Zahl des Tages (22.01.10): 37 Cent

Die Erdbebenkatastrophe in Haiti war schon kurz ein Thema.

Für die Medien ist eine solche Katastrophe natürlich ein gefundenes Fressen. Da kann man viel berichten, es gibt viele Bilder und alle wollen es lesen.

Dabei kommen dann schöne Überschriften wie Focus: Deutsche spenden Riesensumme heraus. Aber da muss man sich doch schon an den Kopf fassen. Es sind aktuell etwa 30 Millionen gespendet worden. Bei 82.000.000 Millionen Einwohnern macht das weniger als

37 Cent

pro Nase.

Riesensumme? Ich würde eher sagen, an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

Deshalb: Rettungsanker Haiti – Spendenaktion [Update]
oder direkt zur Aktionsseite (die ziehen das Geld vom Konto ein, es ist sehr easy).

Die 25.000 packen wir noch. Oder sind die Leser in der Blogosphäre genau so lame wie die Durchschnittsbevölkerung?

Ich habe die voraussichtlichen Gesamteinnahmen dieses Blogs des Monats Januar (ich tippe mal so auf 30 Euro über Amazon Provision und Google Werbung) gespendet. Sollte es mehr werden, schicke ich den Rest noch hinterher.

Update (24.01.10): Die 25.000 dort wurden übrigens geknackt. Einen mir bekannten Namen habe ich da aber nicht gesehen. Naja ... Tagesschau: Regierung meldet 150.000 Tote in Port-au-Prince

Update (25.01.10): Eine "Millionen" gestrichen.

Kommentare :

  1. Also das es nur 37 Cent sind wusste ich nicht, aber ich werde auch spenden.

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  2. Ich spende 37 Cent, dann hat eine Person das Doppelte!

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  3. @Brosy:

    Ja bitte.

    @Anonym:

    ich würde es eher so sehen, als hätten nachher immer noch fast alle fast gar nichts :-(

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  4. Ca. 30 Millionen Euro Spendensumme bei 82 Millionen Bevölkerung... Was mir dazu spontan einfällt ist folgendes:

    Die 500 reichsten Bürger dieses Landes könnten jeder diesen Betrag locker hinzufügen, ohne dass es ihnen irgendwie spürbare Schmerzen bereiten würde. Dies gilt ebenso für die jeweils 500 reichsten Bürger der 20 wohlhabensten Länder dieser Erde.

    Mal angenommen, aus einem spontanen Anfall von überschwänglicher Grossherzigkeit würden all diese mal eben 30 Millionen Euro für Haiti abdrücken, dann wären wir bei sage und schreibe 300.030.000.000 (Dreihundert Mrd und 30 Mio) - davon liesse sich die ganze Insel nicht nur einmal wieder aufbauen,..

    Aber da die nämlichen Subjekte ihr Geld nie in nennenswerten Beträgen spenden, sondern immer nur investieren, wenn die zu erwartende Rendite stimmt, bleibt wiedermal nur der Appell ans "einfache Volk", dass im Zweifel auch für die Banken gerade zu stehen hat.

    Es ist - so gesehen - einfach nur erbärmlich, in was für einer Welt wir leben. Wenn solche massiven Probleme mit Geld zu lösen sind, dann soll man es sich gefälligst dort holen, wo es sinnlos rumliegt und irrsinnige Zinsbeträge anwuchert.

    2¢@Dominic

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  5. Also die Betrachtungsweise hat natürlich was.

    Aber immer nur mit den Finger auf andere zu zeigen, hilft dann auch nicht. Das ist nämlich genau die Nummer, die die Manager mit 2 Millionen Jahresgehalt auch machen: Der von Daimler verdient noch 2 Mio mehr, die will ich auch. Man orientiert sich dann am Markt ...

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  6. "Bei 82.000.000 Millionen Einwohnern"
    Hupps. Hat Deutschland jetzt 60000 mal mehr Einwohner als China?

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  7. Nicht ablenken von der mangelnden Spendenbereitschaft ...

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  8. Hab jetzt auch mal einen dreistelligen Betrag gespendet (aber per normaler Überweisung an Aktion Deutschland hilft - Konto 10 20 30 - Bank für Sozialwirtschaft Bankleitzahl 370 205 00); ich habe weder Facebook noch Twitter-Account und extra einen Account anlegen, um 'ne Spende zu tätigen saugt).

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  9. Da kann man sich auch ohne Facebook und Twitter anmelden. Aber das ist dann natürlich auch ein weiterer Account.

    Ich fand bei Helpedia anmelden einfacher als eine Überweisung einzugeben. Durch den Bankeinzug spart man immerhin das Rauskramen der TAN-Liste ...

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  10. Ach so: Mit der Spende sind jetzt ingesamt wie Spenden eingegangen, aber bei geschätzten 200 Lesern sind damit im Schnitt mehr gespendet worden als die 37 Cent im Schnitt der Gesamtbevölkerung. In der Breite sind zwei Spender natürlich trotzdem äußerst mager. Naja.

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