Klar, die 8 Milliarden gingen ja nie an Griechenland, sondern an die KfW. Und wirklich zugesagt sind die auch nicht. Es war ein klassisches Lippenbekenntnis. Seine wirkliche Meinung waren die Zweifel von heute ...
Von der FTD gibt es dazu einen (vergleichsweise) gepfefferten Leitartikel:
FTD: Einfach mal den Mund halten
Update (14.05.10):
Die Aussage von Ackermann hat natürlich auch weltweit Wellen geschlagen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich sich Ackermann dessen durchaus bewusst war ...
Calculated Risk: Deutsche Bank CEO Expresses doubts about Greece
Creditwritedowns: Deutsche Bank chief casts doubts on Greece’s solvency
"This isn't the first case of Ackermanns double-speak. [...] Tell us [...] how your bank is really positioned."
FT Alphaville: Ackermann’s curious Greek-speak


Wahrscheinlich hat die Deutsche Bank ordentlich auf den Bankrott von Griechenland gewettet und will ihn jetzt herbeireden.
AntwortenLöschenIrgendwie muss ja die obszöne Rendite von 30% gesichert werden.
Ich vergass: Ohne Loch soll wohl ohne Boden bedeuten? Ein Fass ohne Loch wäre ja eine sichere Angelegenheit, an der man nichts verdienen könnte.
AntwortenLöschenJa türlich. Verbessert (war spät gestern)
AntwortenLöschenDu magst ja recht haben, egghat, mit Ackermanns gespaltener Zunge. Wir wissen alle, inklusive der Bundesregierung, Ackermann und der FTD, welche der beiden 'Wahrheiten' die richtige ist. Da geißele ich dann besser diejenigen, die an der falschen Wahrheit unbeirrt weiter festhalten.
AntwortenLöschenFür viel dringlicher hielte ich es die Widersprüche der Politik und der Presse, insbesondere der vehement für eine Transfer-Union anschreibenden FTD, aufzuzeigen. Schlechtem Geld Unmengen von gutem hinterher zu werfen, das sei in unserem ureigensten Interesse. Wir sollen dem Club Med Geld leihen (bzw. unsere Kreditwürdigkeit zur Verfügung stellen, weil Geld hat der deutsche Staat genauso wenig), damit die weiter deutsche Exportprodukte kaufen können. Nach FTD würden wir davon am meisten profitieren, denn es sei völlig unerheblich, ob die Rechnungen bezahlt werden.
Du hast natürlich irgendwie Recht. Die 8-Mrd-Ente von Ackermann hat mich von Anfang an aufgeregt, ich habe aber nie die Zeit gefunden, dazu was zu schreiben. Gestern ging es dann nicht mehr anders ...
AntwortenLöschenIch war am Anfang auch klar der Meinung, dass man Griechenland helfen muss. Allerdings hätte man am Anfang massiv handeln müssen, dann wäre es wohl viel billiger geworden. Jetzt ist die Rettung so teuer und so wenig nachhaltig (wir ermöglichen es einem Land Schulden zu machen, obwohl es eigentlich schon zu viele Schulden hat), dass man ernsthaft darüber nachdenken muss, ob nicht ein Austritt GR aus der Eurozone billiger gewesen wäre und vor allem das Problem grundlegender gelöst hätte ...
Wie wäre es mit einer Wette? Innerhalb von maximal 18 Monaten ist Kriechenland raus aus dem Euro.
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AntwortenLöschen@ m106
AntwortenLöschenEhrlichkeit?
Die Erkenntnis hat er doch nicht seit gestern.
Ehrlich wäre es gewesen, wenn er seine Klappe vor dem Rettungspaket des Steuerzahlers aufgerissen hätte.
Drecksmist, habe ausversehen mein Kommentar gelöscht. Hier nochmal:
AntwortenLöschenTja Menschen reagieren so wie der Autor in der FTD, wenn jemand etwas sagt, was keiner Wahrhaben will.
Respekt an Herr Ackermann für diese Ehrlichkeit. Viel wichtiger: den Mut für diese Ehrlichkeit, den hätte nicht viele gehabt!
Seit heute wird er mir langsam Sympathisch, der Josef.
@Usedomspotter
AntwortenLöschenNein, warum sollte er? Er ist ja nicht gegen die Hilfen, weil es keine Alternative zu der Rettung und zu dem Rettungsschirm gibt, außer man wünscht das total Chaos und Anarchie herbei.
Dass der Josef schon länger weiß wie es um Griechenland steht, zeigt auch, dass er kaum Anleihen von den Griechen in der Bilanz hat.
Dann soll er nicht über seinen Chefvolkswirt Meyer bei Angela um den Griechenbailout betteln, sich eine Woche später als 8-Mrd-für-die-Griechen-Retter aufspielen und dann die Griechen in den Abgrund reden.
AntwortenLöschen*Darum* geht's doch.
Dass die Zweifel von Ackermann berechtigt sind, wissen wir doch alle, ansonsten hätten die Anleihen nicht 10% Rendite abgeworfen ...