Zahl des Tages (07.03.10): 7

Ich habe mich schon beim letzten Sparpaket der Griechen (Zahl des Tages (03.03.10): 300) gefragt, was denn jetzt die ganzen Pakete inklusive der vorherigen wohl an Gesamtvolumen haben. Leider ist es gerade bei Informationen im Ausland gar nicht so einfach aus der Menge der Nachrichten, die sich meistens auch mehr um die Diskussion als den endgültigen Beschluss drehen, die Information zu destillieren. Zum Glück hat das jemand anderes errechnet. Die bisher beschlossenen, wenn auch noch nicht durchgesetzten Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen umfassen wohl knapp

7%

des griechischen BIPs.

Das Haushaltsdefizit von 12,7% würde damit in etwa halbiert.

Ich bin nun wahrlich kein Freund von Gejammer, wenn Staatsausgaben gekürzt werden, weil Haushaltsdefizite gesenkt werden müssen, aber in diesem Fall kann ich den Jungs von Herdentrieb nur zustimmen. Das ist jetzt genug guter Wille, den die Griechen gezeigt haben. Mehr geht - auf einen Schlag - nicht. Nicht politisch, aber auch nicht volkswirtschaftlich, ohne die Konjunktur in Griechenland nachhaltig abzuwürgen.

Herdentrieb: Quälen Sie die Griechen nicht, Frau Merkel!

MNEC.gr: Announcement on new economic and fiscal measures

Die Frage, ob ein geplanter EWF (europäischer Währungsfonds nach Vorbild des IWF) sich ähnlich intelligent verhält wie es der IWF in letzter Zeit tut, bleibt natürlich offen. Aber dass Europa (genauer die Eurozone) irgendeine Institution braucht, die unabhängig von den komplizierten Entscheidungswegen der EU Hilfe gewähren kann, ist für unstrittig. Es sind bei der Konstruktion der Eurozone viele Dinge einfach  kategorisch ausgeschlossen oder verdrängt worden, um die man sich nun mal kümmern sollte.

FTD: Berlins Masterplan für die Euro-Zone

Was haltet ihr davon? Sollten die Griechen noch mehr sparen? Und was sollte die EU/EZB machen, um bei der nächsten Krise nicht wieder den Spekulanten mit ihrer Unfähigkeit bzw. Untätigkeit eine riesige Angriffsfläche zu bieten?

Kommentare :

  1. Unsere Banken dürfen keine solchen Konsumkredite mehr vergeben oder Staatsanleihen kaufen. Die Geldschöpfung muss reformiert werden, Banken sollen nur noch für Kredite Geld von der EZB bekommen die in Investitionen von Firmen fliessen. Ausserdem sollen sie keine neuen Staatsanleihen mehr als Sicherheit bei der EZB hinterlegen können. Die Anleihen sollen nur noch von (Privat-)Anlegern gekauft werden um die Zinsen zu kassieren.
    Ausserdem sollen sich die EU-Staaten in geringen Umfang bei der EZB verschulden können, und auch alte Schulden umschulden. Die Zinsen fliessen dann an die Teilhaber, vor allem an den deutschen Staatshaushalt.

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  2. "Das ist jetzt genug guter Wille, den die Griechen gezeigt haben."

    Von gutem Willen allein kommt von keinen Schuldner Geld in die Kasse, und selbst der ist nicht wirklich zu erkennen!
    Zumal Gesetze erlassen und deren Einhaltung erzwingen in diesem Land noch lange nicht das Gleiche sind (Koruption, Randale).
    Die Menschen sind mir im Urlaub sehr sympatisch, aber ein Unding, ein ganzes Land retten zu wollen: Hybris - schon wieder so ein griechisches Wort ...
    Mist, Hankel hats vorhergesagt!

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  3. Ach Gott, die Finanzindustrie hat es nicht gelernt und wird es nicht lernen.

    Am wenigsten ist m.M.n. die Steuerdebatte zielführend. Es würde mich mehr als nur wundern, wenn die ganzen Sondersteuern, über welche derzeit so fleissig diskutiert wird, von den Banken berappt würden. Die werden bestenfalls als "Durchreiche" fungieren und zur Finanzierung der Steuerlast einfach die Margen erhöhen. Kein Mensch wird ihnen das verbieten können, zumal ich mir nicht vorstellen kann, daß es jemanden gibt, der ein derartiges Gesetz ohne Schlupflöcher formulieren kann.

    Weiters problematisch ist die Tatsache, daß eine Gewinnabschöpfung via Steuerlast direkt auf die Eigenmittelausstattung durchschlägt - Gewinne, die an die Finanz abzuführen sind, können nicht EM-erhöhend in Rücklagen wandern.

    Am ehesten würde noch eine Sondersteuer auf Dividendenzahlungen (bzw. alle Formen von Gewinnausschüttung) von Finanzinstituten u.ä. funktionieren. Das tut am meisten weh ... Wie man das Problem Thesaurierung angeht, müsste noch überlegt werden.

    Weiter sollte eine deutlich verstärkte EM-Unterlegungspflicht überlegt werden: weitere Diversifizierung je nach Risikoanteil. Im Endeffekt sollten nur die "sichersten" Finanzierungen - wie bspw. Hypothekarkredite mit Besicherung durch privat genutzte Liegenschaften u. dergl. - auf dem aktuellen Niveau bleiben. Interne Modelle zur Risikoberechnung dürften nur unter strengen Auflagen abgenommen werden. Und damit nicht gleich ein neues Problem mit der EM-Ausstattung unserer Banken auftritt, würde ich diese Verschärfung auf neu eingegangene Finanzierungen beschränken - nach dem Motto: lassen wir die Vergangenheit ruhen.

    Sagt einer, der im Finanzsektor arbeitet, aber noch über den Tellerrand hinausblickt.

    lg - urriegel

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  4. Ach, die Griechen müssen nur lernen, wie man aus 1000€ innerhalb eines Monats 7000€ macht. Und das machen sie dann 100 Millionen Mal so und alles ist gut. Das Handbuch gibts dazu kostenlos!

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  5. egghat, meines Erachtens ist der Fokus von Dir, wie auch von den Mainstream Medien, falsch gesetzt. Maßgeblich sind nicht die Haushaltsdefizite, sondern die Volkswirtschaft als Ganzes.

    Haushaltskonsolidierung macht nur Sinn, wenn die Einsparungen den Import betreffen. Ansonsten reduzieren Einsparungen die Wertschöpfung. Das führt zu niedrigeren Steuereinnahmen, höheren Sozialausgaben, die Investitionen werden zurückgehen...führt am Ende zu einem deflationären Prozess.

    Alternativ führt die Haushaltskonsolidierung, bei gleich bleibender Wertschöpfung, zu einer Erhöhung der Schuldenquote des privaten Sektors. Ob eine private Schuldenkrise einer staatlichen Schuldenkrise vorzuziehen ist, bezweifle ich. Die USA haben da so ihre Erfahrungen.

    Meine Meinung: Es gibt keine fiskalische Lösung für die griechischen Staatsschulden. Und ich meine, den Verantwortlichen in der EU, EZB, deutsche Regierung...ist das ebenfalls längst klar. Griechenland wird jetzt am Nasenring einmal durch die Manege gezogen und erhält dann Garantien. Diese beeinflussen den Zins, die zweite bestimmende Determinante der Schuldenquote neben dem Wirtschaftswachstum - mit allen negativen Folgen bzgl. Nachahmereffekte und für den deutschen Zinssatz. Diese Maßnahme wird das Problem jedoch nicht lösen, nur aufschieben.

    Wer das Problem lösen will, muss an die Handelsbilanzdefizite ran. Üblicherweise regeln das die Wechselkurse, aber...

    Eine kurzfistige, unkonventielle Möglichkeit zur Eindämmung des Schuldenproblems wäre die zeitlich und quantitativ begrenzte Monetisierung von griechischen Staatsanleihen durch die EZB. Eine langfrsitige Lösung wären deutsche Lohnsteigerungen. Beides wird am deutschen Wirtschaftsregime scheitern.

    Bleibt also der Nasenring. Wenn Du fragst, ob das jetzt genug "guter Wille" war, also, ob der Proband lange genug im Kreis rumgeführt wurde: Wie es gefällt. Ich finde die Vorstellung ekelhaft und das Gehetze einiger deutscher Journalisten und Kommentatoren grenzwertig. Damit bist ausdrücklich nicht Du gemeint.

    WENN die Haushaltskonsolidierung wirklich Erfolg hat, was bedeutet, die Einsparungen bzw. Steuererhöhungen gehen voll auf den Import, dann freu ich mich heute schon auf den Blick auf die deutsche Arbeitsmarktstatistik. Wenn unterstellt wird, dass gelingt, was mit den Einsparungen bezweckt ist, könntest Du genausogut fragen, ob den Deutschen eine Erhöhung der Arbeitslosenquote im Verhältnis zum derzeitigen griechischen Sparbeitrag reicht, oder ob es noch ein Nachschlag sein darf.

    Die Deutsche haben es ja gern einfach.
    Nur, Au0enhandelsüberschüsse auf Kosten anderer Volkswirtschaften erzielen, damit das eigene wirtschaftspolitische Versagen nicht auffliegt, und konsolidierte Haushalte bzw. annehmbare Schuldenquoten des privaten Sektor im Ausland zu verlangen, sind zwei sich ausschließende Ziele. Bin mal gespannt, ob die heute so empörten Kommentatoren diesen Widerspruch theoretisch oder empirisch feststellen werden.

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  6. @Z.

    Du hast meines erachtens da nicht ganz unrecht. Allerdings sind die deutschen "Au0enhandelsüberschüsse auf Kosten anderer Volkswirtschaften" nicht unbedingt nur aus dieser perspektive zu betrachten.

    Die Währungsunion war keine deutsche Idee, m.w. kommt diese von den Franzosen, welche angst hatten vor einer "übermächtigen DM", gerade im Bezug auf die sich damals stark vergrößernde deutsche Volkswirtschaft im Zuge der Wiedervereinigung. Konkret war die Währungsunion eine indirekte Auflage für die Wiedervereinigung und Bundeskanzler Kohl hat zugestimmt, da ihm die Wiedervereinigung sehr am herzenlag (...nicht nur ihm).

    Die Deutschen haben m.e. nach nur das Beste daraus gemacht, weil es wahrscheinlich auch nicht anders ging. Viele Volkswirtschaften hatten im Zuge der Währungsunion einen riesigen Boom aufgrund der niederigen Zinsen, was zu einem massiven Kapitalexport in Richtung dieser Länder führte. Somit müssten auch Länder die Außenhandelsüberschüsse aufbringen, um deren defizite zu finanzieren.

    Klar ist das kein nachhaltiges Modell, aber das mit schmarotzen oder ähnlichem gleichzustellen ist falsch.

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  7. Vielleicht habe ich ja in den letzten zwei Wochen etwas überlesen, man möge mich deswegen korrigieren. Aber kann es sein, dass man in Artikeln zu Griechenland, in denen die Situation im allgemeinen beschrieben wird, immer auch der Punkt aufgeführt wurde, dass es in dem Land ein großes Defizit bei der Durchsetzung der Steuerpflicht, insbesondere bezüglich der Einkünfte von Handwerkern, Ärzten und Unternehmen gibt?

    In den Artikeln zu den nun von der griechischen Regierung vorgesehenen Maßnahmen und den vielen Ratschlägen aus dem Ausland, wie das griechische Haushaltsdefizit behoben werden müsste, lese ich aber nirgendwo den Punkt: Der griechische Staat müsse konsequent die Pflicht zur Zahlung der gesetzlich vorgeschriebenen Steuern durchsetzen. Stattdessen erstmal sparen, Stellen streichen, MWSt erhöhen etc.

    Gab es dazu eigentlich mal etwas zu lesen oder zu hören?

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  8. @Z:

    Du hast Recht. Ich habe diese Seite auch schon beleuchtet. Allerdings muss man auch sehen, dass die Griechen verdammt wenig gemacht haben, um ihre Schulden sinnvoll zu verwenden. Es wurde eben nicht in die eigene Wettbewerbsfähigkeit investiert, sondern vor allem in Konsum. Die Griechen haben im letzten Jahrzehnt jedes Jahr gut 2% ihres BIPs aus Brüssel bekommen. Sie haben durch den Euro in Zinsniveau, das von fast 20% Anfang der 90er auf Euroniveau gefallen ist und haben das ebenfalls nur für mehr Konsum benutzt.

    Jetzt darüber zu jammern, dass die Griechen durch Sparen nichts ändern können, so lange das Außenhandelsdefizit so bleibt, ist zwar richtig. Aber das ist doch genau die Diagnose, die gestellt werden muss. Ab sofort muss investiert werden. Das Sparen ist dafür nur eine notwendige Voraussetzung. leider vermute ich, dass der erste Schritt (Sparen) schon nur halb gegangen werden wird und der zweite verpufft. Die EU wollte auch mal bis 2010 wettbewerbsfähigster Wirtschaftsraums der Welt werden. What a desaster ...

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  9. @anonym: Der Anteil an Bestechungsgeld, das der Grieche pro Jahr ausgibt (u.a. um die Steuererklärung "glaubwürdig" zu machen), war hier mal Zahl des Tages. Und die Idee, den Griechen lieber eine Steuerverwaltung zu schenken statt Geld gab es hier auch schon zu lesen. Das ist ein gaaanz tolles Blog ;-)

    Ernsthaft: Ich glaube, dass die Idee einer Währungsunion ohne weitergehende politische Union komplett gefloppt ist. Wenn die Steuersysteme und die Sozialsysteme nicht ähnlicher werden, wird der Euro crashen.

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  10. Lucky, wenn ich schreibe, "auf Kosten anderer Volkswirtschaften", so ist damit selbstverständlich Wertschöpfung - Output, Beschäftigung, Einkommen - gemeint.

    Die deutschen Handelsbilanzüberschüsse resultieren übrigens nicht aus dem Kredit getriebenen Boom, sondern aus der verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft. Ein wirtschaftlicher Boom, auch wenn er durch eine Erhöhung der Schuldenquote zu Stande kommt, führt nicht zwangsläufig zu Veränderungen des Handelsbilanzsaldos. Im Falle hoher Wettbewerbsfähigkeit oder/bzw. unterbewerteter Wechselkurse erhöht er die inländische Nachfrage und resultiert in inländischer Wertschöpfung.

    Die Ursache der Verschlechterung der griechischen Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Deutschland ist, in Ermangelung eines ausgleichenden Wechselkurses, in den seit der Euroeinführung in Deutschland stark gesunkenen realen Lohnstückkosten im Allgemeinen, sowie einer gezielten Subventionierung der deutschen Exportwirtschaft durch das Absenken der Lohnnebenkosten zu Lasten der Mehrwertsteuer im Besonderen zu finden. Deutschland ist in Europa Lohndumper Nr. 1 !

    Deine These, wonach "auch Länder die Außenhandelsüberschüsse aufbringen (müssen), um deren Defizite zu finanzieren", erinnert mich an den wedelnden Schwanz des Hundes.

    Btw.: Die ganze Diskussion um Griechenland wäre übrigens nicht der Mühe wert, wenn es sich ausschließlich um Griechenland handeln würde. Die neoliberale Wirtschaftspolitik Deutschlands betrifft jedoch ganz Europa. Wenn Spanien, Italien, Portugal, Irland...dem Beispiel Griechenlands folgen und ihre Haushalte konsolidieren, auf Druck einer selbstgerechten deutschen Empörtheit über haushaltspolitischen Schlendrian im Ausland, dann wird es in Europa finster werden.

    @Anonym 09.03, 10:16

    Doch, davon gibt es einiges zu lesen. Leider immer wieder im falschen Zusammenhang. Die von Dir angesprochene Maßnahme sorgt für Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit und in diesem Zusammenhang sollte sie auch erwähnt werden.
    In der Mainstreampresse werden Maßnahmen zur effizienten Besteuerung jedoch meistens mit Austeritätspolitik in Zusammenhang gebracht. Dabei wird übersehen, dass diese Mittel dann im privaten Sektor für Konsum und Investitionen ausfallen. Auch in Griechenland kann der Euro nur einmal ausgegeben werden.

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  11. Egghat, ich sehe die Investitionen als Teil des Problems. Ich investiere doch nur, wenn ich die Produktion auch absetzen und mit der Investition hinreichend Rendite erwirtschaften kann. Diese Anreize fehlen in Griechenland. Griechenland bekommt Massenprodukte aus Asien und hochentwickelte Produkte aus Deutschland. Was fehlen sind Investitionsanreize. Was meinst Du mit, "investieren in die Wettbewerbsfähigkeit" ?

    Ein möglicher Investitionsanreiz wäre, die Reallöhne weiter zu drücken, also nominale Lohnkürzungen oder Inflation zu erzeugen, um die Löhne zu entwerten. Wie wird Deutschland reagieren ?

    Ich denke, dass man aufpassen muss, dass es innerhalb Europas nicht zu einem realen Abwertungswettlauf kommt. Mit anämischen Volkswirtschaften ist keinem gedient.

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  12. Das Lohnniveau in Griechenland ist niedriger als in Deutschland. Das Steuerniveau könnte niedriger sein. Allerdings besch****en die Privatleute und Kleinunternehmer. Die großen Firmen zahlen wahrscheinlich normal Steuern und in der Konsequenz mehr als sie müssten. Firmen müssten aber weniger Steuern zahlen, um eine Ansiedlung in Griechenland interessant zu machen.

    Was bedeutet Investitionen? Geld in Bildung. In Unis. Staatliche Unterstützung für Ausgründungen aus Unis. Internet. Pharma. Medizin. Kliniken. Dass es keinen Sinn macht, in Griechenland einen Druckmaschinen- oder Autohersteller zu gründen: ACK. Aber irgendwas werden die Griechen doch wohl auf die Kette kriegen? Im schlimmsten Fall *hoch*wertigen Tourismus für Segler, Wellness und Deutsch und Englisch sprechende Angestellte. Ansonsten können wir uns die ganze Diskussion auch schenken ... Eine Angleichung der Lebensverhältnisse hat der flexible Wechselkurs in den Jahrzehnten vorher auch nicht gebracht.

    Ich bin manchmal etwas verwirrt. Es wird so getan, als hätten die Griechen durch den Euro ein neues Problem und als hätten sie vorher keins gehabt. Vorher hat niemand zu 20% Zinsen investiert, weil es sich bei den Zinsen nicht rechnete. Jetzt haben die Griechen 5% Zinsen und es investiert immer noch niemand. Hmmm.
    Früher kam kein Geld aus dem Ausland, weil das permanent weniger wert wurde. Jetzt besteht die Gefahr nicht mehr und es investiert immer noch keiner. Hmmm.
    Jetzt hat Griechenland ein Außenhandelsdefizit. Hatte Griechenland in Zeiten der Drachme kein Außenhandelsdefizit? Hmmm.
    Griechenland hat Schulden. Aber bereits 1990 lagen die Schulden bei 80% des BIPs. Hmmm.

    Die Probleme von Griechenland sind alt. Der Beitritt in die Eurozone hat den Griechen eigentlich ein Jahrzehnt gegeben, das sie bei historisch niedrigen Zinsen und 2,x% des BIPs Geld aus Brüssel hätten nutzen können. Passiert ist aber so gut wie nix.

    Der Optimist in mir hofft, dass die Griechen unter dem Druck des Euros jetzt endlich aufwachen. Allerdings braucht der Optimist ein paar Ouzo vorher um aufgeweckt zu werden ;-)

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  13. "Aber irgendwas werden die Griechen doch wohl auf die Kette kriegen?"

    Da haben wir's doch:

    Ouzo saufen für Griechenland!

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