Griechenland 10-Jahres-Anleihe: 6,51% ...

... nach über 7,4% Rendite am Donnerstag und 7,15% am Freitag. Damit wäre es für die Griechen wieder billiger, die Anleihe am Markt zu platzieren als den Notkredit der Euroländer zu nutzen.

Die Rendite der dreijährigen Anleihe sinkt von 7,5% am Donnerstag und 6,98% am Freitag auf jetzt 6,08%. What a move! Allerdings wäre dieser Zins noch höher als der Zins, den der Notkredit kosten würde (gut 5%).

Wenn Politiker nur verstehen würden, dass man den Finanzmärkten oft nur ein klares Zeichen geben muss und damit vermeiden kann, selber etwas tun zu müssen. Aber die Politiker bilden sich ja ein, sie hätten die Macht. Und zwar allein. Das haben sie bei Aktionen auf den Finanzmärkten aber nicht. Da sitzen andere mächtige Player und bei jedem Zeichen von Schwäche wird die Gegenseite aktiv. Und eine solch alberne Einigung wie die von vor zwei Wochen (ja wir helfen, aber "Details" wie Volumen, Zinssatz und Bedingungen gibt es noch nicht) ist nicht anderes als Schwäche.

Update (11:10):

Eine längere Betrachtung der Renditen (leider noch ohne Intraday-Aktualisierung) findet sich bei der FAZ:

FAZ: Renditeaufschläge dürften weiter sinken

Update (12:09):

Einen CDS Kurs habe ich noch gesucht und jetzt gefunden: 360 nach 426 am Freitag.

Marketwatch: Aid plan solves Greece's near-term funding woes

1 Kommentar :

  1. Die Presse gefällt sich darin die sinkenden Marktzinsen für Griechenland zu bejubeln. Dass die deutschen Zinsen im Gegenzug steigen (müssen), wird wenn überhaupt nur am Rande erwähnt. Für umsonst gibt es am Kapitalmarkt nicht leicht was.

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