Staatsanleihen 2010 - Angst vor der Staatspleite

Die Jahresprognose von Fels hatte ich im Prognosen-Roundup schon verlinkt (2010er Prognosen Roundup | egghat's blog) und da die vergleichsweise langweilig war, hier mal ein spannenderes Interview mit Fels im Handelsblatt.

Fels rechnet mit steigender Inflation (ich habe mich noch immer nicht zwischen Inflation und Deflation entschieden). So 5% in zwei bis 5 Jahren in den USA, in Europa etwas weniger, erwartet der Co-Chefvolkswirt von Morgan Stanley.

Unter den Annahmen, die Fels trifft, teile ich seine Prognose allerdings. Hauptannahme ist, dass die Notenbanken nur sehr langsam aus den "unkonventionellen" Maßnahmen aussteigen können. Sobald dort zu viel zu schnell zurückgefahren wird, bricht umgehend das Wirtschaftswachstum wieder zusammen.

Ja und dann decken sich meine und Fels Einschätzungen: Die Notenbanken werden wie immer zu lange zu viel Geld in die Wirtschaft pumpen und das Ergebnis wird wie immer Inflation sein.

Wenn das Szenario eintreten sollte, geht es jetzt nur darum herauszufinden, wo die Inflation am stärksten sein wird, um dann sein Geld genau dahin zu schieben. Immobilien in Indien? Rohstoffe? Gold? Aktien? Wald? Junk-Bonds?

Handelsblatt: „Griechenland war nur ein Vorgeschmack für andere Länder“



Der größte Rentenverwalter der Welt Pimco ist auf jeden Fall schonmal der Meinung, dass die Staatsanleihen der etablierten westlichen Nationen auf dem aktuellen Zinsniveau keine guten Investments sind. Pimco bevorzugt Staatsanleihen aus Emerging Markets oder Firmenanleihen.

Handelsblatt: Anlageriese Pimco trennt sich von US-Staatsanleihen

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