Zahl des Tages (31.03.09): 12.800.000.000.000

Schluss mit den Prozentzahlen, zurück zu den RICHTIG großen Zahlen. Und heute mal nicht eine einzelne Zahl, sondern alles mal zusammengerechnet. OK, nicht wirklich alles, sondern alle staatlichen Ausgaben, die
i) die Fed und
ii) der Staat
entweder
a) ausgegeben,
b) verliehen oder
c) garantiert haben.

Und dann landet man bei

12.800.000.000.000
(12,8 Billionen) Dollar.

Das entspricht etwa 90% der jährlichen Wirtschaftleistung der USA eines Jahres (dem BIP). Anders gerechnet über 40.000 Dollar auf jeden Einwohner der USA inkl. aller Babies und Renter. Und wir sind bestimmt noch nicht am Ende ...

Da will man doch mal besser hoffen, dass die Verleihungen auch zurückgezahlt werden und die Garantien nicht gezogen werden müssen.

FT Alphaville: Trillion fatigue

US-Immobilienpreise 01/09: -2,8% Vm (-19% Vj)

Nachdem ein paar Indikatoren vorsichtig auf eine Stabilisierung der US-Immobilienpreise hindeuteten und u.a. die Experten von Trinkaus & Burkhardt eine leicht abnehmende Fallgeschwindigkeit für den heute veröffentlichten Case-Shiller-Immobilienpreisindex erwarteten, muss die veröffentlichte Zahl als dicke Enttäuschung gewertet werden. Denn ganz entgegen der Erwartungen ist das Minus im Januar 2009 sogar das größte bisher in der Abwärtsbewegung geworden.

Im Vergleich zum Dezember 2008 ging um 2,8% nach unten, im Jahresvergleich wuchs das Minus auf 19%. Vom Hoch aus gerechnet ist das Minus nun 29% groß. Es sinken alle 20 erfassten Regionen und auch alle mit mehr als einem Prozent im Monatsvergleich. Positive Aspekte sind nicht sichtbar.

Damit wird die Prognose von Meridith Whitney, dass die Immobilienpreise 40 bis 45% sinken werden, immer realistischer und langsam Mainstream. Letzten Herbst war das noch eine absolute Einzelmeinung und galt damals als Horrorprognose ... (Meridith Whitney (Oppenheimer): US-Immobilienpreise fallen 45%). Inzwischen erwarten Roubini und Shiller sogar eine noch negativere Entwicklung und können sich eine Preishalbierung oder mehr vorstellen.

Marketwatch: Home values sink at record pace in January

Update (16:27)

Noch ein Link mit Grafik inside

Credit Writedowns: Case-Shiller offers up another depressing spectacle in U.S. housing

Update (16:40)

Oder eine lame Zusammenfassung im Handelsblatt:

Handelsblatt: US-Immobilienpreise sinken weiter

OECD-Prognose: Deutschland BIP -5,3% in 2009

Deutschland -5,3%, Industrieländer: -4,3%, Welt: -2,7%, Welthandel -13%. Alles von der OECD, alles für 2009.

2010 stabilisiert sich die Entwicklung. Deutschland wird mit einem minimalen Plus gesehen, was aber im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern (-0,2%) etwas besser ist. Die Arbeitslosigkeit hingegen wird auch 2010 noch weiter steigen und erschreckende 11,8%, also über 5 Millionen Arbeitslose, erreichen.

Nur eine Prognose, allerdings, wie zu befürchten war, eine ziemlich miese ...

Welt: Deutsche Wirtschaftsleistung sinkt um 5,3 Prozent

Update (12:46)

Von der Weltbank gibt es auch neue Prognosen, die nicht ganz so düster sind. Danach schrumpft der Welthandel "nur" um 6%, das Welt-BIP um 1,7%. Auch die Prognosen für 2010 sind deutlich positiver. Für Europa werden 0,9% Plus erwartet, für die USA schon wieder 2%.

Allein die Unterschiede zwischen der OECD- und der Weltbank-Prognose zeigen, wie schwierig dieses Geschäft ist. Und dass man die Prognosen nicht überbewerten sollte ...

Handelsblatt: Wirtschaftsleistung bricht weltweit ein

Update (16:20)

Wer den Spiegel bevorzugt:
Spiegel: OECD warnt vor drastischem Wirtschaftseinbruch in Deutschland

Darüber lacht der Bundestrainer ...

Will den Witz nicht einfach klauen:

Titanic: Darüber lacht der Bundestrainer

Marktkapitalisierungen der Banken im Überblick

Das Nette an der Grafik: Sie ist interaktiv und man kann die Entwicklung von 1999 bis heute ansehen. Dass die drei nach Marktkapitalisierung größten Banken alle aus China kommen, wird den ein oder anderen sicherlich überraschen ...

Man kann in der Grafik auch eine Bank auswählen und dann sieht man die direkt gehighlighted im nächsten Jahr. Wählt mal die UBS oder die Citigroup oder Lloyds aus und zieht dann den Zeitslider nach rechts ...

FT: The decade for global banks

gefunden über: The Big Picture: Financial Institutions, Market Cap, 1999-2009

Update (10:24)

Beachtlich auch die totale Dominanz der US-Banken in 2003/2004.

G20-Gipfel: Neue Weltwährung mit Golddeckung?

Bin totmüde, aber den Linktipp bringe ich noch:

China und Russland präferieren angeblich eine neue, zumindest teilweise goldgedeckte Währung.

Viel Chancen gebe ich dieser Idee nicht. Vor allem, wenn sie von zwei Ländern kommt, denen die Vormachtstellung des Dollars schon lange auf den Keks geht. Wobei die Chinesen auch dazu beigetragen haben, denn ohne die 1,7 Billionen Dollar, die die Chinesen den Amis an Staatsanleihen abgekauft haben, hätte die US-Kreditblase nie so groß werden können.

Telegraph: Russia backs return to Gold Standard to solve financial crisis

Zahl des Tages (30.03.09): 8,7%

So, da haben wir endlich den ersten Schritt zur Verstaatlichung der Hyporealestate.

Mit 60 Millionen Euro hat sich der deutsche Rettungsfonds SoFFin an der HRE beteiligt. Dafür gab es 20 Millionen (neue) Aktien, sprich

8,7%.

Interessant dabei: Der Preis je Aktie betrug 3 Euro. Das ist deutlich höher als der aktuelle Kurs der HRE-Aktie, der bei knapp 1,50 liegt (und heute morgen bei etwa 1,10; die Börse spekulierte natürlich direkt auf 3 Euro für jeden). Die Tagesschau schreibt, dass das gesetzliche vorgeschriebene Mindestpreis sei. Weiss jemand, woher der kommt?
(Ich dachte ein Mindestpreis wäre mit der Abschaffung der echten Nennwerte der Aktien abgeschafft worden. Früher musste für eine Aktie immer den Nennwert von normalerweise 50 Mark bezahlt werden. Sank der Kurs darunter, musste man vor der Kapitalerhöhung einen Kapitalschnitt machen, damit der Kurs wieder über 50 kam. Aber ist der Nennwert nicht abgeschafft? Oder kann der nur abgeschafft werden, ist es aber nicht immer?).

Noch interessanter: Der Staat hat bereits knapp 20 Mrd. Euro in die Bank gesteckt (neben den Garantien, die nochmals weit über 100 Mrd. betragen). Wenn man den heutigen Kurs als Maßstab nimmt, hätte der Staat dafür 6,7 Mrd. Aktien kaufen können. Bei 230 Millionen Aktien, die die HRE jetzt hat, wäre damit der Anteil der Altaktionäre auf nur noch ca. 3% gesunken.

Tagesschau: Bund startet Übernahme der HRE

Warum in diesem Zusammenhang immer von Enteignung gesprochen wird, ist mir ziemlich schleierhaft. Die Anteile und der Wert für die Altaktionäre sind doch eh weg. Da sollen die bloß mal aufhören, sich was in die Tasche zu lügen.

Ich hätte die HRE vom ersten Tag an nur gegen Aktien gestützt. Dann wäre die Diskussion hinfällig. Politisch hätte ich dafür gesorgt, dass die Pfandbriefe an eine andere Bank übergehen und dann hätte die HRE im Zweifelsfall auch vor die Wand fahren können. Aber unsere Politiker haben ohne Gegenleistung (sprich Stimmrechte) Milliarden in die Bank gesteckt und dann scheinbar nur noch feste die Daumen gedrückt. Irgendwie wird's schon gut gehen. Bis die nächste Geldspritze kam.

Übrigens bleibt das nicht die letzte Kapitalzufuhr. Die HRE hat schon weiteren Kapitalbedarf angemeldet.

Tagesschau: 100 Milliarden sind nicht genug

BBBiroschka tanzt nicht mehr ...

Das mit den Überschriften wird jetzt albern. Aber ich bin gerade in der Stimmung dazu und wenn man nicht für die FAZ arbeitet, kann man sich sowas erlauben ...

Neben Irland ist heute auch Ungarn herabgestuft worden. Von BBB ging es auf BBB-, der letzten Stufe, die noch als Investmentqualität gilt. Der ungarische Forint verlor über 2 Prozent, die ungarische Börse noch etwas mehr (was im Vergleich zum DAX allerdings gut war).

Standard & Poors erwartet ein BIP-Minus von 6%. Das Budgetdefizit dürfte damit deutlich über die geplanten minus 3% hinausgehen.

Generell frage ich mich, ob ein Land, das schon Hilfen des internationalen Währungsfonds oder der EU in Anspruch nehmen musste, überhaupt noch Investmentqualität haben darf. Ich schätze eher nicht ...

Marketwatch: Forint tumbles as S&P cuts Hungary's credit rating

IrelAAnd

Ich gebe zu, diese Überschrift wird immer weniger originell (wenn sie es überhaupt mal war). Aber da meine Stammleser schon wissen, was diese großen "A"s in der Überschrift bedeuten, bleibe ich dabei. Auch wenn das in der Google Suche niemand mehr findet ...

Die CDS auf Irland waren schon mehrfach ein Thema. Die Ratingherabstufungen anderer Länder (Portugal, Griechenland, Spanien etc.) ebenfalls. Heute hat es dann ein Land erwischt, dass laut den Preisen für die CDS eigentlich als eines der ersten an der Reihe gewesen wäre ...

Mit Irland wurde heute ein weiteres Mitglied der Eurozone von Standard & Poors um eine Stufe von AAA auf AA+ herabgestuft.

Das ist zwar immer noch ein sehr gutes Rating, der Ausblick bleibt aber negativ. Die Steuereinnahmen in Irland brechen ein, die Bilanzsummen der irischen Banken im Vergleich zur Wirtschaftsleistung des Landes sind sehr hoch und viele der vergebenenen Kredite gingen wie in den USA oder Großbritannien in den völlig überhitzten Immobilienmarkt. Und dort sinken jetzt die Preise ...

Und was darin überhaupt noch nicht enthalten ist: Die Gefahr der Pleite einer der drei großen irischen Banken, für die der Staat schon im vollen Umfang haftet.

Da wird man besser schnell zum Alkoholiker. SlAAinte ;-)

FT Alphaville: S&P strips Ireland of its triple-A rating

Zahl des Tages (28.03.09): 43

So, Samstag. Zahl des Tages werden wie so häufig die Bankenpleiten. Auch dieses Wochenende gab es wieder eine weitere in den USA. 21 sind es bis jetzt dieses Jahr, und wenn ich richtig gezählt habe

43

insgesamt seit Ausbruch der Krise.

US-Bankenpleite Nr. 43:

Name: Omni National Bank,
Sitz: Atlanta, Georgia,
Assets: 956 Millionen Dollar,
Käufer: SunTrust, aber nur teilweise
Schaden für die FDIC: 290 Millionen Dollar.

Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 29).

Marketwatch: FDIC seizes Atlanta's Omni National Bank

FDIC: SunTrust Bank, Atlanta, Georgia, Receives the Insured Deposits of Omni National Bank, Atlanta, Georgia

Gute Gelegenheit, die 3 Pleiten des letzten Wochenendes nachzutragen. Here we go:

US-Bankenpleite Nr. 40:

Name: FirstCity Bank,
Sitz: Stockbridge, Georgia,
Assets: 297 Millionen Dollar,
Käufer: niemand, die FDIC zahlt die Guthaben aus,
Schaden für die FDIC: ca. 100 Millionen Dollar.

Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 14).

FDIC: FDIC Approves the Payout of Insured Deposits of FirstCity Bank, Stockbridge, Georgia

US-Bankenpleite Nr. 41:

Name: Colorado NationalBank,
Sitz: Colorado Springs, Colorado,
Assets: 123 Millionen Dollar,
Käufer: Herring Bank,
Schaden für die FDIC: 9 Millionen Dollar.

Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: ausnahmsweise kein Treffer.
FDIC: Herring Bank, Amarillo, Texas, Assumes All of the Deposits of Colorado National Bank, Colorado Springs, Colorado

US-Bankenpleite Nr. 42:

Name: Teambank,
Sitz: Paola, Kansas,
Assets: 670 Millionen Dollar,
Käufer: Great Southern Bank,
Schaden für die FDIC: ca. 98 Millionen Dollar.

Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: auch kein Treffer.

FDIC: Great Southern Bank, Springfield, Missouri, Assumes All of the Deposits of Teambank, National Association, Paola, Kansas

Zahl des Tages (27.03.09): 58.000.000

Ich weiss, irgendwie ist die Zahl langweilig und ich bemühe auch mich, nicht permanent Zahlen zu bringen von Leuten, die sich fette Millionen-Boni auf die Tasche tun, obwohl die Firma Milliarden-Verluste erwirtschaftet hat. Aber ich komme da echt nicht drüber weg. Sorry.

58.000.000 (58 Millionen) Euro

Gehalt, Abfindungen und Boni haben sich die Vorstände und Ex-Vortsände der Dresdner Bank genehmigt.

Das ist an und für sich schon ein heftiges Sümmchen, aber in einem Jahr mit einem Minus von 6,3 Milliarden Euro einfach nicht nachvollziehbar. Für niemanden.

Auch wenn knapp die Hälfte der Summe (24 Mio.) für Abfindungen gezahlt wurde, schränkt das sie Unverschämtheit nicht wirklich ein. Denn auch diese Leute, die inzwischen nicht mehr dabei sind, sind für die 6,3 Mrd. Minus mitverantwortlich.

Tagesschau: Millionengehälter trotz Milliardenverlust

Versprochen: Morgen kommt was anderes. Es ist schon eine Bank in den USA Pleite, die 21 habe ich schonmal in der Hinterhand ;-)

Musik zum Wochenende: Pet Shop Boys

Mochte die Band schon immer, aber so richtig große Favorites von mir waren das eigentlich nie. Gut, dass es bei Saturn eine Menge altes Zeuch für 5 Euro zum Download gab. Da habe ich mir mal ein paar alte Sachen von den Jungs gegönnt. Es bestätigte sich aber eher mein alter Eindruck: Eine tolle Single-Band. Das soll jetzt nicht zu negativ klingen, denn die meisten Bands schaffen ja nicht einmal zwei gute Singles pro Album. Um nicht zu sagen, zwei gute Lieder in ihrer ganzen Karriere. Außerdem bestätigten die anderen Alben von anderen Interpreten diesen Eindruck. Bin ich froh, dass man bei iTunes einzelne Lieder kaufen kann.

Das neue Album von den Pet Shop Boys wird ziemlich überall ziemlich gelobt. Altermäßig scheinen die aber aus der Rotation zu sein. Ich habe die neue Single noch nie im Radio gehört. Strange, denn eigentlich ein guter und eingängiger Song:

Was haben KfW, HRE und IKB gemeinsam?

Viel Verlust ist zwar richtig, zählt aber nicht. Die richtige Antwort ist:

Ex-Vorstände, die richtig viel Geld verdient haben (weil sie ja so toll sind und so einen risikoreichen Job machen) und ihre Bank mehr oder weniger mit Höchstgeschwindigkeit vor die Wand gefahren haben. Was dann am Ende zur wenig bedauernswerten Arbeitslosigkeit der Herren geführt hat.

Aber auch das war nicht die Gemeinsamkeit, auf die ich hinaus wollte. Die wirklich spannende Gemeinsamkeit ist, dass alle Ex-Vorstände meinen, nach der fristlosen Kündigung ihr Gehalt und/oder ihre Boni einklagen zu müssen.

Herrn Funke von der HRE habe ich ja schon mit einigen Beiträgen gewürdigt, deshalb sind heute mal Detlef Leinberger und Peter Fleischer von der KfW dran (es gibt wohl noch weitere Klagen, aber da sind noch keine Namen raus). Neben 6,3 Mrd. Verlust in 2007 lieferten sie 2,7 Mrd. Verlust in 20072008 und die äußerst peinliche 300-Millionen Überweisung an die bereits Pleite gegangene Lehman Brothers ab. Na, da hat man sich das Gehalt doch wohl verdient, oder?

Auch die IKB, die nach cleveren Offbalance-Geschäften 10 Milliarden vom Staat brauchte, hat damals tragischerweise ihren Vorstandsvorsitzenden Stefan Ortseifen verloren. Der hat aber natürlich nix aber auch garnix falsch gemacht. Und seine 1,6 Mio. Jahresgehalt und knapp 378.000 Euro lebenslange Pension hätte der Mann halt doch ganz gerne.

FTD: Ex-KfW-Vorstände klagen Gehalt ein

Irgendwie in das Bild passt die Nachricht von vorgestern, dass der neue Hauptaktionär der IKB die Sonderprüfung zur Ursachenforschung der (Fast-)Pleite geheim halten will. Man habe Angst vor Klagen des Anleiheversicherers FGIC, der eh schon gegen die IKB geklagt hat, weil diese den zu versichernden Schrott dem Versicherer als sichere Anleihen angepriesen hat.

FTD: IKB verschleiert Prüfungsergebnisse

Noby Noby Boy für's iPhone

Yeah. Nach Katamari das nächste richtig lustige und schräge Spiel für's iPhone. Wobei rolando auch echt gut ist.

Noby Noby Boy ist vom Erfinder von Katamari Keita Takahashi und das gab es bisher nur für die PS3 als Download. Aber für ein Spiel eine PS3 zu kaufen, ist eine Nummer zu hart, vor allem weil ich der klassische Casual Gamer bin.

1up: GDC 2009: Noby Noby Boy Coming to iPhone

Wer einen Ausblick haben will:



Wobei den beiden auch nicht wirklich klar ist, worum es geht und was das soll ... Was bei Takahashi Spielen kein schlechtes Zeichen ist ...

Bailout? Oder was?

In einer Zeit ohne Colbert und Stewart muss South Park herhalten, um uns zu erklären, die die Krise funktioniert:


South ParkWed 10pm / 9c
Bailout!
comedycentral.com
Joke of the DayStand-Up ComedyFree Online Games


Update (28.03.09):

Die ganze Folge gibt's hier:

South Park - Margaritaville

(kann man leider nicht embedden)

Zahl des Tages (26.03.09): -6,3%

Ok, etwas langweilig, aber weil die BIP-Entwicklung hier nicht nur wegen meiner legendären Rezessionswette (wer noch nicht so lange liest, soll das mal ruhig anklicken und schauen, wann der egghat auf eine US-Rezession gewettet hat. Damals, als niemand eine vorhergesagt hat und auch zu dem Zeitpunkt, an dem alle Experten behaupten, dass man das nicht vorhersehen konnte) immer unter Beboachtung ist, muss auch die endgültige Zahl zum US-BIP im 4. Quartal kommen.

Nach -3,8% (US-BIP Q4/08: -3,8%) bei der ersten Schätzung und -6,2% bei der zweiten Veröffentlichung (Zahl des Tages (27.02.09): -6,2%) wurde die endgültige Zahl heute bei

-6,3%

fest gestellt. Also noch einen Tick schlechter. Aber wenig dramatisch. Lust in die Details zu kriechen, habe ich heute nicht. Gehe heute mal vor 24:00 Uhr ins Bett. Wenn ich morgen was spannendes zu den Details lese, liefer ich das nach.

Tagesschau: US-Wirtschaft schrumpft um 6,3 Prozent
Handelsblatt: US-Wirtschaft um 6,3 Prozent geschrumpft

Marketwatch: GDP revision shows 6.3% decline in fourth quarter

Oder direkt von der Quelle:
Bea.gov: GROSS DOMESTIC PRODUCT: FOURTH QUARTER 2008 (Final)

Der NASDAQ Index ist im Plus ...

... aber nicht nur für heute, sondern auch für das Jahr.

Der ganze Einbruch der ersten zwei Monate ist schon wieder aufgeholt. Und mit dem Plus von 21% gegenüber dem Tief befindet sich auch der Dow Jones wieder (nach einer der gängigeren Definitionen) in einem Bullenmarkt.

Ist doch mal was ...

Dutzende Schmerzbehandlungstudien gefälscht

Hmmm, dutzende Studien gefälscht, die teilweise entscheidenden Einfluss auf die moderne Schmerzbehandlung haben. So weit, so schlimm.

Der wirtschaftliche Aspekt an der Sache: Die Finanzierung des Übeltäters ist "dubios". Hat sich hier ein Pharmaunternehmen passende Ergebnisse gekauft? Ergebnisse, die das Medikament der Konkurrenz schlecht machen und den Wirkstoff des eigenen, patentgeschützten Medikaments gut?

Ich kann die medizinischen Auswirkungen nicht beurteilen, aber bei allem Gejammer über die Wirtschaftskrise ist das Verzocken von Geld immer noch eine Nummer harmloser als das Zocken mit dem Leben von Menschen, das es unter Umständen gegeben hat ...

ORF: US-Mediziner fälschte Dutzende Studien

Jon Stewart macht den Cramer ...

Jon Stewart gibt Anlagetipps. OK, gab. Und zwar 2000. Eigentlich vor dem Cramer, denn 2000 gab es Mad Money noch nicht, oder?

Jon Stewart Gives Prophetic Financial Advice in 2000

The Daily Show With Jon StewartM - Th 11p / 10c
Words of Advice
comedycentral.com
Daily Show Full EpisodesEconomic CrisisPolitical Humor


Muss ich verlinken, allein schon wegen der Empfehlung :-)

Zahl des Tages (25.03.09): 5

Dass es kaum noch Firmen in den USA gibt, die ein Triple-A-Rating haben, war ja schonmal Thema an dieser Stelle, u.a. hier Zahl des Tages (12.03.09): 5. Dass es aber auch kaum noch Länder gibt, die Triple-A sind, überrascht dann doch. OK, so aussagekräftig ist das AAA nicht, denn MBIA hatte das auch viel zu lange und Bear Stearns noch kurz vor der Pleite. Die CDS haben den Vor- allerdings auch Nachteil, dass sie viel schneller und kräftiger reagieren.

Daher kann es spannend sein, wenn man aus den Kosten für die Credit Default Swaps die Ausfallwahrscheinlickeit und darüber das implizite Rating zurückrechnet. Das ist zulässig, weil die Ausfallwahrscheinlichkeit auch der Parameter ist, über den die Ratingagenturen ihre Ratingklassen vergeben.

Die Ergebnisse sind von Markit, die auch einen großen Teil der CDS berechnen/handeln:

Norwegen: 3,9% --> AAA (die profitieren vom Öl)
Finnland: 4,9% --> AAA (Haushaltsüberschüsse bis (mind.) 2007, Staatsdefizitverschuldung bei nur 33%)
Deutschland: 4,9% --> AAA (naja, wir sind halt gut ;-))
Frankreich: 5,1% --> AAA (die Franzosen auch ;-) und die haben eine Atombombe ;-) )
USA: 5,4% --> AAA (hmm, das kann nur die Atombombe sein ;-) )

(Land: Ausfallwahrscheinlichkeit --> daraus abgeleites Rating)

Und dann ist auch schon Schluss ... Es sind also nur noch

5

Länder, die nach den Preisen für CDS ein AAA-Rating verdienen würden. Es folgen mit impliziten AA+-Rating

Holland: 7,4%
Dänemark: 7,7%
Belgien: 7,8%
Portugal: 7,8%
Japan: 8,2%

Es haben allerdings nicht alle Länder ein Triple-A. Belgien und Portugal haben (IRRC) kein Triple-A, Japan schon. Bei Holland und Dänemark kenne ich das Rating nicht.

Spannend wären auch die Zahlen für Großbritannien, Irland und Italien gewesen. Großbritannien und Irland sind ja noch Triple-A, aber über die Zurückrechnung über die CDS dürfte das was anderes rauskommen. Bei Irland auf jeden Fall.

Man sollte die CDS und damit auch diese Zurückrechnung nicht überbewerten, interessant ist das aber trotzdem, vor allem bei Ländern wie Japan, wo die Zurückrechnung und das offizielle Rating unterschiedlich sind.

Alea: The World’s Safest Sovereign Debt

Generell sind die CDS-Prämien in den letzten Wochen *deutlich* zurückgegangen. Deutschland ist von über 90 auf 54 gesunken. Der zweite Wert ist das Minus der letzten 28 Tage.

USA 62 -35
Japan 89 -7
Deutschland 54 -37
Großbritannien 111 -54
Frankreich 59 -37
Italien 143 -49

aus Markit: Daily Commentary (23.03.09)

Übrigens heißt das auch, dass Deutschland vor 4 Wochen auch nicht mehr AAA gewesen sein dürfte ... Wie wahrscheinlich alle anderen auch ... So viel zum Thema "nicht überbewerten".

P.S. Hat übrigens jemand eine Liste aller Triple-A-Länder?

US-Neubauverkäufe rauf - Lagerbestand runter

Die US-Neubauverkäufe sind im Februar gestiegen. So weit eine relativ unspannende Zahl wie Barry Ritholtz sicherlich anmerken wird. Denn im Februar sind die Verkäufe immer höher als im Januar. Und im März noch höher und dann erst im April gefolgt vom Mai, der ohoh, von einem noch besseren Juni gefolgt wird. Das ist aber jedes Jahr so und die normale Saisonalität und daher die Schlagzeile nicht wert.

Spannender ist es hingegen, den Lagerbestand zu beobachten. Dieser ist (ich wiederhole mich und langweile daher bestimmt schon, aber so lange die anderen Medien in Deutschland die Zahl noch ignorieren, bleibe ich stur) die entscheidende Zahl, die ein mögliches Ende des Preisverfalls frühzeitig anzeigen wird.

Dieser Lagerbestand gemessen in Monatsumsätzen ist im Februar auf 12,2 Monate gefallen. Das ist ein deutliches Minus gegenüber dem Januar, als der Wert noch 13,3 betrug (US-Immobilienverkäufe: Kein Silberstreif am Horizont!). Dies liegt zum Teil natürlich auch an den gestiegenen Umsätzen, zum anderen (und das ist wichtiger) an der gesunkenen Zahl von Häusern, die zum Verkauf stehen (330.000 nach 342.000 im Januar).

So langsam schlägt also der komplett zusammengebrochene (Neu-)Bausektor auf das Angebot durch. Das ist wichtig, auch wenn die Jubelperser die steigende Anzahl von Neubaubeginnen, die vor wenigen Tagen gemeldet wurde, als positives Zeichen gewertet haben. Das ist es aber nicht. Denn auf Lager produzieren, schafft keinen Wert. Und der US-Immobilienmarkt kann im Moment alles mögliche gebrauchen, aber definitiv kein steigendes Angebot.

Der zweite wichtige Einflussfaktor dürften die gefallenen Zinsen sein, auch wenn bei The Big Picture gestern was anderes zu lesen stand (The Big Picture: It’s not the cost of money, stupid). Die Zinsen für eine 30-jährige Hypothek liegen inzwischen bei nur noch 4,63%. Vor einem Jahr betrug die Zins noch 5,74% (USA Today: Mortgage applications jump as rates hit record low).

Ein kleines Rechenbeispiel zeigt, dass das durchaus relevant ist. Wenn ich eine Immobilie im Wert von 200.000 Dollar/Pfund/Euro finanzieren will, kostete das damals 1.177 Dollar/Pfund/Euro, heute hingegen nur noch 1.038. Ich spare also knapp 140 Dollar/Pfunde/Euro.
Oder andersherum gerechnet, könnte ich heute bei gleichbleibender Belastung von 1.177 Dollar/Pfund/Euro heute dank der gefallenen Zinsen gut 25.000 Währungseinheiten mehr für das Haus ausgeben.
Wenn ich jetzt noch den Preisverfall der letzten 12 Monate berücksichtige, gibt es also jetzt bei gleicher monatlicher Belastung von 1.177 Währungseinheiten die gleiche Immobilie wie vor einem Jahr, nur 75.000 Währungseinheiten billiger. Zwei Drittel gehen auf den Preisverfall zurück, ein Drittel auf die sinkenden Zinsen. Das zeigt schön, dass der Zinsrückgang zwar wichtig ist, aber auch, dass es nicht der entscheidende Faktor ist.

Der sinkende Lagerbestand ist im Moment nicht mehr als die berühmte Schwalbe, die noch keinen Sommer macht. Erst wenn der Drei-Monats-Durchschnitt deutlich sinken sollte, darf man sich Hoffnung auf ein Ende des Preisverfalls machen. Stay tuned!

Marketwatch: New-home sales rebound after record low in Jan.

Update (26.03.09)

Noch ein Link auf den Artikel bei The Big Picture, der daras hinweist, dass die Monatsänderungen mit sehr großem Fehler behaftet sind (+/- 18,7%), während der Jahresvergleich nur einen viel kleineren Fehler hat. Und der Jahresvergleich ist eindeutig: Die Zahl der verkauften Neubauten ist um mehr als 40% gesunken.

The Big Picture: New Home Sales Fell 41% in February 2009

Bin ich eigentlich der Einzige, der das lustig findet?

Ralf König erzählt die Geschichte mit Noah und der Arche neu. Jeden Tag in der FAZ.

Heute mal wieder glorreich:

„Archetyp“: 44. Folge - Was für seltsame Tiere sind das, Herr?

Ich muss gestehen, dass ich den Luz vermisse. Hoffentlich kommt der bald wieder ...

„Archetyp“: 23. Folge - Hältst du mich wirklich für so eindimensional?

Alle Folgen hier:

Ralf Königs „Archetyp”

Ich verlinke den aktuellsten Teil immer rechts in den Empfehlungen, die ja auf vielfachen Wunsch nicht einmal pro Tag in ein Posting umgewandelt werden.

Zahl des Tages (24.03.09): 9.300.000.000.000

Also ich habe mich schon erschrocken, als ich den Entwurf für den US-Haushalt 2009 gesehen habe (Zahl des Tages (26.02.09): 1.750.000.000.000) , aber die Planung für die nächsten 10 Jahre sieht kaum besser aus (um das mal positiv auszudrücken ...).

Satte

9.300.000.000.000 (9,3 Billionen) Dollar

soll das Haushaltsdefizit der nächsten 10 Jahre (2010 - 2019) betragen. Das Defizit für 2009/2010 ist also keine Ausnahme, auch wenn es ein Ausreisser nach unten ist.

Leider finde ich die genue Zahl nicht wieder, aber der Schuldenstand 2019 würde damit etwa 80% des BIPs betragen. Die Republikaner weisen natürlich darauf hin, dass das Defizit von Obama damit etwa viermal so hoch wäre wie beim ach so unsoliden Bush und sprechen von Staatspleite. Ich weise jedoch darauf hin, dass Schweden schon höhere Schulden überlebt und wieder (teilweise) abgebaut hat. Auch die USA lagen nach dem zweiten Weltkrieg deutlich höher und haben (trotz Goldbindung der Währung) die Schulden wieder reduzieren können. Also den Ball flachhalten, aber genauestens beobachten.

News.yahoo.com: Obama budget could bring $9.3 trillion in deficits

Sydbank Börsenspam - schon wieder?

Ich habe schon beim ersten Mal nicht verstanden, warum jemand für eine Aktie in der Größenordnung Werbung per Spam macht. Den Kurs per Spam nach oben zu treiben, sollte eigentlich fast unmöglich sein. Bei den letzten Spams haben selbst extrem marktenge Werte kaum noch reagiert ...

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Lieber Leser, liebe Leserin!

die Sydbank feiert 2009 ein neues Comeback, denn die Anleger sind unruhig
geworden und investieren wieder vermehrt. Wir haben das richtige Invest
gefunden, der alle Ansprueche erfuellen wird.

Das Ziel von Sydbank A/S ist es, den Firmenwert zum Vorteil der Aktionaere
zu maximieren. Moeglich wird dies durch den Bau einer Filiale in Flensburg.
Die Sydbank ist sich seiner hohen sozialen und ethischen Verantwortung
bewusst und misst dem Umweltschutz grosse Bedeutung bei.

Wir geben Ihnen diesen Tipp bevor diese Aktie ihren 52 Wochen Hoch Stand
bekommt:

Sydbank AS

Anfangskurs: 9,66 Euro
6-Monate-Ziel: 16,30 Euro

52 Wochen Hoch: 27,40 Euro

W.K.N: A0D9FT
lSIN: DK0010311471

Bleiben Sie nicht aussen vor, lassen Sie sich diese einzigartige
Investitionsgelegenheit nicht entgehen.

Und noch ein Tipp von mir persoenlich: Analysieren Sie diese Aktie selber
und schauen sie sich den Chart an.

Herzlichst, Ihr

Dr. F. H. Ernst
Chefredakteur
Insider-Trades AG

Die Agentur haelt keine Aktien an dem empfohlenen Unternehmen. Die
Empfehlung ist nach bestem Gewissen ausgearbeitet worden. Ihr Beraterteam
erhaelt keinerlei Provision. Die Agentur distanziert sich von sogenannten
Pennystocks und analysiert ausschliesslich Aktien, die einen realen Umsatz
haben.

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Das Ganze kommt auch nicht zum ersten Mal (Der komischste Börsenspam der Jahres 2008 ...), vielleicht wird auch diesmal eine zweite Promotion für einen obskuren Pusherwert hinterhergeschoben. Dann wäre klar, was das soll: Erst promotet man was Seriöses und mit diesem scheinbar seriösen Image schiebt man einen glasklaren Pusher-Promoter-Spam hinterher.

Wir werden sehen ...

GE: AAA ist weg

Nach Fitch und Standard & Poors in der letzten Wochen, hat gestern auch die dritte Ratingagentur Moody's der Eletronikfirma mit angeschlossenem Hedgefonds namens General Electric das AAA-Rating entzogen.

Die Probleme von GE kommen vor allem aus dem Finanzarm. Hier hat GE auf vielen kritischen Gebieten mitgemischt, allerdings einige dieser Bereiche noch vor Ausbruch der Krise verkauft. Um das Rating zu halten, kam dieser Schachzug zu spät, falsch war es aber trotzdem nicht. Eine GE mit all diesen Finanzfirmen hätte mglw. die Krise nicht (ohne Staatshilfe) überlebt.

Marketwatch: GE's credit loses triple-A rating at Moody's
FT Alphaville: Moody’s downgrades GE and GE Capital to Aa2

Zahl des Tages (23.03.09): Zweimal die 7

Hmmm, bin ich heute optimistisch oder pessimistisch? Ich überlasse es Euch.

De Commerzbank hat heute ihre Schätzung für das Wirtschaftswachstum Deutschlands in 2009 auf ein erstaunliches Minus von

7%

gesenkt.

FTD: Commerzbank als Ober-Pessimist
Telepolis: Commerzbank-Studie sagt massiven Einbruch der deutschen Wirtschaft voraus
Spiegel: Ökonomen sagen Wirtschaftsminus von bis zu sieben Prozent voraus
Handelsblatt: Deutsche Wirtschaft steuert auf Desaster zu

Da muss sich der Chefvolkswirt Professor Walter von der Deutschen Bank ja richtig anstrengen, um sich nach der Minus-5%-Prognose vom Steinbrück einen neuen Rüffel einzufangen.

Zahl des Tages (24.02.09): 5 (oder noch mehr)

Die anderen Institue haben ebenfalls die Erwartungen nach unten gesenkt. Das ifo-Institut hält -5% inzwischen für "das optimistischte", das DIW ist inzwischen bei -4 bis -5% angekommen und das RWI bie minus 4,3%.
Mal schauen, wie lange der gute Peer bei seiner zunehmend peinlichen Prognose von minus 2,25% bleiben wird ...

FTD: Tiefschwarzes Szenario für Deutschland

Jetzt kommt der Teil für die Optimisten:

Der S&P 500 hat heute satte

7%

zugelegt. Die Wall Street bewertet den Geithner-Plan offensichtlich sehr positiv. Auch wenn er gegenüber dem alten TARP-Plan von Paulson defakto nicht eine einzige gute neue Idee enthält ... (TARP Details bekanntgegeben)

US-Immobilienverkäufe leicht rauf (inkl. Grafik)

Heute kamen die Februar-Zahlen für die Verkäufe von gebrauchten Immobilien in den USA. Die absolute Zahl und die Preise sind gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen, gegenüber dem Vorjahr liegt die Anzahl leicht, die Preise kräftig im Minus - wie gehabt sozusagen.
Auch bei der entscheidenden Zahl, dem Angebot an zum Verkauf stehenden Immobilien gerechnet in Monatsumsätzen, ist keine Veränderung zum Vormonat sichtbar. Der Wert steht wie gehabt bei 9,7 Monaten. Dass hier keine Verbesserung, allerdings auch keine Verschlechterung feststellbar ist, sieht man am besten mit einem kurzen Blick auf den Chart:



Grafik aus: Northern Trust: Daily Global Commentray - 25.2.2009

Interessantes Detail: Fast die Hälfte (45%) der Verkäufe waren Zwangsverkäufe. Zu den aktuellen Preisen verkauft also kaum jemand noch seine Immobilie. Das kann auf einen nachlassenden Verkaufsdruck hinweisen. Nutzen würde es aber natürlich nur dann, wenn die Zwangsverkäufe nicht immer weiter zunehmen würden.
Am Ende deckt das auch meine These, dass die amerikanischen Stabilisierungsversuche an dieser entscheidenden Stelle - dem Immobilienmarkt - noch nicht angesetzt und nichts bewirkt haben: Neue Käufer für Immobilien zu finden und/oder alte davon abzuhalten, ihre Immobilien verkaufen zu müssen. Im Moment kümmert sich die Regierung immer noch fast ausschließlich um das Finanzsystem. Das verstehe ich weiterhin nicht.

Die Nachricht:

Calculated Risk: Existing Home Sales Increase Slightly in February

oder direkt von der Quelle:

NAR: Existing-Home Sales Rise In February

Update (22:53)

Noch ne Meinung:

The Big Picture: Existing Home Sales Fall 4.6%

TARP Details bekanntgegeben (Updates inside)

US-Finanzminister Timothy Geithner hat die Details des Troubled Assets Relief Programm bekannt gegeben. Beim Programm geht es darum, dass die Banken die illiquiden und mglw. wertlosen Papiere und Hypotheken aus den Büchern bekommen. Da für diese Papiere kein Markt mehr existiert, muss der Staat helfen, dafür einen Markt zu schaffen und unterstützt die Käufer mit Garantien. Das war im Prinzip schon klar, neu sind jetzt die Details. Es stehen übrigens 75 bis 100 Mrd. Dollar für den Ankauf von Hypotheken und angeblich bis zu 1 Billionen für Anleihen zur Verfügung.

Das Ganze läuft dann in etwa wie folgt ab:

Die Banken melden die Hypotheken bei der FDIC (der amerikanische Einlagensicherungsfonds, der die Versteigerung durchführt). Die FDIC gibt dann ihr OK (oder unter Umständen auch nicht, z.B. wenn das Paket *nur* wertlosen Schrott enthalten sollte). Sie FDIC erteilt dann für 6/7 der Summe eine Garantie. Das restliche Siebtel muss als Eigenkapital bereitgestellt werden. Aber auch hierbei hilft die Fed noch und übernimmt die Hälfte der Summe. Um Schrottanleihen im Wert (nicht NENNwert) von 100 Dollar zu kaufen, muss der Investor also nur gut 7 Dollar haben. Die Verwaltung und Abwicklung der Papiere obliegt dem privaten Partner.

Daraus folgt ein ziemlich schiefes Risikoprofil. Da der Investor nur gut 7% Eigenkapital bereitstellen muss, trägt er auch nur dieses Maximalrisiko. Der Staat übernimmt den Rest. Die ersten 7% über das Eigenkapital, die restlichen knapp 84% über die Garantie der FDIC. Da das Kapital je zur Hälfte beim dem privaten Partner und der Fed liegt, sind die Gewinnchancen gleich verteilt.

Diese Bedingungen sind natürlich absichtlich so gut gemacht, weil ansonsten kein privater Investor das Risiko übernehmen würde. Ganz wahnsinnig einfach auf Verluste einlassen, werden sich die Investoren aber trotzdem nicht, denn es droht immerhin noch ein kompletter Verlust des Eigenkapitals.

Das Programm für den Ankauf der Wertpapiere sieht etwas anders aus, insbesondere ist hier der Hebel niedriger. Der Käufer bekommt für jeden Dollar, den er investieren möchte, einen weiteren (cash!) der FDIC dazu. Dazu kommt noch ein Standardkredit von einem weiteren Dollar plus eines weiteren Dollars Kredit auf Antrag. Der Hebel beträgt also nur zwei bis 3.

Spannend wird jetzt vor allem die Frage, ob der Preisbildungsprozess auch wirklich in Gang kommt, sprich auch mehrere, finanzkräftige Investoren bieten. Denn nur so kann ein realistischer Preis erreicht werden. Angesichts des Sterben der Hedgefonds und quasi jeglicher Risikoneigung fällt es nicht wirklich leicht, hierfür optimistisch zu werden. Schließlich ist der Markt genau durch den Käuferstreik zusammengebrochen. Dass die Käufer jetzt eine Chance bekommen, ihr Geld bei 100% Verlustpotenzial in etwa zu versiebenfachen, mag helfen. Das Gewinnpotenzial hängt aber massiv vom Kurs ab. Je niedriger er ist, desto höher wird (logisch!) das Gewinnpotenzial. *Das* war aber auch vorher schon so. Ich finde es leider nicht wieder, obwohl ich darüber gebloggt habe, aber bereits vor Monaten hat eine Investmentbank Schrottanleihen deutlich unter 30% Nennwert verkauft. Da war für den Käufer auch schon eine Verdreifachungschance vorhanden, trotzdem fand sich kaum ein Käufer für weitere Geschäfte.

Die Originalpressemitteilung hier:
Treasury Department Releases Details on Public Private Partnership Investment Program.

Zwei brauchbare Zusammenfassungen hier:
Alea: The Plan: As Expected

FT Alphaville: The Geithner plan is out….

Update (15:20)

The Big Picture meldet, dass das Programm 500 Mrd. bis 1 Billionen schwer werden kann. Das habe ich anders verstanden, oder Barry Ritholtz meint die Summe *nach* dem Einfluss des Hebels.

The Big Picture: Public-Private Investment Program

Paul Krugman bloggt auch schnell mal was über die Asymmetrie der Gewinn- und Verlustverteilung:

Krugman: Geithner plan arithmetic

Update (15:32)

Die FAZ schreibt, dass das Geld aus dem Programm TALF kommt und nicht aus dem TARP. Außerdem solle der TALF um 800 Mrd. auf 1 Billionen aufgestockt werden. Das habe ich noch nicht gelesen. Kann aber gut sein, auch wenn der TALF nicht für Hypotheken, sondern eigentlich für andere Sachen gedacht war. Ich schaue nochmal oder weiss jemand von Euch mehr?

FAZ: Washington kauft im großen Stil Schrottpapiere

Update (15:40)

Die Originaldokumente gibt übrigesn hier: http://financialstability.gov/

Das Geld kommt teilweise aus dem TARP (für die Hypotheken) und teilweise aus dem TALF (für die Asset Backed Securities). Die Aufstockung auf 1 Billionen habe ich aber noch nicht gefunden.

Update (16:20)

Noch zwei Stimmen, die meine Skepsis teilen, dass auch dieses Programm den Markt nicht zum Leben erwecken kann. Allerdings aus einem etwas anderem Grund: Die Bedingungen sind für die Privatinvestoren noch nicht gut genug, weil sie immer noch das gesamte Eigenkapital verlieren können.

Alea: Geithner’s Plan: Good in Theory

Naked Capitalism: Investor on Private Public Partnership: "One would have to be a criminal to participate in this"

Update (23:31)

Noch ein paar Meinungen ...

a) In der Presseschau des Handelsblatts:

Handelsblatt: „Geithners Zombie-Ideen haben gesiegt“

b) Paul Krugman bleibt sehr negativ.

Krugman: More on the bank plan

c) Interessante Einschätzung von Sheila Bair, Chairman der FDIC. Sie meint, dass die Gebühren, die die Investoren für die Versicherung der Anleihen zahlen müssen, die Bialnz der FDIC sogar verbessern. Das klingt irgendwie nach Münchhausen: Am eigene Schopfe aus dem Sumpf ziehen. Sieht die denn überhaupt kein Risiko nach unten? Ich meine mal ganz ernsthaft: Weiss die jetzt schon, wie die Versteigerung ausgeht? Vorher kann man das doch gar nicht beurteilen ...

Reuters: UPDATE 2-US bad-asset plan won't limit pay at nonTARP banks

Creditwritedowns: FDIC Chairman Sheila C. Bair Statement on the Legacy Loans Program

d) Das Handelsblatt zum Thema:

Handelsblatt: Geithner-Plan: Wirklich eine Strategie?

e) Mark Zandi: 1 Billionen sind nicht genug:

Marketwatch: Toxic asset mountain looms over Treasury plan

f) Thomas Hartmann-Wendels im Tagesschau Interview verweist nochmal auf die Probleme, die schon bei der ersten Vorstellung von Ex-Finanzminister Hank Paulson diskutiert (und nicht gelöst) wurden:

Tagesschau.de: "Geithners Plan bringt keine Lösung"

g) Infectious Greed: Is Geithner a Fool With a Plan?

h) FT Alphaville geht nochmal auf das Problem der Abschreibungen ein. Was passiert, wenn nur niedrige Preise bei der Versteigerungen entstehen und alle anderen Banken ihre vergleichbaren Assets auf diese Werte abschreiben müssen?

FT Alphaville: The Geithner plan - it’s all about liquidity

i) Das Handelsblatt übersieht diese Gefahr:

Handelsblatt: Bankenrettungsplan: Den Müll verwerten

j) Marketwatch mit einem Kommentar:

There's risk, but is there reward in toxic assets?

Und wem das alles zu negativ war, der kann zum Abschluss mal eine richtig positive Einschätzung der Idee lesen. Von Geithner selber ;-)

WSJ: My Plan for Bad Bank Assets

So das reicht jetzt aber wirklich ;-) An Meinungen ;-)

Wer noch ein paar Details nachlesen will:

FTD: Wie Geithner die Märkte entgiften will

In Dubai stehen die Kräne still

Nur ein kurzer Lesehinweis auf einen langen Artikel im Guardian über die aktuelle Lage in Dubai.

Die Bauwirtschaft scheint fast komplett zum Stillstand gekommen sein, die Immobilienpreise auf der Palmeninsel sind um 60% gefallen, die Jobs fallen massnhaft weg und den Gastarbeitern werden einfach die Visa weggenommen.

Guardian: Dubai's six-year building boom grinds to halt as financial crisis takes hold

Dubai ist in Bezug auf das Auf und Ab fast noch extremer als die Wall Street.

Und noch ein Link zum Thema:
http://www.thingsmagazine.net/2009/02/architectural-dead-pool.htm

Zahl des Tages (22.03.09): 53.000.000

OK, direkt zum zweiten Mal in Folge ein Update der Zahl des Tages, aber wenn es sich um solch schlagzeilenträchtige Zahlen handelt, die sich so deutlich in die "falsche" Richtung verschieben, sei das erlaubt.

Die ursprüngliche Zahl des Tages war Zahl des Tages (17.03.09): 165.000.000. 165 Millionen Dollar Boni an die Mitarbeiter, die so unglaublich fähig waren und den Laden in Windeseile zu einer Firma in Staatsbesitz machten und sich seitdem als Fass ohne Boden herausstellt.

Nun ist Richard Blumenthal, der Generalstaatsanwalt von Connecticut, zum Ergebnis gekommen, dass die Boni möglicherweise noch deutlich höher waren. Es soll jetzt bereits um 218 Millionen Dollar gehen, was einer Erhöhung von

53.000.000 (53 Millionen) Dollar

entspricht.

Man wundert sich ja über gar nichts mehr ... Aber woher diese verschwiegenen Zahlungen kommen, wüsste ich dann doch allzugerne ...

Marketwatch: Conn. official says AIG understated bonus pool
Handelsblatt: Noch höhere AIG-Bonuszahlungen
Spiegel: AIG-Millionenboni höher als bisher bekannt
FAZ: AIG-Boni deutlich höher als bisher bekannt

Zahl des Tages (21.03.09): -2%

Hmmm, eigentlich wäre heute fast meine Serie von Zahlen des Tages gerissen, aber da unseree Freunde mangels Babysitter früher nach Hause mussten als geplant und ich für Nachbarn als Babysitter dienen muss, kann ich dann - obwohl totmüde - noch eine Zahl des Tages schreiben.

Es war bereits gestern Teil der Zahl des Tages Zahl des Tages (20.03.09): 6,5%., nämlich die Tatsache, dass die Experten schätzen, dass 2009 das erste Jahr seit dem zweiten Weltkrieg wird, in dem die Weltwirtschaft schrumpft. Es war eigentlich gestern schon eine Zahl des Tages, aber da die Zahl nochmal schlechter werden wird als gestern berichtet, kann ich die ruhig nochmal nach vorne holen und allein auf den Thron setzen.

Der Chef der Weltbank hat eine neue Schätzung für das Wirtschaftswachstum angekündigt, in der das Wachstum der Weltwirtschaft auf minus 1 bis

minus 2 Prozent

geschätzt werden wird.

Minus 2% sind schon eine Hausnummer, denn eigentlich hielten viele Experten ein Schrumpfen der Weltwirtschaft für fast ausgeschlossen. Zu stark seien die Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft, die aus China und Indien kommen.

Tja, aber was haben die Experten nicht alles vor 9 Monaten für unvorstellbar erklärt ...

Handelsblatt: Weltbank: Wirtschaft schrumpft um zwei Prozent

WWH: Hugo

Ach da isser wieder ... Hugo Chavez ...

Ich schreibe ja schon seit Längerem (meistens bei Telepolis, weil da genügend Leute rumhängen, die meinen, dass Chavez gut sei, weil er es anders macht und die USA hasst - als wenn das ausreichend gute Gründe wären), dass der Erfolg und das Überleben von Hugo Chavez allein am Ölpreis hängen. Wenn der bei 30 Dollar je Barrel bleiben würde, kann der Chavez in zwei Jahren dicht machen, bei 80 oder 100 fließen aber so viel Geld in die Kassen, dass man auch mit einem Haufen Misswirtschaft das Geld nicht los werden kann ...

Aber dass es so schnell geht und die staatliche Ölgesellschaft schon knapp 8 Mrd. offener Rechnungen hat, finde ich dann doch überraschend ...

FTD: Venezuela wackelt

Zahl des Tages (20.03.09): 6,5%

Es gibt ja Sachen, die ändern sich in der aktuellen Krise schneller als man denken kann, es gibt aber auch Sachen, die bleiben wie gehabt. Und manche Sachen ändern sich und bleiben doch wie gehabt ...

Die Weltbank hat die Schätzung für das Wirtschaftswachstum in China für 2009 auf

6,5%

korrigiert. Wohlgemerkt auf plus 6,5%.

Den Chinesen mag das wie in unglaublicher Einbruch vorkommen, der Rest der Welt schaut aber weiterhin neidisch auf die chinesischen Wachstumsraten. Die chinesische Regierung erwartet übrigens (noch?) 8% Plus, während die deutsche Regierung sich verzweifelt wehrt, die Prognose von -2,2% noch weiter zu senken (obwohl es dazu kommen wird).

Die Frage für mich bleibt, ob die Zahl nicht noch (viel) zu positiv ist. Denn in China geht der Stromverbrauch zum ersten Mal seit langem zurück. Und der Stromverbrauch war bisher ein ziemlich guter Indikator für das Wirtschaftswachstum. Es erscheint kaum vorstellbar, dass China mit mehr als 6% wächst und gleichzeitig der Stromverbrauch sinkt. So stark bzw schnell kann eine Volkswirtschaft die Energieeffizienz gar nicht erhöhen. Außerdem sind die chinesischen Exporte um fast 25% eingebrochen und auch aus dieser Richtung gibt es keinerlei Wachstumsphantasie.

Marketwatch: World Bank cuts China GDP estimate again, to 6.5%
Spiegel: Weltbank senkt Wachstumsprognose für China

Spannend ist auch noch eine andere Zahl. Die geradezu täglichen Senkungen der Prognosen haben inzwischen dazu geführt, dass die Wachstumserwartung für die Weltwirtschaft ins Minus gerutscht ist - zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg. Übrigens erwarten IWF, Weltbank und OECD inzwischen allesamt ein Minus.

Spiegel: OECD schreibt 2009 ab
FAZ: Weltwirtschaft schrumpft erstmals seit 60 Jahren

Tja, die Idee mit dem Decoupling der Weltwirtschaft, also der These, dass China und Indien die Weltwirtschaft vor der Krise bewahren, ist damit wohl auch geplatzt ...

FTD: Volkswirte zweifeln am Weltmotor China

Mir war eh immer etwas unklar, wieso gerade das exportabhängige China unbeeinträchtigt von einer Krise des größten Abnehmers USA bleiben sollte ...

Frühjahrsputz!

Was nicht so alles passiert, wenn man seine Bücher mal so richtig auf Hochglanz bringt ...

Da fällt dem 639 Millionen Dollar schwerem Hedgefonds Weavering Capital doch tatsächlich eine Position auf, die man vorher gar nicht bemerkt hat. Eine solche Qualität in der Buchführung hätte man vor ein paar Monaten schon für einen Skandal gehalten, inzwischen ist man etwas abgebrühter. Aber da die Geschichte noch nicht zu Ende ist, wird sie dann doch noch zu einem Artikel hier verwurschtet:

Die Position ist nämlich

a) bescheidene 637(!) Millionen (man vergleich mit der Zahl oben!) schwer und

b) die Gegenseite ist Magnus Peterson, der Managing Director des Hedgefonds.

Wenn dann noch die Performance außergewöhnlich gut und stabil ist, riecht das ein klein wenig nach Madoff und Stanford ...

Dem Wirtschaftsprüfer PWC ist das jetzt aufgefallen, wobei man sich fragen muss warum erst jetzt. Der Fonds wird jetzt abgewickelt.

FT Alphaville: Wavering Weavering

Verlierer des Jahres 2008 oder armes Opfer?

Also manche Menschen scheinen auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit genauso schlecht zu sein wie als Manager. Wenn ich der Funke wäre und die Bank, die ich vor Kurzem noch geleitet habe, hätte eine dreistellige Milliardensumme vom Staat bekommen, würde ich erstens nicht versuchen, meinen Lohn einzuklagen aber zweitens erst Recht nicht anfangen rumzujammern.

Aber das macht er jetzt scheinbar ...

Ihm tut die Entwicklung leid (immerhin), er habe schließlich auch zwei Millionen Euro mit Hyporealestate-Aktien verloren. Schuld habe er natürlich keine. Komisches Bild irgendwie ... Erstens sagt er zwar, dass er mit den anderen Aktionären im selben Boot sitzt, gleichzeitig hat er als Kapitän aber natürlich keine Verantwortung ...

Und die leicht ketzerische Frage bleibt, ob es Funke auch leid tun würde, wenn er selber kein Geld verloren hätte ... Oder ob ihm das angerichtete Desaster nicht doch so egal ist, wie er es beim Einklagen seines Lohns gezeigt hat (Verlierer des Jahres 2008 will Knete). Diese Aktion hatte mir "leidtun" oder "Demut" verdammt wenig zu tun ...

Sueddeutsche.de: "Mir tut die Entwicklung leid"
gefunden über (natürlich darin nicht verlinkt)
Spiegel: Ex-HRE-Chef Funke klagt über Kursverluste

Probleme mit dem Feed?

Den RSS Feed gibt es zweimal, eigentlich sogar dreimal.

Einmal den Originalfeed unter egghat.blogspot.com. Dann der Feedburner-Feed (der bald abgeschaltet wird, aber von Google weitergeleitet wird) und dann den nach Google umgezogenen Feedburner Feed (feedburner.google.com). Ich habe zur Kontrolle nur den Originalfeed abonniert und mglw. nicht mitbekommen, dass die beiden anderen Feeds Probleme machen. Der aktuell auf der Seite verlinkte (rechts in der Leiste) zeigt mir im Google-Reader den Artikel Zahl des Tages (18.3.09): 5.000.000.000.000 erst heute Abend um 21.16, also mit mehr als einem Tag Verspätung an.

Wann habt ihr denn den Artikel bekommen und welchen Feed benutzt ihr?

(Irgendwie kauft Google wie bescheuert Angebote, lässt die dann erst Monate lang unverändert und dann wird gearbeitet und das Zeuch kaputt gemacht. Ich sehe in Google Analytics so ziemlich alles, nur nicht mehr auf Link z.B. in den Nachrichtenübersichten rechts geklickt wird. Argggh. Und wenn jetzt das Feedmanagement auch noch kaputt ist ...)

Zahl des Tages (19.03.09): 1.150.000.000.000

Eigentlich habe ich heute auch eine Reihe Zahlen gefunden, die nicht so im Blickpunkt standen, aber die Zahl ist so wichtig, dass sie eigentlich gestern schon hätte kommen müssen, aber da war ich in einem Theaterstück ...

Die Fed hat eine massive Aufstockung ihrer Stabilisierungspakete beschlossen. Neu sind die Ankäufe von Staatsanleihen (Volumen: 300 Mrd. Dollar). Dazu kommen noch zwei Erhöhungen alter Programme: Das Programm für den Ankauf von Mortgage Backed Securities wurde um 750 Milliarden aufgestockt, das Programm für den Ankauf der Papiere von Fannie und Freddie ebenfall um 100 Mrd. Das macht dann zusammen die Zahl des Tages von heute:

1.150.000.000.000 (1,15 Billionen) Dollar

Und als wäre das nicht genug, kann sich die Fed auch vorstellen, das Programm TALF ebenfalls aufzustocken bzw. inhaltlich so zu modifizieren, dass es auch richtig in Anspruch genommen werden kann (Fed closes first round of TALF as Citi prices deal).

Wie sich die Höhe und die Struktur der Bilanz der Fed dadurch verändern wird, zeigt folgende Grafik:



aus: FT Alpahville: Analysts react: Dollar dead, Fed credibility shot

Der letzte Balken ist etwas missverständlich, weil darin eine vollständige Inanspruchnahme unterstellt wird. Ob das tatsächlich so kommen wird, ist aber aktuell noch nicht absehbar. Die Bilanz der Fed wird hier (wie bisher) auf jeden Fall weiter in Thema bleiben.

Wer das oben alles nicht versteht: Es bedeutet einfach, dass die Druckerpresse läuft und zwar immer schneller.

Die Reaktion der Börse war eindeutig. Aktien hoch. Dollar runter (1,31 auf 1,34), Gold rauf (60 Dollar je Unze) und am extremsten natürlich die Reaktion der US-Staatsanleihen. Der Rückgang der Rendite war der größte aller Zeiten an einem Tag: Die Rendite sank um mehr etwa 0,5 Prozentpunkte von etwa 3,0% auf ca. 2,5%.




aus: FT Alphaville: QE in motion, pictorial edition

Meine Meinung bleibt unentschieden. Für mich hängt alles an der Dosierung. Die Fed pumpt über viele Maßnahmen Geld in die Wirtschaft und das Finanzsystem. Das wird sicherlich irgendwann wirken. Die Frage ist nur wann und wie nachhaltig und wie. Es kann sein, dass das Geld nicht ausreicht. Es kann sein, dass die Wirtschaft in Schwung kommt. Es kann aber auch sein, dass die Wirkung direkt in Hyperinflation mündet. Und als wären das nicht schon genügend Möglichkeiten, kann es auch noch wie in Japan kommen: Da gab es ja auch immer Programme, daran anschließend Zwischenerholungen, alle freuten sich und dann war es nach ein paar Monaten oder auch mal 2 Jahren wieder vorbei.

Die Geldmenge steigt in den USA schon seit einiger Zeit deutlich zweistellig. Daran hat auch die Krise nichts geändert. Aber die Geldmenge hat auch an der Krise nichts geändert. Wann das dreht? Vielleicht ist die Einschätzung von weissgarnix (s.u.) die richigste ...

Zum Abschluss noch ein paar Meinungen dazu:

Handelsblatt: Die Politik der US-Notenbank ist hochriskant
FT.com: Federal Reserve plan stuns investors

Weissgarnix bleibt cool, hält das alles für wenig überraschend und meint sowieso, dass der Erfolg nur davon abhängt, ob sich das Sentiment der Verbraucher und Investoren ändert.

Weissgarnix.de: Bernankes “Shock and awe”

Eine ganz schöne Übersicht von Reaktionen aus der Blogosphäre:

FT Alphaville: Early reactions to the Fed’s ’shock and awe’ plan

Und zum Abschluss noch eine Einschätzung, die zwar von einer Spaßseite kommt, aber die hier auch schon oft zu lesen war:

"Eine Krise, die dadurch ausgelöst wurde, dass Geld, das eigentlich niemals da war, verloren ging, bekämpft man natürlich am Besten, indem man Geld ausgibt, das eigentlich auch nicht da ist. "

Schandmännchen: Angekommen

Ich glaube, daran hakt es eigentlich am meisten. Die Weltwirtschaft bräuchte eine richtige Aufräumaktion und nicht den Abbau der Schulden bei Haushalten und im Finanzsystem, der durch einen Aufbau der Schulden beim Staat (und der Fed) abgefangen werden soll. Am Ende haben wir wie vorher Schulden und zwar zu viele.

Update (20.03.09)

Noch ein Link zu den Originalpressemitteilungen:
Fed: Statement zum FOMC-Meeting
Fed: Statement zur Änderung des TALF

Jon Stewart und andere "sich über die AIG Aufreger"

Jon Stewart ist natürlich gesetzt, wenn er sich zu AIG äussert:



Naja und Colbert auch ;-) :



Wobei mir Colbert heute besser gefällt als Stewart.

Und zur AIG Geschichte:

Der Chef der AIG hat scheinbar noch nicht mitbekommen, dass er sich mit einem 80%igen Staatsanteil nicht mehr wie ein "normaler" Unternehmer verhalten kann, der von Politik und normaler Bevölkerung unabhängig ist.

Handelsblatt: AIG-Chef Liddy: Falsches Rollenverständnis

Der Lernprozess war allerdings sichtbar schwierig ...

Gestern Nachmittag:

Spiegel: AIG-Chef verteidigt Bonuszahlungen

Die Aufregung wurde aber immer größer, Obama drohte mit komplettem Verbot der Boni und vereinzelt gab es gar Morddrohungen gegen die AIG Manager.

Tagesschau.de: Obama will Kontrolle über AIG und Co ausweiten

Marketwatch: AIG CEO, some staff get death threats over bonuses

Und da dämmerte selbst den Unfehlbaren, dass sie wohl doch eine Schwelle überschritten haben:

FTD: AIG-Manager geben Boni zurück

Wobei die Überschrift in die Irre leitet, denn es geben bei weitem nicht alle ihre Boni zurück und selbst bei den Einsichtigen geht es in vielen Fällen nur um eine Teilrückzahlung. Auch der Chef hat nur eine teilweise Zurückzahlung empfohlen.

Ein zweiter Aspekt an der Geschichte ist ebenfalls spannend, nämlich wie sich solche Skandale manchmal entfalten. Die ursprüngliche Nachricht kam bereits am Sonntag:

Marketwatch: AIG plans bonuses to financial-products employees

Und ich habe mich schon am Dienstag fast geschämt, daraus meine Zahl des Tages zu machen, weil es mir wie alter Kaffee erschien. Aber nichts. Die Rückkopplungsschleife aus Medien und Politik hat dafür gesorgt, dass der Skandal (bzw. die Aufmerksamkeit dafür) immer größer wurde und auch heute noch (teilweise zum ersten Mal) darüber gerne berichtet wird.

Ich hege den leisen Verdacht, dass die Zuspitzung durch die Politiker auch ein wenig damit zu tun hat, dass sie davon ablenken wollen, dass sie ins Rettungspaket für die AIG ausdrücklich reingeschrieben haben, dass bereits genehmigte Boni *nicht* geändert werden sollen.
Öffentlich gespielte Aufregung hat halt oft auch nur die Funktion der sprichwörtlichen Nebelkerze ... Siehe dazu auch meine Updates zum Originalartikel: Zahl des Tages (17.03.09): 165.000.000

Update (14:47)

Und wieder zu früh abgeschickt ...

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, um auf einen Fall aus Deutschland hinzuweisen. Der Middelhoff von ehemals Karstadt-Quelle heute Arcandor kann auch stolz auf 4 Jahre fallender Aktienkurse zurückblicken und genehmigt sich dafür zum Abschied eine dicke Sonderzahlung:

FTD: Dicke Abschiedsprämie für Middelhoff

Kurs beim Antritt am 12.5.05: etwa 9 Euro

Stern: Middelhoff springt als neuer Chef ein

Middelhoff wollte den Kurs auf 40 heben. Ergebnis am 27.2.08, dem Tag des Abschieds: 1,36. Autsch. Auch wenn der DAX ebenfalls gefallen ist, bleibt doch eine extrem deutliche Underperformance:



Update (22:22)

Der Kongress hat heute die Strafsteuer auf die AIG Boni beschlossen. Am Anfang waren 60% Steuersatz im Gespräch, heute sind es 90% geworden. Der Senat muss aber noch zustimmen ...

FTD: 90-Prozent-Steuer auf dem Weg

Zwei Updates zu den AIG Boni

finden sich im Originalartikel von gestern:

Zahl des Tages (17.03.09): 165.000.000

Findet ihr eigentlich, dass es eine gute Idee ist, die Updates in den Artikel zu bauen oder gehen die dort unter?

Zahl des Tages (18.3.09): 5.000.000.000.000

Ich glaube, ich bin auch schon in den Kommentaren darauf angesprochen worden. Meredith Whitney, die ehemalige Analystin von Oppenheimer - jetzt selbstständig-, die schon mit der negativen Hauspreisprognose - sie erwartet ein Minus von 45% - aufgefallen ist, richtet jetzt ihre Blicke auf die Kreditkartenlinien der Amerikaner.

Diese sind zwar nur etwa halb so hoch wie die Hypotheken und mögen daher schnell übersehen werden, aber allein die Summe von

5.000.000.000.000 (5 Billionen) Dollar

macht schnell klar, dass man sich um dieses Problem durchaus kümmern sollte. Von den 5 Billionen sind zwar "nur" 800 Milliarden wirklich in Anspruch genommen, aber trotzdem handelt es sich noch um ein hübsches Sümmchen.

Die US-Regierung hat das auch irgendwie schon gesehen und ein Sicherungspaket für Kreditkartenschulden geschnürt, damit dieser Markt nicht genauso zusammenbricht wie der Markt der mit Hypotheken besicherten Anleihen (MBS). Denn die Kreditkartenschulden bleiben (genau wie die Hypotheken) in den USA selbstverständlich nicht in den Büchern der Vermittler, sondern landen verbrieft in Anleihen an der Börse.

Da der Markt der mitirgendwas-besicherten Anleihen 2008 in den USA komplett zusammengebrochen ist (dazu vielleicht morgen mehr), können die Vermittler auch keine neuen Kredite mehr vergeben. Whitney schätzt, dass allein im vierten Quartal 2008 die Kreditkartenlinien um 500 Milliarden Dollar gesunken sind. Whitney erwartet, dass die Kürzungen noch weiter gehen und gut 2 Billionen oder mehr erreichen könnten. Und das Geld fehlt dann für den Aufschwung.

Am Ende drehen sich viele Sachen um das gleiche Problem: Es gibt zu viele Schulden. Diese müssen runter. Aber ohne neue Schulden gibt es keinen Aufschwung. Im Moment sehen wir den Schuldenabbau bei den Verbrauchern und den Banken, dafür jagt der Staat die Schulden nach oben. Der Staat pump zwar viel Geld in die Wirtschaft, aber ob das auch ankommt und das nicht durch das Sparen der Verbraucher wieder "aufgefressen" wird, weiss ich immer noch nicht. In meiner Entscheidung, ob wir Deflation oder Inflation als das beherrschende Thema für die nächsten drei Jahre bekommen werden, bin ich noch keinen Zentimeter weiter. Leider.

Was meint ihr?

WSJ: Credit Cards Are the Next Credit Crunch

Zahl des Tages (17.03.09): 165.000.000

Ok, doppelt doof ... Erstens schon wieder die AIG und zweitens schon wieder eine Zahl, die sich (gefühlt) minütlich ändert. Habe aber nichts besseres gefunden ... (die spannendste Story heute war eh die Barclays-Sache)

Etwa

165.000.000 (165 Millionen) Dollar

hat die AIG (ja die AIG) an ihre Top-Leute ;-) an Boni ausgeschüttet. Profitiert haben davon besonders die 73 Mitarbeiter, die mehr als 1 Mio. bekommen haben. Interessanterweise sind dabei sogar Leute, die gar nicht mehr für die AIG arbeiten.

170 Milliarden Dollar Staatsgelder zum Überleben zu benötigen und zu knapp 80% dem Staat zu gehören, scheint offenbar als Hinweis auf die eigenen hervorragenden Managerqualitäten interpretiert zu werden.

Die US-Regierung ist ziemlich sauer und macht jetzt extra ein neues Gesetz und besteuert Boni, die höher als 10.000 Dollar sind und von Firmen im mehrheitlichen Staatsbesitz ausgeschüttet werden, mit einem extra hohen Steuersatz. Damit kann zumindest bei der AIG, Fannie Mae und Freddie Mac nichts bzw. nicht mehr viel anbrennen.

NYT: Cuomo Details Million-Dollar Bonuses at A.I.G.
Marketwatch: 73 AIG employees got at least $1 million, Cuomo says
Infectious Greed: Fun with AIG Bonuses

Spiegel: US-Regierung will AIG-Millionenboni zurückholen
FTD: Senator empfiehlt AIG-Chefs Selbstmord

Update (23:01)

Pandit von der Citigroup hat sich übrigens auch über 10 Millionen Gehalt inkl. Boni genehmigt. Nicht schlecht für eine Bank, die inzwischen zu 40% dem Staat gehört und ein mehr als Milliarden Dollar schweres Sicherheitsnetz vom Staat bekommen hat ...
FT Alphaville: Citi chief awarded $10.82m

Update (18.3.09)

Die Angestellten, die die Boni bekommen haben, sitzen zumindest teilweise in London. Da greifen die US-Gesetze natürlich ins Leere ...

Creditwritedowns: Has anyone figured out the AIG employees are in London?

Update 2 (18.3.09)

Interessantes Detail: Im endgültigen Rettungsvertrag für die AIG steht eine Klausel, die alle Boni für rechtmäßig erklärt, die vor der Rettung gewährt wurden. Danach sind die Boni natürlich in Ordnung und für die jetzige Aufregung fehlt eigentlich die Basis. OK, ich darf mich noch aufregen, aber die Senatoren, die das beschlossen haben, nicht.

Spannendes Detail: Diese Klausel wurde *nach* den Beratungen im Senat eingefügt oder besser gesagt eingeschmuggelt. Von wem ist (noch?) unklar. Das heißt, es ist richtig betrogen worden und es hat (mal wieder) niemand der Herren Senatoren durchgelesen, was er da eigentlich beschließen soll.

Econbrowser: AIG outrage

Barclays will Geld vom Staat - aber wollte nie Steuern zahlen.

OK, Steuern zahlen will kaum jemand, aber eine eigene Abteilung für "Steueroptimierung" haben die wenigsten. Bei Barclays waren 110 hochbezahlte Experten damit beschäftigt, Gewinne wenn möglich gar nicht anfallen zu lassen und wenn es sich nicht vermeiden ließ, in Länder zu "packen", in denen die Steuersätze möglichst niedrig waren.

Bei Barclays ging es in *einem einzigen* Jahr um 11,4 Milliarden britische Pfund, etwa 12,3 Mrd. Euro, die "steueroptimiert" werden sollten.

Dem Guardian wurde dieser Skandal von einem Insider zugetragen. Der Guardian hat daraus einen Artikel gemacht und diesen inkl. der Beweise, sprich der internen Dokumente, veröffentlicht. Diese musste der Guardian inzwischen alle wieder entfernen, aber immerhin macht der Guardian das offen und transparent und ändert nicht einfach heimlich den Artikel, wie es der Telegraph vor Kurzem gemacht hat (Zahl des Tages (11.02.09): 16.200.000.000.000)

Guardian: Revenue investigates Barclays tax mole claims
Guardian: Barclays gags Guardian over tax

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es nicht Webserver gäbe, die genau für solches Material gedacht sind. Das Material, das die vierte Säule der Demokratie (der Presse) nicht veröffentlicht, sei es, weil sie sich nicht traut oder weil es ihr untersagt wird. Also ein kurzer Check bei Wikileaks und Peng! da isses:

Wikileaks: Barclays Bank gags Guardian over leaked memos detailing offshore tax scam, 16 Mar 2009

Viel Spaß beim Lesen!

gefunden habe ich die Geschichte hier: Rebellmarkt: Menschen mit Waffen

Eigentlich sollten alle ihr Geld von solchen Banken fern halten, also quasi mit den Füßen abstimmen. Aber zumindest den Briten fehlt ja eine wirkliche Alternative. Und außerdem will ich hier besser nicht zum Bankrun aufrufen, ansonsten komme ich noch in den Knast. Obwohl mit DonAlfonso in einer Zelle ... Die ist bestimmt sehr stilvoll eingerichtet und wenn es dort Internet gibt ;-)

Update (16:21)

Noch drei kleine Links:
FT Alphaville: Barclays probed on tax issues
FT Alphaville: Barclays reaches for its lawyers…
FT Alphaville: A slow motion implosion at Barclays


Update (18.3.09):

Barclays findet das selbstverständlich alles in Ordnung:

FT Alphaville: Barclays defends its tax structuring

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