Die wirtschaftlich freiesten Länder 2010 sind ...

OK, die Liste kommt von der Heritage Foundation (Wikipedia), einem stockkonservativen Institut, manche würden auch neokonservativ sagen.

Die Liste soll die wirtschaftliche Freiheit der Länder vergleichbar machen. Dabei wird zum Beispiel untersucht, wie viel Bürokratie die Wirtschaft beeinträchtigt, wie verbreitet Bestechung und Korruption sind, ob die Eigentumsrechte berücksichtigt werden, wie hoch die Steuern sind, wie stark Zölle den Handel beeinflussen, etc. pp.

Auf Platz 1 liegt weiterhin (wie seit dem ersten Jahr der Erstellung vor 15 Jahren) Hong Kong vor Singapur. Bei den großen Wirtschaftsnationen liegt die USA auf Platz 8 einen Platz hinter Kanada, Großbritannien liegt auf 11, die Niederlande auf 15, Finnland auf 17,  Schweden auf 21, Österreich auf 22, Deutschland auf 23 (+2 Plätze). Spanien fiel 7 Plätze auf 36 zurück, Frankreich kommt erst auf 64, Griechenland auf 73 und damit einen Platz vor Berlusconien ;-). Die in Deutschland als geradezu neoliberale geltende Schweiz liegt übrigens auf Platz 6, das dank seiner hohen Steuern und Staatsquote als geradezu sozialistisch geltende Dänemark nur ganz knapp dahinter auf Platz 9. Das Monsterwachstumsland China liegt übrigens auf Platz 140 ...

Ich ziehe daraus vor allem eine Erkenntnis: Wirtschaftliche Freiheit (und damit die Basis für wirtschaftliche Entwicklung) hat nur wenig mit Steuersätzen zu tun. Es gibt viele andere Felder, die genauso wichtig sind. Man könnte auch sagen, dass es nicht so wichtig ist, wie viel Geld der Staat einkassiert, sondern wichtiger, wofür er es ausgibt. Ob produktiv und für die Zukunft (Bildung!) oder unproduktiv und für die Vergangenheit (Rentengarantie!). Für das letzte Wort bekomme ich jetzt haue von allen meinen zwei Lesern, die schon Rente bekommen ;-)

Direkt von der Quelle:
Heritage Foundation: Ranking the Countries

Kommentare :

  1. Die Haue bekommst Du auch von allen Unternehmen, welche Rentner als Kundschaft haben. Immerhin ist die bezogene Rentne den ihr Umsatz. :-P

    Aber full ack zu Deiner Feststellung, daß das Problem nicht vordergründig in der Umverteilung an sich besteht, sondern von wo nach wo durch den Staat umverteilt wird.

    Das es ohne Umverteilung nicht geht, weiß sogar der Westerwelle. Immerhin bezog und bezieht er als Parteifunktionär, Abgeordneter und nunmehr als Minister Transferleistungen. Böse Zungen behaupten sogar, ein leistungsloses Einkommen.^^

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  2. wie verbreitet Bestechung und Korruption sind

    An dieser Stelle frage ich mich, ob ein bestechlicher und korrupter Staat gut oder schlecht für freie Wirtschaft sind...

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  3. @Anonym:

    Nach der Definition natürlich schlecht. *Soooo* offensichtlich darf man das nicht machen ;-)

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