Buffett sieht Bodenbildung am US-Immobilienmarkt

Buffett betont (wie ich ...), dass die sinkenden Neubauzahlen GUT für die Stabilisierung sind, weil sie das Angebot begrenzen. Die Medien hingegen jammern immer, wenn die Neubauzahlen schwächer ausfallen als erwartet (wie letzten Donnerstag). Buffett erwartet, dass sich dadurch innerhalb des nächsten Jahres Angebot und Nachfrage für Neubauten wieder einpendeln werden.

Calculated Risk: Buffett on Housing

Buffett hat sich im Rahmen des Jahresberichts von Berkshire Hathaway geäussert und da diese nur an einem Hausbauunternehmen beteiligt ist, kümmert sich Buffett nicht um den Markt der bereits existierenden Immobilien. Aber dafür gibt es ja mich ;-)

Am Freitag gab es die Zahlen zu den Verkäufen im Januar, die ich eh noch nachtragen wollte, weil sie neben dem Case-Shiller-Index die wichtigste Zahl vom US-Immobilienmarkt ist. Diese lagen zwar gut 11 Prozent über den Werten des Januars 2009, saisonbereinigt sank der Wert gegenüber Dezember aber von 5,44 Millionen auf 5,05 Millionen. Da bleibt nach den Rückgängen der letzten Monate nur eine Interpretation: Nach dem Auslaufen der Steuergutschriften (auch wenn diese verlängert wurden), zündet die zweite Stufe der Hilfen nicht mehr.

Das ist geradezu aus dem Lehrbuch über die Wirksamkeit von Konjunkturprogrammen. Die Verbraucher greifen die Hilfen ab, ziehen Anschaffungen vor und danach bricht der Markt wieder ein oder fällt bestenfalls auf das alte Niveau zurück. Je länger die Hilfen dauern, desto weniger bewirken sie, sondern degenerieren zum reinen Mitnahmeinstrument.

Man kann das nicht besser zusammenfassen als in dieser Grafik (dabei immer bedenken, dass es die Hilfen, die für den Sprung sorgten, immer noch gibt, es drohte nur, dass diese auslaufen):


große Grafik hier:
Calculated Risk: Existing Home Sales Decline Sharply in January

Das von mir immer intensiv beobachtete Verhältnis von aktuellen Umsätzen zum Lagerbestand hat sich verschlechtert. Zwar sank der Lagerbestand leicht um 0,5%, aber die Umsätze gingen kräftiger zurück (siehe oben) und so errechnet sich jetzt ein Lagerbestand in Monatsumsätzen von 7,8 (nach 7,2 im Dezember 2009).

Man kann nach den Januarzahlen fast sicher sein, dass der Case-Shiller-Index für den Januar wieder ein Minus melden wird. Zu schwach waren IMHO die Umsätze.

Calculated Risk: More on Existing Home Sales

Kommentare :

  1. Naja letztes Jahr gab es 2,8 Mio. foreclosures für dieses Jahr wird eine Zahl 4,5 Mio. erwartet. Wenn Zwangsversteigerungen nicht verhindert oder verboten werden sehe ich schwarz für die Preise.

    AntwortenLöschen
  2. Die Amerikaner verbieten im Zweifelsfall auch Zwangsversteigerungen ... Das ist kein Problem im Sozialismus2.0!

    AntwortenLöschen
  3. Was kommt dann? Verbietet man Kriminalität und Terrorsmus? Wieso verbietet man Krisen nicht auch einfach?

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Sorry. Es sind leider keine anonymen Kommentare mehr möglich. Ich werde von mehr als 50 Spamkommentaren pro Tag geflutet und habe keine Lust, diese von Hand zu scannen, um darin alle drei Tage einen anonymen Kommentar zu finden, der veröffentlicht werden kann. Meldet Euch bitte an. Sorry für die Umstände.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore