon gesagt hat. Im Nachhinein ist die Diagnose natürlich relativ einfach ...
FTD: George Soros - Wie es zum Crash kam
Amazon.de: Das Ende der Finanzmärkte - und deren Zukunft: Die heutige Finanzkrise und was sie bedeutet
Der Artikel in der FTD ist auf jeden Fall ganz spannend. Soros ist übrigens wie ich der Meinung, dass man Lehman nicht hätte Pleitegehen lassen dürfen. Ich weiss allerdings nicht, ob der Soros das (wie ich) auch damals schon gesagt hat. Im Nachhinein ist die Diagnose natürlich relativ einfach ...
FTD: George Soros - Wie es zum Crash kam
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 3 Kommentare
US-BIP Q4/08: -3,8%
Die Preiskomponente wurde um satte 4,6% nach unten gesetzt. Nicht inflationsbereinigt war das Minus also wesentlich größer.
Der Exporte sind fast 20%(!!!) gefallen. Außerdem wurden Lagerbestände aufgebaut, was kein gutes Zeichen für die Zukunft ist.
Für das Gesamtjahr 2008 gab es trotz des extrem schwachen 4. Quartals noch ein Plus von 1,3%. Das widerspricht irgendwie der Bekanntgabe einer offiziellen Rezession durch die NBER. Aber dass die Statistiken in den USA manchmal ähm seltsam sind, ist ja kein Geheimnis mehr ...
BEA.gov: GDP News Release
Update (15:13)
Die Erwartungen lagen bei etwa 5,5% Minus. Und der Wert ist der schlechteste seit Anfang der 80er Jahre.
FTD: USA verschieben Megaabsturz
Update (15:20)
Das Handelsblatt weist darauf hin, dass mit diesem Minus auch die inoffizielle Definition einer Rezession (2 Quartale mit negativem Wachstum hintereinander) erfüllt ist.
Handesblatt: USA befinden sich offiziell in Rezession
Die Preiskomponente wurde um satte 4,6% nach unten gesetzt. Nicht inflationsbereinigt war das Minus also wesentlich größer.
Der Exporte sind fast 20%(!!!) gefallen. Außerdem wurden Lagerbestände aufgebaut, was kein gutes Zeichen für die Zukunft ist.
Für das Gesamtjahr 2008 gab es trotz des extrem schwachen 4. Quartals noch ein Plus von 1,3%. Das widerspricht irgendwie der Bekanntgabe einer offiziellen Rezession durch die NBER. Aber dass die Statistiken in den USA manchmal ähm seltsam sind, ist ja kein Geheimnis mehr ...
BEA.gov: GDP News Release
Update (15:13)
Die Erwartungen lagen bei etwa 5,5% Minus. Und der Wert ist der schlechteste seit Anfang der 80er Jahre.
FTD: USA verschieben Megaabsturz
Update (15:20)
Das Handelsblatt weist darauf hin, dass mit diesem Minus auch die inoffizielle Definition einer Rezession (2 Quartale mit negativem Wachstum hintereinander) erfüllt ist.
Handesblatt: USA befinden sich offiziell in Rezession
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Kamine bringen Glück!
4 Arbeitsstellen, 4 Mal einen Kamin eingebaut. Einer davon landete im Guinnessbuch der Rekorde, weil er in 116 Meter Höhe eingebaut wurde.
Bestellt hat diesen Mist Sandy Weill, zuletzt Chef bei der Citigroup. Bezahlt haben diesen Wahnsinn die Aktionäre. Und ganz am Ende der US-Steuerzahler, der die Citigroup vor wenigen Wochen vor der Pleite retten musste.
FAZ: Das Ende der Exzesse
Dazu passend auch die Geschichte von John Thain, der sich für 1,2 Millionen sein Büro renovieren ließ: Zahl des Tages (23.01.2009): 4.000.000.000
Oder auch das hier:
Vor drei Tagen:
Citigroup sagt, dass man bei der Entscheidung bleibe, einen 50 Millionen Dollar teuren Firmenjet zu kaufen. Der Strafen bei Stornierung wären zu hoch, die Verkaufserlöse für die alten Jets hoch genug, etc. pp.
FT Alphaville: Citi to proceed with private jet order
Das beste Argument: Man habe zwei Drittel weniger Jets als früher. Manche Fluggesellschaft ist nicht groß genug, um so viele Jets zu verkaufen ...
Infectious Greed: Quote of the Day: But We Have 67% Less Jets!
Dann wurde die Story in der Presse breit getreten und vorgestern stornierte die Citigroup die Bestellung dann doch.
FT Alphaville: Citi forced to cancel jet order
Ich vermute aber mal, dass das keine Einsicht war, sondern schlicht ausreichender Druck durch Öffentlichkeit und Politik (Obama und Geithner). Jetzt mietet die Citigroup den Jet wahrscheinlich 360 Tage im Jahr über Buffets Firma Netjets ...
4 Arbeitsstellen, 4 Mal einen Kamin eingebaut. Einer davon landete im Guinnessbuch der Rekorde, weil er in 116 Meter Höhe eingebaut wurde.
Bestellt hat diesen Mist Sandy Weill, zuletzt Chef bei der Citigroup. Bezahlt haben diesen Wahnsinn die Aktionäre. Und ganz am Ende der US-Steuerzahler, der die Citigroup vor wenigen Wochen vor der Pleite retten musste.
FAZ: Das Ende der Exzesse
Dazu passend auch die Geschichte von John Thain, der sich für 1,2 Millionen sein Büro renovieren ließ: Zahl des Tages (23.01.2009): 4.000.000.000
Oder auch das hier:
Vor drei Tagen:
Citigroup sagt, dass man bei der Entscheidung bleibe, einen 50 Millionen Dollar teuren Firmenjet zu kaufen. Der Strafen bei Stornierung wären zu hoch, die Verkaufserlöse für die alten Jets hoch genug, etc. pp.
FT Alphaville: Citi to proceed with private jet order
Das beste Argument: Man habe zwei Drittel weniger Jets als früher. Manche Fluggesellschaft ist nicht groß genug, um so viele Jets zu verkaufen ...
Infectious Greed: Quote of the Day: But We Have 67% Less Jets!
Dann wurde die Story in der Presse breit getreten und vorgestern stornierte die Citigroup die Bestellung dann doch.
FT Alphaville: Citi forced to cancel jet order
Ich vermute aber mal, dass das keine Einsicht war, sondern schlicht ausreichender Druck durch Öffentlichkeit und Politik (Obama und Geithner). Jetzt mietet die Citigroup den Jet wahrscheinlich 360 Tage im Jahr über Buffets Firma Netjets ...
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Zahl des Tages (30.01.09): 18.400.000.000
18.400.000.000 (18,4 Milliarden) Dollar
genehmigt.
Irgendwie ist die Krise auch nur relativ. 112.000 Dollar pro Kopf sind schon ein nettes Sümmchen.
Eins zur Beruhigung: Die Boni waren schonmal höher. Wahrscheinlich machten die Boni der Mitarbeiter von Bear Stearns und Lehman, die aus bekannten Gründen am Ende des Jahres keine Boni mehr zahlen konnten, den Unterschied aus ...
OK, das war jetzt Galgenhumor. Die Boni sind um 44% zurückgegangen. Der (halb im Scherz) angesprochene Effekt war aber trotzdem spürbar, denn die Boni pro Kopf sind etwas schwächer gesunken und zwar um knapp 37%.
Aber egal: Das zeigt, dass sich die Investmentbanker in guten Zeiten genau so unverschämt viel Geld auf die Tasche tun wie in schlechten Zeiten ...
Marketwatch: Obama calls Wall St. bonus binge shameful
Spiegel: Wall-Street-Banker kassierten Boni in Milliardenhöhe
FAZ.NET: Wall Street zahlt Milliarden-Prämien
18.400.000.000 (18,4 Milliarden) Dollar
genehmigt.
Irgendwie ist die Krise auch nur relativ. 112.000 Dollar pro Kopf sind schon ein nettes Sümmchen.
Eins zur Beruhigung: Die Boni waren schonmal höher. Wahrscheinlich machten die Boni der Mitarbeiter von Bear Stearns und Lehman, die aus bekannten Gründen am Ende des Jahres keine Boni mehr zahlen konnten, den Unterschied aus ...
OK, das war jetzt Galgenhumor. Die Boni sind um 44% zurückgegangen. Der (halb im Scherz) angesprochene Effekt war aber trotzdem spürbar, denn die Boni pro Kopf sind etwas schwächer gesunken und zwar um knapp 37%.
Aber egal: Das zeigt, dass sich die Investmentbanker in guten Zeiten genau so unverschämt viel Geld auf die Tasche tun wie in schlechten Zeiten ...
Marketwatch: Obama calls Wall St. bonus binge shameful
Spiegel: Wall-Street-Banker kassierten Boni in Milliardenhöhe
FAZ.NET: Wall Street zahlt Milliarden-Prämien
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Die HRE muss (und will!) verstaatlicht werden
Die HRE hat einen Kapitalbedarf, der deutlich über 100 Mrd. Euro liegt. Das war bereits im September mit einem kurzen Blick in die Bilanz zu sehen. Etwa 80 Milliarden hat der Staat schon über Bares und Garantien zur Verfügung gestellt. Und den Rest wird er auch noch zur Verfügung stellen müssen. Das macht ja (aus nachvollziehbaren Gründen) sonst niemand. Aber irgendwie hat der Staat darauf gehofft. Darauf, dass sich aus irgendwelchen Gründen irgendwas ändert.
Das ganze ist eine traurige Geschichte, weil der Kapitalbedarf in der Bilanz abzulesen war. Es ist traurig, dass der Staat zwar inzwischen gut 80 Milliarden einer Bank, die an der Börse nur noch ein paar Hundert Millionen wert ist, zur Verfügung gestellt hat, aber dafür nur magere 25% Anteile bekommen hat.
Der Staat hätte schon im allerersten Schritt die Bank übernehmen müssen. Und das habe ich bereits damals geschrieben, als (fast) alle die HRE-Lösung noch bejubelt haben:
(Quelle: 35 Milliarden Unterstützung für HRE? Und 3/4 davon vom Staat!)
Die HRE Rettung ist natürlich nicht zu vermeiden, aber für 8,5 Milliarden Unterstützung von außen (sprich den Banken) 26 Milliarden Staatsbeteiligung einzubringen OHNE weitere Gegenleistung, ist einfach nur doof. Dafür hätte der Staat mindestens 50% an der Bank bekommen müssen, wenn nicht sogar 100%.
Die ganze traurige Geschichte der HRE gibt's hier
Mich würde es angesichts der Menge an Fehlentscheidungen nicht einmal überraschen, wenn die Politiker es auch jetzt noch nicht schaffen, die HRE komplett zu verstaatlichen. Dabei wird das am Ende unvermeidbar sein ...
FTD: HRE bettelt um Staatsgelder
Die HRE hat einen Kapitalbedarf, der deutlich über 100 Mrd. Euro liegt. Das war bereits im September mit einem kurzen Blick in die Bilanz zu sehen. Etwa 80 Milliarden hat der Staat schon über Bares und Garantien zur Verfügung gestellt. Und den Rest wird er auch noch zur Verfügung stellen müssen. Das macht ja (aus nachvollziehbaren Gründen) sonst niemand. Aber irgendwie hat der Staat darauf gehofft. Darauf, dass sich aus irgendwelchen Gründen irgendwas ändert.
Das ganze ist eine traurige Geschichte, weil der Kapitalbedarf in der Bilanz abzulesen war. Es ist traurig, dass der Staat zwar inzwischen gut 80 Milliarden einer Bank, die an der Börse nur noch ein paar Hundert Millionen wert ist, zur Verfügung gestellt hat, aber dafür nur magere 25% Anteile bekommen hat.
Der Staat hätte schon im allerersten Schritt die Bank übernehmen müssen. Und das habe ich bereits damals geschrieben, als (fast) alle die HRE-Lösung noch bejubelt haben:
(Quelle: 35 Milliarden Unterstützung für HRE? Und 3/4 davon vom Staat!)
Die HRE Rettung ist natürlich nicht zu vermeiden, aber für 8,5 Milliarden Unterstützung von außen (sprich den Banken) 26 Milliarden Staatsbeteiligung einzubringen OHNE weitere Gegenleistung, ist einfach nur doof. Dafür hätte der Staat mindestens 50% an der Bank bekommen müssen, wenn nicht sogar 100%.
Die ganze traurige Geschichte der HRE gibt's hier
Mich würde es angesichts der Menge an Fehlentscheidungen nicht einmal überraschen, wenn die Politiker es auch jetzt noch nicht schaffen, die HRE komplett zu verstaatlichen. Dabei wird das am Ende unvermeidbar sein ...
FTD: HRE bettelt um Staatsgelder
Labels: bankenpleite, deutschland, hre, politik, US-Immo, wirtschaft 2 Kommentare
Zahl des Tages (29.01.09): 819.000.000.000
819.000.000.000 (819 Milliarden) Dollar
ist das US-Konjunkturprogramm schwer, das das Repräsentantenhaus heute beschlossen hat. Der Senat muss zwar noch zustimmen, aber an der Größenordnung wird sich wohl nichts mehr ändern.
Tagesschau: Repräsentantenhaus billigt Obamas Konjunkturpaket
819.000.000.000 (819 Milliarden) Dollar
ist das US-Konjunkturprogramm schwer, das das Repräsentantenhaus heute beschlossen hat. Der Senat muss zwar noch zustimmen, aber an der Größenordnung wird sich wohl nichts mehr ändern.
Tagesschau: Repräsentantenhaus billigt Obamas Konjunkturpaket
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Neue IWF Prognose: 2,2 Billionen Schaden
Jetzt schätzt der IWF den Schaden für das Finanzsystem auf 2,2 Billionen Dollar. (Wäre eigentlich auch eine schöne Zahl des Tages gewesen).
Leider gibt es im Gegensatz zu Roubini vom IWF keine Schätzung des Eigenkapitals des Bankensystems. Roubini schätzt dieses auf etwa 1,5 Billionen. Da bereits etwa 1 Billionen Dollar Verlusten verkraftet wurden, würde nach der IWF-Schätzung das Eigenkapital noch knapp ausreichen.
Wobei das nur gilt, wenn man den gesamten Sektor betrachtet. Da aber die Verluste und das Eigenkapital nicht gleichmäßig verteilt sind, würde bei 2,2 Billionen Verlusten viele Banken die Grätsche machen. Das sieht Roubini, der den Schaden auch viel höher schätzt (s.u.), allerdings anders. Er sieht ganz simpel den gesamten Sektor vor der Pleite.
Der IWF rät übrigens zu einer Bad Bank, die die schlechten Papiere übernehmen soll. Ich halte diese Idee für sehr schlecht und werde versuchen, dazu bald etwas mehr zu schreiben. Aber dass eine Bank ihren Schrott beim Steuerzahler abladen darf, ohne dass der Steuerzahler dafür die Bank bzw. Anteile daran bekommt, erscheint mir keine gerechte Verteilung von Chance und Risiko zu sein ...
FTD: Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
Jetzt schätzt der IWF den Schaden für das Finanzsystem auf 2,2 Billionen Dollar. (Wäre eigentlich auch eine schöne Zahl des Tages gewesen).
Leider gibt es im Gegensatz zu Roubini vom IWF keine Schätzung des Eigenkapitals des Bankensystems. Roubini schätzt dieses auf etwa 1,5 Billionen. Da bereits etwa 1 Billionen Dollar Verlusten verkraftet wurden, würde nach der IWF-Schätzung das Eigenkapital noch knapp ausreichen.
Wobei das nur gilt, wenn man den gesamten Sektor betrachtet. Da aber die Verluste und das Eigenkapital nicht gleichmäßig verteilt sind, würde bei 2,2 Billionen Verlusten viele Banken die Grätsche machen. Das sieht Roubini, der den Schaden auch viel höher schätzt (s.u.), allerdings anders. Er sieht ganz simpel den gesamten Sektor vor der Pleite.
Der IWF rät übrigens zu einer Bad Bank, die die schlechten Papiere übernehmen soll. Ich halte diese Idee für sehr schlecht und werde versuchen, dazu bald etwas mehr zu schreiben. Aber dass eine Bank ihren Schrott beim Steuerzahler abladen darf, ohne dass der Steuerzahler dafür die Bank bzw. Anteile daran bekommt, erscheint mir keine gerechte Verteilung von Chance und Risiko zu sein ...
FTD: Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
Labels: bankenpleite, Immobilienblase, US-Immo, usa, wirtschaft 5 Kommentare
Zahl des Tages (28.01.09): 810.000.000.000
810.000.000.000 (810 Milliarden) Euro
schätzt die HSBC Trinkaus das diesjährige Emissionsvolumen von Staatsanleihen der europäischen Länder. Diese wahnsinnige Summe entsteht, weil fast alle Länder Konjunkturprogramme aufgelegt haben und außerdem Banken und zunehmend auch normale Industrieunternehmen stützen. Mein Leser FJ hat in einem Kommentar zu einem anderen Artikel einen Link auf die Liste der von der EU genehmigten Rettungsaktionen hinterlassen. Der passt an dieser Stelle ganz gut:
European Commission: Competition policy and the financial/banking crisis: taking action
Schon beeindruckend/erschreckend lang!
Nicht wenige vermuten, dass die aktuell niedrigen Zinsen nicht nachhaltig sein dürften. Schließlich wird auch der Anleihemarkt von Angebot und Nachfrage bestimmt. Noch profitiert der Markt von der hohen Nachfrage nach sicheren Papieren. Selbst wenn diese Nachfrage hoch bleiben sollte, könnte allein das steigende Angebot schon für sinkende Preise sorgen. Und wenn dann noch die Nachfrage sinken sollte (weil zum Beispiel Aktien wieder interessant werden), könnte das sogar zu einem kräftigen Rückgang (manche reden gar vom Anleihecrash oder einem Platzen der Bond Bubble) führen.
Trinkaus spricht aber weniger über diese Gefahr, sondern mehr über die staatsgarantierten Anleihen. Also die Anleihen, die zum Beispiel die Commerzbank begeben hat. Emittent ist zwar die Commerzbank, im Fall der Fälle steht aber der Staat für die Anleihe gerade. Daher rentieren diese Anleihen auch nur mit einem wesentlich geringerem Aufschlag als die normalen Commerzbank-Anleihen.
Diese staatsgarantierten Anleihen erhöhen die Gesamtsumme der Staatsanleihen noch weiter, defakto steckt ja der Staat als Schuldner dahinter. Aufgrund ihrer etwas seltsamen Konstruktion würden diese Bonds aber sicher als erste leiden. Die Gefahren könnten hier also noch höher sein als bei "richtigen" Staatsanleihen.
Trinkaus: Der Markt Heute 28.1.09
810.000.000.000 (810 Milliarden) Euro
schätzt die HSBC Trinkaus das diesjährige Emissionsvolumen von Staatsanleihen der europäischen Länder. Diese wahnsinnige Summe entsteht, weil fast alle Länder Konjunkturprogramme aufgelegt haben und außerdem Banken und zunehmend auch normale Industrieunternehmen stützen. Mein Leser FJ hat in einem Kommentar zu einem anderen Artikel einen Link auf die Liste der von der EU genehmigten Rettungsaktionen hinterlassen. Der passt an dieser Stelle ganz gut:
European Commission: Competition policy and the financial/banking crisis: taking action
Schon beeindruckend/erschreckend lang!
Nicht wenige vermuten, dass die aktuell niedrigen Zinsen nicht nachhaltig sein dürften. Schließlich wird auch der Anleihemarkt von Angebot und Nachfrage bestimmt. Noch profitiert der Markt von der hohen Nachfrage nach sicheren Papieren. Selbst wenn diese Nachfrage hoch bleiben sollte, könnte allein das steigende Angebot schon für sinkende Preise sorgen. Und wenn dann noch die Nachfrage sinken sollte (weil zum Beispiel Aktien wieder interessant werden), könnte das sogar zu einem kräftigen Rückgang (manche reden gar vom Anleihecrash oder einem Platzen der Bond Bubble) führen.
Trinkaus spricht aber weniger über diese Gefahr, sondern mehr über die staatsgarantierten Anleihen. Also die Anleihen, die zum Beispiel die Commerzbank begeben hat. Emittent ist zwar die Commerzbank, im Fall der Fälle steht aber der Staat für die Anleihe gerade. Daher rentieren diese Anleihen auch nur mit einem wesentlich geringerem Aufschlag als die normalen Commerzbank-Anleihen.
Diese staatsgarantierten Anleihen erhöhen die Gesamtsumme der Staatsanleihen noch weiter, defakto steckt ja der Staat als Schuldner dahinter. Aufgrund ihrer etwas seltsamen Konstruktion würden diese Bonds aber sicher als erste leiden. Die Gefahren könnten hier also noch höher sein als bei "richtigen" Staatsanleihen.
Trinkaus: Der Markt Heute 28.1.09
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Endlich wieder Fußball ...
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Case-Shiller-Hauspreisindex: Nov. -18,2% (-2,2%)
Meine Hoffnung auf eine abnehmende Fallgeschwindigkeit, die ich im letzten Herbst äusserte, hat sich damit klar als verfrüht herausgestellt.
Vom Hoch im Sommer 2006 sind die Preise inzwischen um etwa 25% gesunken. Da die Fallgeschwindigkeit noch immer hoch ist, wird es wohl auch noch einige Prozent weitergehen.
Vom Hoch werden wir wohl mindestens 35% Preisrückgang sehen, da die anspringenden Arbeitslosenzahlen noch einige weitere (Noch-)Immobilienbesitzer in die Zwangsversteigerung treiben wird. Eigentlich setzt erst jetzt die Abwärtsspirale ein, die die Immobilienpreise in jedem Wirtschaftsabschwung nach unten treibt. Der große Teil der bisherigen Hauspreisrückgänge ist IMHO fast ausschließlich auf die viel zu hohen Preise und die viel zu wahnsinnigen Hypotheken zurückzuführen.
Marketwatch: Home values fall record 18.2% in past year
Update (22:41)
Wer den Index mal als Chart haben möchte:
The Big Picture: Case Shiller 10/20 City Index
Meine Hoffnung auf eine abnehmende Fallgeschwindigkeit, die ich im letzten Herbst äusserte, hat sich damit klar als verfrüht herausgestellt.
Vom Hoch im Sommer 2006 sind die Preise inzwischen um etwa 25% gesunken. Da die Fallgeschwindigkeit noch immer hoch ist, wird es wohl auch noch einige Prozent weitergehen.
Vom Hoch werden wir wohl mindestens 35% Preisrückgang sehen, da die anspringenden Arbeitslosenzahlen noch einige weitere (Noch-)Immobilienbesitzer in die Zwangsversteigerung treiben wird. Eigentlich setzt erst jetzt die Abwärtsspirale ein, die die Immobilienpreise in jedem Wirtschaftsabschwung nach unten treibt. Der große Teil der bisherigen Hauspreisrückgänge ist IMHO fast ausschließlich auf die viel zu hohen Preise und die viel zu wahnsinnigen Hypotheken zurückzuführen.
Marketwatch: Home values fall record 18.2% in past year
Update (22:41)
Wer den Index mal als Chart haben möchte:
The Big Picture: Case Shiller 10/20 City Index
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Wunderbarer Dilbert heute!
Labels: bankenpleite, fun, US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Zahl des Tages (27.01.09): 16.000.000.000
Nach Freddie Mac in der letzten Woche (Zahl des Tages (24.01.2009): 30.000.000.000) meldet sich jetzt auch der ebenfalls verstaatlichte Konkurrent Fannie Mae zu Wort und meldet vergleichsweise harmlose
16.000.000.000 (16 Milliarden) Dollar
neuen Kapitalbedarf an. Gut, einschränkend muss man sagen, dass Fannie 11 bis 16 Milliarden genannt hat. Allerdings nur für das 4. Quartal und man kann sich fast sicher sein, dass die neuen Vorsitzenden Sherlock und Holmes in dedektivischer Kleinarbeit noch das ein oder andere Milliärdchen finden werden ;-)
Da freut sich der US-Steuerzahler.
FTD: Auch Fannie Mae pumpt Washington an
Nach Freddie Mac in der letzten Woche (Zahl des Tages (24.01.2009): 30.000.000.000) meldet sich jetzt auch der ebenfalls verstaatlichte Konkurrent Fannie Mae zu Wort und meldet vergleichsweise harmlose
16.000.000.000 (16 Milliarden) Dollar
neuen Kapitalbedarf an. Gut, einschränkend muss man sagen, dass Fannie 11 bis 16 Milliarden genannt hat. Allerdings nur für das 4. Quartal und man kann sich fast sicher sein, dass die neuen Vorsitzenden Sherlock und Holmes in dedektivischer Kleinarbeit noch das ein oder andere Milliärdchen finden werden ;-)
Da freut sich der US-Steuerzahler.
FTD: Auch Fannie Mae pumpt Washington an
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TV-Hinweis: Hat die HRE Berlin schon viel früher gewarnt?
Aber es könnte noch schlimmer sein. Und zwar Absicht. Denn Ende September "verjährten die Schadensersatzansprüche der Altgläubiger der aus der HypoVereinsbank hervorgegangenen HRE".
Sollte das stimmen, setzt das der peinlichen Reaktion der deutschen Politik und Aufsichtsbehörden die Krone auf.
Dann schau'n mer alle mal heute Abend "Report" um 21:45 in der ARD.
Bronline: Hiobsbotschaften ad acta gelegt?
Unabhängig davon gibt es eine gute Nachricht ....
Nach Informationen des Handelsblatts steht die HRE vor der Verstaatlichung. Der Investor JC Flowers, dem ein Viertel der HRE gehört (gekauft zu 22,50 Euro je Aktie - heute etwa 1,50: Autsch!), ist wahrscheinlich froh, wenn er zu einem Kurs oberhalb von Null noch aus diesem Desaster-Investment rauskommt ... Hauptsache raus.
Aber die Übernahme an sich und die Details sind komplett unklar. Das kann auch noch anders kommen. Eine staatliche Komplettübernahme scheint mir allerdings schon lange die richtige Reaktion zu sein. Der kurzfristige Finanzbedarf der HRE ist eh noch nicht komplett gedeckt und da schlummern noch ein paar Milliarden, die der Staat sowieso zahlen muss.
Handelsblatt: HRE vor Verstaatlichung
Aber es könnte noch schlimmer sein. Und zwar Absicht. Denn Ende September "verjährten die Schadensersatzansprüche der Altgläubiger der aus der HypoVereinsbank hervorgegangenen HRE".
Sollte das stimmen, setzt das der peinlichen Reaktion der deutschen Politik und Aufsichtsbehörden die Krone auf.
Dann schau'n mer alle mal heute Abend "Report" um 21:45 in der ARD.
Bronline: Hiobsbotschaften ad acta gelegt?
Unabhängig davon gibt es eine gute Nachricht ....
Nach Informationen des Handelsblatts steht die HRE vor der Verstaatlichung. Der Investor JC Flowers, dem ein Viertel der HRE gehört (gekauft zu 22,50 Euro je Aktie - heute etwa 1,50: Autsch!), ist wahrscheinlich froh, wenn er zu einem Kurs oberhalb von Null noch aus diesem Desaster-Investment rauskommt ... Hauptsache raus.
Aber die Übernahme an sich und die Details sind komplett unklar. Das kann auch noch anders kommen. Eine staatliche Komplettübernahme scheint mir allerdings schon lange die richtige Reaktion zu sein. Der kurzfristige Finanzbedarf der HRE ist eh noch nicht komplett gedeckt und da schlummern noch ein paar Milliarden, die der Staat sowieso zahlen muss.
Handelsblatt: HRE vor Verstaatlichung
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Zumwinkel-Urteil: 24 Monate Bewährung und 1 Mio Strafe
Ich habe mich mal weit aus dem Fenster gelegt und mich gewundert, wie viel die Presse über Zumwinkel schreibt und wie wenig über die Rettungsaktionen für die IKB und Landesbanken. Dabei ging es im ersten Fall "nur" um Millionen, im zweiten Fall aber um Milliarden. (Liechtenstein vs. Landesbanken)
Daher nun meine Meinung (und eine Frage):
a) Die 24 Monate auf Bewährung sind OK und die Strafe hätte anders ausgesehen, wenn Zumwinkel vorbestraft gewesen wäre. Mehr Bewährung geht übrigens IIRC nicht, weil danach nur noch "richtige" Haft vorgesehen ist.
Allerdings ist die Geldstrafe von 1 Millionen IMHO zu niedrig. Schließlich ging es um Steuerhinterziehung in etwa der gleichen Höhe. Und ich finde, dass eine reine Verdopplung des Schadens zu wenig ist. Das schreckt doch nicht ab! Bei kleinen Ladendieben geht es doch locker um das 10fache oder mehr. Weil die Strafe abschrecken soll und zwar zu Recht. Das Doppelte bedeutet ja, dass sich Steuerhinterziehung (rein monetär) lohnt, wenn man die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden, auf weniger als 50% taxiert. Und ich vermute, dass die Wahrscheinlichkeit in der Realität ganz klar darunter liegt. Frage nach in der Schweiz!
b) Eine Frage: Kann mir jemand erklären, warum der Zumwinkel nur 1 Millionen Euro hinterzogen hat, bzw. nur 1 Mio. strafrechtlich relevant sind, aber 3,9 Millionen Steuern nachzahlen muss? Liegt das an unterschiedlichen Verjährungsfristen?
FTD: Zumwinkel bekommt Bewährung
Update (27.1.09)
Interessanter Hinweis in der FTD. Das BGH hat letztes Jahr geurteilt, dass bei Steuerhinterziehung von mehr als 1 Millionen im Normalfall keine Bewährung mehr in Frage kommt, sprich Knast droht. Zumwinkel wäre danach gaaanz knapp an dieser Grenze gewesen. Allerdings wird das BGH so interpretiert, dass es nicht um die Gesamtsumme geht, sondern um die Einzelsummen. Denn Zumwinkel hat ja nicht 1 Millionen auf einen Schlag hinterzogen, sondern 5 Jahre lang etwa 200.000 pro Jahr. Und für die BGH-Richtlinie gelten dann diese 200.000 ...
FTD: Glückliche Fügung für Steuersünder
Update 3:
Kommentare lesen, lohnt sich!
Ich habe mich mal weit aus dem Fenster gelegt und mich gewundert, wie viel die Presse über Zumwinkel schreibt und wie wenig über die Rettungsaktionen für die IKB und Landesbanken. Dabei ging es im ersten Fall "nur" um Millionen, im zweiten Fall aber um Milliarden. (Liechtenstein vs. Landesbanken)
Daher nun meine Meinung (und eine Frage):
a) Die 24 Monate auf Bewährung sind OK und die Strafe hätte anders ausgesehen, wenn Zumwinkel vorbestraft gewesen wäre. Mehr Bewährung geht übrigens IIRC nicht, weil danach nur noch "richtige" Haft vorgesehen ist.
Allerdings ist die Geldstrafe von 1 Millionen IMHO zu niedrig. Schließlich ging es um Steuerhinterziehung in etwa der gleichen Höhe. Und ich finde, dass eine reine Verdopplung des Schadens zu wenig ist. Das schreckt doch nicht ab! Bei kleinen Ladendieben geht es doch locker um das 10fache oder mehr. Weil die Strafe abschrecken soll und zwar zu Recht. Das Doppelte bedeutet ja, dass sich Steuerhinterziehung (rein monetär) lohnt, wenn man die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden, auf weniger als 50% taxiert. Und ich vermute, dass die Wahrscheinlichkeit in der Realität ganz klar darunter liegt. Frage nach in der Schweiz!
b) Eine Frage: Kann mir jemand erklären, warum der Zumwinkel nur 1 Millionen Euro hinterzogen hat, bzw. nur 1 Mio. strafrechtlich relevant sind, aber 3,9 Millionen Steuern nachzahlen muss? Liegt das an unterschiedlichen Verjährungsfristen?
FTD: Zumwinkel bekommt Bewährung
Update (27.1.09)
Interessanter Hinweis in der FTD. Das BGH hat letztes Jahr geurteilt, dass bei Steuerhinterziehung von mehr als 1 Millionen im Normalfall keine Bewährung mehr in Frage kommt, sprich Knast droht. Zumwinkel wäre danach gaaanz knapp an dieser Grenze gewesen. Allerdings wird das BGH so interpretiert, dass es nicht um die Gesamtsumme geht, sondern um die Einzelsummen. Denn Zumwinkel hat ja nicht 1 Millionen auf einen Schlag hinterzogen, sondern 5 Jahre lang etwa 200.000 pro Jahr. Und für die BGH-Richtlinie gelten dann diese 200.000 ...
FTD: Glückliche Fügung für Steuersünder
Update 3:
Kommentare lesen, lohnt sich!
Labels: deutschland, politik, schweiz, Steuern, wirtschaft 11 Kommentare
Gold auf Allzeithoch!
Heute hat die Unze Gold zum ersten Mal in der Geschichte an der 700 Euro-Marke geschnuppert.

Dass die Großwetterlage für Gold weiterhin positiv ist, habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben: Negativer Realzins - Gut für Gold!. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert ...
Übrigens: Beim letzten Mal, als ich mich über einen steigenden Goldkurs gefreut habe, gab es direkt am nächsten Tag einen Einbruch um fast 10% (DAX vs. Gold). Also seid gewarnt ;-)
Heute hat die Unze Gold zum ersten Mal in der Geschichte an der 700 Euro-Marke geschnuppert.

Dass die Großwetterlage für Gold weiterhin positiv ist, habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben: Negativer Realzins - Gut für Gold!. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert ...
Übrigens: Beim letzten Mal, als ich mich über einen steigenden Goldkurs gefreut habe, gab es direkt am nächsten Tag einen Einbruch um fast 10% (DAX vs. Gold). Also seid gewarnt ;-)
Zahl des Tages (26.01.09): 100
Für
100 Dollar
hat Ex-Lehman -Chef Dick Fuld seine Villa in Florida verkauft. Gut, es könnte sich um ein heruntergekommenes Anwesen handeln, aber das ist bei jemandem, der sich noch bis 2007 dicke Boni genehmigt hat, ziemlich unwahrscheinlich. 1,3 Hektar Grund in Florida sollten auch nach den Preisrückgängen noch ein paar Millionen wert sein und das Haus darauf ebenfalls. Der ursprüngliche Kaufpreis von 13,75 Millionen Dollar deutet einen gewissen Wert an ...
Aber warum verkauft Fuld das ganze für alberne 100 Dollar? Geld nützt ihm nichts, da von seinem Privatvermögen wohl nicht viel übrig bleiben wird, wenn die Schadensersatzklagen wegen der Lehman-Pleite gegen Fuld durch sind. An wen verkauft man in einem solchen Fall? Klar: An seine Frau.
Also das ist so dreist, dass ich mich frage, ob das nicht schon dämlich ist. Mit einem solchen Deal kann man doch eigentlich nicht durchkommen, oder?
Spiegel: Ex-Lehman-Chef verscherbelt Villa für 100 Dollar an Ehefrau
(Ich finde übrigens außer dem Spiegel keine Quellen, die die Story auch haben. Das müsste man doch in den USA auch irgendwo finden ...)
Update (12:32)
Die FTD nennt übrigens 10 Dollar, die aus den Dokumenten hervorgehen. Allerdings deutet die Steuerzahlung auf eine Summe von 100 Dollar hin. Naja, ist auch so wichtig.
Spannender: Das Insolvenzrecht in Florida nennt die FTD "großzügig" und es kann tatsächlich sein, dass das alles legal ist und Fuld (bzw. seine Frau) die Villa jetzt vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt haben. Unglaublich!
FTD: Ex-Lehman-Chef verkauft Haus für 10 $
Update (12:42)
Noch ein Link auf die Originalnachricht von der New York Times:
NYT: For $10, Fuld Sold Florida Mansion to His Wife
Die New York Times hat die Story aber auch woanders gefunden, im Gegensatz zur deutschen Presse aber sowohl die Quelle genannt, wie auch verlinkt. Und darum bemühe ich mich auch immer, daher:
Cityfile.com: Dick Fuld: Protecting the Assets That Remain!
Für
100 Dollar
hat Ex-Lehman -Chef Dick Fuld seine Villa in Florida verkauft. Gut, es könnte sich um ein heruntergekommenes Anwesen handeln, aber das ist bei jemandem, der sich noch bis 2007 dicke Boni genehmigt hat, ziemlich unwahrscheinlich. 1,3 Hektar Grund in Florida sollten auch nach den Preisrückgängen noch ein paar Millionen wert sein und das Haus darauf ebenfalls. Der ursprüngliche Kaufpreis von 13,75 Millionen Dollar deutet einen gewissen Wert an ...
Aber warum verkauft Fuld das ganze für alberne 100 Dollar? Geld nützt ihm nichts, da von seinem Privatvermögen wohl nicht viel übrig bleiben wird, wenn die Schadensersatzklagen wegen der Lehman-Pleite gegen Fuld durch sind. An wen verkauft man in einem solchen Fall? Klar: An seine Frau.
Also das ist so dreist, dass ich mich frage, ob das nicht schon dämlich ist. Mit einem solchen Deal kann man doch eigentlich nicht durchkommen, oder?
Spiegel: Ex-Lehman-Chef verscherbelt Villa für 100 Dollar an Ehefrau
(Ich finde übrigens außer dem Spiegel keine Quellen, die die Story auch haben. Das müsste man doch in den USA auch irgendwo finden ...)
Update (12:32)
Die FTD nennt übrigens 10 Dollar, die aus den Dokumenten hervorgehen. Allerdings deutet die Steuerzahlung auf eine Summe von 100 Dollar hin. Naja, ist auch so wichtig.
Spannender: Das Insolvenzrecht in Florida nennt die FTD "großzügig" und es kann tatsächlich sein, dass das alles legal ist und Fuld (bzw. seine Frau) die Villa jetzt vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt haben. Unglaublich!
FTD: Ex-Lehman-Chef verkauft Haus für 10 $
Update (12:42)
Noch ein Link auf die Originalnachricht von der New York Times:
NYT: For $10, Fuld Sold Florida Mansion to His Wife
Die New York Times hat die Story aber auch woanders gefunden, im Gegensatz zur deutschen Presse aber sowohl die Quelle genannt, wie auch verlinkt. Und darum bemühe ich mich auch immer, daher:
Cityfile.com: Dick Fuld: Protecting the Assets That Remain!
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, zahldestages 5 Kommentare
Zahl des Tages (25.01.09): -5,5
Aktuell schätzen die Volkswirte das Minus der US-Wirtschaft im 4. Quartal 2008 auf (annualisiert)
5,5% .
Das wäre der schlechteste Wert seit 25 Jahren und eines der schlimmsten Quartale seit dem 2. Weltkrieg.
Ich will die kommende Woche nicht schon im Voraus zu schlecht machen, aber ich befürchte, dass das nicht die einzige schlechte Zahl bleiben wird ...
Marketwatch: Economy in free fall in fourth quarter
Aktuell schätzen die Volkswirte das Minus der US-Wirtschaft im 4. Quartal 2008 auf (annualisiert)
5,5% .
Das wäre der schlechteste Wert seit 25 Jahren und eines der schlimmsten Quartale seit dem 2. Weltkrieg.
Ich will die kommende Woche nicht schon im Voraus zu schlecht machen, aber ich befürchte, dass das nicht die einzige schlechte Zahl bleiben wird ...
Marketwatch: Economy in free fall in fourth quarter
Labels: US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
Zahl des Tages (24.01.2009): 30.000.000.000
30.000.000.000 (30 Milliarden) Dollar
vom Steuerzahler benötigt. Es können auch 35 Milliarden werden. Aber das ist ja dann auch nicht mehr der große Unterschied ...
Da dachte sich Chrysler wohl, dass der Zeitpunkt günstig sei und meldete auch direkt nochmal Bedarf für weitere 3 Milliarden Dollar an ...
Spiegel: Freddie Mac braucht weitere Milliarden
Tagesschau.de: Freddie Mac braucht offenbar weitere Milliarden
Marketwatch: Freddie Mac asks the government for more help
30.000.000.000 (30 Milliarden) Dollar
vom Steuerzahler benötigt. Es können auch 35 Milliarden werden. Aber das ist ja dann auch nicht mehr der große Unterschied ...
Da dachte sich Chrysler wohl, dass der Zeitpunkt günstig sei und meldete auch direkt nochmal Bedarf für weitere 3 Milliarden Dollar an ...
Spiegel: Freddie Mac braucht weitere Milliarden
Tagesschau.de: Freddie Mac braucht offenbar weitere Milliarden
Marketwatch: Freddie Mac asks the government for more help
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US-Bankenpleite Nr. 28: 1st Centennial Bank
US-Bankenpleite Nr. 28:
Name: 1st Centennial Bank,
Sitz: Redlands, Kalifornien,
Assets: 803 Millionen Dollar,
Käufer: First California Bank,
Schaden für die FDIC: etwa 277 Millionen Dollar.
Also mal wieder eine etwas größere Bank.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 34). Irgendwie sieht es immer mehr danach aus, als sollte man besser einfach alle Banken auf der Liste dicht machen. Dann hätte man es wenigstens hinter sich ...
Marketwatch: California-based 1st Centennial Bank fails
US-Bankenpleite Nr. 28:
Name: 1st Centennial Bank,
Sitz: Redlands, Kalifornien,
Assets: 803 Millionen Dollar,
Käufer: First California Bank,
Schaden für die FDIC: etwa 277 Millionen Dollar.
Also mal wieder eine etwas größere Bank.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 34). Irgendwie sieht es immer mehr danach aus, als sollte man besser einfach alle Banken auf der Liste dicht machen. Dann hätte man es wenigstens hinter sich ...
Marketwatch: California-based 1st Centennial Bank fails
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Herzlichen Glückwunsch!
Auch Windows Nutzer sollten froh sein, dass es den Mac gibt. Auch wenn er oft gehasst wird, ist Windows durch den Mac doch das ein oder andere Mal sagen wir mal "inspiriert" worden. Um nicht zu sagen, dass alles, was an Windows gut ist, vom Mac geklaut wurde und alles was schlecht ist, von Microsoft kam. Wie zum Beispiel das Startmenü (wieviel besser ist das Dock?). Wie zum Beispiel die Tastaturkürzel (wieviel besser ist Apfel-Q für quit als Alt-F4 (unmerkbar)?). Wie zum Beispiel Expose im Vergleich zum Vista Windows-Blättern (ganz abgesehen von den Windows Versionen vorher, die so was gar nicht hatten. OK, OS X hat das auch noch nicht so lange ...). Etc. pp.
Besser spät als nie reagiert Microsoft und gibt Windows 7 jetzt auch ein Dock. Freut Euch drauf. Es ist besser als der alte Kram.
Auch Windows Nutzer sollten froh sein, dass es den Mac gibt. Auch wenn er oft gehasst wird, ist Windows durch den Mac doch das ein oder andere Mal sagen wir mal "inspiriert" worden. Um nicht zu sagen, dass alles, was an Windows gut ist, vom Mac geklaut wurde und alles was schlecht ist, von Microsoft kam. Wie zum Beispiel das Startmenü (wieviel besser ist das Dock?). Wie zum Beispiel die Tastaturkürzel (wieviel besser ist Apfel-Q für quit als Alt-F4 (unmerkbar)?). Wie zum Beispiel Expose im Vergleich zum Vista Windows-Blättern (ganz abgesehen von den Windows Versionen vorher, die so was gar nicht hatten. OK, OS X hat das auch noch nicht so lange ...). Etc. pp.
Besser spät als nie reagiert Microsoft und gibt Windows 7 jetzt auch ein Dock. Freut Euch drauf. Es ist besser als der alte Kram.
Labels: apple, gui, mac, video 7 Kommentare
Zahl des Tages (23.01.2009): 4.000.000.000
4.000.000.000 (4 Milliarden) Dollar
hat der Ex-Chef von Merrill Lynch an seine Mitarbeiter (und wahrscheinlich auch sich) ausgeschüttet. Angesichts des Verlusts von über 15 Mrd. Dollar, den Merrill Lynch im 4. Quartal eingefahren hat (BoA bekommt nochmal 20 Mrd.), fragt sich allerdings wohl jeder, wofür der Bonus eigentlich gezahlt wurde.
Aber als wäre das nicht schon frech und unverschämt genug: Die Bonuszahlung wurde 3 Tage vor der Übernahme durch die Bank of Amerika vorgenommen. Und die Bank of Amerika musste 2 Wochen später vom Steuerzahler (erneut) gestützt werden ...
FT.com: Merrill delivered bonuses before BofA deal
Wer einen Einblick in die Welt dieser egozentrischen, völlig abgehobenen "Elite" werfen will: Die Büroausstattung von Thain war ähm exklusiv. Und teuer. Für insgesamt etwa 1,2 Millionen Dollar, darunter
Gardinen für 28.000 Dollar.
Ein Mülleimer für 1.400 Dollar.
...
Ich wusste gar nicht, dass man so viel Geld für sowas ausgeben kann ...
FT Alphaville: He spent what?!
The Daily Beast: John Thain's $87,000 Rug
Thain ist inzwischen rausgeflogen. Aber bestimmt nicht wegen der Boni oder wegen des Büros. Das alles wäre wahrscheinlich bei nur 5 Mrd. Verlust in Ordnung gewesen ...
FT Alphaville: Behind Thain’s ousting
Update (15:18)
Lesenswert auch der Artikel von Weissgarnix: Büro zwar sehr fein, doch jetzt ohne Herrn Thain
Update (16:41)
Aus den Kommentaren ... Ist zwar über die Internetblase 2000/2001, aber man muss nur aus Millionen Milliarden machen und dann passt es schon ...
Ist politisch ziemlich unkorrekt ...
Und wenn wir schon politisch unkorrekt sind ... Den Gag am Ende nehme ich nicht vorweg, aber es geht um den Nachlass von George W. Bush und den armen Obama, der damit klar kommen muss ...
WDR 2 Kabarett: Becker und Jünemann
Update (20:07)
Ich wollte auch noch den Link nachtragen, wo ich die Story zuerst gelesen habe:
Marketwatch: B of A's bonus babies
Update (26.1.09):
Noch ein Nachtrag. Die Bank of Amerika war über die vorgezogene Bonuszahlung informiert, verweist aber darauf, dass Merrill Lynch zu diesem Zeitpunkt noch selbstständig war.
FT Alphaville: BofA had role in Merrill bonuses
Update (27.1.09)
Immerhin hat Thain eingesehen (oder zugegeben), dass 1,2 Millionen für die Neudekoration des Büros etwas viel gewesen sein könnten ....
FT Alphaville: Thain admits $1.2m office refit ‘mistake’
4.000.000.000 (4 Milliarden) Dollar
hat der Ex-Chef von Merrill Lynch an seine Mitarbeiter (und wahrscheinlich auch sich) ausgeschüttet. Angesichts des Verlusts von über 15 Mrd. Dollar, den Merrill Lynch im 4. Quartal eingefahren hat (BoA bekommt nochmal 20 Mrd.), fragt sich allerdings wohl jeder, wofür der Bonus eigentlich gezahlt wurde.
Aber als wäre das nicht schon frech und unverschämt genug: Die Bonuszahlung wurde 3 Tage vor der Übernahme durch die Bank of Amerika vorgenommen. Und die Bank of Amerika musste 2 Wochen später vom Steuerzahler (erneut) gestützt werden ...
FT.com: Merrill delivered bonuses before BofA deal
Wer einen Einblick in die Welt dieser egozentrischen, völlig abgehobenen "Elite" werfen will: Die Büroausstattung von Thain war ähm exklusiv. Und teuer. Für insgesamt etwa 1,2 Millionen Dollar, darunter
Gardinen für 28.000 Dollar.
Ein Mülleimer für 1.400 Dollar.
...
Ich wusste gar nicht, dass man so viel Geld für sowas ausgeben kann ...
FT Alphaville: He spent what?!
The Daily Beast: John Thain's $87,000 Rug
Thain ist inzwischen rausgeflogen. Aber bestimmt nicht wegen der Boni oder wegen des Büros. Das alles wäre wahrscheinlich bei nur 5 Mrd. Verlust in Ordnung gewesen ...
FT Alphaville: Behind Thain’s ousting
Update (15:18)
Lesenswert auch der Artikel von Weissgarnix: Büro zwar sehr fein, doch jetzt ohne Herrn Thain
Update (16:41)
Aus den Kommentaren ... Ist zwar über die Internetblase 2000/2001, aber man muss nur aus Millionen Milliarden machen und dann passt es schon ...
Ist politisch ziemlich unkorrekt ...
Und wenn wir schon politisch unkorrekt sind ... Den Gag am Ende nehme ich nicht vorweg, aber es geht um den Nachlass von George W. Bush und den armen Obama, der damit klar kommen muss ...
WDR 2 Kabarett: Becker und Jünemann
Update (20:07)
Ich wollte auch noch den Link nachtragen, wo ich die Story zuerst gelesen habe:
Marketwatch: B of A's bonus babies
Update (26.1.09):
Noch ein Nachtrag. Die Bank of Amerika war über die vorgezogene Bonuszahlung informiert, verweist aber darauf, dass Merrill Lynch zu diesem Zeitpunkt noch selbstständig war.
FT Alphaville: BofA had role in Merrill bonuses
Update (27.1.09)
Immerhin hat Thain eingesehen (oder zugegeben), dass 1,2 Millionen für die Neudekoration des Büros etwas viel gewesen sein könnten ....
FT Alphaville: Thain admits $1.2m office refit ‘mistake’
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
Qimonda ist Pleite ...
Infineon wollte Qimonda ausgliedern und hat nicht einmal bei Verschenken einen Interessenten gefunden. Sind die Politiker skeptisch geworden? Nöh.
Infineon wollte sich nicht wesentlich am Rettungspaket beteiligen. Sind die Politiker skeptisch geworden? Nöh.
Ich hoffe nur, dass bei Qimonda noch kein Geld geflossen ist.
Und übrigens zeigt der Fall auch, wie schnell aus "sind ja nur Bürgschaften" real verschwendetes Geld wird.
Heise: Qimonda stellt Insolvenzantrag
Alles oben Gesagte gilt auch für Opel ...
Update (10:50)
Es sieht ziemlich sicher danach aus, als wäre noch kein Geld geflossen. Dann hat man die 300 Mio. wenigstens noch für einen Sozialplan.
Tagesschau: Chiphersteller ist pleite
Schön übrigens der in der FTD zitierte Händler: "Viel tiefer könne der Kurs nicht mehr fallen". Doch Meister: Die Aktie kann heute noch 100% fallen. Genau wie gestern und genau wie vor einem Jahr. Und genau wie morgen.
FTD:Chiphersteller Qimonda insolvent
Infineon wollte Qimonda ausgliedern und hat nicht einmal bei Verschenken einen Interessenten gefunden. Sind die Politiker skeptisch geworden? Nöh.
Infineon wollte sich nicht wesentlich am Rettungspaket beteiligen. Sind die Politiker skeptisch geworden? Nöh.
Ich hoffe nur, dass bei Qimonda noch kein Geld geflossen ist.
Und übrigens zeigt der Fall auch, wie schnell aus "sind ja nur Bürgschaften" real verschwendetes Geld wird.
Heise: Qimonda stellt Insolvenzantrag
Alles oben Gesagte gilt auch für Opel ...
Update (10:50)
Es sieht ziemlich sicher danach aus, als wäre noch kein Geld geflossen. Dann hat man die 300 Mio. wenigstens noch für einen Sozialplan.
Tagesschau: Chiphersteller ist pleite
Schön übrigens der in der FTD zitierte Händler: "Viel tiefer könne der Kurs nicht mehr fallen". Doch Meister: Die Aktie kann heute noch 100% fallen. Genau wie gestern und genau wie vor einem Jahr. Und genau wie morgen.
FTD:Chiphersteller Qimonda insolvent
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Lehman Geschädigte bekommen Geld
Vater Staat.
Gut, die genaue Konstruktion sieht anders aus. Und zwar legt der Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken, in dem Lehman Brothers Deutschland Mitglied war, eine Anleihe in Höhe von 6,7 Milliarden Euro auf. Weil er, darauf habe ich an dieser Stelle mehrfach hingewiesen, das nötige Kleingeld für die Entschädigung schlicht nicht hat. Der Fonds wäre nach 6,7 Mrd. Ausschüttung leerer als leer. Diese Anleihe garantiert der SoFFin (also der Staat). Gekauft wird die Anleihe von den Banken, die sonst den Einlagensicherungsfonds finanzieren müssten (also nicht die Sparkassen oder Volksbanken, die jeweils eigene Sicherungssysteme haben). Der Einlagensicherungsfonds bekommt also nicht wie normal üblich Bargeld, sondern einen Kredit. Die Banken brauchen das Geld selber dringend genug.
Auch wenn die Konstruktion naiven Perma-Optimisten vortäuschen könnte, dass der Einlagensicherungsfonds liquide und handlungsfähig bleibt, bestätigt sich doch meine Meinung: Der Fonds ist ein Witz. Es ist völlig utopisch, dass er die Pleite einer mittleren Bank auffangen könnte. Und die Garantien, die der Fonds ausspricht, sind eine riesige Vera****ung.
Aus einem älteren Posting:
Die [versicherten] Summen sind bei den deutschen Banken aberwitzig hoch. Bei der Volkswagen Bank würden vier Kunden, die an die Maximalgrenze (1,1 Mrd. Euro) stoßen, ausreichen, um den Sicherungsfonds komplett zu leeren (4,6 Mrd. Volumen). Wenn er nicht durch die Pleite der deutschen Lehman Tochter (die Mitglied war) eh schon leer ist ... (Lehman Pleite schwappt nach Deutschland - 14 Mrd. Schaden?).Wie viel ist durch den Einlagensicherungsfonds sicher?
Wer sich einbildet, dass diese Summen auch nur irgendwas zu sagen haben, irrt sich gewaltig. Es ist ausgeschlossen, dass der Einlagensicherungsfonds auch nur eine mittlere Bank auffangen kann. Über eine Commerzbank oder ähnliche Kaliber braucht man erst gar nicht anfangen nachzudenken. Da ist jedes "Ihr Geld ist sicher, weil es ist versichert" wie im FAZ-Artikel mehr Volksverdummung als Information. Die Summen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.
Jetzt haben wir die Pleite einer mittleren, eigentlich sogar kleineren Bank und schon ist der Fonds wie vorhergesagt leer.
Wer sich wundert, warum "nur" 6,x Mrd. Schaden entstanden sind: Lehman war zwar riesig, aber nur die deutsche Niederlassung konnte Mitglied im deutschen Sicherungsfonds werden und Lehman hatte in Deutschland nur wenige Kunden.
Der (mögliche) Skandal an der Geschichte:
Was den Fall pikant macht: Lehman soll unter Hinweis auf die großzügige Versicherung (es sind 285 Millionen *pro Konto* abgesichert) aktiv Konten in Deutschland angelegt haben und Geld aus dem Ausland hierhin geschoben haben. Wahrscheinlich damit die Kunden das Geld nicht abziehen. Alles nur Gerüchte, aber ziemlich plausible ...Lehman Pleite schwappt nach Deutschland - 14 Mrd. Schaden?
Wir entschädigen jetzt also (zumindest zum Teil) Ausländer, die zwar irgendwie Angst vor einer Lehman Pleite hatten, das Geld aber nicht abgezogen, sondern nach Lehman Brothers Deutschland verschoben haben.
Toll!
Und die deutschen Privatanleger, die die Zertifikate gekauft haben (teilweise nicht einmal unter dem Namen Lehman, sondern unter dem Label ihrer Sparkasse), gehen leer aus.
Toll!
FTD: Staat haftet für deutsche Lehman-Kunden
Vater Staat.
Gut, die genaue Konstruktion sieht anders aus. Und zwar legt der Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken, in dem Lehman Brothers Deutschland Mitglied war, eine Anleihe in Höhe von 6,7 Milliarden Euro auf. Weil er, darauf habe ich an dieser Stelle mehrfach hingewiesen, das nötige Kleingeld für die Entschädigung schlicht nicht hat. Der Fonds wäre nach 6,7 Mrd. Ausschüttung leerer als leer. Diese Anleihe garantiert der SoFFin (also der Staat). Gekauft wird die Anleihe von den Banken, die sonst den Einlagensicherungsfonds finanzieren müssten (also nicht die Sparkassen oder Volksbanken, die jeweils eigene Sicherungssysteme haben). Der Einlagensicherungsfonds bekommt also nicht wie normal üblich Bargeld, sondern einen Kredit. Die Banken brauchen das Geld selber dringend genug.
Auch wenn die Konstruktion naiven Perma-Optimisten vortäuschen könnte, dass der Einlagensicherungsfonds liquide und handlungsfähig bleibt, bestätigt sich doch meine Meinung: Der Fonds ist ein Witz. Es ist völlig utopisch, dass er die Pleite einer mittleren Bank auffangen könnte. Und die Garantien, die der Fonds ausspricht, sind eine riesige Vera****ung.
Aus einem älteren Posting:
Die [versicherten] Summen sind bei den deutschen Banken aberwitzig hoch. Bei der Volkswagen Bank würden vier Kunden, die an die Maximalgrenze (1,1 Mrd. Euro) stoßen, ausreichen, um den Sicherungsfonds komplett zu leeren (4,6 Mrd. Volumen). Wenn er nicht durch die Pleite der deutschen Lehman Tochter (die Mitglied war) eh schon leer ist ... (Lehman Pleite schwappt nach Deutschland - 14 Mrd. Schaden?).Wie viel ist durch den Einlagensicherungsfonds sicher?
Wer sich einbildet, dass diese Summen auch nur irgendwas zu sagen haben, irrt sich gewaltig. Es ist ausgeschlossen, dass der Einlagensicherungsfonds auch nur eine mittlere Bank auffangen kann. Über eine Commerzbank oder ähnliche Kaliber braucht man erst gar nicht anfangen nachzudenken. Da ist jedes "Ihr Geld ist sicher, weil es ist versichert" wie im FAZ-Artikel mehr Volksverdummung als Information. Die Summen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.
Jetzt haben wir die Pleite einer mittleren, eigentlich sogar kleineren Bank und schon ist der Fonds wie vorhergesagt leer.
Wer sich wundert, warum "nur" 6,x Mrd. Schaden entstanden sind: Lehman war zwar riesig, aber nur die deutsche Niederlassung konnte Mitglied im deutschen Sicherungsfonds werden und Lehman hatte in Deutschland nur wenige Kunden.
Der (mögliche) Skandal an der Geschichte:
Was den Fall pikant macht: Lehman soll unter Hinweis auf die großzügige Versicherung (es sind 285 Millionen *pro Konto* abgesichert) aktiv Konten in Deutschland angelegt haben und Geld aus dem Ausland hierhin geschoben haben. Wahrscheinlich damit die Kunden das Geld nicht abziehen. Alles nur Gerüchte, aber ziemlich plausible ...Lehman Pleite schwappt nach Deutschland - 14 Mrd. Schaden?
Wir entschädigen jetzt also (zumindest zum Teil) Ausländer, die zwar irgendwie Angst vor einer Lehman Pleite hatten, das Geld aber nicht abgezogen, sondern nach Lehman Brothers Deutschland verschoben haben.
Toll!
Und die deutschen Privatanleger, die die Zertifikate gekauft haben (teilweise nicht einmal unter dem Namen Lehman, sondern unter dem Label ihrer Sparkasse), gehen leer aus.
Toll!
FTD: Staat haftet für deutsche Lehman-Kunden
Labels: bankenpleite, deutschland, US-Immo, zertifikate 2 Kommentare
Zahl des Tages (22.01.09): -16,9%
-16,9%
betrug das Wirtschaftswachstum in Singapur im 4. Quartal 2008. Und da regen wir uns über -2% auf ...
FT Alphaville: Singapore’s ‘worst ever’ recession
Hart auch, in welcher Geschwindigkeit die Offiziellen die Schätzung überarbeitet haben ... Von November bis Januar von +2% auf -5% für's Gesamtjahr ...
Infectious Greed: Singapore: Things are Good^H^H^H^HWeak^H^H^H^HAwful
-16,9%
betrug das Wirtschaftswachstum in Singapur im 4. Quartal 2008. Und da regen wir uns über -2% auf ...
FT Alphaville: Singapore’s ‘worst ever’ recession
Hart auch, in welcher Geschwindigkeit die Offiziellen die Schätzung überarbeitet haben ... Von November bis Januar von +2% auf -5% für's Gesamtjahr ...
Infectious Greed: Singapore: Things are Good^H^H^H^HWeak^H^H^H^HAwful
Labels: asien, US-Immo, zahldestages 2 Kommentare
Pigs: Heute Portugal
Der Euro leidet. Ich bleibe bei meiner ziemlich konträren Meinung, dass die Zinsunterschiede nicht schlimm sind. Und im Gegenteil sogar für MEHR Stabilität im Euro sorgen kann.
Mehr dazu hier: Der Euro schlackert (und warum das vielleicht gar nicht schlimm ist)
FTD: S&P stuft Portugal herab
Der Euro leidet. Ich bleibe bei meiner ziemlich konträren Meinung, dass die Zinsunterschiede nicht schlimm sind. Und im Gegenteil sogar für MEHR Stabilität im Euro sorgen kann.
Mehr dazu hier: Der Euro schlackert (und warum das vielleicht gar nicht schlimm ist)
FTD: S&P stuft Portugal herab
Labels: euro, europa, staatspleite, wirtschaft 3 Kommentare
Große Blasen - Kleine Blasen

Ich habe gestern schonmal auf die extrem gesunkenen Marktkapitalisierungen der Banken hingewiesen. Keine einzige Bank mehr unter den nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen der Welt (Banksektor zu verschenken ...).
Daher passt heute die Grafik von JP Morgan sehr schön, die die Marktkapitalisierung der Banken aus dem Sommer 2007 mit dem aktuellen Stand vergleicht. Das ist erinnert zwar irgendwie Katastrophentourismus, ist aber einfach zu faszinierend, um es nicht zu bringen ...
Etwas schade ist es, dass die Banken, die inzwischen nicht mehr dabei - sprich Pleite - sind, fehlen. Und schön wäre es auch gewesen, wenn die inzwischen zusammengelegten Banken mit der ursprünglichen Marktkapitalisierung *beider* Banken eingegangen wäre. In JP Morgan steckt ja z.B. Bear Stearns noch drin. Aber auch so eine spannende Grafik!
Update (15:25)
Quelle vergessen: FT Alphaville: Bank chart du jour
Update (23:13)
Man with a tape recorder up his brother's nose merkt in den Kommentaren an, dass die Größe umgerechnet in den Durchmesser nicht richtig ist. Dadurch wird die Fläche zu klein und die Schrumpfung wird dadurch visuell übertrieben. Ich hab's nicht nachgemessen ...
Update (22.1.09)
Es gibt jetzt eine normalisierte Version der Grafik. Der Fehler ist also aufgefallen.

FT Alphaville: Bank picture du jour - redux
gefunden über Weissgarnix.de: Blaue Riesen, grüne Zwerge
Update (14:30)
Für alle, die es lieber in Zahlen haben möchten, hat sich hedgie die Mühe gemacht und daraus eine Tabelle gebastelt. Dabei auch noch der Quotient, also wie viel ist übrig geblieben ... Danach hat hedgie auch sortiert, quasi die Top of the Flops.
Vorher Jetzt Quotient
RBS 120 4,6 0,038 (entspricht - 96,2%!)
Citigroup 255 19 0,075
Barclays 91 7,4 0,081
DeutscheBank 76 10,3 0,136
CreditAgricole 67 17 0,254
Unicredit 93 26 0,280
BNPParibas 108 32,5 0,301
UBS 116 35 0,302
SocieteGenerale 80 26 0,325
MorganStanley 49 16 0,327
GoldmanSachs 100 35 0,350
CreditSuisse 75 27 0,360
HSBC 215 97 0,451
JPMorgan 165 85 0,515
Santander 116 64 0,552

Ich habe gestern schonmal auf die extrem gesunkenen Marktkapitalisierungen der Banken hingewiesen. Keine einzige Bank mehr unter den nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen der Welt (Banksektor zu verschenken ...).
Daher passt heute die Grafik von JP Morgan sehr schön, die die Marktkapitalisierung der Banken aus dem Sommer 2007 mit dem aktuellen Stand vergleicht. Das ist erinnert zwar irgendwie Katastrophentourismus, ist aber einfach zu faszinierend, um es nicht zu bringen ...
Etwas schade ist es, dass die Banken, die inzwischen nicht mehr dabei - sprich Pleite - sind, fehlen. Und schön wäre es auch gewesen, wenn die inzwischen zusammengelegten Banken mit der ursprünglichen Marktkapitalisierung *beider* Banken eingegangen wäre. In JP Morgan steckt ja z.B. Bear Stearns noch drin. Aber auch so eine spannende Grafik!
Update (15:25)
Quelle vergessen: FT Alphaville: Bank chart du jour
Update (23:13)
Man with a tape recorder up his brother's nose merkt in den Kommentaren an, dass die Größe umgerechnet in den Durchmesser nicht richtig ist. Dadurch wird die Fläche zu klein und die Schrumpfung wird dadurch visuell übertrieben. Ich hab's nicht nachgemessen ...
Update (22.1.09)
Es gibt jetzt eine normalisierte Version der Grafik. Der Fehler ist also aufgefallen.

FT Alphaville: Bank picture du jour - redux
gefunden über Weissgarnix.de: Blaue Riesen, grüne Zwerge
Update (14:30)
Für alle, die es lieber in Zahlen haben möchten, hat sich hedgie die Mühe gemacht und daraus eine Tabelle gebastelt. Dabei auch noch der Quotient, also wie viel ist übrig geblieben ... Danach hat hedgie auch sortiert, quasi die Top of the Flops.
Vorher Jetzt Quotient
RBS 120 4,6 0,038 (entspricht - 96,2%!)
Citigroup 255 19 0,075
Barclays 91 7,4 0,081
DeutscheBank 76 10,3 0,136
CreditAgricole 67 17 0,254
Unicredit 93 26 0,280
BNPParibas 108 32,5 0,301
UBS 116 35 0,302
SocieteGenerale 80 26 0,325
MorganStanley 49 16 0,327
GoldmanSachs 100 35 0,350
CreditSuisse 75 27 0,360
HSBC 215 97 0,451
JPMorgan 165 85 0,515
Santander 116 64 0,552
Labels: bankenpleite, Börse, US-Immo, usa, wirtschaft 9 Kommentare
20.1.09: The End of an Error
Schönstes Wortspiel zum Schluss:
boingboing: Bing, Bong, the Bush is Gone / 1-20-09: END OF AN ERROR.
Übrigens geht George W. als erster Präsident in die Geschichte ein, der ZWEI Rezessionen in seiner Amtszeit "geschafft" hat ...
Dann noch: Sehr schöne Satellitenfotos aus Washington DC. Schon lustig, wie sich die Menschentrauben vor den Leinwänden knubbeln ...
Techcrunch: A Bird’s Eye View Of The Inauguration (First Satellite Image)
Und dann noch die ganze Zeremonie nachgestellt etwas anders ...
The Obama Inauguration Lego Style
gefunden über Anke Gröner und Rivva
Schönstes Wortspiel zum Schluss:
boingboing: Bing, Bong, the Bush is Gone / 1-20-09: END OF AN ERROR.
Übrigens geht George W. als erster Präsident in die Geschichte ein, der ZWEI Rezessionen in seiner Amtszeit "geschafft" hat ...
Dann noch: Sehr schöne Satellitenfotos aus Washington DC. Schon lustig, wie sich die Menschentrauben vor den Leinwänden knubbeln ...
Techcrunch: A Bird’s Eye View Of The Inauguration (First Satellite Image)
Und dann noch die ganze Zeremonie nachgestellt etwas anders ...
The Obama Inauguration Lego Style
gefunden über Anke Gröner und Rivva
Labels: politik, usa 0 Kommentare
Zahl des Tages (21.1.09): 3.600.000.000.000
Spot an und auf: Nouriel Roubini.
Mit seinen 2 Billionen Gesamtschaden für die USA hat er sich schon recht früh weit aus dem Fenster gelehnt, aber jetzt legt er nach ...
3.600.000.000.000 (3,6 Billionen) Dollar
soll nach seiner neuesten Schätzung der Gesamtschaden der Finanzkrise betragen. Damit hätten wir aktuell nicht einmal die Hälfte der Verluste gesehen. Und wir hätten ein komplett insolventes Finanzsystem, denn für so hohe Verluste hat das Bankensystem nicht ausreichend Eigenkapital. Damit sind wir dann irgendwie wieder bei "Verstaatlichung" ...
FT Alphaville: Roubini: Not even halfway there
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
Update (23:23)
Noch weitere Details:
Marketwatch: U.S. loan losses, write-downs to reach $3.6 trillion
Update (29.1.09)
Noch ein Hinweis auf ein Interview mit Roubini in der FAZ:
FAZ: „Kreditausfälle von mehr als 3 Billionen Dollar“
Spot an und auf: Nouriel Roubini.
Mit seinen 2 Billionen Gesamtschaden für die USA hat er sich schon recht früh weit aus dem Fenster gelehnt, aber jetzt legt er nach ...
3.600.000.000.000 (3,6 Billionen) Dollar
soll nach seiner neuesten Schätzung der Gesamtschaden der Finanzkrise betragen. Damit hätten wir aktuell nicht einmal die Hälfte der Verluste gesehen. Und wir hätten ein komplett insolventes Finanzsystem, denn für so hohe Verluste hat das Bankensystem nicht ausreichend Eigenkapital. Damit sind wir dann irgendwie wieder bei "Verstaatlichung" ...
FT Alphaville: Roubini: Not even halfway there
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
Update (23:23)
Noch weitere Details:
Marketwatch: U.S. loan losses, write-downs to reach $3.6 trillion
Update (29.1.09)
Noch ein Hinweis auf ein Interview mit Roubini in der FAZ:
FAZ: „Kreditausfälle von mehr als 3 Billionen Dollar“
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GBP hat fertig
“It’s finished. I hate to say it, but I would not put any money in the UK"
FT Alphaville: Rogers: ‘The UK is finished’
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Labels: Börse, euro, europa, großbritannien, uk, wirtschaft 0 Kommentare
Ihr könnt ruhig schlafen ...
Die Garantien belaufen sich jetzt auf 42 Milliarden. Und es wird noch mehr werden ...
Ich bleibe stur: Keine Bank in Deutschland schreit so sehr nach Verstaatlichung wie die HRE.
Tagesschau: Neue Milliardengarantien für Hypo Real Estate
Die Garantien belaufen sich jetzt auf 42 Milliarden. Und es wird noch mehr werden ...
Ich bleibe stur: Keine Bank in Deutschland schreit so sehr nach Verstaatlichung wie die HRE.
Tagesschau: Neue Milliardengarantien für Hypo Real Estate
Labels: bankenpleite, deutschland, US-Immo, wirtschaft 0 Kommentare
Endlich mal was Positives ...
Im Januar kommt alles zusammen: Keine großen Events, kein besonderes Einkommen, kurze Tage, schlechtes Wetter, die Kreditkartenabrechnung von den Weihnachtseinkäufen, ... Und Montag ist eh blöde ...
It figures: Today is year's worst day
Im Januar kommt alles zusammen: Keine großen Events, kein besonderes Einkommen, kurze Tage, schlechtes Wetter, die Kreditkartenabrechnung von den Weihnachtseinkäufen, ... Und Montag ist eh blöde ...
It figures: Today is year's worst day
Labels: diverses, fun, psychologie, statistik 2 Kommentare
Still waaaaayyyy to go ...
The Big Picture: S&P Regression to Trend
The Big Picture: S&P Regression to Trend
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Zahl des Tages (20.01.09): 300
300
Basispunkte sind heute die Kosten für CDS auf Anleihen von Irland explodiert. Das ist der höchste Wert, der je für Kreditausfallversicherungen auf die Anleihen eines Mitglieds der Eurozone bezahlt werden musste. 300 Basispunkte entsprechen einem Zinsvorteil von 3%. Rentiert eine (angenommen risikofreie) deutsche Bundesanleihe mit 4%, müsste nach den CDS Kosten die irische Anleihe mindestens 7% bringen (wobei das nicht stimmt, denn der CDS auf Bundesanleihen kostet auch was, aber ehe so in der Ecke von 60 oder 70 Basispunkten. So gerechnet sollten irische Anleihen also 2,3 bis 2,4% mehr Rendite abwerfen).
FT Alphaville: CDS update: What Obama bounce?
300
Basispunkte sind heute die Kosten für CDS auf Anleihen von Irland explodiert. Das ist der höchste Wert, der je für Kreditausfallversicherungen auf die Anleihen eines Mitglieds der Eurozone bezahlt werden musste. 300 Basispunkte entsprechen einem Zinsvorteil von 3%. Rentiert eine (angenommen risikofreie) deutsche Bundesanleihe mit 4%, müsste nach den CDS Kosten die irische Anleihe mindestens 7% bringen (wobei das nicht stimmt, denn der CDS auf Bundesanleihen kostet auch was, aber ehe so in der Ecke von 60 oder 70 Basispunkten. So gerechnet sollten irische Anleihen also 2,3 bis 2,4% mehr Rendite abwerfen).
FT Alphaville: CDS update: What Obama bounce?
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Banksektor zu verschenken ...
Nach den Verlusten von gestern und heute kann man für weniger als eine schlappe Milliarde Euro das gesamte Bankensystem Irlands kaufen.
FAZ: Irische Banken vor Verstaatlichung
Interssant auch: FT Alphaville: Ireland needs help (große Teile davon waren hier aber schon direkt verlinkt)
Und in Großbritannien sieht's auch nicht besser aus.
Die Royal Bank of Scotland hat gestern 3/4 ihres Börsenwerts eingebüßt. Eine Erholung blieb heute aus. Nach dem Verlust von mindestens 20 Milliarden Pfund stufte die Ratingagentur Moody's die Schulden der RBS herab. Diese notieren jetzt durchschnittlich 4 Stufen unterhalb der Topnote, gelten damit, angesichts des Börsenkurses etwas überraschend, aber noch als gute Investmentqualität.
Die beiden großen britischen Banken HSBC und Barclays, die noch keine staatliche Unterstützung bekommen haben, halten sich aber weiterhin vergleichsweise gut. Wobei das bei Barclays auch nur heisst, dass die Verluste am Montag im Rahmen blieben. In den letzten 5 Handelstagen hat sich die Aktie trotzdem halbiert. Der weisse Rabe, bleibt die HSBC, die nur etwas über 20% verloren hat. Und das obwohl Morgan Stanley gestern einen Kapitalbedarf von 30 Milliarden Dollar bei der HSBC ausgemacht hat.
Reuters: HSBC may need $30 billion: Morgan Stanley
Wie sehr der ehemals so profitable Bankensektor unter Druck gekommen ist, sieht man sehr gut im Vergleich zu anderen Branchen. Die beiden nach Marktkapitalisierung wertvollsten Banken der Welt, HSBC und JP MorganChase sind zusammen in etwa so viel wert wie ein bekannter Hersteller von brauner, koffeinhaltiger Brause ...
Und wenn ich es richtig überschlagen habe, ist unter den 30 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen der Welt KEINE EINZIGE Bank mehr. Selbst Google ist immer noch mehr wert, obwohl sich die Aktien mehr als halbiert hat. IBM doppelt so viel wert. Und diese Liste könnte man schier endlos fortsetzen.
An meine Leser: Gibt es eigentlich noch eine Bank (außer den Bundesbank ;-) ), die mit AAA bewertet wird?
FTD: HSBC und Barclays unter Beschuss
Update (21.1.09)
Ray hat mir aus seinem System eine Liste der Ratings von Moody's gezogen. Er hat folgende Banken gefunden:
- Caisse des Depots et Consignations
- KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau
- LfA Förderbank Bayern
- L-Bank: Landeskreditbank Baden-Württemberg -Förderbank-
- Landwirtschaftliche Rentenbank
- Rabobank Niederlande
- The Toronto-Dominion Bank
(Update: Ray hat noch eine Bank nachgeliefert: Royal Bank of Canada)
So wahnsinnig viele, nicht-staatliche Banken sind nicht dabei ... In Deutschland keine einzige.
Update 2 (21.1.09):
Ray hat mir nochmal ein Update geschickt und weist darauf hin, dass er eine Bank vergessen hat (ist oben ergänzt), dass der Stand vom 12.1.09 ist und dass das jeweils das beste Rating der Bank ist. Da es jeweils mehrere Ratings gibt (u.a. kurzfristig, langfristig, für Finanzstärke, für besicherte und unbesicherte Anleihen, etc), können die anderen Ratings durchaus anders aussehen. Soooo wahnsinnig wichtig sind diese Details im Moment eh nicht. Wenn man sieht, dass Irland etwa 2,5% mehr Zinsen zahlen muss, obwohl das Rating offiziell (noch) bei AAA steht, hinken die Ratings aktuell eh dem Markt hinterher. Entscheidend ist nur, dass das Triple A vom Aussterben bedroht ist. Und das ist keinesfalls eine Entwicklung der letzten 12 Monate, siehe mein Posting vom Januar 2007(!): Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer)
Nach den Verlusten von gestern und heute kann man für weniger als eine schlappe Milliarde Euro das gesamte Bankensystem Irlands kaufen.
FAZ: Irische Banken vor Verstaatlichung
Interssant auch: FT Alphaville: Ireland needs help (große Teile davon waren hier aber schon direkt verlinkt)
Und in Großbritannien sieht's auch nicht besser aus.
Die Royal Bank of Scotland hat gestern 3/4 ihres Börsenwerts eingebüßt. Eine Erholung blieb heute aus. Nach dem Verlust von mindestens 20 Milliarden Pfund stufte die Ratingagentur Moody's die Schulden der RBS herab. Diese notieren jetzt durchschnittlich 4 Stufen unterhalb der Topnote, gelten damit, angesichts des Börsenkurses etwas überraschend, aber noch als gute Investmentqualität.
Die beiden großen britischen Banken HSBC und Barclays, die noch keine staatliche Unterstützung bekommen haben, halten sich aber weiterhin vergleichsweise gut. Wobei das bei Barclays auch nur heisst, dass die Verluste am Montag im Rahmen blieben. In den letzten 5 Handelstagen hat sich die Aktie trotzdem halbiert. Der weisse Rabe, bleibt die HSBC, die nur etwas über 20% verloren hat. Und das obwohl Morgan Stanley gestern einen Kapitalbedarf von 30 Milliarden Dollar bei der HSBC ausgemacht hat.
Reuters: HSBC may need $30 billion: Morgan Stanley
Wie sehr der ehemals so profitable Bankensektor unter Druck gekommen ist, sieht man sehr gut im Vergleich zu anderen Branchen. Die beiden nach Marktkapitalisierung wertvollsten Banken der Welt, HSBC und JP MorganChase sind zusammen in etwa so viel wert wie ein bekannter Hersteller von brauner, koffeinhaltiger Brause ...
Und wenn ich es richtig überschlagen habe, ist unter den 30 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen der Welt KEINE EINZIGE Bank mehr. Selbst Google ist immer noch mehr wert, obwohl sich die Aktien mehr als halbiert hat. IBM doppelt so viel wert. Und diese Liste könnte man schier endlos fortsetzen.
An meine Leser: Gibt es eigentlich noch eine Bank (außer den Bundesbank ;-) ), die mit AAA bewertet wird?
FTD: HSBC und Barclays unter Beschuss
Update (21.1.09)
Ray hat mir aus seinem System eine Liste der Ratings von Moody's gezogen. Er hat folgende Banken gefunden:
- Caisse des Depots et Consignations
- KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau
- LfA Förderbank Bayern
- L-Bank: Landeskreditbank Baden-Württemberg -Förderbank-
- Landwirtschaftliche Rentenbank
- Rabobank Niederlande
- The Toronto-Dominion Bank
(Update: Ray hat noch eine Bank nachgeliefert: Royal Bank of Canada)
So wahnsinnig viele, nicht-staatliche Banken sind nicht dabei ... In Deutschland keine einzige.
Update 2 (21.1.09):
Ray hat mir nochmal ein Update geschickt und weist darauf hin, dass er eine Bank vergessen hat (ist oben ergänzt), dass der Stand vom 12.1.09 ist und dass das jeweils das beste Rating der Bank ist. Da es jeweils mehrere Ratings gibt (u.a. kurzfristig, langfristig, für Finanzstärke, für besicherte und unbesicherte Anleihen, etc), können die anderen Ratings durchaus anders aussehen. Soooo wahnsinnig wichtig sind diese Details im Moment eh nicht. Wenn man sieht, dass Irland etwa 2,5% mehr Zinsen zahlen muss, obwohl das Rating offiziell (noch) bei AAA steht, hinken die Ratings aktuell eh dem Markt hinterher. Entscheidend ist nur, dass das Triple A vom Aussterben bedroht ist. Und das ist keinesfalls eine Entwicklung der letzten 12 Monate, siehe mein Posting vom Januar 2007(!): Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer)
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Fiat bekommt Geschenke ...
Die Hoffnung der Börse, dass auch Daimler damit seinen Chrysler Anteil endlich verkaufen kann, halte ich für arg optimistisch. Daimler kann froh sein, wenn Fiat den Anteil geschenkt annimmt.
Die Börsianer beurteilen den Deal trotzdem positiv. Daimler steigt leicht, Fiat sogar mehr als 5%. Aber ich halte den Merger für einen programmierten Flop. Das einzig Gute aus Sicht von Fiat ist der nun mögliche Zugriff auf das US-Rettungspaket.
FTD: Fiat steigt bei Chrysler ein
FT Alphaville: Fiat poised to take Chrysler stake
Marketwatch: Fiat to get 35% stake in Chrysler for no cash
Übrigens ist mit dem Merger auch der IMHO einzige sinnvolle Partner in Europa für Opel nämlich Fiat weg. Opel wird ohne GM auch keine Chance haben, weil Opel zu klein ist. Und innerhalb von GM kann es in Europa eigentlich auch keine Staatshilfen geben, weil das Geld immer droht nach Amerika abzufließen.
Update (16:38)
Christoph Ruhkamp von der FAZ ist auch skeptisch:
Fiats Verzweiflungstat
Die Hoffnung der Börse, dass auch Daimler damit seinen Chrysler Anteil endlich verkaufen kann, halte ich für arg optimistisch. Daimler kann froh sein, wenn Fiat den Anteil geschenkt annimmt.
Die Börsianer beurteilen den Deal trotzdem positiv. Daimler steigt leicht, Fiat sogar mehr als 5%. Aber ich halte den Merger für einen programmierten Flop. Das einzig Gute aus Sicht von Fiat ist der nun mögliche Zugriff auf das US-Rettungspaket.
FTD: Fiat steigt bei Chrysler ein
FT Alphaville: Fiat poised to take Chrysler stake
Marketwatch: Fiat to get 35% stake in Chrysler for no cash
Übrigens ist mit dem Merger auch der IMHO einzige sinnvolle Partner in Europa für Opel nämlich Fiat weg. Opel wird ohne GM auch keine Chance haben, weil Opel zu klein ist. Und innerhalb von GM kann es in Europa eigentlich auch keine Staatshilfen geben, weil das Geld immer droht nach Amerika abzufließen.
Update (16:38)
Christoph Ruhkamp von der FAZ ist auch skeptisch:
Fiats Verzweiflungstat
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Ralf König erzählt das alte Testament ...
Genug geredet, hier der Link auf die Geschichte(n) ...
FAZ: Ralf Königs „Archetyp”
Viel Spaß!
Genug geredet, hier der Link auf die Geschichte(n) ...
FAZ: Ralf Königs „Archetyp”
Viel Spaß!
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Zahl des Tages (19.01.09): 0
0 (Null).
Das ist das Wachstum, das in 2009 für Russland erwartet wird. OK, es werden 0-2% Wachstum erwartet. Abhängig ist das mehr oder weniger ausschließlich vom Ölpreis.
Die Inflation steigt wegen des schwachen Rubels wieder an und wird auf 13% geschätzt. Der Staatshaushalt wird wieder ein Defizit produzieren.
Mir erschien Russland schon immer ein Optionsschein auf den Ölpreis zu sein. Da lag ich wohl ganz richtig. Allerdings bin ich nicht wirklich skeptisch, was den Ölpreis angeht. Die KGVs sind in Russland auf jeden Fall lächerlich niedrig.
FTD: Moskau fürchtet Nullwachstum
0 (Null).
Das ist das Wachstum, das in 2009 für Russland erwartet wird. OK, es werden 0-2% Wachstum erwartet. Abhängig ist das mehr oder weniger ausschließlich vom Ölpreis.
Die Inflation steigt wegen des schwachen Rubels wieder an und wird auf 13% geschätzt. Der Staatshaushalt wird wieder ein Defizit produzieren.
Mir erschien Russland schon immer ein Optionsschein auf den Ölpreis zu sein. Da lag ich wohl ganz richtig. Allerdings bin ich nicht wirklich skeptisch, was den Ölpreis angeht. Die KGVs sind in Russland auf jeden Fall lächerlich niedrig.
FTD: Moskau fürchtet Nullwachstum
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Royal Bank of Scotland nimmt in einem Jahr 20 Milliarden Pfund ab ...
(Überschrift Nr. 2 aus dem Projekt "Bescheuerte Überschriften". Das Copyright dafür liegt bei "Man with a tape recorder up his brother's nose" aus einem Kommentar zu Hasta la vista, SpAAAnien. Keine Angst, die Serie wird wohl nicht viel länger ... Eigentlich war dieses Posting schon als "Zahl des Tages" in der Planung ...)
Aber zum Thema:
Die Royal Bank of Scotland, die hier schon einige an der Reihe war, hat heute neue Horrorzahlen bekannt gegeben. Bis zu 28 Milliarden Pfund (gut 30 Milliarden Euro) Verlust werden für das vierte Quartal erwartet. Etwa 7 bis 8 Milliarden Pfund kommen aus dem alten Geschäft der RBS, 15 bis 20 Milliarden aus Abschreibungen auf die übernommene ABN Amro. Das ist der größte Verlust, den je eine britische Firma gemacht hat.
Im Rahmen eines zweiten Rettungspakets erhöht der britische Staat für weitere 5 Milliarden Pfund die Beteiligung an der RBS von 58 auf 70%.
Spiegel: Royal Bank of Scotland verbucht Rekordverlust
FTD: Royal Bank of Scotland verliert 20 Milliarden
Und zu den weiteren Details des britischen Rettungspakets 2.0 schreibe ich (vielleicht) heute Abend noch etwas mehr. Für Eilige:
FTD: London sichert Banken gegen Verluste ab
(Überschrift Nr. 2 aus dem Projekt "Bescheuerte Überschriften". Das Copyright dafür liegt bei "Man with a tape recorder up his brother's nose" aus einem Kommentar zu Hasta la vista, SpAAAnien. Keine Angst, die Serie wird wohl nicht viel länger ... Eigentlich war dieses Posting schon als "Zahl des Tages" in der Planung ...)
Aber zum Thema:
Die Royal Bank of Scotland, die hier schon einige an der Reihe war, hat heute neue Horrorzahlen bekannt gegeben. Bis zu 28 Milliarden Pfund (gut 30 Milliarden Euro) Verlust werden für das vierte Quartal erwartet. Etwa 7 bis 8 Milliarden Pfund kommen aus dem alten Geschäft der RBS, 15 bis 20 Milliarden aus Abschreibungen auf die übernommene ABN Amro. Das ist der größte Verlust, den je eine britische Firma gemacht hat.
Im Rahmen eines zweiten Rettungspakets erhöht der britische Staat für weitere 5 Milliarden Pfund die Beteiligung an der RBS von 58 auf 70%.
Spiegel: Royal Bank of Scotland verbucht Rekordverlust
FTD: Royal Bank of Scotland verliert 20 Milliarden
Und zu den weiteren Details des britischen Rettungspakets 2.0 schreibe ich (vielleicht) heute Abend noch etwas mehr. Für Eilige:
FTD: London sichert Banken gegen Verluste ab
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Hasta la vista, SpAAAnien
in die Überschrift schrieben. Sonst hätte ich
Hasta la vista SpAA
geschrieben. OK, auch nicht viel besser, aber meine Überschriften sind sonst eh zu langweilig. Ab und zu muss ich damit mal etwas rumspielen ...
Aber zum Thema: Treue Leser werden es sich schon gedacht haben, es geht mal wieder um die Schweine, die PIGS, genaur um das S, Spanien. Dort hat Standard & Poors seine Warnung von Anfang letzter Woche wahr gemacht und Spanien das Toprating AAA entzogen. Da ich über die Gründe bereits letzte Woche alles Wichtige geschrieben habe, verweise ich nur auf diesen Artikel:
Jetzt warte ich gespannt auf "Bye Bye IrelAAAnd" (oder Slan slan) und : "Arrivederci, ItAAAlien" ... Beide Länder sind allerdings noch nicht mit einem negativen Ausblick versehen. Warum auch immer ...
Update (14:26)
Quelle vergessen:
Reuters: REFILE-Euro tumbles after Spain's long-term rating cut
Update (16:10)
Bloomberg: Spain’s Debt Downgraded by S&P as Slump Swells Budget (Update2)
Darin eine interessante Notiz: Die spanische Staatsverschuldung ist gemessen am BIP deutlich niedriger als die deutsche. Ende 2007 war sie nur etwa halb so hoch. Die Spanier machen aber Riesensätze "nach vorne". Allein in 2008 betrug das Haushaltsdefizit ungefähr 10%(!), also mehr als Dreifache was nach Maastricht erlaubt ist ...
Update (20:07)
Noch 'ne deutschsprachige Quelle:
FTD: Spaniens Kreditwürdigkeit herabgestuft
Update (22:51)
Noch ein Kontrapunkt: die Ratingagentur Fitch hat das Top-Rating für Spanien bestätigt. Hauptgrund ist die oben schon genannte gute Ausgangslage mit der aktuell noch niedrigen Verschuldung.
FT Alphaville: Fitch’s contrario call on Spain
in die Überschrift schrieben. Sonst hätte ich
Hasta la vista SpAA
geschrieben. OK, auch nicht viel besser, aber meine Überschriften sind sonst eh zu langweilig. Ab und zu muss ich damit mal etwas rumspielen ...
Aber zum Thema: Treue Leser werden es sich schon gedacht haben, es geht mal wieder um die Schweine, die PIGS, genaur um das S, Spanien. Dort hat Standard & Poors seine Warnung von Anfang letzter Woche wahr gemacht und Spanien das Toprating AAA entzogen. Da ich über die Gründe bereits letzte Woche alles Wichtige geschrieben habe, verweise ich nur auf diesen Artikel:
Jetzt warte ich gespannt auf "Bye Bye IrelAAAnd" (oder Slan slan) und : "Arrivederci, ItAAAlien" ... Beide Länder sind allerdings noch nicht mit einem negativen Ausblick versehen. Warum auch immer ...
Update (14:26)
Quelle vergessen:
Reuters: REFILE-Euro tumbles after Spain's long-term rating cut
Update (16:10)
Bloomberg: Spain’s Debt Downgraded by S&P as Slump Swells Budget (Update2)
Darin eine interessante Notiz: Die spanische Staatsverschuldung ist gemessen am BIP deutlich niedriger als die deutsche. Ende 2007 war sie nur etwa halb so hoch. Die Spanier machen aber Riesensätze "nach vorne". Allein in 2008 betrug das Haushaltsdefizit ungefähr 10%(!), also mehr als Dreifache was nach Maastricht erlaubt ist ...
Update (20:07)
Noch 'ne deutschsprachige Quelle:
FTD: Spaniens Kreditwürdigkeit herabgestuft
Update (22:51)
Noch ein Kontrapunkt: die Ratingagentur Fitch hat das Top-Rating für Spanien bestätigt. Hauptgrund ist die oben schon genannte gute Ausgangslage mit der aktuell noch niedrigen Verschuldung.
FT Alphaville: Fitch’s contrario call on Spain
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8 Jahre George W. Bush in 8 Minuten
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Die Wasserlandung auf dem Hudson im Video
Die ersten 1,5 Minuten kann man sich klemmen. Aber dann kommt die Landung. Man kann auch sehen wie schnell die Passagiere auf den Flügeln sind und wie schnell die Fähren da sind (nach 7 Minuten schon drei Fähren).
Update (20:55)
gefunden hier:
Kottke.org: Video footage of Hudson River plane crash
Update (20:58)
"am Hudson" durch "auf dem Hudson" ersetzt. Ist irgendwie genauer.
Die ersten 1,5 Minuten kann man sich klemmen. Aber dann kommt die Landung. Man kann auch sehen wie schnell die Passagiere auf den Flügeln sind und wie schnell die Fähren da sind (nach 7 Minuten schon drei Fähren).
Update (20:55)
gefunden hier:
Kottke.org: Video footage of Hudson River plane crash
Update (20:58)
"am Hudson" durch "auf dem Hudson" ersetzt. Ist irgendwie genauer.
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Zahl des Tages (18.1.09): 27
Name: Bank of Clark County,
Sitz: Vancouver, Washington,
Assets: 446 Millionen Dollar,
Käufer: Umpqua Bank
Schaden für die FDIC: noch unbekannt.
US-Bankenpleite Nr. 27:
Name: National Commerce Bank,
Sitz: Berkely Illinois,
Assets: 430 Millionen Dollar,
Käufer: Republic Bank of Chicago
Schaden für die FDIC: etwa 97 Millionen.
War überraschend ruhig an dieser Front. Die letzte Pleite war vor 5 Wochen (Zahl des Tages (13.12.2008): 25)
Und mal wieder: Die National Bank of Commerce ist auf Platz 4 der Todesliste Nr.2. Die Bank of Clark County finde ich allerdings nicht.
Marketwatch: FDIC, regulators shut down two banks
Name: Bank of Clark County,
Sitz: Vancouver, Washington,
Assets: 446 Millionen Dollar,
Käufer: Umpqua Bank
Schaden für die FDIC: noch unbekannt.
US-Bankenpleite Nr. 27:
Name: National Commerce Bank,
Sitz: Berkely Illinois,
Assets: 430 Millionen Dollar,
Käufer: Republic Bank of Chicago
Schaden für die FDIC: etwa 97 Millionen.
War überraschend ruhig an dieser Front. Die letzte Pleite war vor 5 Wochen (Zahl des Tages (13.12.2008): 25)
Und mal wieder: Die National Bank of Commerce ist auf Platz 4 der Todesliste Nr.2. Die Bank of Clark County finde ich allerdings nicht.
Marketwatch: FDIC, regulators shut down two banks
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
300 Mrd. Giftmüll in den Bankbilanzen allein in Deutschland?
Als wäre das nicht schon schlimm genug, nennt der Spiegel noch eine höhere Zahl:
"Das Finanzministerium selbst geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor Risikopapiere mit einer Summe von bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt."
Ob diese Billion jetzt entsteht, weil sich diese Summe auf den gesamten Finanzsektor (z.B. auch inkl. Sparkassen oder auch Versicherungen) bezieht oder weil da noch andere Papiere eingerechnet wurden, bleibt leider unklar. Natürlich auch, was das genau für Papiere sein sollen.
Aber trotzdem fällt mir bei der Summe nur noch eins ein:
Uiuiuii ...
Spiegel: Deutsche Banken sitzen auf Giftpapieren in Milliardenhöhe
Update (18:55)
Die FTD hat auch einen Bericht dazu. Interessant darin die Meinung von Finanzminister Steinbrück, der eine Bad Bank für politisch nicht vorstellbar hält. Ich möchte nur kurz anmerken, dass "nicht vorstellbar" in diesen Zeiten exakt nichts bedeutet (und damit noch einen Ticken weniger als Politikeraussagen eh schon in Normalzeiten ...)
FTD: Banken sitzen auf 300-Milliarden-Müll
Als wäre das nicht schon schlimm genug, nennt der Spiegel noch eine höhere Zahl:
"Das Finanzministerium selbst geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor Risikopapiere mit einer Summe von bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt."
Ob diese Billion jetzt entsteht, weil sich diese Summe auf den gesamten Finanzsektor (z.B. auch inkl. Sparkassen oder auch Versicherungen) bezieht oder weil da noch andere Papiere eingerechnet wurden, bleibt leider unklar. Natürlich auch, was das genau für Papiere sein sollen.
Aber trotzdem fällt mir bei der Summe nur noch eins ein:
Uiuiuii ...
Spiegel: Deutsche Banken sitzen auf Giftpapieren in Milliardenhöhe
Update (18:55)
Die FTD hat auch einen Bericht dazu. Interessant darin die Meinung von Finanzminister Steinbrück, der eine Bad Bank für politisch nicht vorstellbar hält. Ich möchte nur kurz anmerken, dass "nicht vorstellbar" in diesen Zeiten exakt nichts bedeutet (und damit noch einen Ticken weniger als Politikeraussagen eh schon in Normalzeiten ...)
FTD: Banken sitzen auf 300-Milliarden-Müll
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Zahl des Tages (17.01.09): 100.000.000.000.000
Eine neue
100.000.000.000.000 (100 Billionen)
Simbabwe-Dollar Note auflegen musste jetzt die Notenbank von Simbabwe, damit es noch eine Banknote gibt, mit der man auch ein ganzes Brot kaufen kann ;-) Zumindest dann, wenn der Druck beendet ist ...
Spiegel: Simbabwe druckt 100-Billionen-Schein
Update (17.01.09)
Boah, ist das schlecht. Nach dem Check von zwei weiteren Quellen habe ich mich direkt um 6 Nullen vertan. Zimbabwe schiebt also nicht eine 100 Milliarden Note der 50 Milliarden Note von letzter Woche nach, sondern geht direkt an die Nullen dahinter. Es geht also wirklich wie im Spiegel beschrieben um Billionen. Ist jetzt alles korrigiert.
Um diesen peinlichen Fehler noch einen kleines Highlight hinterherzuschieben:
Ein Link auf die Website der Reserve Bank of Zimbabwe. Darin auch dauernd aktualisiert der Wechselkurs zum Dollar (Interbank Exchange Rate: ZWD 13.856.763,00 per US$1), der Übernacht-Zins (10.000%) und in diesem Zusammenhang schier unglaubliches wie ein Zins für die 90-Tages-Anleihen von 66%. Welchen Sinn macht denn dieser Zins, denn diese Entwertung dürfte das Geld an einem Tag hinlegen ... Die Inflationsrate auf Monats(!)Basis beträgt 2.600%, auf Jahresbasis 231.150.888%. Wobei die Daten vom Juli 2008 sind ...
Eine neue
100.000.000.000.000 (100 Billionen)
Simbabwe-Dollar Note auflegen musste jetzt die Notenbank von Simbabwe, damit es noch eine Banknote gibt, mit der man auch ein ganzes Brot kaufen kann ;-) Zumindest dann, wenn der Druck beendet ist ...
Spiegel: Simbabwe druckt 100-Billionen-Schein
Update (17.01.09)
Boah, ist das schlecht. Nach dem Check von zwei weiteren Quellen habe ich mich direkt um 6 Nullen vertan. Zimbabwe schiebt also nicht eine 100 Milliarden Note der 50 Milliarden Note von letzter Woche nach, sondern geht direkt an die Nullen dahinter. Es geht also wirklich wie im Spiegel beschrieben um Billionen. Ist jetzt alles korrigiert.
Um diesen peinlichen Fehler noch einen kleines Highlight hinterherzuschieben:
Ein Link auf die Website der Reserve Bank of Zimbabwe. Darin auch dauernd aktualisiert der Wechselkurs zum Dollar (Interbank Exchange Rate: ZWD 13.856.763,00 per US$1), der Übernacht-Zins (10.000%) und in diesem Zusammenhang schier unglaubliches wie ein Zins für die 90-Tages-Anleihen von 66%. Welchen Sinn macht denn dieser Zins, denn diese Entwertung dürfte das Geld an einem Tag hinlegen ... Die Inflationsrate auf Monats(!)Basis beträgt 2.600%, auf Jahresbasis 231.150.888%. Wobei die Daten vom Juli 2008 sind ...
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Zahl des Tages (16.01.09): 5.000
Dienstag wird ja bekanntlich der Messias äh Obama zum neuen US-Präsidenten gemacht. Dazu werden 2 Millionen Besucher erwartet, für die
5000 (fünftausend)
Dixi-Klos bereitgestellt werden.
Weil das nach der normalen Faustregel nicht für 2 Millionen Besucher ausreicht, empfehle ich einen Anruf in Bochum. Die haben seit gestern welche übrig ...
FTD: Obama verursacht Dixi-Klo-Rekord
Dienstag wird ja bekanntlich der Messias äh Obama zum neuen US-Präsidenten gemacht. Dazu werden 2 Millionen Besucher erwartet, für die
5000 (fünftausend)
Dixi-Klos bereitgestellt werden.
Weil das nach der normalen Faustregel nicht für 2 Millionen Besucher ausreicht, empfehle ich einen Anruf in Bochum. Die haben seit gestern welche übrig ...
FTD: Obama verursacht Dixi-Klo-Rekord
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Lange keine Musik mehr gebracht ...
Netzeitung: 15 Monate Haft für Boy George
Netzeitung: 15 Monate Haft für Boy George
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Citigroup mit 8,3 Mrd. $ Verlust
Dass die Citigroup schon erfahren in diesem Reigen von schlechten Zahlen ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr. Da ist der Verlust nämlich tatsächlich gesunken.
Von 9,83 Milliarden (oder 1,99 pro Aktie) sank der Verlust auf 8,3 Mrd. (oder 1,72 Dollar je Aktie).
Gleichzeitig gab die Citigroup eine Reorganisation bekannt und will sich in zwei Teile spalten. In der Citicorp soll das globale Bankgeschäft aufgehängt werden, der Rest soll in die Citi-Holding. Was das nützen soll ...
Marketwatch: Citigroup posts $8.3 billion loss, will split up company
Dass die Citigroup schon erfahren in diesem Reigen von schlechten Zahlen ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr. Da ist der Verlust nämlich tatsächlich gesunken.
Von 9,83 Milliarden (oder 1,99 pro Aktie) sank der Verlust auf 8,3 Mrd. (oder 1,72 Dollar je Aktie).
Gleichzeitig gab die Citigroup eine Reorganisation bekannt und will sich in zwei Teile spalten. In der Citicorp soll das globale Bankgeschäft aufgehängt werden, der Rest soll in die Citi-Holding. Was das nützen soll ...
Marketwatch: Citigroup posts $8.3 billion loss, will split up company
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Ango Irish Bank wird verstaatlicht
Damit ist eine der drei großen irischen Banken trotz Staatgarantie (Irland gibt Staatsgarantie für ALLE Einlagen bei irischen Banken) und zwischenzeitlicher Kapitalzufuhr gescheitert. Das ist dann schon überraschend ...
Der Aktienkurs von 21 Cent deutete schon an, dass bei Anglo Irish Bank nicht alles so ganz in Ordnung ist ...
Marketwatch: Anglo Irish Bank to be nationalized
Update (10:10)
Die FAZ hat's auch: FAZ: Irland verstaatlicht erste Bank
Update (11:42)
Eine kleine Korrektur: Die Anglo Irish Bank wird jetzt verstaatlicht, aber nicht nachdem die Kapitalerhöhung durchgeführt wurde, sondern als Ersatz der Kapitalerhöhung. Die Kapitalerhöhung um 1,5 Mrd. gegen 75% ist also durch die Komplettverstaatlichung ersetzt worden.
Damit ist eine der drei großen irischen Banken trotz Staatgarantie (Irland gibt Staatsgarantie für ALLE Einlagen bei irischen Banken) und zwischenzeitlicher Kapitalzufuhr gescheitert. Das ist dann schon überraschend ...
Der Aktienkurs von 21 Cent deutete schon an, dass bei Anglo Irish Bank nicht alles so ganz in Ordnung ist ...
Marketwatch: Anglo Irish Bank to be nationalized
Update (10:10)
Die FAZ hat's auch: FAZ: Irland verstaatlicht erste Bank
Update (11:42)
Eine kleine Korrektur: Die Anglo Irish Bank wird jetzt verstaatlicht, aber nicht nachdem die Kapitalerhöhung durchgeführt wurde, sondern als Ersatz der Kapitalerhöhung. Die Kapitalerhöhung um 1,5 Mrd. gegen 75% ist also durch die Komplettverstaatlichung ersetzt worden.
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BoA bekommt nochmal 20 Mrd.
Das Muster der Übernahme ist bekannt. (Angeblich) gesunde Bank kauft ziemlich kranke Bank. Dann gibt es Megaverluste und am Ende muss der Staat den Deal finanzieren. Dieses Muster gab es auch in Japan in der 15-jährigen Deflation.
Dass die Verluste immer bei der übernommenen Firma entstehen, wirkt nicht nur durch die Häufung wie eine billige Ausrede. Auch wenn man schaut, wie in diesem konkreten Fall die Verluste entstanden sind, erscheinen die Aussagen nicht wirklich plausibel. Die Verluste sind nämlich angeblich erst nach dem 5. Dezember entstanden. Am 5. Dezember haben die Aktionäre der Übernahme zugestimmt. Seit diesem Zeitpunkt hätten sich die Märkte deutlich verschlechtert.
Aber welche Märkte? Die Aktienmärkte nicht. Die Risikoaufschläge sind gesunken. Der Ted-Spread und der LIBOR-OIS Spread sind gesunken, etc. Wenn man in den 6 Wochen etwas feststellen konnte, ist es eigentlich das Gegenteil: Die Märkte haben sich beruhigt und stabilisiert. Wieso jetzt gerade Merrill Lynch damit Probleme hatte, keine Ahnung.
Die Kursverluste bei der Bank of Amerika sind inzwischen so groß, dass die neue BankOfAmerikaMerrillLynch an der Börse weniger wert ist als es Merrill Lynch vor dem Deal war.
Es ist zwar bekannt, dass die meisten Fusionen schief gehen. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit in diesem Fall sind trotzdem außergewöhnlich ...
WSJ: BofA's Latest Hit
Update (11:20)
Noch ein deutschsprachiger Link zum Thema
FTD: Bank of America verschluckt sich an Merrill
Update (13:02)
Merrill Lynch hat über 15 Mrd. Verlust im 4. Quartal "erwirtschaftet". Auch die Bank of Amerika hat (ohne Merrill Lynch) schon 1,8 Mrd. Dollar Verlust eingefahren.
Marketwatch: Quarterly losses: $1.8 bln for B. of A., $15 bln for Merrill
Die Garantien gelten für 118 Mrd. Assets. Die Bedingungen konnte ich noch nicht finden.
Update (13:07)
Jetzt habe ich die Bedingungen:
Die ersten 10 Mrd. Verluste gehen auf das Konto der BoA. Die nächsten 10 Milliarden auf das Konto der Fed. Alles über 20 Mrd. geht zu 90% an den Staat und zu 10% an BoA.
Marketwatch: Government giving $20 billion to Bank of America
Das Muster der Übernahme ist bekannt. (Angeblich) gesunde Bank kauft ziemlich kranke Bank. Dann gibt es Megaverluste und am Ende muss der Staat den Deal finanzieren. Dieses Muster gab es auch in Japan in der 15-jährigen Deflation.
Dass die Verluste immer bei der übernommenen Firma entstehen, wirkt nicht nur durch die Häufung wie eine billige Ausrede. Auch wenn man schaut, wie in diesem konkreten Fall die Verluste entstanden sind, erscheinen die Aussagen nicht wirklich plausibel. Die Verluste sind nämlich angeblich erst nach dem 5. Dezember entstanden. Am 5. Dezember haben die Aktionäre der Übernahme zugestimmt. Seit diesem Zeitpunkt hätten sich die Märkte deutlich verschlechtert.
Aber welche Märkte? Die Aktienmärkte nicht. Die Risikoaufschläge sind gesunken. Der Ted-Spread und der LIBOR-OIS Spread sind gesunken, etc. Wenn man in den 6 Wochen etwas feststellen konnte, ist es eigentlich das Gegenteil: Die Märkte haben sich beruhigt und stabilisiert. Wieso jetzt gerade Merrill Lynch damit Probleme hatte, keine Ahnung.
Die Kursverluste bei der Bank of Amerika sind inzwischen so groß, dass die neue BankOfAmerikaMerrillLynch an der Börse weniger wert ist als es Merrill Lynch vor dem Deal war.
Es ist zwar bekannt, dass die meisten Fusionen schief gehen. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit in diesem Fall sind trotzdem außergewöhnlich ...
WSJ: BofA's Latest Hit
Update (11:20)
Noch ein deutschsprachiger Link zum Thema
FTD: Bank of America verschluckt sich an Merrill
Update (13:02)
Merrill Lynch hat über 15 Mrd. Verlust im 4. Quartal "erwirtschaftet". Auch die Bank of Amerika hat (ohne Merrill Lynch) schon 1,8 Mrd. Dollar Verlust eingefahren.
Marketwatch: Quarterly losses: $1.8 bln for B. of A., $15 bln for Merrill
Die Garantien gelten für 118 Mrd. Assets. Die Bedingungen konnte ich noch nicht finden.
Update (13:07)
Jetzt habe ich die Bedingungen:
Die ersten 10 Mrd. Verluste gehen auf das Konto der BoA. Die nächsten 10 Milliarden auf das Konto der Fed. Alles über 20 Mrd. geht zu 90% an den Staat und zu 10% an BoA.
Marketwatch: Government giving $20 billion to Bank of America
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Hat Megabetrüger Madoff NIE einen einzigen Trade gemacht?
Unglaublich! Wirklich unglaublich!
OK, das ist noch nicht Fakt. Fakt ist aber, dass bis zum heutigen Tag keine Aufzeichnungen über irgendwelche Trades gefunden wurden. Über seine eigene Brokerfirma hat Madoff auf jeden Fall nicht getradet. Und bei allen anderen, wo man nachgeschaut hat, auch nicht. Es mag Trades geben, gefunden hat die aber bisher noch niemand ...
Boston.com: Madoff might not have made any trades
Unglaublich! Wirklich unglaublich!
OK, das ist noch nicht Fakt. Fakt ist aber, dass bis zum heutigen Tag keine Aufzeichnungen über irgendwelche Trades gefunden wurden. Über seine eigene Brokerfirma hat Madoff auf jeden Fall nicht getradet. Und bei allen anderen, wo man nachgeschaut hat, auch nicht. Es mag Trades geben, gefunden hat die aber bisher noch niemand ...
Boston.com: Madoff might not have made any trades
Labels: Börse, hedgefonds, US-Immo, usa, wirtschaft 3 Kommentare
Mac Mini mit Atom Prozessor?
Das gerüchteweise kommende kleine Board mit einfacher CPU und nVidia Grafik/Chipsatz passt viel besser zu Apple TV. An der Kiste verdient Apple bei 229 Dollar in den USA nämlich kein Geld. Und das ist etwas, was Apple nicht mag.
Nein, IMHO wird Apple den Mini bei 2-Kernen lassen und den iMac auf 4-Kern upgraden. Dann hat man genügend Unterscheidung zwischen den Produktlinien. Aber den Mini unter das heutige Niveau zu ziehen, macht wenig Sinn.
Techcrunch: New Mac Minis to use NVIDIA’s Ion platform
Update (16.1.09)
Toms Hardware, wo die Story ursprünglich auftauchte, hat den Artikel aktualisiert. Sie haben eingesehen, dass das Apple TV wohl die passendere Spekulation in diesem Zusammenhang ist. Obwohl der nVidia-Partner betont, dass es sich am den Atom für den Mini handeln soll ...
Tom's Hardware: UPDATE: Apple Mac Mini Based on Nvidia Ion
Das gerüchteweise kommende kleine Board mit einfacher CPU und nVidia Grafik/Chipsatz passt viel besser zu Apple TV. An der Kiste verdient Apple bei 229 Dollar in den USA nämlich kein Geld. Und das ist etwas, was Apple nicht mag.
Nein, IMHO wird Apple den Mini bei 2-Kernen lassen und den iMac auf 4-Kern upgraden. Dann hat man genügend Unterscheidung zwischen den Produktlinien. Aber den Mini unter das heutige Niveau zu ziehen, macht wenig Sinn.
Techcrunch: New Mac Minis to use NVIDIA’s Ion platform
Update (16.1.09)
Toms Hardware, wo die Story ursprünglich auftauchte, hat den Artikel aktualisiert. Sie haben eingesehen, dass das Apple TV wohl die passendere Spekulation in diesem Zusammenhang ist. Obwohl der nVidia-Partner betont, dass es sich am den Atom für den Mini handeln soll ...
Tom's Hardware: UPDATE: Apple Mac Mini Based on Nvidia Ion
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Mal wieder Volker Pispers ... Ein bisschen Spaß muss sein
WDR2 Kabarett: Volker Pispers
WDR2 Kabarett: Volker Pispers
Labels: deutschland, fun, politik, US-Immo, wirtschaft 2 Kommentare
Die Bäume wachsen nicht mehr in den Himmel ...
Ich habe das erst falsch verstanden und dachte, der Bau des Burj Dubai würde unterbrochen. Es handelt sich aber um den noch nicht begonnenen Nakheel Tower. Das ist der Turm, der über 1000 Meter hoch werden sollte.
Tja, wenn der Ölpreis nicht mehr
Spiegel: Pläne für Megatower zurückgestellt
Update:
Es sollte natürlich dreistellig heißen, nicht zweistellig. War zu spät, um nach dem ändern aus "nur noch zweistellig" richtigerweise "nicht mehr dreistellig" zu machen ...
Ich habe das erst falsch verstanden und dachte, der Bau des Burj Dubai würde unterbrochen. Es handelt sich aber um den noch nicht begonnenen Nakheel Tower. Das ist der Turm, der über 1000 Meter hoch werden sollte.
Tja, wenn der Ölpreis nicht mehr
Spiegel: Pläne für Megatower zurückgestellt
Update:
Es sollte natürlich dreistellig heißen, nicht zweistellig. War zu spät, um nach dem ändern aus "nur noch zweistellig" richtigerweise "nicht mehr dreistellig" zu machen ...
Labels: dubai, Immobilienblase, US-Immo, wirtschaft 4 Kommentare
Fannie und Freddie werden abgewickelt!
Und in Deutschland macht man sich in die Hose, wenn der Staat 25% an einer Bank übernimmt. Wenn der Laden nichts taugt: Übernehmen und Abwickeln. Ende Aus. Das machen die Amis schon richtig. (Wobei offen bleibt, ob die wirklich so viel Mut haben).
FTD: Obama-Berater will Aus von Fannie und Freddie
FT Alphaville ist ziemlich skeptisch und hält die ganzen Vorschläge für schon kalten Kaffe (Tausendfach gehört) und so unscharf, dass man da alles oder nichts reininterpretieren kann.
FT Alphaville: The financial system is broken - but we won’t tell you how to fix it
Die Vorschläge im Original:
Framework for financial stability(PDF)
Und in Deutschland macht man sich in die Hose, wenn der Staat 25% an einer Bank übernimmt. Wenn der Laden nichts taugt: Übernehmen und Abwickeln. Ende Aus. Das machen die Amis schon richtig. (Wobei offen bleibt, ob die wirklich so viel Mut haben).
FTD: Obama-Berater will Aus von Fannie und Freddie
FT Alphaville ist ziemlich skeptisch und hält die ganzen Vorschläge für schon kalten Kaffe (Tausendfach gehört) und so unscharf, dass man da alles oder nichts reininterpretieren kann.
FT Alphaville: The financial system is broken - but we won’t tell you how to fix it
Die Vorschläge im Original:
Framework for financial stability(PDF)
Labels: Rezession, US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Zahl des Tages (15.1.09): 250.000
250.000
Arbeitsplätze könnte das Konjunkturprogramm schaffen. Zumindest ist das die Schätzung des IAB (Institut für Arbeit und Beschäftigung).
Gut dann wollen wir mal rechnen ...
50.000.000.000 (50 Mrd.) kostet das Konjunkturprogramm 2. Teil. Macht 25 Milliarden pro Jahr. Geteilt durch 250.000 Arbeitsplätze macht das 100.000 Euro pro Arbeitsplatz pro Jahr.
Im Vergleich zur Bayern-West-SachsenLB oder IKB, die für ein paar Tausend Arbeitsplätze ein paar Milliarden verschlingen, mag das preiswert erscheinen. Im Vergleich zu den Steinkohle Subventionen wirkt der Bergbau ja geradezu wie eine zukunftssichere Investition.
FTD: Konjunkturpaket könnte 250.000 Jobs retten
Ähm, hatte ich schon gesagt, dass ich Konjunkturprogramme skeptisch sehe?!?
250.000
Arbeitsplätze könnte das Konjunkturprogramm schaffen. Zumindest ist das die Schätzung des IAB (Institut für Arbeit und Beschäftigung).
Gut dann wollen wir mal rechnen ...
50.000.000.000 (50 Mrd.) kostet das Konjunkturprogramm 2. Teil. Macht 25 Milliarden pro Jahr. Geteilt durch 250.000 Arbeitsplätze macht das 100.000 Euro pro Arbeitsplatz pro Jahr.
Im Vergleich zur Bayern-West-SachsenLB oder IKB, die für ein paar Tausend Arbeitsplätze ein paar Milliarden verschlingen, mag das preiswert erscheinen. Im Vergleich zu den Steinkohle Subventionen wirkt der Bergbau ja geradezu wie eine zukunftssichere Investition.
FTD: Konjunkturpaket könnte 250.000 Jobs retten
Ähm, hatte ich schon gesagt, dass ich Konjunkturprogramme skeptisch sehe?!?

