Zahl des Tages (02.03.10): 195.000

Im Januar wurden in Deutschland 181.500 Autos angemeldet, so wenig wie seit 20 Jahren nicht mehr (Zahl des Tages (02.02.10): 181.500).

Im Februar gab es eine leichte Erholung und es wurden

195.000 Autos

neu angemeldet.

Spannend ist die Februarzahl vor allem aus einem Grund: Der Februar 2009 war der erste Monat, in dem Abwrackprämie gewährt wurde. Diese hat den Absatz damals so stark erhöht, dass trotz der in absoluten Zahlen gestiegenen Absatzmenge dieses Jahr das Minus zum Vorjahr größer geworden ist. Lag das Minus im Januar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei 4,2%, waren es im Februar satte 30%.

Tagesschau: Auf den Abwrackrausch folgt die Absatzkrise

(Originalquelle kann ich nicht verlinken, VDIK pennt ...)

Wir haben mit viel Aufwand (10.000 Euro pro zusätzlich verkauftem Auto, siehe Zahl des Tages (03.05.09): 10.000) den Crash der Automobilindustrie um 1 Jahr verschoben ... Toll! (siehe auch Die Abwrackprämie war nur zu 1/4 wirksam - Egal!). Aus der Branche werden dieses Jahr keine schönen Nachrichten kommen ...

Heute Nachmittag und Abend kommen noch die Neuzulassungszahlen aus den USA, die ich dann beizeiten ergänze.

Update (13:31):

Die FTD ergänzt die Exporte, die die Zahlen aus Deutschland deutlich erträglicher machen. Im Februar wurden 337.600 Autos exportiert, was ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 57% (!) entspricht.

Die Produktionszahlen der Hersteller dürften also gar nicht so übel aussehen. Den deutschen Autohändlern nützt der Export allerdings nichts ...

FTD: Deutscher Automarkt stürzt ab

Update (18:59):

Es gibt übrigens auch eine Studie aus den USA, die das dortige Programm "Cash fro Clunkers" untersucht hat. Diese kam zu einem noch schlechteren Ergebnis. Pro wirklich zusätzlich verkauftem musste die US-Regierung sogar 24.000 Dollar ausgeben. Autsch!

Freakonomics: (Lots of) Cash for Clunkers

Update (22:39):

So, die US-Zahlen sind da. 10,4 Millionen PKWs (annualisiert) im Februar, 3,5 % weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr (9,17 Millionen) ist das aber immer noch ein Plus, das sich aber wieder relativiert, wenn man sich die Zahlen aus dem Vorvorjahr anschaut. Da waren es nämlich noch 15 Millionen ... Und weil der Effekt der US-Abwrackprämie so beeindruckend ist, auch noch mal eine verkleinerte Grafik (wer die Details will, soll dem Originalblog einen Besuch abstatten):



Calculated Risk: U.S. Light Vehicle Sales 10.4 Million SAAR in February

Die Zahlen der einzelnen Firmen sind auch nicht ganz uninteressant:

Ford (142 Tsd., +43%) hat GM (141 Tsd., +12%) überholt. Toyota hat 100 Tsd. Autos im Februar verkauft und knapp 9% verloren. Chrysler liegt auf Platz 4 (84 Tsd, unv.), Honda 80 Tsd (+13%), Nissan 70. Tsd. (+29%).
Noch kurz die Deutschen: VW 24 Tsd. (+33%), BMW 18 Tsd. (+14%), Daimler 16 Tsd. (+1,0%) und Porsche etwa 1.500 in etwa unverändert.

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