Zahl des Tages (31.03.10): 5,52%

Manchmal sagt ein Bild mehr als Tausend Worte:

Es handelt sich um den Chart der Hypotheken von Fannie Mae, die nicht mehr pünktlich bedient werden. Genauer definiert die "Serious Delinquencies", Hypotheken, bei denen die Zahlungen mindestens 90 Tage überfällig sind. Und man sieht schon auf den ersten Blick, dass hier nichts aber auch gar nichts von einer Stabilisierung oder gar Verbesserung zu sehen ist.

Im Januar lag der Wert bei

5,52%.

Damit liegt der Wert ziemlich genau doppelt so hoch wie im Januar 2009.

Hoffnung macht das nicht. Es werden also weiterhin jeden Monat neue Immobilien aus Zwangsversteigerungen auf den Markt kommen. Neben dem hohen Anteil an "dunklem Lagerbestand" an Immobilien, die eigentlich schon an die Bank zurückgefallen sind, aber offiziell noch nicht zum Verkauf stehen, um die Preise in der Nachbarschaft nicht zu zerstören.

Calculated Risk: Fannie Mae: Delinquencies Increase in January

oder direkt von der Quelle:

Fannie Mae - Monthly Report February

Vielleicht sollten die Amerikaner mal in Großbritannien anrufen und fragen, wie die Briten das neue Immobilienwunder hinbekommen haben: UK: IMMOBILIENPREISE 03/10: +0,7% VM (+9,0% VJ).

Wer weiss, sonst wird es für meine Immowette doch noch mal eng ...

Kommentare :

  1. "Manchmal sagt ein Bild mehr als Tausend Worte".

    Das mag wohl sein. Manchmal ist es aber auch nur manipulativ ...

    Solange die Achsenbeschriftungen nur zu erahnen sind, fehlen mir die (tausend) Worte.

    AntwortenLöschen
  2. Ich kann das Bild nicht in großer Qualität einbauen, ansonsten würde ich den Jungs von Calculated Risk unrecht tun, die sich die Mühe machen, den Chart zu berechnen und die Daten zu erfassen. Also verlinke ich es nur.

    Dass die Grafik nicht direkt auf die Website führt, ist einem Mangel von Blogspot geschuldet, die das Bild zwangsweise auf ihren eigenen Server verlinken.

    AntwortenLöschen
  3. Ach so: Die Tausend Worte musst du dir nicht selber ausdenken, die stehen doch schon da ...

    AntwortenLöschen
  4. Von Großbrittannien wollen sie ja lernen:

    Mehr Kredite! Jeder soll mehr Kredite aufnehmen, dann klappt das schon wieder mit der Immobilienblase.

    Und die Zentralbank muß mehr monetarisieren. Und mehr Staatsanleihen ankaufen!

    Generell ist die Aufnahme von noch mehr Schulden anzuraten, sonst wird das nichts mit dem Wachstum.

    AntwortenLöschen
  5. Das hat in meinen Augen einen ganz einfachen Grund.
    Grossbritannien ist ein kleines Inselreich mit verhältnismässig hoher Bevölkerungsdichte daher ist schlicht und einfach der Platz wesentlich knapper als in den USA.

    AntwortenLöschen
  6. @Robert:

    Es gibt übrigens 4 Millioen Briten, die im Ausland lebten. Malle z.B.. Mit dem aktuellen Pfundkurs kommt man da nicht mehr weit, also kehren die zurück. Das könnte die Nachfrage auch deutlich stabilisiert haben....

    AntwortenLöschen
  7. @Till:

    Das haben die Amerikaner aber auch alles versucht. Warum hat's bei denen nicht geklappt?

    AntwortenLöschen
  8. Der Immobilienmarkt in England funktioniert anders. Dort ist es normal, im Leben mehrere Häuser zu haben. Ortswechsel, Hauswechsel und zwar nicht zur Miete, sondern immer Verkauf und Kauf. Und dann haben die Häuser in England auch eine ganz andere Lebenserwartung als die billig zusammengenagelten Bretterbuden in Amerika.

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Sorry. Es sind leider keine anonymen Kommentare mehr möglich. Ich werde von mehr als 50 Spamkommentaren pro Tag geflutet und habe keine Lust, diese von Hand zu scannen, um darin alle drei Tage einen anonymen Kommentar zu finden, der veröffentlicht werden kann. Meldet Euch bitte an. Sorry für die Umstände.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore