Griechenland Ticker: 10-jährige Anleihe: 9,01%

Hmmm ... Es geht weiter.

Die synthetische 10-jährige griechische Staatsanleihe notiert aktuell bei 9,01% Rendite, zum ersten Mal seit Einführung des Euros über der 9%-Marke.

Die Erholung vom Freitag ist damit wieder komplett verdampft. Diese Achterbahnfahrt wird wohl noch weitergehen, bis NRW am nächsten Wochenende gewählt hat ...

Update (10:59):

Feinunze Gold in Euro: 866 Euro. Neues Allzeithoch.

Update (11:55)

9,39% ...

Update (13:20):

zweijährige Anleihen bei 13%. Spread zur Bundesanleihe über 11%. Damit hält der Markt eine Umschuldung 100 zu 80 in den nächsten zwei Jahren für die realistische Variante ...

Kommentare :

  1. 9,226% aktuell http://www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GGGB10YR:IND

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  2. schaut mal auf die 2 Jahre !

    High 12,953

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  3. Heftig! Das ist ein 20%iger Haircut!

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  4. Hallo Egghat, wie errechnest Du die 100:80?

    Außerdem, wieso sollten "die Märkte" der Ansicht sein, das genüge? Wenn ich mir die Zahlen anschaue, dann wäre eine Quote von 50% oder weniger, angemessener.

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  5. Daumenregel:

    1100 Basispunkte Spread. Wurzel daraus. 35. Macht eine 35%ige Wahrscheinlichkeit für einen 35%igen Haircut (so hat Münchau von der FTD das mal beschrieben). Das habe ich mal auf 50% (also wahrscheinlichster Haircut) hochinterpoliert (mit dem Daumen) und bin dann bei etwa 20.

    Das ist der Durchschnitt der Markterwartungen. Darin sind aber auch alle Marktteilnehmer enthalten, die mit keinerlei Umstrukturierung erwarten. Die, die eine Umstrukturierung erwarten, sehen den Haircut also höher. Deine Einschätzung, dass 20% Haircut nicht reichen, teilen diese (und ich) eigentlich auch. Wenn man zu diesem Mittel greift, muss man es eigentlich auch härter einsetzen ...

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  6. Das ist ein Fass ohne Boden. Wenn sich die Spekulanten an Griechenland sattgefressen haben, kommen die Portugiesen dran und so weiter.

    So viel Geld, um die PIGS über die Runden zu bringen, hat niemand.

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  7. "So viel Geld, um die PIGS über die Runden zu bringen, hat niemand."

    Aber natürlich, Geld ist mehr als genug da. Viel interessanter ist die Frage was man unter "Über die Runden" so versteht.

    Noch werden ja erstmal die Anleger rausgebailt, Griechenland hat von der Kohle nix. Das mit den Geldpaketen kann noch Jahre so gehen und hier und da kommt sicher auch noch ein Land (oder mehr) dazu. Dies ist ein Dekadenprojekt und das alles ganz ohne Plan...

    Abgesehen davon glaube ich auch kaum das hier profan auf einen Haircut spekuliert wird, es wird nur um Kohle gezockt und Ackermann hat sich bei Mutti sicher auch schon ausgeheult das uns das Ende der Welt droht wenn irgendwo mal was abgeschrieben werden muß.

    Aber einige glauben sogar heute noch an sowas wie "Märkte", die Zeiten sind vorbei!

    Grüße,

    KP

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  8. warum nicht 20%. Das würde dann unter einer "freundlichen" Restruktutierung laufen mit weit aus weniger negativen Auswirkungen wie sie momentan durch die Medien geistern.
    Und warum wird eigentlich immer über diese Spekulanten geschimpft. Sie sind es doch die, die Regierungen überhaupt zum Handeln zwingen. Wenn die nicht wären, hätte Griechenland die gleichen Probleme nur würden sie weiter vertuscht werden. Und ja, Portugal, Irland und Spanien sind als nächste dran und das ist auch gut so

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  9. So wie da Geld gedruckt werden wird, sollte man neben Gold auch noch in die Papierindustrie investieren. ;-)

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  10. Anonym (KP) schreibt eigentlich sehr prägnant, was mich an der ganzen Aktion stört: Es wird so getan, als würde das Geld Griechenland zufließen. Tut es aber zum großen Teil nicht, sondern es dient dazu, die alten Schulden zu bezahlen. Es ist vor allem ein Bailout für die Anleger, die heute Griechenland-Anleihen halten ...

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  11. Also ich hab ja nix gegen Spekulanten, wenn es dann aber an Staatskohle geht um da irgendwas zu kitten, worauf spekuliert wird, dann hört der Spaß aber auf.

    Statt Jetzt erstmal kommentarlos Geld ins Loch zu werfen sollte der erste Schritt ein Haircut sein, dann werden wir ja sehen ob die Spekulanten das tatsächlich so schon eingepreist haben.

    Momentan sieht das nämlich eher nach Gewinnmaximierung bei Kreditversicherungen und anderen Derivaten aus.

    Die Zinsen für Staatsanleihen können auch auf 1000% stehen wenn sich Griechenland woanders refinanzieren kann spielt das keine Rolle. Es handelt sich hier also um eine spekulative Rendite, die es so am Markt gar nicht gibt und auch nicht geben wird.

    Aber vielleicht strafen mich die kommenden Jahre ja auch Lügen, der Einstieg der EU fällt jedenfalls schon denkbar ungünstig aus.

    Grüße,

    KP

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  12. Es wird nicht kommentarlos Geld in ein Loch geworfen. Die Griechen haben bereits 4% des BIPs gespart. Und der IWF ist da und überwacht die Nummer. Es wird weiterere Einsparungen bei den Löhnen geben, Senkungen der Rente, höhere Steuern, das ganze Programm.

    Außerdem sollte man aufhören, in Bild-Manier so zu tun, als wäre Griechenland Pleite und es wäre quasi sicher, dass das ganze Geld weg ist. Bei Staatspleiten gab es in der Vergangenheit immer Geld zurück. Manchmal 30%, manchmal 70%.

    Und wenn man sich da sooooo sicher ist, dass die Griechen eh Pleitegehen, kann man sich einen CDS kaufen. Der kostet 700 Basispunkte, d.h. man kann 100 Mrd. Euro griechischer Schulden (die haben insgesamt 300 Mrd) für 7 Mrd. absichern. Und wenn Griechenland dann Pleite geht, zahlt die CDS Gegenseite (vielleicht ...). Die Absicherung des *gesamten* griechischen Risikos kostet als gerade einmal 21 Mrd. pro Jahr. Mit der Chance, 280 Mrd. zu verdienen ...

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  13. Ach so und noch was...

    Es wird in den Medien ja so getan als gäb es nur drei Wege, Kombinationen sind aber durchaus möglich, das wird aber gern unter den Tisch gekehrt.

    Es ist bezeichnend wie marode das ganze System ist wenn auf der einen Seite die Banken Gewinne wie nie machen, auf der anderen aber der Staat alles und jeden rausbailen soll.

    Da läuft ganz gründlich etwas schief, meiner Meinung nach.

    Das stellt auch die Arbeit der Spekulanten auf den Prüfstand, so ein wenig Risiko brauchts da schon, die Spekulation auf den nächsten (sehr sehr sicheren) Bailout ist kriminell und sonst nix. Von wegen freier Markt und so, Pustekuchen...

    Grüße,

    KP

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  14. Ach so und noch was...

    Es wird in den Medien ja so getan als gäb es nur drei Wege, Kombinationen sind aber durchaus möglich, das wird aber gern unter den Tisch gekehrt.

    Es ist bezeichnend wie marode das ganze System ist wenn auf der einen Seite die Banken Gewinne wie nie machen, auf der anderen aber der Staat alles und jeden rausbailen soll.

    Da läuft ganz gründlich etwas schief, meiner Meinung nach.

    Das stellt auch die Arbeit der Spekulanten auf den Prüfstand, so ein wenig Risiko brauchts da schon, die Spekulation auf den nächsten (sehr sehr sicheren) Bailout ist kriminell und sonst nix. Von wegen freier Markt und so, Pustekuchen...

    Grüße,

    KP

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  15. "Es wird weiterere Einsparungen bei den Löhnen geben, Senkungen der Rente, höhere Steuern, das ganze Programm."

    Schön und gut, wie bitte soll das denn dem Staat helfen mehr Steuern einzunehmen? Andere Länder sahen jedenfalls nicht mehr gut aus als der IWF mit denen fertig war.


    "Die Absicherung des *gesamten* griechischen Risikos kostet als gerade einmal 21 Mrd. pro Jahr. Mit der Chance, 280 Mrd. zu verdienen."

    Ach ja? Wer bezahlt das denn in der Praxis, die Banken etwa? Hat ja bei Lehman auch schon wunderbar geklappt, die Nummer mit den Versicherungen.

    Sorry für den Doppelpost eben, bitte löschen.

    Grüße,

    KP

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