Wer hat zuerst vor der Finanzkrise gewarnt?

Nachdem die Schuldfrage ja geklärt ist ;-) (WER IST SCHULD AN DER WIRTSCHAFTSKRISE?), kümmert sich Real World Economic Review jetzt (wie angekündigt) um die Frage, wer zuerst bzw. am fundiertesten vor der Finanzkrise gewarnt hat. Das Voting ist jetzt offen. Ich habe für Robert Shiller gestimmt, es stehen aber auch
  • Dean Baker 
  • Wynne Godley 
  • Michael Hudson 
  • Steve Keen 
  • Paul Krugman 
  • Jakob Brøchner Madsen 
  • Ann Pettifor 
  • Kurt Richebächer 
  • Nouriel Roubini 
  • George Soros 
  • Joseph Stiglitz
zur Wahl.

Man darf ab sofort drei Stimmen abgeben.

RWER: Voting is now open for the Revere Award for Economics

gefunden über Telepolis: Krugman, Roubini, Soros, Stiglitz ...

Was ist Eure Wahl?

Kommentare :

  1. Ich habe für Steve Keen gestimmt - der als Minskyianer schon sehr früh am Ball gewesen (und geblieben) und ich schätze seine unangepasste Haltung gegenüber der Orthodoxie.

    Ansonsten kann ich den meisten Kandidaten nicht viel abgewinnen, der Crash war durchaus für den Verständigen absehbar - z.B. war in der Konkret (ja, *die* Konkret und nicht etwa Manager-Magazin) seit 2002 eines der Hauptthemen der Artikel von Stefan Frank die explodierende Verschuldung der USA, die durch den Kapitalzufluss entstehenden Immobilienblasen in den USA (und Spanien etc.) sowie die Konsequenzen ihres erwartbaren Platzens.

    Das Problem ist also nie gewesen, daß es keine warnenden Stimmen gegeben hätte, sondern, dass es in der Ökonomie keine akzeptierte Kultur des Widerstandes gegen herrschende Meinungen gibt. Jetzt einen Preis auszuloben für den Mainstream-Typen der noch am ehesten was geahnt hat ist etwas albern.

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  2. @Marco:

    Wer aber 1998, 2000,2002,2005,2007,2009 und 2012 warnt ist ungefähr so brauchbar wie nette "Zeuge Jehovas" von nebenan ...

    Shiller hat nicht nur abstrakt vor zu hoher Verschuldung gewarnt, sondern er hat konkret 2000 auf die Internetblase und ab 2005 zunehmend vor der Immobilienblase hingewiesen.

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  3. Warnungen gab es wohl genügend, ich bin auch nicht der Meinung, dass die ständige Wiederholung diese automatisch unglaubwürdiger macht.

    Das Verschuldungsthema war kei großes Geheimnis.

    Spannender wäre die Frage, wer Art, Ausmaß und Konsequenzen der Verbriefungspraxis überblicken konnte und thematisiert hat.

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  4. Helmut Schmidt hat imho 2003 einen sehr guten Artikel in der Zeit geschrieben, in dem er meiner Erinerung nach sehr detailliert auf die Gefahren (Immobilienblase, politischer Eingriff in den Immobilienmarkt USA, Finanzderivate) hingewiesen hat. Hat noch jemand den Artikel zur Hand, bzw. weiss das Datum?
    Gruß Balrog

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  5. Als einziger Politiker: Ron Paul

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  6. Als einziger Politiker: Ron Paul

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  7. Wollte nicht spammen; daher bitte einmal löschen.

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  8. Also ich vermisse Rick Bookstaber. Lese gerade sein Buch "Der Teufelskreis der Finanzmärkte". Darin hat er definitiv vor den Irrungen der Investmentbranche gewarnt.
    A Demon of Our Own Design” erschien übrigens im April 2007.
    Mehr zum Buch hier: http://www.blicklog.com/2010/04/12/der-teufelskreis-der-finanzmrkte-oder-warum-die-banken-schweigen/

    Wenn ich einen von diesen Teilnehmern wählen sollte, dann Robert Shiller. Der ist immerhin so bescheiden und sagt, dass er eigentlich keine Vorhersagen macht.

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