Zahl des Tages (28.02.10): 15.300.000.000

Fannie Mae (die eigentlich Federal National Mortgage Association heissen) hat gestern die Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet. Dabei gab es erneut 16,3 Mrd. Dollar Miese. Im Gesamtjahr 2009 belaufen sich die Verluste auf 74,4 Mrd. Dollar, was nochmal mehr ist als die knapp 60 Milliarden aus 2008.

Fannie Mae bietet immer einen guten Blick auf den US-Immobilienmarkt, weil Fannie Mae knapp 29% der Hypotheken direkt und indirekt vergeben hat. Direkt hat Fannie inzwischen 41,9 Mrd. Dollar (34,2 Mrd. im Vorquartal) Hypotheken in den Büchern, für die keine Zahlungen mehr eintreffen. Darüber hinaus muss Fannie noch für 174,6 Mrd. Dollar (rauf von 163,9 Mrd. im Vorquartal) nicht performender Hypotheken garantieren. Insgesamt ist damit die 200 Milliarden Dollar Grenze übersprungen.

Die Wert der Anlagen von Fannie Mae bleibt logischerweise weiterhin negativ und liegt bei 98,8 Mrd. Dollar (90,4 Mrd. Vq).

Das ganze Desaster führt dazu, dass der Staat Fannie Mae erneut unter die Arme greifen muss. Weitere

15.300.000.000 (15,3 Millliarden) Dollar

hat Fannie Mae jetzt angefordert. Kein Problem, denn mit dann 76,2 Milliarden Dollar bleibt Fannie immer noch unter der Maximalgrenze von 200 Mrd. Dollar, die mal galt, aber inzwischen vorsichtshalber schonmal ganz aufgehoben wurde.

Die ganze Trennung in Fannie Mae und Staat ist bei einem Staatsanteil von 79,9% sowieso nur noch theoretischer Natur. Der Einstieg des Staats bei Fannie Mae und Freddie Mac war für mich sowieso immer nur der Bailout um die Ecke für den Immobilienmarkt. Es wird dort alles getan, um Hypotheken am Laufen und die Zinsen niedrig zu halten, damit der Berg an Zwangsversteigerungen nicht noch größer wird. Ohne diese Hilfen hätte es der US-Immobilienmarkt ziemlich sicher noch nicht in eine Bodenbildungsphase geschafft.

Bloomberg: Fannie Taps Treasury for $15.3 Billion More After a 10th Loss

Update (20:06):

Die FTD hat noch die  Zahlen des großen "Konkurrenten" Freddie Mac eingebaut. 8,9 Mrd. Miese im 4. Quartal, keine neuen Staatshilfen (zumindest vorerst ...).

FTD: Fannie Mae will weitere Staatshilfen

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