Jim Rogers: Pleite von Griechenland wäre gut für den Euro

Langfristig teile ich die Meinung ja auch. Kurzfristig sieht das natürlich anders aus.

Natürlich wäre es für den Euro besser, wenn die schwachen Südstaaten nicht dabei wären. Am besten wäre es gewesen, wenn man sie erst gar nicht aufgenommen hätte.

Für Jim Rogers wäre ein harter Rauswurf der ultimative Beweis, dass man den Bedingungen für den Euro ernst nimmt. Damit wäre die ultimative Basis für eine harte Währung gelegt. Er sieht aber auch, dass das nicht kommen wird.

Übrigens ist Jim Rogers davon überzeugt, dass die Spekulanten nicht an der griechischen Krise Schuld sind; wenig überraschend, er ist schließlich Spekulant. Er hat trotzdem Recht, schließlich sind nicht Deutschland oder Spekulanten Schuld, dass die Griechen fast 13% Haushaltsminus eingefahren haben (trotz 2,x% Hilfe der EU) und noch schlimmer dieses Geld wenig produktiv investiert haben und vor allem in den Konsum gesteckt haben.

Es kommt auch noch ein wenig zum Yen, zum Renminbi und natürlich zu den Rohstoffen, die Rogers bekanntlich für die Assetklasse hält, in der man sein Geld stecken sollte.

Bloomberg News: Jim Rogers Says Greece Bankruptcy Would Be Good for Euro

Kommentare :

  1. War sagt er eigendlich nicht das eine Pleite der USA gut für den Dollar währe...

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  2. Eine Pleite der USA ist das Ende des Weltfinanzsystems. Das könnte durchaus eine Basis sein, um mal was Vernünftiges zu bauen. Ich möchte das trotzdem lieber nicht erleben ...

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  3. Ach so der gute Jim will ne Dollar only World... na dann ist ja alles im Lot

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  4. Das Argument mit den "bösen Spekulanten" ist immer so eine PR-Politik-Masche.

    Angenommen man sei Asset Manager mit dicken, fetten AUM, was unweigerlich ein bisschen PIGS-Exposure hat. Anteilig am AUM nicht viel, aber absolut schon. Dann kommen da Schlagzeilen über schwache lokale wirtschaftliche Entwicklung --> Na sind die Corporate Bonds von Issuern aus PIGS-Staaten wirklich so sicher? Vielleicht ein bisschen Protection kaufen? Dann kommen die Schlagzeilen über die Staatshaushalte hinzu. Also noch mehr Protection kaufen.

    Es stellt sich die Frage welches Underlying für die Protection benutzt? Staatsanleihen sind da immer gut, z.B. Firma aus PIGS-Land rasselt im Rating, weil die Firma dicke Verluste einfährt, darum weniger Steuereinnahmen... und schwups macht es Sinn die PIGS-Staatsanleihe als Underlying zu nehmen.

    Es sind nur Politiker die an eine "Verschwörung" glauben, weil sie somit einen imaginären (Staats-)feind modellieren können. Ein Problem muss für die Politik personifizierbar sein (Al Quaida & bärtige Osama bin Ladens mit Turban, die Finanzwelt & gegelte Gordon Gekkos, etc.). Aber was ist wenn die Masse von Asset Manager einfach für einen marginal kleinen Teil ihrer Portfolios ein paar Absicherungen im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten machten, nach Hause gingen, Fußball guckten, Chips mampften und sich keine weiteren Gedanken über die Probleme der Schuldenbarone aus der Politik machten?

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  5. Full Ack.

    Die Politiker verstehen nie, dass das Spiel an vielen Stellen ein Nullsummenspiel ist. Auf steigende Kurse spekulieren ist gut, auf fallende schlecht. Wieso?

    Dass viele Großanleger nur deshalb so große Positionen in bestimmten Papieren eingehen, *weil* sie sich absichern können, kapiert auch keiner. Wer weiss, wo die Griechenbonds stehen würden, wenn alle gleichzeitig aus dem Markt gewollt hätten? Heute ist ein Teil dabei geblieben und hat sich über CDS abgesichert.

    Klar, jetzt kann man sagen, dass es da "normale" Shorts gibt und nackte Shorts und nur die nackten das Problem seien. Aber wenn ich nur die normalen erlaube: Wie soll dann genügend Volumen für einen Markt entstehen? Und wer soll dann die Gegenseite für den "normalen" Short übernehmen? Das muss ja ein Spekulant sein. Kauft der, wenn man ihm den Kauf eines Short zum Schließen der Position nicht erlaubt?

    Ich glaube, dass jede Art von Asymmetrie nicht funktionieren wird und mehr Probleme bereitet als dadurch gelöst werden ...

    Aber das ist auch egal. Man braucht einen Schuldigen. man muss was tun als Politiker. Ob das was nutzt, ist egal. Hauptsache die Leute glauben daran. Und das müssen nicht einmal "die Leute" sein, sondern im Zweifelsfall nur die eigenen Wähler ...

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  6. oh je stammwähler.

    kennt der hörer etwas nicht, dann kram aus der puppenkisten das richtige kindermärchen raus.

    was ich schlimm finde, dass sich manche Politiker dieser Tage vor die Kamera stellen und mit einer erschreckenden Selbtverständlichkeit tun, als ob Staaten ein Recht hätten zu einen von ihnen selbst alleine gewünschten Zinssatz Geld geliehen zu bekommen.

    Es ist (eigentlich) die Pflicht von Politikern dafür zu sorgen, dass ein ausgeglichener Haushalt vorliegt. Also alle Ausgaben miit Steuern und Abgaben gedeckt sind. Ok vergessen wir das... Es ist (eigentlich) die Pflicht von Politikern aus Euroländern dafür zu sorgen einen (neu definierten) ausgeglichenen Haushalt mit bis zu 3% Haushaltsdefizit zu fabrizieren. Hmm klappt immer noch nicht. Es ist das helige Recht von Politikern für mikrige Zinsen unendlich viele Schulden aufzunehmen... Es ist als ob manche Kinder nicht der Umgang mit Geld gelernt haben und ausgerechnet diese Kinder dann Politiker geworden sind.

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