Die Steuer-CDs erhöhen die Staatseinnahmen ...

... zumindest kurzfristig. Mittelfristig könnte es durchaus anders aussehen ... Es wird von den Linken zwar immer als platte These abgetan, dass ein paar Steuerprozente von viel am Ende mehr sein kann als viele Steuerprozente von wenig, aber da hilft kein Postulieren: Den Trend gibt es sehr wohl und einfach Ignorieren hilft nicht. Mit jeder Steuererhöhung gibt es Besserverdienende, die auswandern, mit jeder Vermögenssteuer gibt es Vermögende, die ihrem Vermögen hinterherziehen, mit jeder Erhöhung von Löhnen geht die Gefahr einher, dass das Arbeitsplätze kostet.

Ja, jeder dieser Schritte löst auch gegenläufige Effekte aus. Das große Versäumnis der Ökonomen ist immer noch, dass bis heute niemand wirklich sagen kann, ob der eine Effekt stärker ist als der andere.

Wann ist ein Mindestlohn zu hoch, weil der gewünschte Effekt (vernünftiges Einkommen dadurch mehr Konsum) kleiner wird als der unerwünschte (Arbeit wird zu teuer und fällt weg bzw. wird durch Schwarzarbeit ersetzt).

Wann ist eine Vermögens- oder Erbschaftssteuer so hoch, dass man nur kurzfristig die Einnahmen erhöht, aber mittel- und langfristig dafür sorgt, dass die Albrechts, Ottos und Quandts nicht weiter in Essen, Mülheim, Hamburg und Bad Homburg wohnen und man dann gar nichts mehr zu besteuern hat?

Deshalb werde ich mich weiter bemühen, auch die andere Seite der Medaille zu beleuchten.

Die Mehreinnahmen durch die Steuer-CD hatten wir ja hier bereits ein paar Mal (z.B. hier: ZAHL DES TAGES (15.03.10): 9.547, viele weitere Links in dem Artikel), die andere Seite gibt es hier:

Basler Zeitung-Online: Reiche fliehen in die Schweiz – ihrem Geld nach

Das Verhalten der reichen Franzosen, die bereits Geld in der Schweiz haben, ist wahrscheinlich ein ganz guter Indikator, denn dort ist die Steuer-CD-Diskussion ein paar Monate älter. Und aus Frankreich meldet die Schweiz eine spürbare Zunahme der Übersiedler. Ob man den Zahlen der Schweizer trauen darf, ist eine andere Frage. Die Schweiz hat ja auch ein Interesse daran, auf sich als interessantes Auswanderungsland hinzuweisen. Und macht so auch noch Druck auf die Politik im Ausland, es mit den Ermittlungen nicht zu übertreiben ...

gefunden über fefe: http://blog.fefe.de/?ts=b5473d93

Update (14:02):

Es sind laut Steuergewerkschaftsvorsitzendem Ondracek inzwischen übrigens 13.000 Selbstanzeigen.

RP Online: 13.000 Steuersünder zeigten sich selbst an

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