Slow down and think it over ...

Euro/Dollar aktueller Kurs etwa 1,36.
Euro/Dollar Kaufkraftparität: etwa 1,21 (Trinkaus: Devisenkompass Januar 2010 (PDF/ 1196 KB)

Warum reden alle über das Ende oder den Untergang der Euros? Weil der Euro jetzt nur noch weniger stark über der Kaufpraftparität notiert, sprich nicht mehr ganz so überbewertet ist wie vor zwei Monaten?
 
Ich komme da nicht mit ... 

Kommentare :

  1. kleiner Gedanke dazu:

    Wenn man sich ansieht, was dieses ja ansieht an Staatsanleihen (Neuverschuldung und Refinanzierung) in USA und Euroraum ansteht, wäre es recht witzig, wenn US-Anleihen beinem Kurs von 1,20 interessanter wären.
    Ein oder zwei fehlgeschlagene Emissionen im Euroraum (Griechenland, Spanien, Portugal ...Kandidaten gibt es ja genug) könnten - vorsichtig formuliert - interessante Zeiten verursachen. Die dann (oder vorher) fällige Zinserhöhung durch die EZB dürfte den versammelten EU-Schuldenmachern (u.a. 100 Giga€-Schäuble ) auch Bauschschmerzen bereiten. Die längerfristigen Auswirkungen (schonmal versucht >1600 Mrd deutsche Staatsverschuldung statt zu 2 zu 4 % zu finanzieren, der Posten heisst Zinsen und Tilgung im Haushalt) möchte ich mir gar nicht ausmalen - rechnen reicht.

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  2. a) Wenn die Zinsen auf 4% steigen, dauert das aber lange, bis das ganze Defizit zu dem Kurs finanziert werden muss (Im Fall von Deutschland dauert es etwa 7 Jahre ...)

    b) Ich vergleiche hier Euro und Dollar, sprich es zählt nur der Vergleich Euro/Dollar. Dass die Staatsfinanzen bei 5% Zinsen zusammenbrechen: OK. Aber dass hier Europa schlechter dasteht als die USA glaube ich ehrlich gesagt nicht. Dabei zählt nämlich nicht nur die absolute Schuldenhöhe, sondern auch wo die Verschuldung liegt und auch, wie die Leistungsbilanzen aussehen. Hier zeigt sich dann, dass die USA ihre Schulden im Ausland haben, während Europa als ganzes (ganz grob) neutral ist. Ähnlich sieht es bei den Leistungsbilanzen aus: USA tief rot, Europa in etwa neutral.

    Kurz: Ich sehe gute Gründe dafür, dass der Euro immer noch deutlich stärker ist als das die Kaufkraftparität impliziert. Über den Tod des Euros können wir uns unterhalten, wenn wir wieder bei der Parität im Euro/Dollar sind ...

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  3. Soweit ich weiss, gibt es x empirische Studien zum Thema Kaufkraftparitäten.

    Fazit dieser Studien:
    Kaufkraftparitäten taugen nullkommanull zur Wechselkursprognose.

    PS: Hast Du die Immobilienwette eigentlich schon gewonnen?

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  4. Ich will ja auch nix prognostizieren. Währungen können jahrelang über- oder unterbewertet sein. Auf eine Angleichung kann man nicht wetten.

    Trotzdem liefert die Kaufkraftparität einen Anhaltspunkt für den fairen Wert einer Währung. Und dieser Vergleich sagt aktuell, dass der Euro von den Märkten immer noch deutlich über der Parität gesehen wird und das so gar nicht zu den Untergangsszenarien passt, die die Presse aktuell malen.

    Die Immowette habe ich noch nicht gewonnen, aber es sieht nicht schlecht aus. Aktuell ist das Minus bei 30% und ich verliere erst bei 40%. In den kommenden 10 Monaten müsste die Preise also wieder kräftig ins Rutschen kommen. Die Betonung liegt auf "kräftig". Für ein leichtes bis mittleres Rutschen habe ich ausreichend Puffer. Die Zeit läuft nach der Zwischenerholung für mich ...

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  5. Ich hatte Dir auch gar keine Prognose unterstellt. Mein Kommentar war eher als allgemeine Anmerkung zum Thema beabsichtigt.

    Auf jeden Fall hat mich Dein Beitrag inspiriert, mir mal die durchschnittlichen historischen EUR/USD-Werte näher anzuschauen:

    http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2010/02/der-euro-am-ende.html

    Und wen wundert's: ich komme zum selben Fazit wie Du. Von krasser Euro-Panik ist noch nichts zu sehen ;-)

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