Der kalte Kaffee des Tages: Biosprit-Förderung = Agrarsubvention

Ich habe seit fast zwei Jahren nichts mehr dazu geschrieben. Eigentlich war das Thema durch und ich dachte, es hätte jeder verstanden: Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen entlastet die CO2-Bilanz nur unwesentlich (u.U. gar nicht, bzw. belastet diese sogar) und ist am Ende nur eine versteckte Subvention für die Bauern, die mit Raps wieder Geld verdienen können, das sie sonst nicht verdienen könnten. Außerdem treibt die neue Konkurrenz die Nahrungsmittelpreise.

Suche nach Biodiesel

Zu diesem Thema liegt Guenther Oettinger jetzt eine Studie vor, die genau zu diesen unglaublich überraschenden Ergebnissen kommt. Eine Erhöhung des Biospritanteils auf 10%, wie es die EU plant, hilft der Umwelt nur wenig, den Bauern aber viel.

ACH WAS!

Die Studie ist natürlich unter Verschluss. Was mich auch nicht mehr wundert ...

Hat sich schonmal jemand gefragt, warum die Europäer den Sprit aus Raps machen und die Amerikaner aus Mais und Soja? Ob man da vielleicht genau das fördert, was die Bauern eh schon anbauen? Und nicht das, was der Umwelt am meisten hilft?

Ganz besonders pervers wird die Förderung, wenn Regenwald abgeholzt wird, um auf den Flächen Zuckerrohr oder Palmöl anzubauen und daraus Ethanol oder Biodiesel zu machen. Das ist dann in jeder Hinsicht ein Desaster ...

FTD: EU-Ziele für Biosprit wackeln

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