Zahl des Tages (01.03.2010): 3,3

Update:

Irgendwie sind die ersten zwei oder drei Absätze des Ursprungsartikel verschütt gegangen. Ich habe die jetzt mal restauriert ...

Der Konsum macht etwas über 70% der amerikanischen Wirtschaft aus. Daher lohnt es sich immer, einen Blick auf das Verhalten des US-Verbrauchers zu werfen. Dazu gab es heute mal wieder neue Zahlen.

Die Einkommen stiegen im Januar um 0,1% gegenüber dem Vormonat. Allerdings waren nur die Bruttoeinkünfte minimal im Plus. Um ein aussagekräftiges Bild zu geben, muss man allerdings die Nettoeinkünfte betrachten. Dazu ziehen die amerikanischen Statistiker die Steuern und die Inflation ab. Abzüglich der Steuern ergibt das die verfügbaren Einkommen und diese liegen schon 0,4% im Minus. Das führen die Statistiker aber auf gewisse einmalige Steuerzahlungen zurück, die im ersten Monat des Jahres anfallen. Allerdings hätte auch die Bereinigung um den Preisanstieg (--> Realeinkommen) schon für ein Minus gesorgt, denn diese sorgt für weitere 0,2% Rückgang. Die verfügbaren Realeinkommen lagen also um 0,6% im Minus.

Update Ende.

Der Konsum ließ sich davon im Januar aber nicht beeindrucken. Die Ausgaben stiegen um 0,5%, um Inflation bereinigt immer noch um 0,3%.

Steigende Ausgaben bei sinkenden Einnahmen haben logischerweise eine geringere Sparquote zur Folge. Und da ich diese wichtige Zahl lange nicht mehr auf dem Thron hatte, stelle ich diese heute mal wieder in den Mittelpunkt.

Im Dezember 2009 lag die Sparquote noch bei 4,2%, im Januar 2010 sank sie wieder auf

3,3%.

Das ist zwar kein so dramatischer Wert wie 2006 oder 2007, als die Sparquote in den USA häufig unter 0% lag, so richtig beruhigend ist der Wert aber auch nicht.

Die Sparquote lag in den 90er Jahren in den USA im Schnitt bei etwa 6%. Ich halte das für ein gesundes Niveau. Da habe ich meine Meinung gegenüber 2007 nicht geändert, auch wenn damals einige Leute der Meinung waren, dass die negative Sparrate kein Problem sei, weil die Amerikaner dafür ja schließlich Immobilien kaufen würden (vgl. Die negative Sparrate der US Verbraucher: Gar kein Problem? (MONTAG, AUGUST 06, 2007)).

Eine Volkswirtschaft, in der nicht *alles* auf Pump gekauft wird und in der die Bevölkerung (zumindest teilweise) selbst für die Altersvorsorge sparen muss, kann mit 2 oder 3% Sparquote schlicht nicht auskommen.

Sparraten von weit über 10%, wie sie Deutschland lange Zeit hatte, sind natürlich auch nicht gut, weil wachstumshemmend. Im schlimmsten Fall wie in China, wo die Sparquote in der Ecke von 40% liegt, lösen sie auch große, globale Ungleichgewichte aus.

Wie immer ist das Beste das "Gesunde Mittelmaß". Die Frage ist dann nur noch, wo das Mittelmaß gesund ist ... Und hierzu kann man drei VWL-Profs fragen und wird wahrscheinlich 4 Antworten bekommen ...

direkt von der Quelle:
BEA.gov: PERSONAL INCOME AND OUTLAYS: JANUARY 2010

Marketwatch: U.S. Ccnsumer spending rises 0.3% in January

Kommentare :

  1. War ein bisschen schwer zu erkennen, dass Du die Sparquote der USA meinst.

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  2. Also um die Zahl herum steht x-fach Sparquote ...

    Aber trotzdem fehlt im Artikel der Anfang! Wo ist der denn hin? Strange. Ist noch nie passiert ...

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