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von Dieter Meyeer am Freitag, April 30, 2010
Die Zahl war fest eingeplant und lasse ich von allem möglichen Griechenland, Portugal oder was-weiss-ich-Gehampel ausnahmsweise mal nicht ablenken.
Heute gab es die erste Schätzung (offiziell "Vorabschätzung") des BIPs der USA für das erste Quartal 2010.
Das Wachstum betrug danach annualisiert (auf's Jahr hochgerechnet)
3,2%.
Das liegt deutlich unter den 5,6%, die für's vierte Quartal 2009 gemeldet wurden (eine Zahl, die ich scheinbar nicht vermeldet habe, im Gegensatz zur ersten und zweiten Schätzung ...).
Wie schon das Vorquartal wurde das heute im Mittelpunkt stehende Quartal durch den Lageraufbau deutlich nach oben verzerrt. Allerdings war der Wachstumsbeitrag mit knapp 1,6% nicht so extrem hoch wie die 3,8% im letzten Quartal 2009. Damals kamen zwei Drittel des BIP-Wachstums aus dieser einen Quelle, heute ist es "nur" noch die Hälfte. Das Wachstum ohne den Faktor Lagerbestand lag in beiden Quartalen ziemlich konstant bei 1,6 bzw. 1,7%. Das ist die nachhaltige Wachstumszahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn man die Stärke des Wirtschaftswachstums in den USA beurteilen möchte.
Wobei "nachhaltig" und "Stärke" auch noch etwas gewagte Begriffe zu sein scheinen. Wie Edward Harrison bemerkt, haben sich die "real disposable Incomes" im Vergleich zum Vorquartal nicht geändert. Die amerikanischen Verbraucher haben also inflationsbereinigt keinen Cent mehr in der Tasche als im Vorquartal. Die erhöhten Verbraucherausgaben kamen daher (mal wieder) aus einer Senkung der Sparquote, die von 3,9% auf 3,1% gesunken ist. Damit ist die Sparrate, die in der Krise von knapp unter Null auf gut 6% gestiegen ist, schon wieder um die Hälfte gesunken. Viel Potenzial steckt in einem weiteren Sinken der Sparrate also nicht mehr.
Keine sonderliche solide Basis für die US-Wirtschaft, die zu etwa 70% vom privaten Konsum abhängt.
Ein paar weitere Gründe, warum das Wachstum in den nächsten Quartalen schwächer werden wird, finden sich bei Edward Harrison:
Der wichtigste: die Stimulierungsmaßnahmen der Regierung und der Fed werden in Kürze nach und nach auslaufen ... Wenn man überlegt, wie niedrig die Zinsen und wie hoch die Steuergutschriften z.B. für den Immobilienkauf sind, ist das Wachstum des US-Wirtschaft verdammt mager ...
Die Zahl war fest eingeplant und lasse ich von allem möglichen Griechenland, Portugal oder was-weiss-ich-Gehampel ausnahmsweise mal nicht ablenken.
Heute gab es die erste Schätzung (offiziell "Vorabschätzung") des BIPs der USA für das erste Quartal 2010.
Das Wachstum betrug danach annualisiert (auf's Jahr hochgerechnet)
3,2%.
Das liegt deutlich unter den 5,6%, die für's vierte Quartal 2009 gemeldet wurden (eine Zahl, die ich scheinbar nicht vermeldet habe, im Gegensatz zur ersten und zweiten Schätzung ...).
Wie schon das Vorquartal wurde das heute im Mittelpunkt stehende Quartal durch den Lageraufbau deutlich nach oben verzerrt. Allerdings war der Wachstumsbeitrag mit knapp 1,6% nicht so extrem hoch wie die 3,8% im letzten Quartal 2009. Damals kamen zwei Drittel des BIP-Wachstums aus dieser einen Quelle, heute ist es "nur" noch die Hälfte. Das Wachstum ohne den Faktor Lagerbestand lag in beiden Quartalen ziemlich konstant bei 1,6 bzw. 1,7%. Das ist die nachhaltige Wachstumszahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn man die Stärke des Wirtschaftswachstums in den USA beurteilen möchte.
Wobei "nachhaltig" und "Stärke" auch noch etwas gewagte Begriffe zu sein scheinen. Wie Edward Harrison bemerkt, haben sich die "real disposable Incomes" im Vergleich zum Vorquartal nicht geändert. Die amerikanischen Verbraucher haben also inflationsbereinigt keinen Cent mehr in der Tasche als im Vorquartal. Die erhöhten Verbraucherausgaben kamen daher (mal wieder) aus einer Senkung der Sparquote, die von 3,9% auf 3,1% gesunken ist. Damit ist die Sparrate, die in der Krise von knapp unter Null auf gut 6% gestiegen ist, schon wieder um die Hälfte gesunken. Viel Potenzial steckt in einem weiteren Sinken der Sparrate also nicht mehr.
Keine sonderliche solide Basis für die US-Wirtschaft, die zu etwa 70% vom privaten Konsum abhängt.
Ein paar weitere Gründe, warum das Wachstum in den nächsten Quartalen schwächer werden wird, finden sich bei Edward Harrison:
Der wichtigste: die Stimulierungsmaßnahmen der Regierung und der Fed werden in Kürze nach und nach auslaufen ... Wenn man überlegt, wie niedrig die Zinsen und wie hoch die Steuergutschriften z.B. für den Immobilienkauf sind, ist das Wachstum des US-Wirtschaft verdammt mager ...
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