Der Economist malt seine neue Europakarte

Wunderbarer Humor des Economist.

Das erinnert mich an DonAlphonsos Neuordnungsversuch Mitteleuropas, bei dem er einen neuen Staat schaffen wollte, der alle ihm wichtigen Qualitäten hat:

Leckeres Essen
Schöne Berge
Stabile Währung (damit die Silberkannen billig bleiben)
Fleissige Arbeiter
Kultur
Bildung
Meer

Dabei entstand Lotharingien, das von der Nordsee bis zum Mittelmeer reicht. Fiese Sachen wie Ostdeutschland, Frankfurt, Kärnten (Hypo Alpe Adria) oder das Ruhrgebiet (pfuih!) müssen draussen bleiben, dafür kommt das Elsaß dazu und alles von Frankreich, was man braucht, um vom Elsaß aus an den Bergen vorbei ans Mittelmeer zu kommen. Und weil Österreich und Norditalien so schön sind, kommen die auch noch dazu. Die Lage der Schweiz macht dann keinen Sinn mehr und daher bietet man der Schweiz an beizutreten (kann man mit dem Schwarzgeld aus Deutschland, Italien und der Schweiz eh kaufen) und bietet im Gegenzug an, den Schweizer Franken als Währung zu übernehmen.

Stützen der Gesellschaft: Die karolingische Teilung Europas beimTee

Ein ähnliches Spiel treibt jetzt der Economist:

Auch er schafft einen neue Ordnung in Europa. Als erstens wird Großbritannien in seine vier Teile zerlegt (können sich eh nicht leiden) und weil die Haushaltslage eine fatale Nähe zu den PIGS Staaten aufweist, wandern die nach Süden vor die Küste Portugals und Marrokos. Die Schweiz und Schweden würden eh häufig verwechselt und daher dockt die Schweiz in Skandinavien an. Das würde passen, denn mit Norwegen wäre ein Nicht-EU-Staat direkt nebenan und außerdem seien die Länder auch immer der Neutralität verpflichtet. Den Platz der Schweiz nimmt Österreich ein, Kroatien und Slowenien können nach Norden rücken und mit Norditalien eine neue regionale Allianz bilden, die von Venedig aus regiert wird. Süditalien,  ach was, lest selber (und auch warum Tschechien und Belgien die Plätze tauschen, wo das Baltikum landet und mit wem Griechenland eine neue Währung gründet):

Economist: Redrawing the map

Herrlich (beides!)

Update (23:22)

Die FTD hat einen Zeitplan für das Abfackeln von Europa entwickelt und den Ratingagenturen zugeschickt.

FTD: Liebe böse Spekulanten!

Kommentare :

  1. Süditalien als Bordello separiert und Bulgarien als Vulgaria.

    ROFL

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  2. Ja, ziemlich lustig.

    ich habe mich vor allem über die neugewonnene Nähe zu tschechischem Bier gefreut. Dass dafür aber die gerade die Belgier wegmüssen, gefällt mir gar nicht. Ich hätte als Biertrinker lieber die Holländer verbannt, auch wenn die so gar nicht nach Tschechien passen ..

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  3. Harald Schmidt hat gestern in seiner Sendung etwas ähnliches gemacht. Auf Vorschlag aus dem Publikum wurde Holland durch Jamaika ersetzt.

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  4. Ja klar. Kiffen ja beide nur den ganzen Tag ...

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