Langes Wochenende - Langes Video
Radiohead, volles Konzert aus dem letzten Herbst in Japan, 1:28 lang
15 Step
Just
There There
All I Need
Weird Fishes/Arpeggi
The Gloaming
Optimistic
Jigsaw Falling Into Place
Idioteque
Fake Plastic Trees
Bodysnatchers
Videotape
Paranoid Android
Reckoner
Everything In Its Right Place
My Iron Lung
How To Disappear Completely
Labels: diverses, Musik, video 2 Kommentare
Zahl des Tages (30.04.09): +17%
Der April war nicht nur wettermäßig hervorragend, sondern auch börsentechnisch. Der beste Monat seit 6 Jahren brachte ein Plus von knapp
17%.
Das ist doch mal was ...
Handelsblatt: Dax: bester Monat seit sechs Jahren
Der April war nicht nur wettermäßig hervorragend, sondern auch börsentechnisch. Der beste Monat seit 6 Jahren brachte ein Plus von knapp
17%.
Das ist doch mal was ...
Handelsblatt: Dax: bester Monat seit sechs Jahren
Labels: Börse, deutschland, Strategie, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
UK Immobilienpreise 04/09: -0,4% Vm (-15,0%)
Gegenüber dem Vormonat sanken die Preis um 0,4%, gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,0%. Berechnet hat die Zahlen die Hypothekenbank Nationwide.
Marketwatch: British home prices fall 0.4% in April
Oder direkt von der Quelle: Nationwide: April 2009 report (PDF).
Im Creditwritedowns-Artikel sind nette Grafiken enthalten (im PDF oben allerdings auch). Daran kann man schön sehen, dass die Fallgeschwindigkeit abnimmt, was wahrscheinlich darauf zurückgeht, dass die Immobilienpreise wieder auf dem langfristigen Durchschnitt angekommen ist.
Creditwritedowns: Nationwide: U.K. house prices resume their descent
Update (16:01)
Ha, zu lange gezögert. Das Handelsblatt war schneller:
Handelsblatt: Britischer Immobilienmarkt wieder auf Talfahrt
Gegenüber dem Vormonat sanken die Preis um 0,4%, gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,0%. Berechnet hat die Zahlen die Hypothekenbank Nationwide.
Marketwatch: British home prices fall 0.4% in April
Oder direkt von der Quelle: Nationwide: April 2009 report (PDF).
Im Creditwritedowns-Artikel sind nette Grafiken enthalten (im PDF oben allerdings auch). Daran kann man schön sehen, dass die Fallgeschwindigkeit abnimmt, was wahrscheinlich darauf zurückgeht, dass die Immobilienpreise wieder auf dem langfristigen Durchschnitt angekommen ist.
Creditwritedowns: Nationwide: U.K. house prices resume their descent
Update (16:01)
Ha, zu lange gezögert. Das Handelsblatt war schneller:
Handelsblatt: Britischer Immobilienmarkt wieder auf Talfahrt
Labels: großbritannien, Immobilienblase, uk, US-Immo, wirtschaft 0 Kommentare
Chrysler (nicht/doch) insolvent/gerettet
WSJ: Chrysler Chapter 11 Is Imminent
Daran könnte man dann auch ablesen, ob meine Spekulation auf eine GM Pleite wegen der CDS aufgeht oder nicht ...
Gleichzeitig meldet die WSJ (bis zur Sekunde ohne Artikel, nur Newsflash):
"Breaking News: Administration says Chrysler reorganization has "full support" of key stakeholders, largest creditors."
Dann vielleicht doch nicht Pleite.
Hmmm. Vielleicht waren auch einfach die meisten Gläubiger nicht über CDS abgesichert.
Übrigens wurden den Gläubigern (wohl) 30% des Nennwerts angeboten. So richtig doll ist das nicht.
Update (15:23)
Oder ist das ganze gar kein Entweder-Oder?
Restrukturierung UND Insolvenz geht ja auch ...
FAZ: Chrysler meldet Insolvenz an
Update (21:00)
So jetzt ist klar.
Einige Gläubiger haben nicht zugestimmt. Wahrscheinlich die, die sich per CDS abgesichert haben. Daraufhin platzte die Einigung. Als letztes Gebot lagen 2,25 Mrd. Dollar für die 6,9 Mrd. Dollar Schulden auf dem Tisch (also eine Quote von etwa 32%). Chrysler wird jetzt Insolvenz anmelden, dann gibt's nochmal Geld vom Staat und danach gibt es die Kooperation mit Fiat. Erst bekommt Fiat 20%, später 35% und zwar geschenkt. Dafür erhält Chrysler Zugriff auf die Technologie von Fiat.
Ich schätze, damit ist die Opel-Fiat-Geschichte hinfällig ... Fiat hat ja eigentlich nicht einmal genügend Geld, um für Chrysler was zu bezahlen.
Aber wer weiss. Vielleicht ist das alles auch ein perfides Spiel von Fiat. Denn die Lehre aus der Bankenkrise war ja: Werde so groß, dass du nicht mehr umfallen darfst. Fiat + Opel +Chrysler hätte auf jeden Fall eine Größe, die bei einer Krise jeden Politiker in Europa und Amerika sofort das Portmonee zücken ließen.
Tagesschau: Fiat soll Chrysler retten
Handelsblatt: Fiat steigt bei Chrysler ein
FAZ: Kommentar: Chrysler beim Chirurgen
Und zum Schluss ein paar praktisch Tipps für die drei Leute, die sich einen Chrysler haben und sich jetzt fragen, was denn da wohl mit der Garantie und den Reparaturen ist
Der Westen: Was die Chrysler-Insolvenz für Autobesitzer bedeutet
WSJ: Chrysler Chapter 11 Is Imminent
Daran könnte man dann auch ablesen, ob meine Spekulation auf eine GM Pleite wegen der CDS aufgeht oder nicht ...
Gleichzeitig meldet die WSJ (bis zur Sekunde ohne Artikel, nur Newsflash):
"Breaking News: Administration says Chrysler reorganization has "full support" of key stakeholders, largest creditors."
Dann vielleicht doch nicht Pleite.
Hmmm. Vielleicht waren auch einfach die meisten Gläubiger nicht über CDS abgesichert.
Übrigens wurden den Gläubigern (wohl) 30% des Nennwerts angeboten. So richtig doll ist das nicht.
Update (15:23)
Oder ist das ganze gar kein Entweder-Oder?
Restrukturierung UND Insolvenz geht ja auch ...
FAZ: Chrysler meldet Insolvenz an
Update (21:00)
So jetzt ist klar.
Einige Gläubiger haben nicht zugestimmt. Wahrscheinlich die, die sich per CDS abgesichert haben. Daraufhin platzte die Einigung. Als letztes Gebot lagen 2,25 Mrd. Dollar für die 6,9 Mrd. Dollar Schulden auf dem Tisch (also eine Quote von etwa 32%). Chrysler wird jetzt Insolvenz anmelden, dann gibt's nochmal Geld vom Staat und danach gibt es die Kooperation mit Fiat. Erst bekommt Fiat 20%, später 35% und zwar geschenkt. Dafür erhält Chrysler Zugriff auf die Technologie von Fiat.
Ich schätze, damit ist die Opel-Fiat-Geschichte hinfällig ... Fiat hat ja eigentlich nicht einmal genügend Geld, um für Chrysler was zu bezahlen.
Aber wer weiss. Vielleicht ist das alles auch ein perfides Spiel von Fiat. Denn die Lehre aus der Bankenkrise war ja: Werde so groß, dass du nicht mehr umfallen darfst. Fiat + Opel +Chrysler hätte auf jeden Fall eine Größe, die bei einer Krise jeden Politiker in Europa und Amerika sofort das Portmonee zücken ließen.
Tagesschau: Fiat soll Chrysler retten
Handelsblatt: Fiat steigt bei Chrysler ein
FAZ: Kommentar: Chrysler beim Chirurgen
Und zum Schluss ein paar praktisch Tipps für die drei Leute, die sich einen Chrysler haben und sich jetzt fragen, was denn da wohl mit der Garantie und den Reparaturen ist
Der Westen: Was die Chrysler-Insolvenz für Autobesitzer bedeutet
Labels: auto, politik, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
Zahl des Tages (29.04.09): -6,1%
Heute gab es die erste Schätzung (genauer gesagt die Vorabschätzung) für das Wirtschafts"wachstum" in den USA im ersten Quartal 2009. Dafür wurde im Schnitt bereits ein Minus von 4,6% bis 5,1% erwartet, es kam aber noch schlimmer. Um
6,1%
ist die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Dabei handelt es sich wie in den USA üblich um eine annualisierte Zahl, sprich das Quartalsminus wird mit 4 multipliziert und somit auf ein ganzes Jahr hochgerechnet.
Damit ist das erste Quartal etwa genauso mies wie das vierte Quartal 2008, das am Ende mit -6,3% kam. Diese zwei Quartale zusammengerechnet ergeben das schlechteste Halbsjahr seit
Aber nicht alles muss in Tiefschwarz gemalt werden. Die "verfügbaren Einkommen" sind überraschend um 6,2% gestiegen (da bohre ich nochmal nach, die Zahl ist eigentlich zuuu gut). Eine zweite positiv zu wertende Zahl sind die Lagerbestände, die kräftig reduziert wurden. Allein dieser Effekt hat zu 2,8 Prozentpunkten Minus im BIP geführt, das heisst, dass fast die Hälfte des BIP-Minus auf die Änderung im Lagerbestand zurückgeht. Da solche Lagerbestandsänderungen nie besonders nachhaltig sind, darf man das als kurzfristigen Effekt werten. Anders ausgedrückt: Lange können die Lagerbestände in diesem Tempo nicht sinken ... Und dann wäre das BIP-Minus gar nicht so schlimm gewesen wie es auf den ersten Blick aussieht.
Marketwatch: GDP falls 6.1% in first quarter on record drop in investment
Zum Original: GROSS DOMESTIC PRODUCT: FIRST QUARTER 2009 (ADVANCE)
Update (21:00)
Noch ein paar Highlights aus den BIP-Zahlen:
The Big Picture: GDP Falls 6.1%
Heute gab es die erste Schätzung (genauer gesagt die Vorabschätzung) für das Wirtschafts"wachstum" in den USA im ersten Quartal 2009. Dafür wurde im Schnitt bereits ein Minus von 4,6% bis 5,1% erwartet, es kam aber noch schlimmer. Um
6,1%
ist die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Dabei handelt es sich wie in den USA üblich um eine annualisierte Zahl, sprich das Quartalsminus wird mit 4 multipliziert und somit auf ein ganzes Jahr hochgerechnet.
Damit ist das erste Quartal etwa genauso mies wie das vierte Quartal 2008, das am Ende mit -6,3% kam. Diese zwei Quartale zusammengerechnet ergeben das schlechteste Halbsjahr seit
Aber nicht alles muss in Tiefschwarz gemalt werden. Die "verfügbaren Einkommen" sind überraschend um 6,2% gestiegen (da bohre ich nochmal nach, die Zahl ist eigentlich zuuu gut). Eine zweite positiv zu wertende Zahl sind die Lagerbestände, die kräftig reduziert wurden. Allein dieser Effekt hat zu 2,8 Prozentpunkten Minus im BIP geführt, das heisst, dass fast die Hälfte des BIP-Minus auf die Änderung im Lagerbestand zurückgeht. Da solche Lagerbestandsänderungen nie besonders nachhaltig sind, darf man das als kurzfristigen Effekt werten. Anders ausgedrückt: Lange können die Lagerbestände in diesem Tempo nicht sinken ... Und dann wäre das BIP-Minus gar nicht so schlimm gewesen wie es auf den ersten Blick aussieht.
Marketwatch: GDP falls 6.1% in first quarter on record drop in investment
Zum Original: GROSS DOMESTIC PRODUCT: FIRST QUARTER 2009 (ADVANCE)
Update (21:00)
Noch ein paar Highlights aus den BIP-Zahlen:
The Big Picture: GDP Falls 6.1%
Labels: Rezession, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 4 Kommentare
Bankenbilanz Fake Nr. 4: Die Deutsche Bank
Aber (wie nicht wirklich anders zu erwarten war) beruhen auch die guten Zahlen der Deutschen Bank auf "Bilanzoptimierungen".
Die Deutsche Bank hat gut 31 Milliarden Assets vom Umlaufvermögen (muss zu Marktpreisen bewertet werden; Mark-to-Market) ins Anlagevermögen (kann mit dem wahren Wert bilanziert werden; Mark-to-Value) umgebucht. Dadurch "sparte" sich die Deutsche Bank Abschreibungen in Höhe von mehr als 1 Milliarde Euro.
Und was lesen/hören/sehen wir in großen Teilen der Medien? Ackermann macht tolle Gewinne. Und was erzählen uns die Politiker? Dass die Gewinn unverschämt ist.
Und was erzählt uns Ackermann? Dass er die Dankbarkeit der Öffentlichkeit wegen des tollen Ergebnisses vermisst.
Alles ziemlich am Thema vorbei ...
Focus: Rendite dank Bilanztricks
Zeitenwende.ch: Pimp up my profit
Einen anderen Aspekt gibt es noch hier:
Weissgarnix: Dank des Vaterlandes#
Update (12:29)
Einen Artikel zur Deutsche Bank Bilanz und dem angeblichen Hebel von 25, der sich aus einer Bilanzsumme von über 2 Billionen bei einem Eigenkapital von etwa 34 Mrd. errechnet (ergibt natürlich eigentlich eher 60):
FTD: 1121 Mrd. Euro und nichts dahinter
Update (12:37)
Eine ziemlich detaillierte Analyse der Bilanz, die den oben genannten Punkt aber nicht herausarbeitet ...
FAZ: Die Aktie bleibt heiß
Aber (wie nicht wirklich anders zu erwarten war) beruhen auch die guten Zahlen der Deutschen Bank auf "Bilanzoptimierungen".
Die Deutsche Bank hat gut 31 Milliarden Assets vom Umlaufvermögen (muss zu Marktpreisen bewertet werden; Mark-to-Market) ins Anlagevermögen (kann mit dem wahren Wert bilanziert werden; Mark-to-Value) umgebucht. Dadurch "sparte" sich die Deutsche Bank Abschreibungen in Höhe von mehr als 1 Milliarde Euro.
Und was lesen/hören/sehen wir in großen Teilen der Medien? Ackermann macht tolle Gewinne. Und was erzählen uns die Politiker? Dass die Gewinn unverschämt ist.
Und was erzählt uns Ackermann? Dass er die Dankbarkeit der Öffentlichkeit wegen des tollen Ergebnisses vermisst.
Alles ziemlich am Thema vorbei ...
Focus: Rendite dank Bilanztricks
Zeitenwende.ch: Pimp up my profit
Einen anderen Aspekt gibt es noch hier:
Weissgarnix: Dank des Vaterlandes#
Update (12:29)
Einen Artikel zur Deutsche Bank Bilanz und dem angeblichen Hebel von 25, der sich aus einer Bilanzsumme von über 2 Billionen bei einem Eigenkapital von etwa 34 Mrd. errechnet (ergibt natürlich eigentlich eher 60):
FTD: 1121 Mrd. Euro und nichts dahinter
Update (12:37)
Eine ziemlich detaillierte Analyse der Bilanz, die den oben genannten Punkt aber nicht herausarbeitet ...
FAZ: Die Aktie bleibt heiß
Labels: bankenpleite, deutschland, US-Immo, wirtschaft 4 Kommentare
BofA: Wir brauchen (viel!) mehr Geld!
Miller geht von bis zu 70 Mrd. zusätzlichem Eigenkapital für die Bank of America aus, sollte die Arbeitslosigkeit auf 12% (wie im negativen Szenario des Stresstest angenommen) steigen.
Hmmm.
Zerohedge: FBR: Bank Of America Needs $70 Billion (Dank an mash für den Hinweis!)
BofA und Citi: Wir brauchen mehr Geld!
Dass auf der heutigen Hauptversammlung mit einem Aufstand der Aktionäre gerechnet wird, ist da sicherlich nicht ganz überraschend ... Wobei Aufstände auf HVs in den USA richtig selten sind. Die meisten HVs finden (defakto, nicht erzwungen) unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Handelsblatt: Genug ist genug
Miller geht von bis zu 70 Mrd. zusätzlichem Eigenkapital für die Bank of America aus, sollte die Arbeitslosigkeit auf 12% (wie im negativen Szenario des Stresstest angenommen) steigen.
Hmmm.
Zerohedge: FBR: Bank Of America Needs $70 Billion (Dank an mash für den Hinweis!)
BofA und Citi: Wir brauchen mehr Geld!
Dass auf der heutigen Hauptversammlung mit einem Aufstand der Aktionäre gerechnet wird, ist da sicherlich nicht ganz überraschend ... Wobei Aufstände auf HVs in den USA richtig selten sind. Die meisten HVs finden (defakto, nicht erzwungen) unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Handelsblatt: Genug ist genug
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Zahl des Tages (28.04.09): 17
Davon brauchen (gerüchtehalber)
17
neues Kapital.
Wie viel Kapital weiss niemand. Ob die 17 stimmt, auch nicht. Aber allein, dass fast die Hälfte der Banken als problematisch betrachtet wird, finde ich schon ziemlich erschreckend ... Denn das ist am Ende auch der Beweis dafür, dass nicht nur die Banken an der Wall Street völlig durchgeknallt waren, sondern die Banken "auf dem platten Land" ebenfalls ... (wobei sich das auch schon durch die FDIC-Nachrichten an fast jedem Wochenende ablesen liess).
Marketwatch: Seventeen regional banks may need to raise capital
Davon brauchen (gerüchtehalber)
17
neues Kapital.
Wie viel Kapital weiss niemand. Ob die 17 stimmt, auch nicht. Aber allein, dass fast die Hälfte der Banken als problematisch betrachtet wird, finde ich schon ziemlich erschreckend ... Denn das ist am Ende auch der Beweis dafür, dass nicht nur die Banken an der Wall Street völlig durchgeknallt waren, sondern die Banken "auf dem platten Land" ebenfalls ... (wobei sich das auch schon durch die FDIC-Nachrichten an fast jedem Wochenende ablesen liess).
Marketwatch: Seventeen regional banks may need to raise capital
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 2 Kommentare
Ein Sponsor, der unsichtbar bleiben möchte ...
Ein Sponsor, der sich versteckt. Was es nicht alles gibt ...
Mehr hier:
FAZ: Finanzkrise auf dem Grün
Ein Sponsor, der sich versteckt. Was es nicht alles gibt ...
Mehr hier:
FAZ: Finanzkrise auf dem Grün
Labels: bankenpleite, Sport, US-Immo, usa, wirtschaft 2 Kommentare
Case-Shiller US-Hauspreisindex 02/09: -2,2% Vm (-18,6% Vj)
Gegenüber dem Vorjahr liegt das Minus bei 18,6% (19,0% im Januar). Auch das zeigt, dass die 2,2% Minus wenig beruhigend sind, denn das ist ein Rückgang der größer ist als der durchschnittliche monatliche Rückgang im letzten Jahr. Und der war ja schon schlimm genug ...
Edward Harrison hat noch ein paar nette Datenpunkte herausgepickt:
Phoenix, Arizona ist die erste Region, in der sich die Preise halbiert haben. Detroit ist auf den Stand von 1996 zurückgefallen. Mehr in seinem Blog Creditwritedowns.
S&P/Case-Shiller Home Price Indices - February 2009
Creditwritedowns: Case-Shiller: green shoots, yes but pretty grim nonetheless
Marketwatch: Pace of home-price declines slows: Case-Shiller
Update (17:06)
Immer gut, weil die Preisentwicklung grafisch drin ist:
The Big Picture: Case-Shiller Home Prices Index Down 31.6% from Peak
Gegenüber dem Vorjahr liegt das Minus bei 18,6% (19,0% im Januar). Auch das zeigt, dass die 2,2% Minus wenig beruhigend sind, denn das ist ein Rückgang der größer ist als der durchschnittliche monatliche Rückgang im letzten Jahr. Und der war ja schon schlimm genug ...
Edward Harrison hat noch ein paar nette Datenpunkte herausgepickt:
Phoenix, Arizona ist die erste Region, in der sich die Preise halbiert haben. Detroit ist auf den Stand von 1996 zurückgefallen. Mehr in seinem Blog Creditwritedowns.
S&P/Case-Shiller Home Price Indices - February 2009
Creditwritedowns: Case-Shiller: green shoots, yes but pretty grim nonetheless
Marketwatch: Pace of home-price declines slows: Case-Shiller
Update (17:06)
Immer gut, weil die Preisentwicklung grafisch drin ist:
The Big Picture: Case-Shiller Home Prices Index Down 31.6% from Peak
Labels: Immobilienblase, US-Immo, usa, wirtschaft 2 Kommentare
CDS werden GM vernichten
Das ist ein ziemlich klassischer Debt-To-Equity-Swap, der im Fall von Überschuldungen relativ häufig gemacht wird. In den letzten Jahren hat sich jedoch eines geändert und das macht solche Sanierungen möglicherweise komplett unmöglich: Es gibt jetzt CDS. Mit diesen Credit Default Swaps schließt man eine Kreditausfallversicherung ab. Das heißt im Fall einer Pleite zahlt mir die Versicherung den Ausfall. Das läuft technisch etwas komplexer ab, aber diese Details sind jetzt nicht so wichtig.
Wichtig ist nur: Jeder, der einen CDS auf die GM-Bonds abgeschlossen hat, ist es bei einem Kurs von 100% egal, ob die Anleihe ausfällt oder nicht. Liegt der Kurs allerdings unter 100% und ist das Umtauschangebot auch auf diesem niedrigen Niveau kalkuliert, hat er kein Interesse, die Firma zu retten. Im Gegenteil: Für den per CDS-abgesicherten GM-Anleiheeigner ist die Insolvenz sogar interessanter, weil er dann nahezu sofort 100% bekommt. Ohne langes Warten, ohne weiteres Risiko.
Man kann das vergleichen mit einer Vollkasko-Autoversicherung, die keinen Schadensfreiheitsrabatt kennt und immer den Neuwert eines Autos auszahlt. Gäbe es eine solche Versicherung, würden auch alle ihr Auto alle paar Jahre frontal vor die Wand fahren. Und sich dann mit dem Geld ein neues Auto kaufen.
Genau das ist ein CDS: Die Insolvenz abzuwarten, ist weder Betrug noch zieht sie irgendwelche Konsequenzen nach sich (also eine höhere Prämie für die nächste Versicherung).
Im Fall der Auto-Vollkasko-Rundum-Glücklich-Police von oben wird jedem schnell klar wird, dass eine Versicherung so nicht funktionieren kann,. Diese Erkenntnis ist den hochbezahlten Experten an der Wall Street, die die CDS konstruiert haben, aber scheinbar noch nicht gekommen ...
Wenn man jetzt wüsste, wie viel Prozent der GM-Bonds mit CDS abgesichert wurden, könnte man auch direkt die Wahrscheinlichkeit für das Scheitern des Angebots ableiten (es reichen ja 10% Ablehnung). Denn die CDS-Käufer werden das Umtauschangebot nicht annehmen. Sie wäre ja auch blöd. Erst für den CDS Geld bezahlen und dann am Ende die versprochene Leistung nicht in Anspruch nehmen ...
Gefunden habe ich den Hinweis auf die CDS im Barrons:
Barrons: Pontiac Goes From GTO To KOed In GM’s Latest Restructuring Plan
Update (15:45):
(habe ich auch schon unter den GM-Artikel von gestern ergänzt, passt aber hier besser hin)
Wie erwartet sind die "Freien" Gläubiger wenig begeistert, da sie nur 10%, der Staat jedoch 50% bekommt, obwohl beide Schulden in ungefähr der gleichen Höhe einbringen. GM Chef Henderson sagt, dafür könne er nichts, der Staat hätte die Bedingungen diktiert.
Riecht ein wenig nach Absicht der Regierung. Erst den freien Gläubigern ein inakzeptables Angebot unterbreiten, diese lehnen dann ab und dann bekommt die Regierung doch noch das scheinbar angestrebte Ziel: Die Insolvenz. Der Unterschied zur direkten Insolvenz: Man hat einen Schuldigen: Die freien Gläubiger ...
FAZ: GM-Gläubiger weisen Sanierungsplan zurück
FTD: GM-Gläubiger schimpfen auf Rettungsplan
Update (13.05.09)
Ein anonymer Kommentator hat eine interessante Zahl nachgereicht. Angeblich (man kann das mangels öffentlicher Datenquellen nicht nachprüfen, übrigens eines der grundsätzlichen Probleme bei CDS) stehen nur etwa 2 bis 2,5 Mrd. Dollar an CDS auf GM Anleihen aus. Da nicht alle Halter der CDS auch Anleihen besitzen, könnte der Teil noch geringer sein.
Aber auch wenn die CDS-Halter allein nicht die 10% erreichen, die zur Ablehnung führen würden, könnte die CDS-Besitzer immer noch die größte Gruppe der Widerständler stellen.
Das ist ein ziemlich klassischer Debt-To-Equity-Swap, der im Fall von Überschuldungen relativ häufig gemacht wird. In den letzten Jahren hat sich jedoch eines geändert und das macht solche Sanierungen möglicherweise komplett unmöglich: Es gibt jetzt CDS. Mit diesen Credit Default Swaps schließt man eine Kreditausfallversicherung ab. Das heißt im Fall einer Pleite zahlt mir die Versicherung den Ausfall. Das läuft technisch etwas komplexer ab, aber diese Details sind jetzt nicht so wichtig.
Wichtig ist nur: Jeder, der einen CDS auf die GM-Bonds abgeschlossen hat, ist es bei einem Kurs von 100% egal, ob die Anleihe ausfällt oder nicht. Liegt der Kurs allerdings unter 100% und ist das Umtauschangebot auch auf diesem niedrigen Niveau kalkuliert, hat er kein Interesse, die Firma zu retten. Im Gegenteil: Für den per CDS-abgesicherten GM-Anleiheeigner ist die Insolvenz sogar interessanter, weil er dann nahezu sofort 100% bekommt. Ohne langes Warten, ohne weiteres Risiko.
Man kann das vergleichen mit einer Vollkasko-Autoversicherung, die keinen Schadensfreiheitsrabatt kennt und immer den Neuwert eines Autos auszahlt. Gäbe es eine solche Versicherung, würden auch alle ihr Auto alle paar Jahre frontal vor die Wand fahren. Und sich dann mit dem Geld ein neues Auto kaufen.
Genau das ist ein CDS: Die Insolvenz abzuwarten, ist weder Betrug noch zieht sie irgendwelche Konsequenzen nach sich (also eine höhere Prämie für die nächste Versicherung).
Im Fall der Auto-Vollkasko-Rundum-Glücklich-Police von oben wird jedem schnell klar wird, dass eine Versicherung so nicht funktionieren kann,. Diese Erkenntnis ist den hochbezahlten Experten an der Wall Street, die die CDS konstruiert haben, aber scheinbar noch nicht gekommen ...
Wenn man jetzt wüsste, wie viel Prozent der GM-Bonds mit CDS abgesichert wurden, könnte man auch direkt die Wahrscheinlichkeit für das Scheitern des Angebots ableiten (es reichen ja 10% Ablehnung). Denn die CDS-Käufer werden das Umtauschangebot nicht annehmen. Sie wäre ja auch blöd. Erst für den CDS Geld bezahlen und dann am Ende die versprochene Leistung nicht in Anspruch nehmen ...
Gefunden habe ich den Hinweis auf die CDS im Barrons:
Barrons: Pontiac Goes From GTO To KOed In GM’s Latest Restructuring Plan
Update (15:45):
(habe ich auch schon unter den GM-Artikel von gestern ergänzt, passt aber hier besser hin)
Wie erwartet sind die "Freien" Gläubiger wenig begeistert, da sie nur 10%, der Staat jedoch 50% bekommt, obwohl beide Schulden in ungefähr der gleichen Höhe einbringen. GM Chef Henderson sagt, dafür könne er nichts, der Staat hätte die Bedingungen diktiert.
Riecht ein wenig nach Absicht der Regierung. Erst den freien Gläubigern ein inakzeptables Angebot unterbreiten, diese lehnen dann ab und dann bekommt die Regierung doch noch das scheinbar angestrebte Ziel: Die Insolvenz. Der Unterschied zur direkten Insolvenz: Man hat einen Schuldigen: Die freien Gläubiger ...
FAZ: GM-Gläubiger weisen Sanierungsplan zurück
FTD: GM-Gläubiger schimpfen auf Rettungsplan
Update (13.05.09)
Ein anonymer Kommentator hat eine interessante Zahl nachgereicht. Angeblich (man kann das mangels öffentlicher Datenquellen nicht nachprüfen, übrigens eines der grundsätzlichen Probleme bei CDS) stehen nur etwa 2 bis 2,5 Mrd. Dollar an CDS auf GM Anleihen aus. Da nicht alle Halter der CDS auch Anleihen besitzen, könnte der Teil noch geringer sein.
Aber auch wenn die CDS-Halter allein nicht die 10% erreichen, die zur Ablehnung führen würden, könnte die CDS-Besitzer immer noch die größte Gruppe der Widerständler stellen.
Labels: auto, US-Immo, usa, wirtschaft 8 Kommentare
BofA und Citi: Wir brauchen mehr Geld! (Udpate!)
Laut Wall Street Journal braucht allein die Bank of America weitere Milliarden. Bei der Citigroup gibt es noch keine Gerüchte über die Größe des Lochs in der Bilanz. Einige Banken wie Wells Fargo (die bisher relativ gut durch die Krise gekommen sind), bekommen jetzt zunehmend Probleme mit den Hypotheken für Gewerbeimmobilien (siehe auch hier: Zahl des Tages (19.04.09): 27.300.000.000). Auch bei diesen Banken wird über neuen Eigenkapitalbedarf spekuliert.
Bis auf Goldman Sachs, die sich als erstes ein schönes Ergebnis zusammengelogen haben (1,7 Mrd. Gewinn-Fake bei Goldman Sachs) und danach schnell in die positive Stimmung eine Kapitalerhöhung platziert haben, dürften die anderen Banken keine realistische Chance auf eine erfolgreiche Kapitalerhöhung haben (der Trick funktioniert nicht mehr). Es sei denn, der Käufer ist der Staat ...
Und darauf läuft's wohl wieder hinaus: Kapitalerhöhungen zu unrealistisch hohen Kursen, gezeichnet durch den Steuerzahler. :-(
WSJ:Fed Pushes Citi, BofA to Increase Capital
Marketwatch: WSJ: Fed says Citi, Bank of America need more capital: WSJ
Update (10:44)
Handelsblatt: Ein paar Dollar mehr für Citi und Bofa
Update (11:31)
Creditwritedowns.com: Stress tests reveal Citi and BofA need more capital, but you knew that already
Update (16:39)
Noch ein interessanter Link:
FT Alphaville: And the results of the US bank stress test are…
Update (29.04.09)
Übrigens ist das Eigenkapital bei 6 der 19 Großbanken scheinbar so knapp, dass die Fed nicht einmal das Worst-Case-Szenario durchrechnen muss, um auf neuen Kapitalbedarf zu kommen ...
Bloomberg: Fed Is Said to Seek Capital for at Least Six Banks (Update1)
Laut Wall Street Journal braucht allein die Bank of America weitere Milliarden. Bei der Citigroup gibt es noch keine Gerüchte über die Größe des Lochs in der Bilanz. Einige Banken wie Wells Fargo (die bisher relativ gut durch die Krise gekommen sind), bekommen jetzt zunehmend Probleme mit den Hypotheken für Gewerbeimmobilien (siehe auch hier: Zahl des Tages (19.04.09): 27.300.000.000). Auch bei diesen Banken wird über neuen Eigenkapitalbedarf spekuliert.
Bis auf Goldman Sachs, die sich als erstes ein schönes Ergebnis zusammengelogen haben (1,7 Mrd. Gewinn-Fake bei Goldman Sachs) und danach schnell in die positive Stimmung eine Kapitalerhöhung platziert haben, dürften die anderen Banken keine realistische Chance auf eine erfolgreiche Kapitalerhöhung haben (der Trick funktioniert nicht mehr). Es sei denn, der Käufer ist der Staat ...
Und darauf läuft's wohl wieder hinaus: Kapitalerhöhungen zu unrealistisch hohen Kursen, gezeichnet durch den Steuerzahler. :-(
WSJ:Fed Pushes Citi, BofA to Increase Capital
Marketwatch: WSJ: Fed says Citi, Bank of America need more capital: WSJ
Update (10:44)
Handelsblatt: Ein paar Dollar mehr für Citi und Bofa
Update (11:31)
Creditwritedowns.com: Stress tests reveal Citi and BofA need more capital, but you knew that already
Update (16:39)
Noch ein interessanter Link:
FT Alphaville: And the results of the US bank stress test are…
Update (29.04.09)
Übrigens ist das Eigenkapital bei 6 der 19 Großbanken scheinbar so knapp, dass die Fed nicht einmal das Worst-Case-Szenario durchrechnen muss, um auf neuen Kapitalbedarf zu kommen ...
Bloomberg: Fed Is Said to Seek Capital for at Least Six Banks (Update1)
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Zahl des Tages (27.04.09): 1%
Das Verfahren heisst Debt-To-Equity-Deal. Man bietet den Gläubigern den Umtausch der Anleihen (sprich Schulden) in Aktien an. Das kann für die Gläubiger ein sinnvolles Geschäft sein, denn u.U. ist nach der erfolgreichen Umstrukturierung der Anteil an der Firma mehr wert als die Rückzahlung der Anleihen ohne Umstrukturierung ergeben hätte.
Wie sieht der Deal aus? GM bietet an, 1000 Dollar Anleihen in 225 neue Aktien umzutauschen. Daraus errechnet sich ein theoretischer Wert der GM-Aktien von 4,44 Dollar. Das ist natürlich viel mehr als der aktuelle Kurs (heute 2,20 nach +30% zum Vortag), wobei die Anzahl der Aktien kräftig steigt. Allerdings kosten die Anleihen von GM auch nicht einmal ansatzweise die 1000 Dollar Nennwert (eher 100 bis 250 Dollar je 1000 Dollar Nennwert). Der Wert der neuen Aktien mag gerechtfertigt sein, denn die Firma hat nachher auch viel weniger Schulden. Um genau zu sein, 27 Milliarden Dollar weniger.
Daraus kann man jetzt eine weitere Zahl ausrechnen: Wenn das Volumen 27 Mrd. Dollar beträgt und für jeweils 1.000 Dollar 225 neue Aktien ausgegeben werden, gibt es knapp 6,1 Milliarden neue Aktien. GM hat akuell etwa 600 Millionen ausstehende Aktien. Der Anteil der Altaktionäre sinkt also auf weniger als 10% (600 Millionen von 6,7 Mrd. insgesamt).
Da allerdings auch der Pensions- und Gesundheitsfonds für die GM Mitarbeiter in das Programm mit einbezogen werden sollen (Details stehen scheinbar noch nicht fest), sinkt der Anteil der Altaktionäre nach Berechnungen des Wall Street Journals auf magere
1%.
Das ist nicht wirklich weit von einer Komplettenteignung entfernt ... Man könnte auch von Chapter 11 ohne Chapter 11 sprechen ...
(Zumindest hat das WSJ die 1% im E-Mail-Alert angekündigt, leider kann ich die Zahlen online nicht finden und gebe das mit der gebotenen Zurückhaltung weiter, denn auch das WSJ irrt sich manchmal, wen auch nur selten. Sollte ich noch eine Quelle finden, reiche ich da nach. Wenn ihr eine findet, bitte einen Kommentar hinterlassen!).
Da der US-Staat GM inzwischen richtig viel Schulden von GM hält, wäre nach einem Umtausch dieser Anleihen zu ähnlichen Bedingungen der Staat größter Aktionär bei GM: GM = Government Motors (weitere Vorschläge zur Bedeutung von GM: The big Picture: Top 10 Things the Letters “GM” Stands For. Gut gefällt mir auch Giant Mess oder Great Mistake ;-) )
Übrigens droht GM auch direkt mit Insolvenz zum 1. Juni, sollten nicht mindestens 90% der Anleger das Angebot annehmen. Einen Monat hat man Zeit sich das zu überlegen.
Weitere Details: Die Marke Pontiac wird aufgegeben. Die Anzahl der Arbeitsplätze soll um 21.000 auf 40.000, die Anzahl der Fabriken um 16 auf 31 . Das Händlernetz soll um gut 40% eingedampft werden.
Marketwatch: GM offers creditors $27 billion in stock-for-debt deal
Handelsblatt: General Motors filetiert sich selbst
WSJ: GM Press Release on Updated Viability Plan
Das Umtauschangebot im Original:
GM: Form S4 - 26.04.09
Update (28.04.09)
Die FTD hat ein paar Details mehr:
Die Einigung mit der Gewerkschaft sichert dieser 40% an der "neuen" GM. Der Staat erhält für die etwa 30 Mrd. Dollar Unterstützung etwa 50%, die oben beschriebenen freien Anleihenkäufer etwa 10%.
Der Unterschied zwischen Staat und freien Anleihenkäufer ist relativ heftig, denn in beiden Fällen werden ungefähr 30 Mrd. in Aktien umgetauscht. Die freien erhalten dafür aber nur 10%, der Staat das Fünffache, nämlich 50% an der neuen GM.
Ich schätze, das gibt Ärger!
FTD: Wie sich General Motors retten will
Update (28.04.):
Wie erwartet sind die "Freien" Gläubiger wenig begeistert, dass sie nur 10%, der Staat jedoch 50% bekommt, obwohl beide Schulden in ungefähr der gleichen Höhe einbringen. GM Chef Henderson sagt, dafür könne er nichts, der Staat hätte die Bedingungen diktiert.
Riecht ein wenig nach Absicht. Erst den freien Gläubigern ein inakzeptables Angebot unterbreiten, diese lehnen dann ab und dann bekommt die Regierung doch noch das scheinbar angestrebte Ziel: Die Insolvenz. Der Unterschied zur direkten Insolvenz: Man hat einen Schuldigen: Die freien Gläubiger ...
FAZ: GM-Gläubiger weisen Sanierungsplan zurück
FTD: GM-Gläubiger schimpfen auf Rettungsplan
Das Verfahren heisst Debt-To-Equity-Deal. Man bietet den Gläubigern den Umtausch der Anleihen (sprich Schulden) in Aktien an. Das kann für die Gläubiger ein sinnvolles Geschäft sein, denn u.U. ist nach der erfolgreichen Umstrukturierung der Anteil an der Firma mehr wert als die Rückzahlung der Anleihen ohne Umstrukturierung ergeben hätte.
Wie sieht der Deal aus? GM bietet an, 1000 Dollar Anleihen in 225 neue Aktien umzutauschen. Daraus errechnet sich ein theoretischer Wert der GM-Aktien von 4,44 Dollar. Das ist natürlich viel mehr als der aktuelle Kurs (heute 2,20 nach +30% zum Vortag), wobei die Anzahl der Aktien kräftig steigt. Allerdings kosten die Anleihen von GM auch nicht einmal ansatzweise die 1000 Dollar Nennwert (eher 100 bis 250 Dollar je 1000 Dollar Nennwert). Der Wert der neuen Aktien mag gerechtfertigt sein, denn die Firma hat nachher auch viel weniger Schulden. Um genau zu sein, 27 Milliarden Dollar weniger.
Daraus kann man jetzt eine weitere Zahl ausrechnen: Wenn das Volumen 27 Mrd. Dollar beträgt und für jeweils 1.000 Dollar 225 neue Aktien ausgegeben werden, gibt es knapp 6,1 Milliarden neue Aktien. GM hat akuell etwa 600 Millionen ausstehende Aktien. Der Anteil der Altaktionäre sinkt also auf weniger als 10% (600 Millionen von 6,7 Mrd. insgesamt).
Da allerdings auch der Pensions- und Gesundheitsfonds für die GM Mitarbeiter in das Programm mit einbezogen werden sollen (Details stehen scheinbar noch nicht fest), sinkt der Anteil der Altaktionäre nach Berechnungen des Wall Street Journals auf magere
1%.
Das ist nicht wirklich weit von einer Komplettenteignung entfernt ... Man könnte auch von Chapter 11 ohne Chapter 11 sprechen ...
(Zumindest hat das WSJ die 1% im E-Mail-Alert angekündigt, leider kann ich die Zahlen online nicht finden und gebe das mit der gebotenen Zurückhaltung weiter, denn auch das WSJ irrt sich manchmal, wen auch nur selten. Sollte ich noch eine Quelle finden, reiche ich da nach. Wenn ihr eine findet, bitte einen Kommentar hinterlassen!).
Da der US-Staat GM inzwischen richtig viel Schulden von GM hält, wäre nach einem Umtausch dieser Anleihen zu ähnlichen Bedingungen der Staat größter Aktionär bei GM: GM = Government Motors (weitere Vorschläge zur Bedeutung von GM: The big Picture: Top 10 Things the Letters “GM” Stands For. Gut gefällt mir auch Giant Mess oder Great Mistake ;-) )
Übrigens droht GM auch direkt mit Insolvenz zum 1. Juni, sollten nicht mindestens 90% der Anleger das Angebot annehmen. Einen Monat hat man Zeit sich das zu überlegen.
Weitere Details: Die Marke Pontiac wird aufgegeben. Die Anzahl der Arbeitsplätze soll um 21.000 auf 40.000, die Anzahl der Fabriken um 16 auf 31 . Das Händlernetz soll um gut 40% eingedampft werden.
Marketwatch: GM offers creditors $27 billion in stock-for-debt deal
Handelsblatt: General Motors filetiert sich selbst
WSJ: GM Press Release on Updated Viability Plan
Das Umtauschangebot im Original:
GM: Form S4 - 26.04.09
Update (28.04.09)
Die FTD hat ein paar Details mehr:
Die Einigung mit der Gewerkschaft sichert dieser 40% an der "neuen" GM. Der Staat erhält für die etwa 30 Mrd. Dollar Unterstützung etwa 50%, die oben beschriebenen freien Anleihenkäufer etwa 10%.
Der Unterschied zwischen Staat und freien Anleihenkäufer ist relativ heftig, denn in beiden Fällen werden ungefähr 30 Mrd. in Aktien umgetauscht. Die freien erhalten dafür aber nur 10%, der Staat das Fünffache, nämlich 50% an der neuen GM.
Ich schätze, das gibt Ärger!
FTD: Wie sich General Motors retten will
Update (28.04.):
Wie erwartet sind die "Freien" Gläubiger wenig begeistert, dass sie nur 10%, der Staat jedoch 50% bekommt, obwohl beide Schulden in ungefähr der gleichen Höhe einbringen. GM Chef Henderson sagt, dafür könne er nichts, der Staat hätte die Bedingungen diktiert.
Riecht ein wenig nach Absicht. Erst den freien Gläubigern ein inakzeptables Angebot unterbreiten, diese lehnen dann ab und dann bekommt die Regierung doch noch das scheinbar angestrebte Ziel: Die Insolvenz. Der Unterschied zur direkten Insolvenz: Man hat einen Schuldigen: Die freien Gläubiger ...
FAZ: GM-Gläubiger weisen Sanierungsplan zurück
FTD: GM-Gläubiger schimpfen auf Rettungsplan
Labels: auto, US-Immo, usa, wirtschaft 4 Kommentare
BofA vs. Merrill Lynch: Wer lügt?
US-Finanzminster Timothy Geithner hat die Vorwürfe schnell dementiert. Und am Wochenende gab es die Anhörung von John Thain, Ex-Chef von Merrill Lynch, der ebenfalls dementierte.
Jetzt könnte man schnell zum Schluss kommen, dass Ken Lewis nur gelogen hat, um seinen Kopf zu retten. Ob er tatsächlich gelogen hat (oder die beiden anderen), weiss ich natürlich auch nicht. Aber immerhin ist Ken Lewis unter Eid verhört worden, während Thain nicht vereidigt wurde und Geithner überhaupt noch nicht verhört wurde. Auch wenn jetzt zwei sagen, dass die Version von Lewis falsch ist, kann trotzdem noch der eine die Wahrheit gesagt haben ...
Beide Versionen lassen sich auf jeden Fall nicht unter einen Hut bekommen ...
The Big Picture: The Prisoners Dilemma: John Thain vs Ken Lewis
Update (15:32)
Ein weiterer, etwas anderer Blick auf die Dinge:
Creditwritedown.com: BofA saga continues as John Thain calls Lewis a liar
Update (16:09)
Direkt zur Quelle:
WSJ: Thain Fires Back at Bank of America
US-Finanzminster Timothy Geithner hat die Vorwürfe schnell dementiert. Und am Wochenende gab es die Anhörung von John Thain, Ex-Chef von Merrill Lynch, der ebenfalls dementierte.
Jetzt könnte man schnell zum Schluss kommen, dass Ken Lewis nur gelogen hat, um seinen Kopf zu retten. Ob er tatsächlich gelogen hat (oder die beiden anderen), weiss ich natürlich auch nicht. Aber immerhin ist Ken Lewis unter Eid verhört worden, während Thain nicht vereidigt wurde und Geithner überhaupt noch nicht verhört wurde. Auch wenn jetzt zwei sagen, dass die Version von Lewis falsch ist, kann trotzdem noch der eine die Wahrheit gesagt haben ...
Beide Versionen lassen sich auf jeden Fall nicht unter einen Hut bekommen ...
The Big Picture: The Prisoners Dilemma: John Thain vs Ken Lewis
Update (15:32)
Ein weiterer, etwas anderer Blick auf die Dinge:
Creditwritedown.com: BofA saga continues as John Thain calls Lewis a liar
Update (16:09)
Direkt zur Quelle:
WSJ: Thain Fires Back at Bank of America
Labels: politik, US-Immo, usa, wirtschaft 2 Kommentare
Schweinegrippe Infoporn
View H1N1 Swine Flu in a larger map
Wenn man auf die Einträge in der Leiste links klickt, scrollt die Karte nach Amerika (oder hier H1N1 Swine Flu - Amerika)
Gefunden über The Big Picture, der Artikel scheint aber nicht mehr online zu sein ...
Übrigens: Lasst Euch bloß nicht in Panik versetzen. Die Anzahl der Toten dieser Grippe ist NICHT wichtig. Zur Beurteilung der Gefährlichkeit muss man die Anzahl der Erkrankten kennen.
In Deutschland sind über 10.000 Grippetote pro Winter durchaus normal (FAZ: Ganz Deutschland ist vergrippt). Und das juckt auch niemanden wirklich.
Auch in Mexiko scheinen die meisten ziemlich problemlos die ach so gefährliche Grippe zu überstehen; zwei Drittel der Verdachtsfälle sind schon wieder gesund zu Hause: Reuters: Most suspected flu patients in Mexico now healthy
So: Don't panic!
Update (13:16)
Übrigens ist der Vergleich mit der spanischen Grippe 1918 VÖLLIG neben der Spur. Damals gab es noch KEIN Penicillin, das erste wirksame Antibiotikum, das auch in ausreichender Menge produziert werden konnte. Penicillin wurde erst 1928 entdeckt, dann interessanterweise 10 Jahre lang völlig vergessen (und das obwohl Penicillin als *die* eine Entdeckung gilt, die die Lebenswerwartung der Menschen am meisten verlängert hat). Erst durch neue Forschungsgelder der Briten im zweiten Weltkrieg wurde aus den Forschungsergebnissen ein Medikament (spannende Geschichte übrigens, siehe Wikipedia: Penicillin).
Man stirbt nämlich (im Normallfall) nicht an der Grippe selber, sondern an Folgeerkrankungen, vor allem an Lungenentzündungen (siehe Wikipedia: Influenza). Und alle diese Folgeerkrankungen kann man mit Antibiotika ziemlich gut behandeln.
Die Presse wird das womöglich im Kleingedruckten bringen (na gut, nicht alle), trotzdem wird die Bevölkerung mit weiteren Headlines a la "Jetzt schon xxx Tote in Mexiko", "xxx Tote auch in den USA", "Erster Fall in Deutschland", etc. pp. alamiert werden. Denn nichts bringt so viele Zuschauer wie eine kleine Panik ...
Update (13:41)
Telepolis: Schweinische Panik?
Update (14:29)
Wichtige Informationen hat auch die Titanic zusammengestellt:
Titanic: Fragen und Antworten zur Schweinegrippe
Update (14:35)
Marketwatch und das Handelsblatt halten die Schweinegrippe (im Gegensatz zu mir) offenbar für eine genauso große Bedrohung für die Weltwirtschaft wie 4 Billionen Verluste aus Toxic Assets ...
Marketwatch: Swine flu outbreak is new stress test for global economy
Handelsblatt: Schweinegrippe hat uns gerade noch gefehlt
Update (15:10):
Für alle die meinen, dass meine Betrachtung der Schweinegrippe menschenverachtend wäre, ein Hinweis: Mir geht es nur darum, dass es gut sein kann, dass die Finanzkrise deutlich mehr Menschen umbringen wird als die Schweinegrippe. Der IWF rechnet mit zusätzlich 90 Millionen Hungernden und wer weiss, was Hunger in vielen Teilen der Welt bedeutet, kann sich leicht vorstellen, wie viel Millionen Tote das bringen wird :-(
FTD: Warnung vor Hungerkatastrophe
Update (15:42)
View H1N1 Swine Flu in a larger map
Wenn man auf die Einträge in der Leiste links klickt, scrollt die Karte nach Amerika (oder hier H1N1 Swine Flu - Amerika)
Gefunden über The Big Picture, der Artikel scheint aber nicht mehr online zu sein ...
Übrigens: Lasst Euch bloß nicht in Panik versetzen. Die Anzahl der Toten dieser Grippe ist NICHT wichtig. Zur Beurteilung der Gefährlichkeit muss man die Anzahl der Erkrankten kennen.
In Deutschland sind über 10.000 Grippetote pro Winter durchaus normal (FAZ: Ganz Deutschland ist vergrippt). Und das juckt auch niemanden wirklich.
Auch in Mexiko scheinen die meisten ziemlich problemlos die ach so gefährliche Grippe zu überstehen; zwei Drittel der Verdachtsfälle sind schon wieder gesund zu Hause: Reuters: Most suspected flu patients in Mexico now healthy
So: Don't panic!
Update (13:16)
Übrigens ist der Vergleich mit der spanischen Grippe 1918 VÖLLIG neben der Spur. Damals gab es noch KEIN Penicillin, das erste wirksame Antibiotikum, das auch in ausreichender Menge produziert werden konnte. Penicillin wurde erst 1928 entdeckt, dann interessanterweise 10 Jahre lang völlig vergessen (und das obwohl Penicillin als *die* eine Entdeckung gilt, die die Lebenswerwartung der Menschen am meisten verlängert hat). Erst durch neue Forschungsgelder der Briten im zweiten Weltkrieg wurde aus den Forschungsergebnissen ein Medikament (spannende Geschichte übrigens, siehe Wikipedia: Penicillin).
Man stirbt nämlich (im Normallfall) nicht an der Grippe selber, sondern an Folgeerkrankungen, vor allem an Lungenentzündungen (siehe Wikipedia: Influenza). Und alle diese Folgeerkrankungen kann man mit Antibiotika ziemlich gut behandeln.
Die Presse wird das womöglich im Kleingedruckten bringen (na gut, nicht alle), trotzdem wird die Bevölkerung mit weiteren Headlines a la "Jetzt schon xxx Tote in Mexiko", "xxx Tote auch in den USA", "Erster Fall in Deutschland", etc. pp. alamiert werden. Denn nichts bringt so viele Zuschauer wie eine kleine Panik ...
Update (13:41)
Telepolis: Schweinische Panik?
Update (14:29)
Wichtige Informationen hat auch die Titanic zusammengestellt:
Titanic: Fragen und Antworten zur Schweinegrippe
Update (14:35)
Marketwatch und das Handelsblatt halten die Schweinegrippe (im Gegensatz zu mir) offenbar für eine genauso große Bedrohung für die Weltwirtschaft wie 4 Billionen Verluste aus Toxic Assets ...
Marketwatch: Swine flu outbreak is new stress test for global economy
Handelsblatt: Schweinegrippe hat uns gerade noch gefehlt
Update (15:10):
Für alle die meinen, dass meine Betrachtung der Schweinegrippe menschenverachtend wäre, ein Hinweis: Mir geht es nur darum, dass es gut sein kann, dass die Finanzkrise deutlich mehr Menschen umbringen wird als die Schweinegrippe. Der IWF rechnet mit zusätzlich 90 Millionen Hungernden und wer weiss, was Hunger in vielen Teilen der Welt bedeutet, kann sich leicht vorstellen, wie viel Millionen Tote das bringen wird :-(
FTD: Warnung vor Hungerkatastrophe
Update (15:42)
Labels: medien, statistik, usa, wissenschaft 5 Kommentare
Zahl des Tages (26.04.09): 51
Wieder vier weitere Bankpleiten in den USA an diesem Wochenende. Dabei auch mal wieder eine größere (1,5 Milliarden Assets) und vor allem eine, für die sich kein Käufer gefunden hat.
Spannend auch, dass sich der Schaden der FDIC prozentual zu erhöhen scheint. Die FDIC übernimmt inzwischen regelmäßig etwa ein Drittel der Anlagen übernehmen. Jetzt kann man mal einfach annehmen, dass die großen Banken genauso schlechte Bilanzen haben und das dann mal durchrechnen ... Gute Nacht!
US-Bankenpleite Nr. 48:
Name: American Southern Bank,
Sitz: Kennesaw, Georgia,
Assets: 112 Millionen Dollar,
Käufer: Bank of North Georgia,
Schaden für die FDIC: 42 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 55) (die Bank steht zwar mit einem anderen Sitz in der Liste, aber die anderen Werte passen).
FDIC: Bank of North Georgia, Alpharetta, Georgia, Assumes All of The Deposits of American Southern Bank, Kennesaw, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 49:
Name: Michigan Heritage Bank,
Sitz: Farmington Hills, Michigan,
Assets: 186 Millionen Dollar,
Käufer: Level One Bank
Schaden für die FDIC: 71 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 71).
FDIC: Level One Bank, Farmington Hills, Michigan, Assumes All of the Deposits of Michigan Heritage Bank, Farmington Hills
US-Bankenpleite Nr. 50:
Name: First Bank of Beverly Hills,
Sitz: Calabas, Kalifornien,
Assets: 1.500 Millionen Dollar,
Käufer: KEINER
Schaden für die FDIC: Unbekannt.
FDIC: FDIC Approves the Payout of the Insured Deposits of First Bank of Beverly Hills, Calabasas, California
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: kein Treffer.
US-Bankenpleite Nr. 51:
Name: First Bank of Idaho,
Sitz: Ketchum, Idaho,
Assets: 489 Millionen Dollar,
Käufer: U.S. Bank
Schaden für die FDIC: 192 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: kein Treffer.
FDIC: U.S. Bank, Minneapolis, Minnesota, Assumes All of the Deposits of First Bank of Idaho, Fsb, Ketchum, Idaho
Wieder vier weitere Bankpleiten in den USA an diesem Wochenende. Dabei auch mal wieder eine größere (1,5 Milliarden Assets) und vor allem eine, für die sich kein Käufer gefunden hat.
Spannend auch, dass sich der Schaden der FDIC prozentual zu erhöhen scheint. Die FDIC übernimmt inzwischen regelmäßig etwa ein Drittel der Anlagen übernehmen. Jetzt kann man mal einfach annehmen, dass die großen Banken genauso schlechte Bilanzen haben und das dann mal durchrechnen ... Gute Nacht!
US-Bankenpleite Nr. 48:
Name: American Southern Bank,
Sitz: Kennesaw, Georgia,
Assets: 112 Millionen Dollar,
Käufer: Bank of North Georgia,
Schaden für die FDIC: 42 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 55) (die Bank steht zwar mit einem anderen Sitz in der Liste, aber die anderen Werte passen).
FDIC: Bank of North Georgia, Alpharetta, Georgia, Assumes All of The Deposits of American Southern Bank, Kennesaw, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 49:
Name: Michigan Heritage Bank,
Sitz: Farmington Hills, Michigan,
Assets: 186 Millionen Dollar,
Käufer: Level One Bank
Schaden für die FDIC: 71 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer (Platz 71).
FDIC: Level One Bank, Farmington Hills, Michigan, Assumes All of the Deposits of Michigan Heritage Bank, Farmington Hills
US-Bankenpleite Nr. 50:
Name: First Bank of Beverly Hills,
Sitz: Calabas, Kalifornien,
Assets: 1.500 Millionen Dollar,
Käufer: KEINER
Schaden für die FDIC: Unbekannt.
FDIC: FDIC Approves the Payout of the Insured Deposits of First Bank of Beverly Hills, Calabasas, California
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: kein Treffer.
US-Bankenpleite Nr. 51:
Name: First Bank of Idaho,
Sitz: Ketchum, Idaho,
Assets: 489 Millionen Dollar,
Käufer: U.S. Bank
Schaden für die FDIC: 192 Millionen Dollar.
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: kein Treffer.
FDIC: U.S. Bank, Minneapolis, Minnesota, Assumes All of the Deposits of First Bank of Idaho, Fsb, Ketchum, Idaho
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, zahldestages 1 Kommentare
Zahl des Tages (25.04.09): 816.000.000.000
Der BAFin ist das Ergebnis der Umfrage unter den deutschen Banken bezüglich der vorhandenen Toxic Assets "abhanden" gekommen ...
Und die Sueddeutsche Zeitung hat Zugriff darauf bekommen. Danach schlummern in den Bankbilanzen noch Toxic Assets im Gesamtwert von
816.000.000.000 (816 Milliarden) Euro.
Schluck. Kein weiterer Kommentar. Ich geh jetzt Grillen, obwohl es juckt, noch mehr zu schreiben ...
OK, eines schreibe ich noch: 816 Mrd. Toxic Assets bedeuten NICHT, dass auch 816 Milliarden abgeschrieben werden müssen. Etwas Gutes bedeutet die Zahl aber auch nicht ...
Sueddeutsche.de: Bilanz des Schreckens
Update (17:17)
Handelsblatt: BaFin-Liste: Veröffentlichung „nicht witzig“
FAZ: Bafin-Liste zu Bankrisiken sorgt für Aufregung
FTD: Aufregung um 800-Milliarden-Liste der Bafin
Update (26.4.09)
DonAlphonso weisst auch nochmal darauf hin, dass wir bereits vor ein paar Wochen von einem Papier hören durften, dass den Gesamtbestand des Giftmülls in Europa auf 18 Billionen geschätzt hat. Der Bericht verschwand dann dummerweise ziemlich schnell ...
Rebellmarkt: Wie gut, dass es England gibt
Der BAFin ist das Ergebnis der Umfrage unter den deutschen Banken bezüglich der vorhandenen Toxic Assets "abhanden" gekommen ...
Und die Sueddeutsche Zeitung hat Zugriff darauf bekommen. Danach schlummern in den Bankbilanzen noch Toxic Assets im Gesamtwert von
816.000.000.000 (816 Milliarden) Euro.
Schluck. Kein weiterer Kommentar. Ich geh jetzt Grillen, obwohl es juckt, noch mehr zu schreiben ...
OK, eines schreibe ich noch: 816 Mrd. Toxic Assets bedeuten NICHT, dass auch 816 Milliarden abgeschrieben werden müssen. Etwas Gutes bedeutet die Zahl aber auch nicht ...
Sueddeutsche.de: Bilanz des Schreckens
Update (17:17)
Handelsblatt: BaFin-Liste: Veröffentlichung „nicht witzig“
FAZ: Bafin-Liste zu Bankrisiken sorgt für Aufregung
FTD: Aufregung um 800-Milliarden-Liste der Bafin
Update (26.4.09)
DonAlphonso weisst auch nochmal darauf hin, dass wir bereits vor ein paar Wochen von einem Papier hören durften, dass den Gesamtbestand des Giftmülls in Europa auf 18 Billionen geschätzt hat. Der Bericht verschwand dann dummerweise ziemlich schnell ...
Rebellmarkt: Wie gut, dass es England gibt
Labels: bankenpleite, deutschland, US-Immo, wirtschaft, zahldestages 10 Kommentare
Chinas Goldreserven +75%!
Das oftmals beschworene Ende des Dollars (auch von den Chinesen selber, siehe z.B. hier: Spekulantenblog: Chinas Unzufriedenheit mit dem Dollar als Leitwährung wird deutlicher), könnte ich hier jetzt beschreien, aber das gibt's nichts so schnell ... Und es ist falsch.
Creditwritedowns: Breaking news: China has been secretly stocking up on gold
Marketwatch: China's gold reserves jump, making nation No. 5 holder
FT.com: China reveals huge rise in gold reserves
Dazu drei Fakten als Basis
a) Das Plus bezieht sich auf den Vergleich von Anfang 2003 mit (steht nirgendwo genau, aber ich nehme an Ende) 2008, umfasst also 6 Jahre.
b) Chinas Devisenreserven betrugen Ende 2002 286 Mrd. Dollar (Quelle: Chinas Devisenreserven).
c) Ende 2008 waren es über 1900 Milliarden. (Zahl des Tages (12.04.09): 1.953.700.000.000)
Der Anstieg der Devisenreserven betrug also etwa 600%.
Wenn man jetzt die Zahl der Unzen Gold (+75%) in Beziehung mit den Devisenreserven (+600%) setzt, ist der Anteil des Goldes sogar GESUNKEN.
Ganz korrekt ist auch diese Betrachtung nicht, denn man muss ja den Wert des Goldes als Maßstab nehmen. Gold kostete Ende 2002 gut 350 Dollar, Ende 2008 gut 850 Dollar (Quelle: Kitco.com). Daraus ergibt sich, dass der Wert der Goldreserven nur gut vervierfacht hat (1,75*850/1*350), während sich die Devisenreserven versiebenfacht haben.
Also würde ich mal sagen: Fehlalarm! Von Umschichtungen keine Spur!
(Zum Grundsätzlichen: Die Abhängigkeit der Chinesen von den Amerikaner ist genauso hoch wie umgekehrt. Ich habe keine Ahnung, wie die Chinesen aus der Dollarfalle nochmal herauskommen sollen. Die Geschichten vom Tod des Dollar sind weit übertrieben ...).
Das oftmals beschworene Ende des Dollars (auch von den Chinesen selber, siehe z.B. hier: Spekulantenblog: Chinas Unzufriedenheit mit dem Dollar als Leitwährung wird deutlicher), könnte ich hier jetzt beschreien, aber das gibt's nichts so schnell ... Und es ist falsch.
Creditwritedowns: Breaking news: China has been secretly stocking up on gold
Marketwatch: China's gold reserves jump, making nation No. 5 holder
FT.com: China reveals huge rise in gold reserves
Dazu drei Fakten als Basis
a) Das Plus bezieht sich auf den Vergleich von Anfang 2003 mit (steht nirgendwo genau, aber ich nehme an Ende) 2008, umfasst also 6 Jahre.
b) Chinas Devisenreserven betrugen Ende 2002 286 Mrd. Dollar (Quelle: Chinas Devisenreserven).
c) Ende 2008 waren es über 1900 Milliarden. (Zahl des Tages (12.04.09): 1.953.700.000.000)
Der Anstieg der Devisenreserven betrug also etwa 600%.
Wenn man jetzt die Zahl der Unzen Gold (+75%) in Beziehung mit den Devisenreserven (+600%) setzt, ist der Anteil des Goldes sogar GESUNKEN.
Ganz korrekt ist auch diese Betrachtung nicht, denn man muss ja den Wert des Goldes als Maßstab nehmen. Gold kostete Ende 2002 gut 350 Dollar, Ende 2008 gut 850 Dollar (Quelle: Kitco.com). Daraus ergibt sich, dass der Wert der Goldreserven nur gut vervierfacht hat (1,75*850/1*350), während sich die Devisenreserven versiebenfacht haben.
Also würde ich mal sagen: Fehlalarm! Von Umschichtungen keine Spur!
(Zum Grundsätzlichen: Die Abhängigkeit der Chinesen von den Amerikaner ist genauso hoch wie umgekehrt. Ich habe keine Ahnung, wie die Chinesen aus der Dollarfalle nochmal herauskommen sollen. Die Geschichten vom Tod des Dollar sind weit übertrieben ...).
Labels: china, Dollar, US-Immo, usa, wirtschaft 9 Kommentare
wat was het een feest
The Whitest Boy Alive - Gravity - Live
Auch das ganze Album ist empfehlenswert, wobei sich bei der Downloadversion
noch einmal 6 Euro sparen lassen.
(Und ich Depp habe tatsächlich nicht mitbekommen, dass die auf Tour sind).
The Whitest Boy Alive - Gravity - Live
Auch das ganze Album ist empfehlenswert, wobei sich bei der Downloadversion
noch einmal 6 Euro sparen lassen.
(Und ich Depp habe tatsächlich nicht mitbekommen, dass die auf Tour sind).
Labels: diverses, Musik, video 0 Kommentare
Vorbei. Schade.
Danke liebe FAZ dafür!
Wer's verpasst hat, kann es aber alles nachholen:
Ralf Königs „Archetyp” - Übersicht
Danke liebe FAZ dafür!
Wer's verpasst hat, kann es aber alles nachholen:
Ralf Königs „Archetyp” - Übersicht
Labels: diverses, fun 1 Kommentare
Freude: Mein Mac Mini funktioniert nicht an meinem Fernseher
Weil ich das hier verpasst habe:
Spiegel: Opel Corsa für alle!
Ursula Engelen-Kefer. Schüttel.
Aber den Begriff "Sozialsirene" muss ich mir merken. Obwohl ich insgeheim hoffe, dass ich mir in diesem Zusammenhang nix mehr merken muss und die Frau endlich anfängt, ihre zig Pensionen zu genießen und dem Wirtschaftswachstum zuzuführen.
Weil ich das hier verpasst habe:
Spiegel: Opel Corsa für alle!
Ursula Engelen-Kefer. Schüttel.
Aber den Begriff "Sozialsirene" muss ich mir merken. Obwohl ich insgeheim hoffe, dass ich mir in diesem Zusammenhang nix mehr merken muss und die Frau endlich anfängt, ihre zig Pensionen zu genießen und dem Wirtschaftswachstum zuzuführen.
Labels: deutschland, politik, tv 0 Kommentare
Zahl des Tages (24.04.09): 1,28%
1,28%
der Aktien angedient. Der Staat hat neben dem Anteil aus der letzten Kapitalerhöhung jetzt knapp 10% zusammen. Es fehlen also noch 40% zur Mehrheit.
Hmmm. Halten die freien Aktionäre (und nicht nur Großaktionär JC Flowers) das Angebot tatsächlich für zu niedrig? Warten die einfach ab (die First läuft noch bis zum 4.5.09)?
Ich hätte angedient (allerdings die Aktie auch vorher nie gekauft). Denn ich schätze den inneren Wert der Aktie auf ziemlich genau Null ...
Handelsblatt: HRE-Aktionäre verschmähen Bund-Angebot
Update (13:28)
Wie im Kommentar angemerkt wird, droht ja auch die Enteignung mit Kursziel Null ...
1,28%
der Aktien angedient. Der Staat hat neben dem Anteil aus der letzten Kapitalerhöhung jetzt knapp 10% zusammen. Es fehlen also noch 40% zur Mehrheit.
Hmmm. Halten die freien Aktionäre (und nicht nur Großaktionär JC Flowers) das Angebot tatsächlich für zu niedrig? Warten die einfach ab (die First läuft noch bis zum 4.5.09)?
Ich hätte angedient (allerdings die Aktie auch vorher nie gekauft). Denn ich schätze den inneren Wert der Aktie auf ziemlich genau Null ...
Handelsblatt: HRE-Aktionäre verschmähen Bund-Angebot
Update (13:28)
Wie im Kommentar angemerkt wird, droht ja auch die Enteignung mit Kursziel Null ...
Labels: bankenpleite, deutschland, US-Immo, zahldestages 5 Kommentare
Zahl des Tages (23.04.09): 900.000
Hier hört sich vieles soooo bekannt an ... So als würde man nicht über den Kanal, sondern den großen Teich schauen ...
Ich hatte die Zahl schonmal gebracht, es ist etwas her und finde sie aber nicht wieder ... Auf jeden Fall war sie damals nicht so hoch.
In Großbritannien haben inzwischen
900.000
Hausbesitzer Hypotheken, die den Wert der beliehenen Immobilie übersteigen. Grund sind natürlich die gesunkenen Immobilienpreise.
Jetzt weiss ich nicht, ob die Rechtslage in Großbritannien genau so ist wie in den USA, wo nur das Haus "haftet" und nicht der Immobilienbesitzer selber. In den USA verlassen die Leute einfach ihr Haus, geben den Schlüssel bei der Bank an und aus (gaaanz so einfach ist es natürlich nicht). In Großbritannien haftet aber wie in Deutschland wahrscheinlich der Immobilienbesitzer. Dieser wird deshalb alles tun, um die Hypothek zu bedienen und das Haus zu halten.
Erstmal ist das also nicht schlimm. Kritisch wird es erst dann, wenn die Hypothek nicht mehr bedient werden kann, z.B. wegen Arbeitslosigkeit. Dann fällt das Haus an die Bank und die sitzt auf einer Immobilie, die den Wert des Darlehens nicht mehr abdeckt und muss einen Verlust schreiben. Kritisch wird das natürlich auch dann, wenn die Bank kalte Füße bekomm und mit noch weiter fallenden Preisen rechnet und die Immobilie lieber heute als morgen haben (und direkt wieder verkaufen) möchte.
Auf jeden Fall sind das keine schönen Zahlen aus Großbritannien ... (und ich habe noch ein paar, die spare ich mir aber für's Wochenende auf)
Times: Tumble in house prices pushes 900,000 borrowers into negative equity
Hier hört sich vieles soooo bekannt an ... So als würde man nicht über den Kanal, sondern den großen Teich schauen ...
Ich hatte die Zahl schonmal gebracht, es ist etwas her und finde sie aber nicht wieder ... Auf jeden Fall war sie damals nicht so hoch.
In Großbritannien haben inzwischen
900.000
Hausbesitzer Hypotheken, die den Wert der beliehenen Immobilie übersteigen. Grund sind natürlich die gesunkenen Immobilienpreise.
Jetzt weiss ich nicht, ob die Rechtslage in Großbritannien genau so ist wie in den USA, wo nur das Haus "haftet" und nicht der Immobilienbesitzer selber. In den USA verlassen die Leute einfach ihr Haus, geben den Schlüssel bei der Bank an und aus (gaaanz so einfach ist es natürlich nicht). In Großbritannien haftet aber wie in Deutschland wahrscheinlich der Immobilienbesitzer. Dieser wird deshalb alles tun, um die Hypothek zu bedienen und das Haus zu halten.
Erstmal ist das also nicht schlimm. Kritisch wird es erst dann, wenn die Hypothek nicht mehr bedient werden kann, z.B. wegen Arbeitslosigkeit. Dann fällt das Haus an die Bank und die sitzt auf einer Immobilie, die den Wert des Darlehens nicht mehr abdeckt und muss einen Verlust schreiben. Kritisch wird das natürlich auch dann, wenn die Bank kalte Füße bekomm und mit noch weiter fallenden Preisen rechnet und die Immobilie lieber heute als morgen haben (und direkt wieder verkaufen) möchte.
Auf jeden Fall sind das keine schönen Zahlen aus Großbritannien ... (und ich habe noch ein paar, die spare ich mir aber für's Wochenende auf)
Times: Tumble in house prices pushes 900,000 borrowers into negative equity
Labels: uk, US-Immo, wirtschaft, zahldestages 1 Kommentare
Pssssst!
Genauso wie die Intransparenz ein Grund für die Krise war, ist Transparenz eine der Voraussetzungen für die Lösung der Krise. Ist? Besser ist scheinbar "wäre" ...
Dass die Bilanzen der Banken voller Giftmüll stecken, ist bekannt. Die Optimisten sagen, dass das bereits bekannt ist und durch die Abschreibungen von inzwischen etwa 1 Billionen Dollar berücksichtigt ist. Die Pessimisten (z.B. der IWF) meint dagegen, dass erst etwa ein Drittel der Abschreibungen vorgenommen wurden.
Nach der pessimistischen Beurteilung würden in den Bilanzen der US-Banken noch Papiere liegen, die etwa 2 Billionen zu hoch bewertet sind. Und niemand gibt zu, dass man selber welche davon hat.
Kritisch wird es, wenn Aktionäre dabei bluten müssen. Nicht weil es für die Aktionäre so unglaublich schlimm ist, sondern weil die Aktionäre in den USA relativ fundierte Klagerechte haben, die relativ häufig zu Schadensersatzansprüchen führen.
Genau das könnte jetzt bei der Übernahme von Merrill Lynch durch die Bank of America drohen. In der Bilanz von Merrill Lynch steckten nämlich genau diese Schrottpapiere und zwar viel zu optimistisch bewertet. Nur ging es Merrill Lynch schlecht und zwar so schlecht, dass die Firma ohne Übernahme wohl nicht überlebt hätte. Also hob man den Teppich hoch, kehrte die Schrottpapiere darunter und schwor sich, keinem was zu sagen. Dem Chef der Bank of America wurde wohl auch ziemlich offen mit dem Verlust des Jobs gedroht, sollte er was verraten und die Übernahme von Merrill Lynch platzen.
Im Teppichkehr-Orden mit Schweigegelübde befanden sich illustre Personen: BofA Chef Lewis, der damalige Finanzminister Henry Paulson und ... Ben Bernanke.
Das Problem an der Aktion: Die Probleme waren schon bekannt, die Aktionäre der Bank of America mussten aber der Übernahme noch zustimmen. Da die Bilanz von Merrill scheinbar OK aussah, der Kaufpreis günstig erschien und der Staat die Übernahme mit Hilfen förderte, stimmten sie dann auch zu.
Wenn die Aktionäre der Bank of America gewusst hätten, dass bereits wenige Wochen später knapp 16 Milliarden Dollar Sonderabschreibungen unter dem Teppich gefunden werden, wäre diese Abstimmung wohl anders gelaufen.
Wieso hat der Staat nicht einfach selber Merrill Lynch gerettet? Wieso hat der Staat die Aktionäre der Bank of America mit ins Boot gelockt? Haben die Verantwortlichen in den USA wirklich geglaubt, dass man mit der Nummer durchkommt?
Vertrauen und Transparenz schafft diese lügende, äh leitende Klasse so auf jeden Fall nicht ...
WSJ: Lewis Testifies U.S. Urged Silence on Deal
Upate (21:40)
Eine Einschätzung:
Marketwatch: Bernanke and Paulson look foolish if Lewis is right
Update (21:42)
FJ meint, dass das alles ein wenig nach CoBa-DreBa rieche. Könnte durchaus sein ...
Genauso wie die Intransparenz ein Grund für die Krise war, ist Transparenz eine der Voraussetzungen für die Lösung der Krise. Ist? Besser ist scheinbar "wäre" ...
Dass die Bilanzen der Banken voller Giftmüll stecken, ist bekannt. Die Optimisten sagen, dass das bereits bekannt ist und durch die Abschreibungen von inzwischen etwa 1 Billionen Dollar berücksichtigt ist. Die Pessimisten (z.B. der IWF) meint dagegen, dass erst etwa ein Drittel der Abschreibungen vorgenommen wurden.
Nach der pessimistischen Beurteilung würden in den Bilanzen der US-Banken noch Papiere liegen, die etwa 2 Billionen zu hoch bewertet sind. Und niemand gibt zu, dass man selber welche davon hat.
Kritisch wird es, wenn Aktionäre dabei bluten müssen. Nicht weil es für die Aktionäre so unglaublich schlimm ist, sondern weil die Aktionäre in den USA relativ fundierte Klagerechte haben, die relativ häufig zu Schadensersatzansprüchen führen.
Genau das könnte jetzt bei der Übernahme von Merrill Lynch durch die Bank of America drohen. In der Bilanz von Merrill Lynch steckten nämlich genau diese Schrottpapiere und zwar viel zu optimistisch bewertet. Nur ging es Merrill Lynch schlecht und zwar so schlecht, dass die Firma ohne Übernahme wohl nicht überlebt hätte. Also hob man den Teppich hoch, kehrte die Schrottpapiere darunter und schwor sich, keinem was zu sagen. Dem Chef der Bank of America wurde wohl auch ziemlich offen mit dem Verlust des Jobs gedroht, sollte er was verraten und die Übernahme von Merrill Lynch platzen.
Im Teppichkehr-Orden mit Schweigegelübde befanden sich illustre Personen: BofA Chef Lewis, der damalige Finanzminister Henry Paulson und ... Ben Bernanke.
Das Problem an der Aktion: Die Probleme waren schon bekannt, die Aktionäre der Bank of America mussten aber der Übernahme noch zustimmen. Da die Bilanz von Merrill scheinbar OK aussah, der Kaufpreis günstig erschien und der Staat die Übernahme mit Hilfen förderte, stimmten sie dann auch zu.
Wenn die Aktionäre der Bank of America gewusst hätten, dass bereits wenige Wochen später knapp 16 Milliarden Dollar Sonderabschreibungen unter dem Teppich gefunden werden, wäre diese Abstimmung wohl anders gelaufen.
Wieso hat der Staat nicht einfach selber Merrill Lynch gerettet? Wieso hat der Staat die Aktionäre der Bank of America mit ins Boot gelockt? Haben die Verantwortlichen in den USA wirklich geglaubt, dass man mit der Nummer durchkommt?
Vertrauen und Transparenz schafft diese lügende, äh leitende Klasse so auf jeden Fall nicht ...
WSJ: Lewis Testifies U.S. Urged Silence on Deal
Upate (21:40)
Eine Einschätzung:
Marketwatch: Bernanke and Paulson look foolish if Lewis is right
Update (21:42)
FJ meint, dass das alles ein wenig nach CoBa-DreBa rieche. Könnte durchaus sein ...
Labels: bankenpleite, politik, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
Auch Moody's stuft Lettland und Litauen herab
Lettland von Baa1 auf Baa3 (BBB+ bei S&P; letzte Stufe mit "Noch-Investmentmentqualität)
Estland hingegen blieb stabil bei A1 (=A+ bei S&P), allerdings wurde der Ausblick auf negativ gesenkt.
Der Konkurrenz-Ratingagentur Fitch ist da schon einen Schritt weiter und hat Lettland bereits seit Anfang des Monats auf Junk. Auch Estland sieht Fitch deutlich negativer: Zahl des Tages (08.04.09): 4
FT Alphaville: Moody’s downgrades Lithuania, Latvia
Lettland von Baa1 auf Baa3 (BBB+ bei S&P; letzte Stufe mit "Noch-Investmentmentqualität)
Estland hingegen blieb stabil bei A1 (=A+ bei S&P), allerdings wurde der Ausblick auf negativ gesenkt.
Der Konkurrenz-Ratingagentur Fitch ist da schon einen Schritt weiter und hat Lettland bereits seit Anfang des Monats auf Junk. Auch Estland sieht Fitch deutlich negativer: Zahl des Tages (08.04.09): 4
FT Alphaville: Moody’s downgrades Lithuania, Latvia
Labels: estland, europa, lettland, litauen, osteuropa, staatspleite, US-Immo 1 Kommentare
Fiat will Opel kaufen
Ich zu Opel im letzten November:
"Und eine europäische Lösung? Opel+Saab+Fiat? *Das* hört sich zwar direkt an wie der Club der Fußkranken, aber könnte die nötige Größe bieten, technisch arbeitet man auch schon zusammen und auch regional könnte man sich aufteilen (Fiat macht Südamerika, Opel Nordamerika, etc). "
Quelle: Solarworld will Opel Werke kaufen! Aber warum?
"Meine Empfehlung an die deutsche Politik:
a) Verstaatlichen, Lösung mit Fiat anstreben, ansonsten abwickeln.
oder
b) nix tun."
Jetzt wird doch tatsächlich scheinbar etwas aus der von mir favorisierten Lösung. (favorisiert allerdings durch durch die Erkenntnis, dass die Politik in einem Wahljahr eh irgendwas macht und niemand den Mut hat, Opel Pleitegehen zu lassen; es also nur darum geht, komplett schwachsinnige Lösungen zu verhindern).
Spiegel: Fiat will Mehrheit an Opel übernehmen
Wenn jetzt noch jemand in Berlin die Idee mit der Bad Bank fallen lässt, mach ich mir ein Bier auf ;-)
Update (14:40):
DerWesten.de: Opel-Betriebsrat lehnt Fiat-Einstieg ab
Hmm, ich wäre darüber froh, dass überhaupt jemand kaufen will! Oder hat der Betriebsrat darauf gehofft, dass der Laden zu VEB Automobile gemacht wird und alle Mitarbeiter sofort verbeamtet werden? Dass es bei *tiefe* Einschnitte geben wird, ist doch unumstritten, oder?
Update (15:05)
Ein anderer Interessent soll der Automobilzulieferer Magna sein, der wohl von der russischen Sberbank unterstützt wird.
FAZ: Fiat greift angeblich nach Opel
Handelsblatt: Fiat greift nach Opel
FTD: Fiat will Opel übernehmen
Ich gebe allerdings zu, dass die Kritik von Franz nicht so falsch ist. Die beiden letzten Anbandlungsversuche von Fiat (erst Chrysler, jetzt Opel) riechen mehr nach "Ich will an den Rettungstopf" als nach einer wirklichen Strategie für die Zukunft.
Allerdings ist für mich auch klar, dass ohne *dicke* finanzielle Unterstützung durch den Staat niemand Opel kaufen wird. Eventuell ein Käufer aus Asien, der wird aber in 10 Jahren keine einzige Fabrik mehr in Deutschland betreiben ... Die interessieren sich nur für Know-How, Marke und Vertriebsnetz.
Update (18:33)
Und noch ein paar weitere Spekulationen:
a) Verhandelt Fiat nur mit Opel, um Druck auf Chrysler zu machen?
b) Angeblich spricht Fiat auch mit Renault.
Wir werden sehen ...
Update (21:48)
Die FR meint, dass es Fiat vor allem um sich selber gehen würde ...
FR: Fiat will sich selbst retten
Die Russen haben dementiert:
Handelsblatt: Russen sagen Njet zu Opel
FAZ: Betriebsrat fürchtet Stellenabbau
Dazu nur ein Wort: Stellenabbau wird es auf jeden Fall geben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Und nochmal ein Faktenüberblick zu Opel/Fiat von der FTD:
Was eine Fusion Fiat-Opel bedeutet
Update (22:24)
ntv hat auch einige Stimmen gesammelt:
"Dem Tode geweihte Ehe" - Opel und Fiat
Ich zu Opel im letzten November:
"Und eine europäische Lösung? Opel+Saab+Fiat? *Das* hört sich zwar direkt an wie der Club der Fußkranken, aber könnte die nötige Größe bieten, technisch arbeitet man auch schon zusammen und auch regional könnte man sich aufteilen (Fiat macht Südamerika, Opel Nordamerika, etc). "
Quelle: Solarworld will Opel Werke kaufen! Aber warum?
"Meine Empfehlung an die deutsche Politik:
a) Verstaatlichen, Lösung mit Fiat anstreben, ansonsten abwickeln.
oder
b) nix tun."
Jetzt wird doch tatsächlich scheinbar etwas aus der von mir favorisierten Lösung. (favorisiert allerdings durch durch die Erkenntnis, dass die Politik in einem Wahljahr eh irgendwas macht und niemand den Mut hat, Opel Pleitegehen zu lassen; es also nur darum geht, komplett schwachsinnige Lösungen zu verhindern).
Spiegel: Fiat will Mehrheit an Opel übernehmen
Wenn jetzt noch jemand in Berlin die Idee mit der Bad Bank fallen lässt, mach ich mir ein Bier auf ;-)
Update (14:40):
DerWesten.de: Opel-Betriebsrat lehnt Fiat-Einstieg ab
Hmm, ich wäre darüber froh, dass überhaupt jemand kaufen will! Oder hat der Betriebsrat darauf gehofft, dass der Laden zu VEB Automobile gemacht wird und alle Mitarbeiter sofort verbeamtet werden? Dass es bei *tiefe* Einschnitte geben wird, ist doch unumstritten, oder?
Update (15:05)
Ein anderer Interessent soll der Automobilzulieferer Magna sein, der wohl von der russischen Sberbank unterstützt wird.
FAZ: Fiat greift angeblich nach Opel
Handelsblatt: Fiat greift nach Opel
FTD: Fiat will Opel übernehmen
Ich gebe allerdings zu, dass die Kritik von Franz nicht so falsch ist. Die beiden letzten Anbandlungsversuche von Fiat (erst Chrysler, jetzt Opel) riechen mehr nach "Ich will an den Rettungstopf" als nach einer wirklichen Strategie für die Zukunft.
Allerdings ist für mich auch klar, dass ohne *dicke* finanzielle Unterstützung durch den Staat niemand Opel kaufen wird. Eventuell ein Käufer aus Asien, der wird aber in 10 Jahren keine einzige Fabrik mehr in Deutschland betreiben ... Die interessieren sich nur für Know-How, Marke und Vertriebsnetz.
Update (18:33)
Und noch ein paar weitere Spekulationen:
a) Verhandelt Fiat nur mit Opel, um Druck auf Chrysler zu machen?
b) Angeblich spricht Fiat auch mit Renault.
Wir werden sehen ...
Update (21:48)
Die FR meint, dass es Fiat vor allem um sich selber gehen würde ...
FR: Fiat will sich selbst retten
Die Russen haben dementiert:
Handelsblatt: Russen sagen Njet zu Opel
FAZ: Betriebsrat fürchtet Stellenabbau
Dazu nur ein Wort: Stellenabbau wird es auf jeden Fall geben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Und nochmal ein Faktenüberblick zu Opel/Fiat von der FTD:
Was eine Fusion Fiat-Opel bedeutet
Update (22:24)
ntv hat auch einige Stimmen gesammelt:
"Dem Tode geweihte Ehe" - Opel und Fiat
Labels: auto, deutschland, europa, italien, politik, wirtschaft 7 Kommentare
VW will Porsche kaufen?!?
Die Stammaktien von Porsche sind doch gar nicht frei notiert. Wie also an die Stammaktien kommen? Ist da einer so klamm, dass er verkaufen muss? Hat sich Porsche so verhoben, dass droht, dass Porsche zu Schaeffler Reloaded wird?
Auf jeden Fall wäre das eine der überraschendsten Wendungen, die es in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gab.
Ebenfalls interessant: VW Aufsichtsratvorsitzender und Ex-Chef Ferdinand Piech hat den Kampf um die Macht bei Porsche verloren (die Stimmrechte bei Porsche liegen im Wesentlichen bei zwei Familien(clans) und Ferdinand Piech gehört zu einem der beiden großen, allerdings dem kleineren Anteilseigner).
Piech wurde damals auf die Niederlage angesprochen (finde den Artikel leider nicht wieder) warauf er angekündigte, dass man schon bald was von ihm hören würde. Ich schätze, "schon bald" ist heute ... Alter Stratege, der Piech.
FTD: VW spielt Porsche-Kauf durch
Update (15:15)
Die FAZ berichtet von Gerüchten, dass im Teilhaberkreis von Porsche die Rückendeckung für Porsche-Chef Wiedeking schwächer werden soll.
FAZ: Porsche dementiert Verkauf an Volkswagen
Wenn die ganzen Gerüchte nicht einmal alle gezielt gestreut wurden .... Von dem Mann mit dem "ë" im Namen.
Update (18:36)
Eine interessante Meinung dazu von Zeitenwende.ch:
Zerbricht Porsche am Ego Wiedekings?
Update (21:35)
Noch ein paar Meinungen:
FTD: Dossier: Porsche-Familien ringen um Macht
Handelsblatt: VW-Rettungskauf von Porsche könnte der Preis für Frieden sein
Update (24.04.09)
Noch ein letzter Link:
FTD: Das Kapital: Porsche entgleitet sein Börsenspiel
Die Stammaktien von Porsche sind doch gar nicht frei notiert. Wie also an die Stammaktien kommen? Ist da einer so klamm, dass er verkaufen muss? Hat sich Porsche so verhoben, dass droht, dass Porsche zu Schaeffler Reloaded wird?
Auf jeden Fall wäre das eine der überraschendsten Wendungen, die es in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gab.
Ebenfalls interessant: VW Aufsichtsratvorsitzender und Ex-Chef Ferdinand Piech hat den Kampf um die Macht bei Porsche verloren (die Stimmrechte bei Porsche liegen im Wesentlichen bei zwei Familien(clans) und Ferdinand Piech gehört zu einem der beiden großen, allerdings dem kleineren Anteilseigner).
Piech wurde damals auf die Niederlage angesprochen (finde den Artikel leider nicht wieder) warauf er angekündigte, dass man schon bald was von ihm hören würde. Ich schätze, "schon bald" ist heute ... Alter Stratege, der Piech.
FTD: VW spielt Porsche-Kauf durch
Update (15:15)
Die FAZ berichtet von Gerüchten, dass im Teilhaberkreis von Porsche die Rückendeckung für Porsche-Chef Wiedeking schwächer werden soll.
FAZ: Porsche dementiert Verkauf an Volkswagen
Wenn die ganzen Gerüchte nicht einmal alle gezielt gestreut wurden .... Von dem Mann mit dem "ë" im Namen.
Update (18:36)
Eine interessante Meinung dazu von Zeitenwende.ch:
Zerbricht Porsche am Ego Wiedekings?
Update (21:35)
Noch ein paar Meinungen:
FTD: Dossier: Porsche-Familien ringen um Macht
Handelsblatt: VW-Rettungskauf von Porsche könnte der Preis für Frieden sein
Update (24.04.09)
Noch ein letzter Link:
FTD: Das Kapital: Porsche entgleitet sein Börsenspiel
Labels: auto, deutschland, wirtschaft 4 Kommentare
Zahl des Tages (22.04.09): -6%
Heute gab es zwei neue Schätzungen zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Der IWF hat seine Schätzung für das BIP 2009 auf minus 5,6% gesenkt; die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sogar auf
-6% (minus 6 Prozent).
Auch 2010 soll es noch (leicht) weiter nach unten gehen (IWF -1% bzw. -0,5%). Dafür dürften schon allein die nachlaufenden Effekte (Arbeitslosigkeit --> Konsumrückgang) sorgen.
Die wirkliche Sensation aber: Die Zahlen sind endlich in Berlin bis zu "Denen ganz oben" durchgedrungen. Peer Steinbrück spricht heute zum ersten Mal von einem Minus von 5,x%.
Vor nicht einmal zwei Monaten wurde der Chefvolkswirt von der Deutschen Bank Prof. Walter noch für seine -5,x% von den Politikern (und Teilen der Presse) als unverantwortlicher Schwarzmaler kritisiert (Zahl des Tages (24.02.09): 5 (oder noch mehr)). Und in nur 8 Wochen ist das auf einmal Konsens ...
Gut, verstanden oder gar verarbeitet hat man die Zahlen in Berlin noch nicht, denn ansonsten hätte man nicht wie ein Mantra "kein drittes Konjunkturpaket", "kein drittes Konjunkturpaket", "kein drittes Konjunkturpaket" in die Kameras gebrabbelt ...
Spiegel: Deutschland stürzt in tiefe Rezession
Tagesschau.de: Tiefste Rezession seit den 30er-Jahren
Heute gab es zwei neue Schätzungen zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Der IWF hat seine Schätzung für das BIP 2009 auf minus 5,6% gesenkt; die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sogar auf
-6% (minus 6 Prozent).
Auch 2010 soll es noch (leicht) weiter nach unten gehen (IWF -1% bzw. -0,5%). Dafür dürften schon allein die nachlaufenden Effekte (Arbeitslosigkeit --> Konsumrückgang) sorgen.
Die wirkliche Sensation aber: Die Zahlen sind endlich in Berlin bis zu "Denen ganz oben" durchgedrungen. Peer Steinbrück spricht heute zum ersten Mal von einem Minus von 5,x%.
Vor nicht einmal zwei Monaten wurde der Chefvolkswirt von der Deutschen Bank Prof. Walter noch für seine -5,x% von den Politikern (und Teilen der Presse) als unverantwortlicher Schwarzmaler kritisiert (Zahl des Tages (24.02.09): 5 (oder noch mehr)). Und in nur 8 Wochen ist das auf einmal Konsens ...
Gut, verstanden oder gar verarbeitet hat man die Zahlen in Berlin noch nicht, denn ansonsten hätte man nicht wie ein Mantra "kein drittes Konjunkturpaket", "kein drittes Konjunkturpaket", "kein drittes Konjunkturpaket" in die Kameras gebrabbelt ...
Spiegel: Deutschland stürzt in tiefe Rezession
Tagesschau.de: Tiefste Rezession seit den 30er-Jahren
Labels: deutschland, politik, Rezession, wirtschaft, zahldestages 3 Kommentare
Boah.
- Immobilienblasen: the blog title means property bubble in German. I have aways considered Immobilienblasen a good bilingual effort that does a good job of bridging the German and Anglo-American world. It has been around since well before the econblog space got noticed.
- Zeitenwende: this is a Swiss blog in German and has been a very good source of information fr me on the goings on at UBS, Credit Suisse, Glencore and other Swiss companies. It went on a brief hiatus earlier this year, but I am happy to report that it is back.
- egghat’s blog: Egghat is another German blogger who has been around for quite some time (since before the econblogging space became noticed after Lehman’s demise). Although, he writes completely in German, egghat does have a lot of good information on the U.S. financial crisis as well.
- Blick Log: this is the most recent German-language blog I have been turned on to. Very, very good detail on the German situation specifically. If you want to know what is happening at HSH Nordbank, WestLB or Deutsche Bank, this should be on your list.
Creditwritedown: The German econblogger space is just fine
- Immobilienblasen: the blog title means property bubble in German. I have aways considered Immobilienblasen a good bilingual effort that does a good job of bridging the German and Anglo-American world. It has been around since well before the econblog space got noticed.
- Zeitenwende: this is a Swiss blog in German and has been a very good source of information fr me on the goings on at UBS, Credit Suisse, Glencore and other Swiss companies. It went on a brief hiatus earlier this year, but I am happy to report that it is back.
- egghat’s blog: Egghat is another German blogger who has been around for quite some time (since before the econblogging space became noticed after Lehman’s demise). Although, he writes completely in German, egghat does have a lot of good information on the U.S. financial crisis as well.
- Blick Log: this is the most recent German-language blog I have been turned on to. Very, very good detail on the German situation specifically. If you want to know what is happening at HSH Nordbank, WestLB or Deutsche Bank, this should be on your list.
Creditwritedown: The German econblogger space is just fine
Am 1. Juni ist alles vorbei
Am 1. Juni muss ein Kredit über 1 Milliarde Dollar zurück gezahlt werden. Dass das klappt, bezweifelt jetzt sogar schon GM ...
Marketwatch: GM reportedly to miss $1 bln debt payment due June 1
Update (23:25)
Handelsblatt: GM räumt Rückzahlungsschwierigkeiten ein
Am 1. Juni muss ein Kredit über 1 Milliarde Dollar zurück gezahlt werden. Dass das klappt, bezweifelt jetzt sogar schon GM ...
Marketwatch: GM reportedly to miss $1 bln debt payment due June 1
Update (23:25)
Handelsblatt: GM räumt Rückzahlungsschwierigkeiten ein
Labels: auto, US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Freddie Mac CFO Kellerman begeht Selbstmord
FT Alphaville: Freddie CFO commits suicide
Update (18:02)
Marketwatch: Freddie Mac acting CFO found dead in apparent suicide
Spiegel: Freddie-Mac-Manager tot aufgefunden - Aktie bricht ein
Update (23.04.09)
Für den Spiegel ist die Story natürlich ein gefundenes Fressen:
Spiegel: Tod des Schattenmanns
Auch wenn der Journalist darauf beharrt, dass sich Kellerman mit zwei N zu schreiben hat ..
FT Alphaville: Freddie CFO commits suicide
Update (18:02)
Marketwatch: Freddie Mac acting CFO found dead in apparent suicide
Spiegel: Freddie-Mac-Manager tot aufgefunden - Aktie bricht ein
Update (23.04.09)
Für den Spiegel ist die Story natürlich ein gefundenes Fressen:
Spiegel: Tod des Schattenmanns
Auch wenn der Journalist darauf beharrt, dass sich Kellerman mit zwei N zu schreiben hat ..
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa 0 Kommentare
Ein ♥ für Blogs
Ein ♥ für Blogs - Ein Herz für Blogs ...
Meine 5 Lieblingsblogs aus deutschsprachigen Landen:
- WEISSGARNIX (viele lesenswerte Artikel, fast schon zu viel! Mit Querlesen und ohne Nachdenken kommt man da nicht weit)
- Zeitenwende-Blog (gut, dass das wieder lebt!)
- Rebellmarkt (so würde ich gerne formulieren können)
- Kopfzeiler (Pflicht, auch weil dort nur relativ selten was zu lesen ist)
- Spiegelfechter (gute Reflektionen Themen, die ich zwar spannend finde, die aber trotzdem in meinem Blog zu kurz kommen)
Wenn ich nur Finanz/Wirtschaftsblogs genommen hätte, wären auch die folgenden in der engeren Auswahl gewesen:
- Herdentrieb (Zu wenig Blogcharakter, aber exzellenter Content)
- Trader`s Quest (manchmal finde ich dort absolute Gems)
- Börsennotizbuch (immer ein guter Anlaufpunkt für die "heißen" Themen)
- Blicklog (ich mag besonders die Linkübersichten, vor allem, wenn ich da drin bin ;-))
Ein ♥ für Blogs - Ein Herz für Blogs ...
Meine 5 Lieblingsblogs aus deutschsprachigen Landen:
- WEISSGARNIX (viele lesenswerte Artikel, fast schon zu viel! Mit Querlesen und ohne Nachdenken kommt man da nicht weit)
- Zeitenwende-Blog (gut, dass das wieder lebt!)
- Rebellmarkt (so würde ich gerne formulieren können)
- Kopfzeiler (Pflicht, auch weil dort nur relativ selten was zu lesen ist)
- Spiegelfechter (gute Reflektionen Themen, die ich zwar spannend finde, die aber trotzdem in meinem Blog zu kurz kommen)
Wenn ich nur Finanz/Wirtschaftsblogs genommen hätte, wären auch die folgenden in der engeren Auswahl gewesen:
- Herdentrieb (Zu wenig Blogcharakter, aber exzellenter Content)
- Trader`s Quest (manchmal finde ich dort absolute Gems)
- Börsennotizbuch (immer ein guter Anlaufpunkt für die "heißen" Themen)
- Blicklog (ich mag besonders die Linkübersichten, vor allem, wenn ich da drin bin ;-))
Labels: blogosphäre 4 Kommentare
Zahl des Tages (21.04.09): 1.200.000.000.000
Marketwatch: Credit losses could hit $4 trillion, IMF says
FAZ: IWF schätzt Verluste auf 4 Billionen Dollar
IWF: Krise kostet über vier Billionen Dollar
Aber hatten wir das nicht schon?
Zahl des Tages (06.04.09): 4.000.000.000.000
?!?
Ok, ich sehe. Am 6. April war es nur eine Vorabmeldung der Times, heute ist es offiziell:
IMF.gov: Further Action Needed to Reinforce Signs of Market Recovery: IMF
Ein paar Details haben sich noch leicht geändert. Es sind jetzt genau 4,054 Billionen Verluste. Etwa 2,7 Billionen Abschreibungen gibt es auf Papiere aus den USA, 1,2 Billionen auf europäische und 0,149 Billionen auf japanische Papiere.
Der Löwenanteil des Anstiegs gegenüber der letzten Schätzung (damals noch 2,2 Billionen) geht auf die beiden zuletzt genannten Zahlen zurück. Die europäischen und japanischen Papiere waren in die ersten Berechnungen schlichtweg nicht drin.
Von den Verlusten landen etwa 60% bei den Banken, der Rest bei den Versicherungen und Pensionsfonds.
Abgeschrieben sind bisher erst etwa ein Drittel der gesamten Verluste. Zwei Drittel haben wir also noch vor uns. Juchhu!
Und was noch schlimmer ist (so langsam nähern wir uns der Zahl des Tages):
Um die Banken am Leben zu halten (Eigenkapitalquote von 4%), brauchen die Banken in den USA 275 Mrd, die Banken in Europa 600 Mrd. Dollar neues Eigenkapital.
Wenn das Ziel nicht nur das reine Überleben, sondern eine ausreichende Eigenkapitalquote wie Mitte der 90er-Jahre sein sollte (also etwa 6%), ergeben sich folgende Zahlen:
Die US-Banken benötigen insgesamt 500 Milliarden Dollar.
Und die europäischen Banken brauchen satte
1.200.000.000.000 (1,2 Billionen) Dollar.
Schreck lass nach.
725 Mrd. Dollar brauchen die Euroland-Banken, 250 Mrd die britischen und 225 Mrd. die Banken in "Resteuropa". Die Zahlen finden sich übrigens nicht in der Pressemitteilung, sondern in der Executive Summary der Langversion.
Der IWF sieht große Probleme in Osteuropa, ich verweise dazu auch gerne nochmal auf die österreichischen Banken: Nix mehr Felix Austria?
Die Langversion (240 Seiten) habe ich dann aber auch nicht gelesen. Obwohl da bestimmt noch 'ne Menge spannender Sachen drin stehen.
Über Kapitalerhöhungen kann das Loch realistisch nicht finanziert werden. Soviel ist der Sektor nicht wert und zwar schon lange nicht mehr und auch nicht einmal annähernd. Der IWF spricht daher auch explizit von (temporären) Verstaatlichungen.
Das bleibt auch weiterhin mein bevorzugtes Szenario. Nur den Schrott beim Steuerzahler in der Bad Bank abzulagern, ist irgendwie unfair. Da müssen Aktionäre UND Anleiheeigner mit ins Boot und mitbluten
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
28.1.2009: IWF: 2,2 Billionen Schaden
6.4.2009: IWF: 4 Billionen Dollar Schaden
Update (18:16)
zu sowas: Steinbrück: Die „giftigen Papiere“ werden die Steuerzahler nicht belasten fällt mir dann nur noch ein Wort ein: Vera****e. Sorry Peer. Die Verluste werden sich nicht in Luft auflösen. Da hilft das politikertypische Beten nicht. Aussitzen auch nicht. Nichts. Das Einzige was hilft, ist das irgendwo zu verstecken und in 10 Jahren nicht mehr im Amt zu sein. Ach sehe gerade ... darum geht's. Nach mir die Sintflut. Na dann Amen.
Update (22.04.09)
Noch eine interessante Einschätzung aus den Kommentaren:
---
Bezogen auf das Bruttosozialprodukt sieht es in UK aber schlimmer aus als in der übrigen EU.
BSP UK: 2.2 Billionen US$ (2005)
BSP Rest-EU: 11 Billionen US$ (2005)
In UK brauchen die Banken also ca. 10% des BSP, in der übrigen EU ca. 7%.
---
Der IWF hatte übrigens in der Berechnung einen Fehler. Der ist inzwischen aber korrigiert worden. Der Schaden für den britischen Steuerzahler wird 6 bis 13% des BIPs geschätzt (mit 9,1% im mittleren Szenario). Der deutsche Wert liegt übrigens nur bei 3,1%.
FT Alphaville: IMF and Table 1.8 gate
Marketwatch: Credit losses could hit $4 trillion, IMF says
FAZ: IWF schätzt Verluste auf 4 Billionen Dollar
IWF: Krise kostet über vier Billionen Dollar
Aber hatten wir das nicht schon?
Zahl des Tages (06.04.09): 4.000.000.000.000
?!?
Ok, ich sehe. Am 6. April war es nur eine Vorabmeldung der Times, heute ist es offiziell:
IMF.gov: Further Action Needed to Reinforce Signs of Market Recovery: IMF
Ein paar Details haben sich noch leicht geändert. Es sind jetzt genau 4,054 Billionen Verluste. Etwa 2,7 Billionen Abschreibungen gibt es auf Papiere aus den USA, 1,2 Billionen auf europäische und 0,149 Billionen auf japanische Papiere.
Der Löwenanteil des Anstiegs gegenüber der letzten Schätzung (damals noch 2,2 Billionen) geht auf die beiden zuletzt genannten Zahlen zurück. Die europäischen und japanischen Papiere waren in die ersten Berechnungen schlichtweg nicht drin.
Von den Verlusten landen etwa 60% bei den Banken, der Rest bei den Versicherungen und Pensionsfonds.
Abgeschrieben sind bisher erst etwa ein Drittel der gesamten Verluste. Zwei Drittel haben wir also noch vor uns. Juchhu!
Und was noch schlimmer ist (so langsam nähern wir uns der Zahl des Tages):
Um die Banken am Leben zu halten (Eigenkapitalquote von 4%), brauchen die Banken in den USA 275 Mrd, die Banken in Europa 600 Mrd. Dollar neues Eigenkapital.
Wenn das Ziel nicht nur das reine Überleben, sondern eine ausreichende Eigenkapitalquote wie Mitte der 90er-Jahre sein sollte (also etwa 6%), ergeben sich folgende Zahlen:
Die US-Banken benötigen insgesamt 500 Milliarden Dollar.
Und die europäischen Banken brauchen satte
1.200.000.000.000 (1,2 Billionen) Dollar.
Schreck lass nach.
725 Mrd. Dollar brauchen die Euroland-Banken, 250 Mrd die britischen und 225 Mrd. die Banken in "Resteuropa". Die Zahlen finden sich übrigens nicht in der Pressemitteilung, sondern in der Executive Summary der Langversion.
Der IWF sieht große Probleme in Osteuropa, ich verweise dazu auch gerne nochmal auf die österreichischen Banken: Nix mehr Felix Austria?
Die Langversion (240 Seiten) habe ich dann aber auch nicht gelesen. Obwohl da bestimmt noch 'ne Menge spannender Sachen drin stehen.
Über Kapitalerhöhungen kann das Loch realistisch nicht finanziert werden. Soviel ist der Sektor nicht wert und zwar schon lange nicht mehr und auch nicht einmal annähernd. Der IWF spricht daher auch explizit von (temporären) Verstaatlichungen.
Das bleibt auch weiterhin mein bevorzugtes Szenario. Nur den Schrott beim Steuerzahler in der Bad Bank abzulagern, ist irgendwie unfair. Da müssen Aktionäre UND Anleiheeigner mit ins Boot und mitbluten
Die Geschichte der Schätzungen:
8.4.2008, IWF: Wer bietet mehr? Der IWF bietet 1 Billionen Dollar.
7.7.2008, Bridgewater Associates: Wer bietet mehr? Folge vom 7.7.08 ...
2.8.2008: Nouriel Roubini: 2 Billionen Dollar Verluste durch die Kreditkrise
7.10.2008, IWF:
28.10.2008: Bank of England: Notenbank erwartet 2,8 Billionen Dollar Verlust
21.1.2009: Nouriel Roubini: 3,6 Billionen Dollar
28.1.2009: IWF: 2,2 Billionen Schaden
6.4.2009: IWF: 4 Billionen Dollar Schaden
Update (18:16)
zu sowas: Steinbrück: Die „giftigen Papiere“ werden die Steuerzahler nicht belasten fällt mir dann nur noch ein Wort ein: Vera****e. Sorry Peer. Die Verluste werden sich nicht in Luft auflösen. Da hilft das politikertypische Beten nicht. Aussitzen auch nicht. Nichts. Das Einzige was hilft, ist das irgendwo zu verstecken und in 10 Jahren nicht mehr im Amt zu sein. Ach sehe gerade ... darum geht's. Nach mir die Sintflut. Na dann Amen.
Update (22.04.09)
Noch eine interessante Einschätzung aus den Kommentaren:
---
Bezogen auf das Bruttosozialprodukt sieht es in UK aber schlimmer aus als in der übrigen EU.
BSP UK: 2.2 Billionen US$ (2005)
BSP Rest-EU: 11 Billionen US$ (2005)
In UK brauchen die Banken also ca. 10% des BSP, in der übrigen EU ca. 7%.
---
Der IWF hatte übrigens in der Berechnung einen Fehler. Der ist inzwischen aber korrigiert worden. Der Schaden für den britischen Steuerzahler wird 6 bis 13% des BIPs geschätzt (mit 9,1% im mittleren Szenario). Der deutsche Wert liegt übrigens nur bei 3,1%.
FT Alphaville: IMF and Table 1.8 gate
Labels: europa, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 2 Kommentare
Mal wieder was Lustiges ...
Also mein Englisch versagte dabei. Das ist ziemlich übel genuschelt. Aber der Freund Google spuckte bei der Wahl ein paar clevere Suchbegriffe eine Mitschrift des Gags aus:
---
This is a story about a man. His wife has told him that if he ever comes home drunk she will leave him.
Nonetheless he goes out. He drinks a lot and throws up all over himself. He turns to his friend and asks what he can do. His friend is helpful.
“Go home,” he says. “Tell your wife someone threw up on you. And put a twenty pound note inside your jacket pocket. Show her the money and tell her the other man gave it to you for the dry cleaning bill.”
So this he does. His wife is at first angry. But he explains. He tells her about the drunk man who threw up on him. He shows her the twenty pounds.
She looks. “But why have you got two £20 notes?” she asks.
“Oh,” he says. “The other one is from the man who shat in my pants.”
---
Gibberisch: Best gag ever, by Clement Freud
Also mein Englisch versagte dabei. Das ist ziemlich übel genuschelt. Aber der Freund Google spuckte bei der Wahl ein paar clevere Suchbegriffe eine Mitschrift des Gags aus:
---
This is a story about a man. His wife has told him that if he ever comes home drunk she will leave him.
Nonetheless he goes out. He drinks a lot and throws up all over himself. He turns to his friend and asks what he can do. His friend is helpful.
“Go home,” he says. “Tell your wife someone threw up on you. And put a twenty pound note inside your jacket pocket. Show her the money and tell her the other man gave it to you for the dry cleaning bill.”
So this he does. His wife is at first angry. But he explains. He tells her about the drunk man who threw up on him. He shows her the twenty pounds.
She looks. “But why have you got two £20 notes?” she asks.
“Oh,” he says. “The other one is from the man who shat in my pants.”
---
Gibberisch: Best gag ever, by Clement Freud
Labels: diverses, fun 1 Kommentare
Christiansen ist wieder da. Arggggghhh :-(
Gut,es hätte sein können, dass sich während des Zuschauens irgendein Erkenntnisgewinn einstellt.
Es hätte sein können, dass man irgendwas Neues erfährt.
Es hätte sein können, dass Christiansen intelligente Fragen stellt.
Es hätte sein können, dass es intelligente Antworten und nicht nur die übliche Phrasendrescherei gibt.
Hätte, wennse, aber.
Ich zitiere nur vier Meinungen:
a) Handelsblatt:
"Die Talkerin versteht es immer noch, mit ihren Fragen haarscharf am Ziel vorbeizuschießen."
"[...] der krisengestählte, um die Zukunft des Landes quälend besorgte Blick – Christiansen hat es immer noch drauf"(wie ich den Blick hasse)
"Christiansen gelingt es, die Antworten rechtzeitig abzuschneiden, bevor sich ein zusammenhängendes Gespräch entspinnen kann. Ein Markenzeichen von Christiansen, schon in ihrer Zeit bei der ARD."
Handelsblatt: „Haben wir den Bodensatz erreicht?“
b) FAZ:
"[Christiansen] kaum über die Rolle der Stichwortgeberin hinauskommend"
"Das alles ließe sich durchaus rechtfertigen, wenn dafür ein besonders konstruktives Gespräch entstünde, wenn neue Ideen diskutiert und die spannenden Themen in einer fürs Fernsehen gewagten Tiefe besprochen würden. Doch dazu kam es in den 60 Minuten nicht, dafür wurde zu vieles angeschnitten, was dann nur oberflächlich abgehakt werden konnte."
FAZ: Die Rückkehr der Sabine Christiansen
Der Artikel ist leider ziemlich zurückhaltend. Ich hoffe, es kommt noch was im Fernsehblog.
c) Spiegel:
"[...] so war allenfalls interessant, in welchem Ausmaß Sabine Christiansen zur Karikatur ihrer selbst geworden ist. Und wirklich, sie ist ein großes Stück vorangekommen. Man kann nur hoffen, dass sich die wunderbaren Kollegen von "Switch reloaded" auf Pro Sieben der Sache annehmen werden. "
Spiegel: Gruppenbild mit Domina
d) Welt:
"Das Kratzen an der Oberfläche wiederholte sich permanent. An Stellen, an denen es gerade interessant zu werden versprach, pflegte die Gastgeberin eine Marotte, die schon in den 447 Folgen ihrer ARD-Sonntagabendshow zu besichtigen war, nämlich ansatzlos das Thema zu wechseln."
Welt: Christiansens Comeback als Gesprächsverhinderin
Kurz: Das gleiche Desaster, das uns zum Glück zwei Jahre lang erspart blieb.
Hat noch jemand gute Verrisse in der Blogosphäre oder woanders entdeckt? Ich verlinke das gerne :-)
Update (12:54):
Das ist doch ein gutes Zeichen:
Talk-Duell: Strunz vor Christiansen
Obwohl die Sendung vorzeitig lief. Mit etwas längerer Ankündigung hat die Frau wahrscheinlich wieder vernünftige Einschaltquoten.
Gut,es hätte sein können, dass sich während des Zuschauens irgendein Erkenntnisgewinn einstellt.
Es hätte sein können, dass man irgendwas Neues erfährt.
Es hätte sein können, dass Christiansen intelligente Fragen stellt.
Es hätte sein können, dass es intelligente Antworten und nicht nur die übliche Phrasendrescherei gibt.
Hätte, wennse, aber.
Ich zitiere nur vier Meinungen:
a) Handelsblatt:
"Die Talkerin versteht es immer noch, mit ihren Fragen haarscharf am Ziel vorbeizuschießen."
"[...] der krisengestählte, um die Zukunft des Landes quälend besorgte Blick – Christiansen hat es immer noch drauf"(wie ich den Blick hasse)
"Christiansen gelingt es, die Antworten rechtzeitig abzuschneiden, bevor sich ein zusammenhängendes Gespräch entspinnen kann. Ein Markenzeichen von Christiansen, schon in ihrer Zeit bei der ARD."
Handelsblatt: „Haben wir den Bodensatz erreicht?“
b) FAZ:
"[Christiansen] kaum über die Rolle der Stichwortgeberin hinauskommend"
"Das alles ließe sich durchaus rechtfertigen, wenn dafür ein besonders konstruktives Gespräch entstünde, wenn neue Ideen diskutiert und die spannenden Themen in einer fürs Fernsehen gewagten Tiefe besprochen würden. Doch dazu kam es in den 60 Minuten nicht, dafür wurde zu vieles angeschnitten, was dann nur oberflächlich abgehakt werden konnte."
FAZ: Die Rückkehr der Sabine Christiansen
Der Artikel ist leider ziemlich zurückhaltend. Ich hoffe, es kommt noch was im Fernsehblog.
c) Spiegel:
"[...] so war allenfalls interessant, in welchem Ausmaß Sabine Christiansen zur Karikatur ihrer selbst geworden ist. Und wirklich, sie ist ein großes Stück vorangekommen. Man kann nur hoffen, dass sich die wunderbaren Kollegen von "Switch reloaded" auf Pro Sieben der Sache annehmen werden. "
Spiegel: Gruppenbild mit Domina
d) Welt:
"Das Kratzen an der Oberfläche wiederholte sich permanent. An Stellen, an denen es gerade interessant zu werden versprach, pflegte die Gastgeberin eine Marotte, die schon in den 447 Folgen ihrer ARD-Sonntagabendshow zu besichtigen war, nämlich ansatzlos das Thema zu wechseln."
Welt: Christiansens Comeback als Gesprächsverhinderin
Kurz: Das gleiche Desaster, das uns zum Glück zwei Jahre lang erspart blieb.
Hat noch jemand gute Verrisse in der Blogosphäre oder woanders entdeckt? Ich verlinke das gerne :-)
Update (12:54):
Das ist doch ein gutes Zeichen:
Talk-Duell: Strunz vor Christiansen
Obwohl die Sendung vorzeitig lief. Mit etwas längerer Ankündigung hat die Frau wahrscheinlich wieder vernünftige Einschaltquoten.
Labels: blogosphäre, deutschland, medien, politik, tv 2 Kommentare
Koreanischer Wirtschaftsblogger frei gesprochen
Ausnahmsweise mal eine Geschichte mit einem guten Ende.
Heise.de: Südkorea: Gericht spricht Wirtschaftsblogger frei
Ausnahmsweise mal eine Geschichte mit einem guten Ende.
Heise.de: Südkorea: Gericht spricht Wirtschaftsblogger frei
Labels: blogosphäre, politik, wirtschaft 1 Kommentare
Auf den zweiten Blick ...
So wie das hier: Bank of Amerika mit 4,2 Mrd. Fake Gewinn oder das Citigroup mit 1,6 Mrd. Fake Gewinn oder das 1,7 Mrd. Gewinn-Fake bei Goldman Sachs oder das: Youtube (hier klicken und wenigstens 1 Minute anschauen. Man kann das leider nicht embedden).
Incredible! (nicht meine Art von Musik, aber trotzdem!)
Egghat's blog. Euer Blog für den zweiten Blick.
So wie das hier: Bank of Amerika mit 4,2 Mrd. Fake Gewinn oder das Citigroup mit 1,6 Mrd. Fake Gewinn oder das 1,7 Mrd. Gewinn-Fake bei Goldman Sachs oder das: Youtube (hier klicken und wenigstens 1 Minute anschauen. Man kann das leider nicht embedden).
Incredible! (nicht meine Art von Musik, aber trotzdem!)
Egghat's blog. Euer Blog für den zweiten Blick.
Labels: diverses, Musik 5 Kommentare
Zahl des Tages (20.04.09): 16
Wenn die Ergebnisse stimmen sollten, kommt auf Obama eine größere Rettungsaktion zu. Und die Prognosen von Roubini (The US-Banking System as a whole is insolvent") würden eintreffen. Da ich über alles berichtet habe, dürfte das zumindest hier niemanden wirklich schocken.
Aber genug der Einleitung. Turner Radio Networks meldet in seinem Blog, dass es die Ergebnisse des Stresstests kennt. Danach sind
16
der 19 untersuchten US-Großbanken insolvent.
Schluck.
Die Details im Posting unten. Noch ein paar Schocks gefällig?
- 5 der Banken sollen Kreditverpflichtungen allein aus Derivate-Geschäften haben, die das Eigenkapital übersteigen.
- Die Liste der "notleidenden Banken" soll inzwischen 252 Einträge lang sein. Diese Banken haben Assets im Wert von insgesamt 159 Milliarden Dollar.
- Daneben gibt es noch 1,816 gefährdete Banken mit Assets im Gesamtwert von 4,67 Billionen Dollar.
- Goldman Sachs hat ein gesamtes Kredit Exposure von 1.056% des Eigenkapitals, also mehr als zehn Mal so viel!
(Ihr merkt, ich habe mir Mühe gegeben, nicht wieder eine große Zahl zur Zahl des Tages zu machen ...)
Danke
FTD: Börsianer rätseln über Stresstest-Meldung
Update (21.04.09)
FT Alphaville hat versucht, die Glaubwürdigkeit der Quelle etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Die ist scheinbar nicht sonderlich hoch. Das US-Finanzministerium hat auch dementiert, was aber wenig überrascht.
FT Alphaville: Stress testing the stress test reports
Glaubwürdig würde die Sache IMHO dann, wenn auf Wikileaks was auftauchen würde, wie bei den Barclays-Steueroptimierungen (Barclays will Geld vom Staat - aber wollte nie Steuern zahlen.).
Außerdem ist dieser Hal Turner ein Rassist und damit gilt er für mich eh als verwirrt.
Update 2 (21.04.09)
Hal Turner sagt jetzt, dass er einen Anruf von der SEC bekommen habe und diese mehr oder weniger freundlich um Herausgabe der Daten (die es lt. Finanzministerium ja gar nicht gibt) gebeten habe.
Diese Story bleibt obskur und verwirrend.
FT Alphaville: More stress test stress
Wenn die Ergebnisse stimmen sollten, kommt auf Obama eine größere Rettungsaktion zu. Und die Prognosen von Roubini (The US-Banking System as a whole is insolvent") würden eintreffen. Da ich über alles berichtet habe, dürfte das zumindest hier niemanden wirklich schocken.
Aber genug der Einleitung. Turner Radio Networks meldet in seinem Blog, dass es die Ergebnisse des Stresstests kennt. Danach sind
16
der 19 untersuchten US-Großbanken insolvent.
Schluck.
Die Details im Posting unten. Noch ein paar Schocks gefällig?
- 5 der Banken sollen Kreditverpflichtungen allein aus Derivate-Geschäften haben, die das Eigenkapital übersteigen.
- Die Liste der "notleidenden Banken" soll inzwischen 252 Einträge lang sein. Diese Banken haben Assets im Wert von insgesamt 159 Milliarden Dollar.
- Daneben gibt es noch 1,816 gefährdete Banken mit Assets im Gesamtwert von 4,67 Billionen Dollar.
- Goldman Sachs hat ein gesamtes Kredit Exposure von 1.056% des Eigenkapitals, also mehr als zehn Mal so viel!
(Ihr merkt, ich habe mir Mühe gegeben, nicht wieder eine große Zahl zur Zahl des Tages zu machen ...)
Danke
FTD: Börsianer rätseln über Stresstest-Meldung
Update (21.04.09)
FT Alphaville hat versucht, die Glaubwürdigkeit der Quelle etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Die ist scheinbar nicht sonderlich hoch. Das US-Finanzministerium hat auch dementiert, was aber wenig überrascht.
FT Alphaville: Stress testing the stress test reports
Glaubwürdig würde die Sache IMHO dann, wenn auf Wikileaks was auftauchen würde, wie bei den Barclays-Steueroptimierungen (Barclays will Geld vom Staat - aber wollte nie Steuern zahlen.).
Außerdem ist dieser Hal Turner ein Rassist und damit gilt er für mich eh als verwirrt.
Update 2 (21.04.09)
Hal Turner sagt jetzt, dass er einen Anruf von der SEC bekommen habe und diese mehr oder weniger freundlich um Herausgabe der Daten (die es lt. Finanzministerium ja gar nicht gibt) gebeten habe.
Diese Story bleibt obskur und verwirrend.
FT Alphaville: More stress test stress
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 3 Kommentare
Kleine Hirnwäsche
Insbesondere der dritte mit dem kleinen Legal Disclaimer ist cool ;-)
Und MS macht Werbung mit "ich bin nicht cool genug für einen Mac" und "uh oh I'm cheap". Welcher Werbemensch denen das empfohlen hat, möchte ich mal gerne wissen. Selbst im Geiz-ist-geil-Land Deutschland macht ein Discounter wie Lidl seine Werbung nicht allein über den Preis. Strange. Normalerweise versucht man sein Produkt über Werbung wertiger zu machen. Und stellt sich nicht in die Billigecke.
Strange strange strange. Microsoft scheint immer noch nicht damit klarzukommen, dass MS jetzt Premium (zumindest beim Preis) ist und keine Märkte mehr über Dumping erobern kann. Wie zuvor bei DOS vs AppleII oder CP/M, wie bei NT vs. Netware, wie bei Word vs Wordperfect, wie bei Excel vs. Lotus 123, wie bei IE vs. Netscape). Die Werbung machen sie aber immer noch wie damals.
Update (23:52)
Den Text für die Legal Disclaimer findet man übrigens bei Macjournals.
Update (21.4.09)
Das wird ja alles noch lustiger ...
Microsoft will nicht, dass Open Source den Wettbewerb über den Preis führt. Na klar, da hat Microsoft ja auch keine Chance, wenn man Geld haben will. Gleichzeitig fährt MS aber eine Kampagne gegen Apple über den Preis.
Ich sag ja: MS hat noch nicht verstanden, welche Rolle die jetzt im Markt spielen. Man muss anders vorgehen, wenn man die Märkte besitzt, die man in den 80er und 90er Jahren Märkte über den Preis erobert hat. MS ist nicht mehr der Herausforderer, sondern der Herausgeforderte.
Microsoft to open source: Please don't compete on price!
Insbesondere der dritte mit dem kleinen Legal Disclaimer ist cool ;-)
Und MS macht Werbung mit "ich bin nicht cool genug für einen Mac" und "uh oh I'm cheap". Welcher Werbemensch denen das empfohlen hat, möchte ich mal gerne wissen. Selbst im Geiz-ist-geil-Land Deutschland macht ein Discounter wie Lidl seine Werbung nicht allein über den Preis. Strange. Normalerweise versucht man sein Produkt über Werbung wertiger zu machen. Und stellt sich nicht in die Billigecke.
Strange strange strange. Microsoft scheint immer noch nicht damit klarzukommen, dass MS jetzt Premium (zumindest beim Preis) ist und keine Märkte mehr über Dumping erobern kann. Wie zuvor bei DOS vs AppleII oder CP/M, wie bei NT vs. Netware, wie bei Word vs Wordperfect, wie bei Excel vs. Lotus 123, wie bei IE vs. Netscape). Die Werbung machen sie aber immer noch wie damals.
Update (23:52)
Den Text für die Legal Disclaimer findet man übrigens bei Macjournals.
Update (21.4.09)
Das wird ja alles noch lustiger ...
Microsoft will nicht, dass Open Source den Wettbewerb über den Preis führt. Na klar, da hat Microsoft ja auch keine Chance, wenn man Geld haben will. Gleichzeitig fährt MS aber eine Kampagne gegen Apple über den Preis.
Ich sag ja: MS hat noch nicht verstanden, welche Rolle die jetzt im Markt spielen. Man muss anders vorgehen, wenn man die Märkte besitzt, die man in den 80er und 90er Jahren Märkte über den Preis erobert hat. MS ist nicht mehr der Herausforderer, sondern der Herausgeforderte.
Microsoft to open source: Please don't compete on price!
Labels: apple, diverses, Microsoft 0 Kommentare
Bank of Amerika mit 4,2 Mrd. Fake Gewinn
Heute: Bank of Amerika.
Gemeldeter Gewinn: 4,2 Milliarden Dollar.
Problem:
1,9 Milliarden Dollar kommen aus dem Verkauf der Anteile an der China Construction Bank und sind damit einmalig und
2,2 Milliarden Dollar kommen aus der neuen Bewertung der Merrill Lynch-Anleihen.
(siehe unbedingt das Update unten!)
Wahrscheinlich sind die 2,2 Milliarden genau das Gleiche wie bei der Citigroup. Ich verweise für die Details auf Teil 2 der Serie: Citigroup mit 1,6 Mrd. Fake Gewinn
"the results include a $1.9 billion pretax gain on the sale of China Construction Bank shares, and $2.2 billion in gains related to mark-to-market adjustments on certain Merrill Lynch structured notes. "
Von 4,2 Milliarden Gewinn bleiben nach Abzug der 1,9 und 2,2 Mrd. nicht mehr allzuviel übrig. Und es würde mich nicht wundern, wenn neben diesen beiden Posten bei genauerer Bilanzanalyse noch ein paar andere, nicht ganz so offensichtliche "Optimierungen" zu finden wären ...
FTD: Bank of America fährt Milliardengewinn ein
Handelsblatt: Bank of America verbucht Milliardengewinn
Update (21.4.09)
Der Gewinn aus der Wertminderung der eigenen Schulden ist noch extremer als oben dargestellt. Oben stehen nur die 2,2 Mrd., die aus der Wertminderung der Schulden der Tochter Merrill Lynch stammen. Die Bank of Amerika hat diesen Trick aber auch für die eigenen Schulden gezogen. Vor Steuern kommen so für beide 3,9 Milliarden Dollar zusammen. Und wer jetzt meint, ich hätte gepennt ... Das hat die BoA erst in der Telefonkonferenz auf Nachfrage eingeräumt! Die hätten's glatt komplett unter der Teppich gekehrt! Unglaublich.
Als Sahnehäubchen oben drauf kommt noch ein weiterer einmaliger Gewinn, der mir gestern entgangen ist und zwar 1,5 Mrd. aus dem Verkauf eines Hypothekenportfolios im Gesamtvolumen von gut 50 Mrd. Dollar.
Wenn man das jetzt alles zusammenrechnet, stammen etwa 80% des Gewinns aus einmaligen Erlösen und fast 100% aus Buchhaltungsoptimierungen, die auf die eigene sinkende Kreditwürdigkeit zurückgeht. Kurz: Nachhaltig gerechnet hatte BoA eher 4 Milliarden Verlust als Gewinn.
So sollen wir Vertrauen in die Bankbilanzen bekommen ...
Handelsblatt: Der Bankchef in der Schwebe
Heute: Bank of Amerika.
Gemeldeter Gewinn: 4,2 Milliarden Dollar.
Problem:
1,9 Milliarden Dollar kommen aus dem Verkauf der Anteile an der China Construction Bank und sind damit einmalig und
2,2 Milliarden Dollar kommen aus der neuen Bewertung der Merrill Lynch-Anleihen.
(siehe unbedingt das Update unten!)
Wahrscheinlich sind die 2,2 Milliarden genau das Gleiche wie bei der Citigroup. Ich verweise für die Details auf Teil 2 der Serie: Citigroup mit 1,6 Mrd. Fake Gewinn
"the results include a $1.9 billion pretax gain on the sale of China Construction Bank shares, and $2.2 billion in gains related to mark-to-market adjustments on certain Merrill Lynch structured notes. "
Von 4,2 Milliarden Gewinn bleiben nach Abzug der 1,9 und 2,2 Mrd. nicht mehr allzuviel übrig. Und es würde mich nicht wundern, wenn neben diesen beiden Posten bei genauerer Bilanzanalyse noch ein paar andere, nicht ganz so offensichtliche "Optimierungen" zu finden wären ...
FTD: Bank of America fährt Milliardengewinn ein
Handelsblatt: Bank of America verbucht Milliardengewinn
Update (21.4.09)
Der Gewinn aus der Wertminderung der eigenen Schulden ist noch extremer als oben dargestellt. Oben stehen nur die 2,2 Mrd., die aus der Wertminderung der Schulden der Tochter Merrill Lynch stammen. Die Bank of Amerika hat diesen Trick aber auch für die eigenen Schulden gezogen. Vor Steuern kommen so für beide 3,9 Milliarden Dollar zusammen. Und wer jetzt meint, ich hätte gepennt ... Das hat die BoA erst in der Telefonkonferenz auf Nachfrage eingeräumt! Die hätten's glatt komplett unter der Teppich gekehrt! Unglaublich.
Als Sahnehäubchen oben drauf kommt noch ein weiterer einmaliger Gewinn, der mir gestern entgangen ist und zwar 1,5 Mrd. aus dem Verkauf eines Hypothekenportfolios im Gesamtvolumen von gut 50 Mrd. Dollar.
Wenn man das jetzt alles zusammenrechnet, stammen etwa 80% des Gewinns aus einmaligen Erlösen und fast 100% aus Buchhaltungsoptimierungen, die auf die eigene sinkende Kreditwürdigkeit zurückgeht. Kurz: Nachhaltig gerechnet hatte BoA eher 4 Milliarden Verlust als Gewinn.
So sollen wir Vertrauen in die Bankbilanzen bekommen ...
Handelsblatt: Der Bankchef in der Schwebe
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
AIG bekommt nochmal 30 Mrd. Dollar
Die AIG bekommt nochmal 30 Milliarden Dollar Cash von der Fed im Tausch gegen bestimmte Vorzugsaktien bzw. Wandelanleihen. Weitere Details habe ich noch nicht. Liefere diese nach, wenn ich die bekomme (und nichts Spannenderes kommt bzw. es nicht alle schon gebracht haben)
Marketwatch: Treasury to provide nearly $30 billion in funds to AIG
Die AIG bekommt nochmal 30 Milliarden Dollar Cash von der Fed im Tausch gegen bestimmte Vorzugsaktien bzw. Wandelanleihen. Weitere Details habe ich noch nicht. Liefere diese nach, wenn ich die bekomme (und nichts Spannenderes kommt bzw. es nicht alle schon gebracht haben)
Marketwatch: Treasury to provide nearly $30 billion in funds to AIG
Labels: US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
Nix mehr Felix Austria?
Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman weist auf eine (eigentlich schon länger bekannte) Zahl hin, nämlich die Kredite an Osteuropa gemessen in Prozent des BIPs. Da liegt Österreich weit an der Spitze.
Genau das Faktum, das vor zwei Jahren noch das große Plus Österreichs war, nämlich das Engagement in Osteuropa, ist inzwischen zu einem Bumerang geworden. Wer fast 70% (manche kommen gar auf 98, siehe den Spiegel-Artikel unten) seiner Kredite in eine inzwischen kriselnde Region vergeben hat, muss sich nicht beschweren, wenn er in Sippenhaft genommen wird. Die CDS auf Österreich, die im Top bei mehr als 250 Basispunkten lagen, sprechen eine deutliche Sprache und waren auch schon Thema hier.
Dabei ist das, was Krugman sagt, eigentlich gar nicht sooo negativ ("Is Austria doomed? Of course not!"). Er weist nur darauf hin, dass die Sache Österreich viel Geld kosten wird und die Finanzen dieses eigentlich gesunden Landes nachhaltig belasten wird. Damit sieht er Österreich auf Platz drei hinter Island und Irland. Und wenn man sich nur den Bankensektor anschaut, hat Krugman wohl auch Recht. Die Probleme anderer Staaten (Baltikum, Ungarn, etc.) stammen nicht vorwiegend aus dem Bankensektor, sondern durch hohe Staatsdefizite und Handelsbilanzdefizite. *Ich* würde zum Beispiel das Baltikum deutlich vor Österreich einsortieren.
Krugman: Austria (Blogeintrag)
Telepolis: Pleitekandidat Österreich?
FTD: Krugman erzürnt Österreich mit Pleitethese
Handelsblatt: Österreich schießt scharf gegen Krugman
Spiegel: Österreich wehrt sich gegen Bankrott-Warnung
Die Österreicher sind aber trotzdem stinksauer und reden von Wirtschaftskrieg, etc.
Die Presse.at: Krugman kontert Kritikern: "Sage nur, was jeder weiß"
Kurier.at: Strauss-Kahn: "Keine Sorgen um Österreich"
Besonders lustig wird es dann, wenn Politiker dem Wirtschaftsnobelpreisträger vorwerfen, er habe keine Ahnung. Aber so sind Politiker halt: Können nix, wissen alles ...
Pröll: Staatspleite "absurdes Szenario"
Mich erinnert die Lage irgendwie an Irland. Niedrige Steuern, das Bankensystem hat einen großen Anteil am BIP, etc. pp. All das machte das Land zu einem Vorzeigebeispiel der Neoliberalen. Aber jetzt wird klar, dass man nur mit Banken und niedrigen Steuersätzen auch nicht über die Runden kommt ...
Während DonAlphonso immer so schön über Irland abrantet, hält er sich bei Österreich auffallend zurück. Und ich kann nicht so gut schreiben ... Aber wahrscheinlich hat DonAlphonso einfach nur Angst um Lotharingien und hält sich deshalb zurück ...
Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman weist auf eine (eigentlich schon länger bekannte) Zahl hin, nämlich die Kredite an Osteuropa gemessen in Prozent des BIPs. Da liegt Österreich weit an der Spitze.
Genau das Faktum, das vor zwei Jahren noch das große Plus Österreichs war, nämlich das Engagement in Osteuropa, ist inzwischen zu einem Bumerang geworden. Wer fast 70% (manche kommen gar auf 98, siehe den Spiegel-Artikel unten) seiner Kredite in eine inzwischen kriselnde Region vergeben hat, muss sich nicht beschweren, wenn er in Sippenhaft genommen wird. Die CDS auf Österreich, die im Top bei mehr als 250 Basispunkten lagen, sprechen eine deutliche Sprache und waren auch schon Thema hier.
Dabei ist das, was Krugman sagt, eigentlich gar nicht sooo negativ ("Is Austria doomed? Of course not!"). Er weist nur darauf hin, dass die Sache Österreich viel Geld kosten wird und die Finanzen dieses eigentlich gesunden Landes nachhaltig belasten wird. Damit sieht er Österreich auf Platz drei hinter Island und Irland. Und wenn man sich nur den Bankensektor anschaut, hat Krugman wohl auch Recht. Die Probleme anderer Staaten (Baltikum, Ungarn, etc.) stammen nicht vorwiegend aus dem Bankensektor, sondern durch hohe Staatsdefizite und Handelsbilanzdefizite. *Ich* würde zum Beispiel das Baltikum deutlich vor Österreich einsortieren.
Krugman: Austria (Blogeintrag)
Telepolis: Pleitekandidat Österreich?
FTD: Krugman erzürnt Österreich mit Pleitethese
Handelsblatt: Österreich schießt scharf gegen Krugman
Spiegel: Österreich wehrt sich gegen Bankrott-Warnung
Die Österreicher sind aber trotzdem stinksauer und reden von Wirtschaftskrieg, etc.
Die Presse.at: Krugman kontert Kritikern: "Sage nur, was jeder weiß"
Kurier.at: Strauss-Kahn: "Keine Sorgen um Österreich"
Besonders lustig wird es dann, wenn Politiker dem Wirtschaftsnobelpreisträger vorwerfen, er habe keine Ahnung. Aber so sind Politiker halt: Können nix, wissen alles ...
Pröll: Staatspleite "absurdes Szenario"
Mich erinnert die Lage irgendwie an Irland. Niedrige Steuern, das Bankensystem hat einen großen Anteil am BIP, etc. pp. All das machte das Land zu einem Vorzeigebeispiel der Neoliberalen. Aber jetzt wird klar, dass man nur mit Banken und niedrigen Steuersätzen auch nicht über die Runden kommt ...
Während DonAlphonso immer so schön über Irland abrantet, hält er sich bei Österreich auffallend zurück. Und ich kann nicht so gut schreiben ... Aber wahrscheinlich hat DonAlphonso einfach nur Angst um Lotharingien und hält sich deshalb zurück ...
Labels: euro, europa, staatspleite, US-Immo, österreich 5 Kommentare
Zahl des Tages (19.04.09): 27.300.000.000
General Growth Properties, ein Besitzer von über 200 Einkaufszentren in den USA, ist insolvent.
Zusammengebrochen ist General Growth (Die Essenz des Wachstumswahnsinns in einem Namen!) unter der Last von
27.300.000.000 (27,3 Milliarden) Dollar
Schulden.
Auf der anderen Seite der Bilanz stehen über 29 Milliarden Immobilienwerte und damit wäre die Firma eigentlich fein raus. General Growth muss die Schulden aber neu refinanzieren und da haben sich die Banken quer gestellt. Diese glauben scheinbar nicht, dass die Immobilien noch so viel wert sind oder haben zumindest Angst davor, dass die Preise in Zukunft sinken.
Betroffen sind in Deutschland die Commerzbank und die Deutsche Bank, beide haben aber "nur" besicherte Kredite, werden also nicht leer ausgehen. Für die unbesicherten Kreditnehmer könnte es aber schlecht aussehen, auch wenn der Großaktionär Ackman sogar eine Insolvenz befürwortet hat, weil er die Firma nicht überschuldet sieht.
In Deutschland wäre vor allem die Commerzbank Tochter Eurohypo betroffen, die knapp 2,6 Milliarden Dollar an General Growth verliehen haben soll und zwar unbesichert. Die Eurohypo sagt aber, dass die Zahlen nicht stimmen und man nur etwa ein Zehntel der Summe in den eigenen Büchern habe. Für den Rest habe man nur als Konsortialführer verhandelt.
Aber egal und weg von diesen Details: Spannender ist der größere Blick auf die Lage bei den CMBS (Commercial Mortgage Backed Securities). Das ist eine Subklasse der Asset Backed Securities, in der gewerbliche Immobilienkredite verbrieft sind. Diese galten lange als unkritisch und vom Platzen der Immobilienblase bei den privaten Immobilien nicht betroffen.
Doch jetzt wird auch den letzten Optimisten klar, dass eine erhöhte Sparquote der US-Verbraucher nicht gleichzeitig mit sicheren Renditen im Einzelhandel und dass steigende Arbeitslosenzahlen nicht mit stabiler Nachfrage und Preisenbei Büroflächen einhergeht. Manchmal haben so Analysten auch richtig schwierige Nüsse zu knacken, wenn sie so komplizierte Zusammenhänge erkennen müssen ...
Ich empfehle zur Analyse der Lage auch den Artikel bei Rebellmarkt, der sich an die vielen deutschen Anleger wendet, die in den vergangenen Jahren am US-Gewerbeimmobilienmarkt investiert haben. Ich kann mich wie donalphonso noch gut daran erinnern, wie noch vor Kurzem solche Fonds lanciert wurden und Stein und Bein geschworen wurde, dass die Krise bei den Häusern NIX ABER AUCH GAR NIX mit den Gewerbeimmobilien zu tun habe ...
Reuters: General Growth files historic real estate bankruptcy
FT Alphaville: General Growth files for Chapter 11
Handelsblatt: US-Pleite trifft Commerzbank
Rebellmarkt: Man muss es relativ sehen
Update (23.04.09)
S&P Puts $96.6B In CMBS On Watch For Possible Downgrade
General Growth Properties, ein Besitzer von über 200 Einkaufszentren in den USA, ist insolvent.
Zusammengebrochen ist General Growth (Die Essenz des Wachstumswahnsinns in einem Namen!) unter der Last von
27.300.000.000 (27,3 Milliarden) Dollar
Schulden.
Auf der anderen Seite der Bilanz stehen über 29 Milliarden Immobilienwerte und damit wäre die Firma eigentlich fein raus. General Growth muss die Schulden aber neu refinanzieren und da haben sich die Banken quer gestellt. Diese glauben scheinbar nicht, dass die Immobilien noch so viel wert sind oder haben zumindest Angst davor, dass die Preise in Zukunft sinken.
Betroffen sind in Deutschland die Commerzbank und die Deutsche Bank, beide haben aber "nur" besicherte Kredite, werden also nicht leer ausgehen. Für die unbesicherten Kreditnehmer könnte es aber schlecht aussehen, auch wenn der Großaktionär Ackman sogar eine Insolvenz befürwortet hat, weil er die Firma nicht überschuldet sieht.
In Deutschland wäre vor allem die Commerzbank Tochter Eurohypo betroffen, die knapp 2,6 Milliarden Dollar an General Growth verliehen haben soll und zwar unbesichert. Die Eurohypo sagt aber, dass die Zahlen nicht stimmen und man nur etwa ein Zehntel der Summe in den eigenen Büchern habe. Für den Rest habe man nur als Konsortialführer verhandelt.
Aber egal und weg von diesen Details: Spannender ist der größere Blick auf die Lage bei den CMBS (Commercial Mortgage Backed Securities). Das ist eine Subklasse der Asset Backed Securities, in der gewerbliche Immobilienkredite verbrieft sind. Diese galten lange als unkritisch und vom Platzen der Immobilienblase bei den privaten Immobilien nicht betroffen.
Doch jetzt wird auch den letzten Optimisten klar, dass eine erhöhte Sparquote der US-Verbraucher nicht gleichzeitig mit sicheren Renditen im Einzelhandel und dass steigende Arbeitslosenzahlen nicht mit stabiler Nachfrage und Preisenbei Büroflächen einhergeht. Manchmal haben so Analysten auch richtig schwierige Nüsse zu knacken, wenn sie so komplizierte Zusammenhänge erkennen müssen ...
Ich empfehle zur Analyse der Lage auch den Artikel bei Rebellmarkt, der sich an die vielen deutschen Anleger wendet, die in den vergangenen Jahren am US-Gewerbeimmobilienmarkt investiert haben. Ich kann mich wie donalphonso noch gut daran erinnern, wie noch vor Kurzem solche Fonds lanciert wurden und Stein und Bein geschworen wurde, dass die Krise bei den Häusern NIX ABER AUCH GAR NIX mit den Gewerbeimmobilien zu tun habe ...
Reuters: General Growth files historic real estate bankruptcy
FT Alphaville: General Growth files for Chapter 11
Handelsblatt: US-Pleite trifft Commerzbank
Rebellmarkt: Man muss es relativ sehen
Update (23.04.09)
S&P Puts $96.6B In CMBS On Watch For Possible Downgrade
Labels: Immobilienblase, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare

