Zahl des Tages (21.02.10): 25.000.000.000

Der Spiegel will erfahren haben, dass das von der EU geplante Rettungspaket für Griechenland ein Volumen von 20.000.000.000 bis

25.000.000.000 (25 Milliarden) Euro

haben soll.

Das Hilfspaket soll zum Teil aus direkten Hilfen, zum Teil aus Garantien bestehen.

Die Details sind natürlich noch nicht heraus oder gar final. Angeblich sollen die Anteile am Hilfsprogramm so groß werden wie der Anteil an der EZB, was im Fall von Deutschland knapp 20% entsprechen würde. Es würde für Deutschland also auf etwa 5 Milliarden Euro hinauslaufen.

Um die Summe mal in Relation zu setzen:
Sie entspricht etwa 10% des griechischen BIPs.
Oder anders gesagt: Das ist in etwa das Defizit eines normalen griechischen Haushaltsjahres ;-).

Der Grund für die Rettung ist natürlich nicht, dass wir besonders nett zu den Griechen sind, den Euro retten wollen, oder ähnliches. Zumindest nicht nur. Der Hauptgrund sind die Anleihen im Gesamtwert von 522 Milliarden Euro aus den PIIGS-Staaten, die in den Bilanzen der deutschen Banken schlummern. Und wenn diese wirklich alle in einer Kettenreaktion problematisch werden sollten, ist eine Rettungsaktion angesagt, die die Nummer bei der Hyporealestate wie einen Kindergeburtstag erscheinen lässt ... Und die 5 Milliarden für Griechenland wie das größte Schnäppchen aller Zeiten ...

Spiegel: Euro-Gruppe schnürt Milliardenpaket für Athen

Kommentare :

  1. Es wäre trotzdem besser eine begrenzte Verschuldung der EU-Staaten bei der EZB zu erlauben z.B. 2% des BIP pro Jahr Neuverschuldung, 3% Umschuldung. Um dann dafür die Geldschöpfung der Banken einzuschränken: Kein Geld mehr von der EZB an die Banken für Konsumkredite, den Kauf von Staatsanleihen, Spekulation etc. Dazu noch andere Regulierungen der Banken.

    Deutschland würde so 20% der Zinseinnahmen der EZB durch die Staatsverschuldung bekommen, statt zu zahlen. Das unsere Politiker solche Ideen haben, kann man wohl nicht erwarten. Falls das aber doch noch umgesetzt wird, hätte ich dann aber auch gerne 0,25% der jährlichen Einnahmen für die Idee.

    AntwortenLöschen
  2. ..., daß es doch an der Zeit sein müßte, dieses Geschäftsmodell auf seine Aussichten und Folgen zu befragen: Banken leihen problematischen Schuldnern und wenn diese in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wird durch allgemeine Steuern eingenommenes Geld eingesetzt, die Gläubiger zu schützen. Das ist im besten Fall - wenn jemals zurückgezahlt wird - eine Art staatliche Versicherung für die Banken. Wann z. B. zahlen die eigentlich eine Versicherungsprämie an die Gemeinschaft der Steuerzahler?

    Gruß,
    KL

    AntwortenLöschen
  3. @KL
    gute Frage,
    könnte man sich 1,5 Jahre nach Lehman/AIG, HRE, Commerzbank, Landesbanken usw.wirklich mal mit befassen @Frau Merkel/Herr Schäuble...

    AntwortenLöschen
  4. Weils sich alle über die bösen Griechen aufregen: Es ist recht unterhaltsam die Summe mal ins Verhältniss zu z.B. der HRE-Hilfe zu setzten.
    Leider kann man das dann aber nicht auf pro Einwohner umrechnen ;-)

    AntwortenLöschen
  5. EUROPA muss halten22 Februar, 2010 14:34

    endlich , Deutschland und Co. sollen mal den ganzen Süden + Osten aufbauen. Die Länder ausbeuten können Sie gut , aber aufbauen geht nicht :-/

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Sorry. Es sind leider keine anonymen Kommentare mehr möglich. Ich werde von mehr als 50 Spamkommentaren pro Tag geflutet und habe keine Lust, diese von Hand zu scannen, um darin alle drei Tage einen anonymen Kommentar zu finden, der veröffentlicht werden kann. Meldet Euch bitte an. Sorry für die Umstände.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore