Meine 5-Mio-#Ipad-Wette wird ja fast lächerlich ...

Ich war mit der iPad-Wette mutig ... Über meiner Schätzung von 5 Millionen lag beim Abschluss der Wette nur einer. Selbst Munster lag (zum Zeitpunkt der Wette) bei 2 Millionen. Man vergleiche (das sind allerdings Zahlen, die etwas später kamen):

Gene Munster, Piper Jaffray: He sees calendar 2010 sales of 3-4 million units, up from previous estimate of 2 million; expects 2011 to be the break out year, with 8 million units, with possible $4.6 billion in added revenue in calendar 2011. He raised his price target to $284, from $280.
David Bailey, Goldman Sachs: He expects Apple to sell 6 million iPad units in 2010, contributing $3.9 billion in revenue and profits of 99 cents a share; for calendar 2010 he now sees EPS of $12.35, up from $11.36; for CY 2011, $14.30, up from $12.50. His new target is $240, up from $230.
Katy Huberty, Morgan Stanley: “We view the unit opportunity at the lower than expected price as larger than we originally expected and raise our CY2010 unit forecast to 6 million from 4 million,” she writes. Her CY 2011 forecast goes to 9 million units, from 6 million. Yair Reiner, Oppenheimer: “We are conservatively baking in 1.1M units in FY10 and 4M units in FY11, compared to the ~10M/yr Apple is geared to support, per our checks,” he writes. But he is quite bullish on the iPad’s long-term potential. “Our initial unit projections are modest, but we believe great things may be ahead.”
Ben Reitzes, Barclays Capital: [...] He forecasts iPad sales of 2.9 million in FY 2010 and 7.3 million in FY ‘11.
Keith Bachman, BMO Capital: He projects 2.5 million iPad units in FY 2010 and 5.5 million units in FY 2011.
Scott Craig, Bank of America/Merrill Lynch: He forecasts Apple to ship 1.25 million units in FY 2010 and 3.75 million in FY 2011.

Heute kommt die Nachricht, dass Apple die aktuelle monatliche Produktion auf 1 bis 1,5 Millionen Stück geschätzt wird und Zulieferer von Planungen berichten, die monatliche Produktion im dritten Quartal auf 2,5 Millionen monatlich zu erhöhen. Wow!

Dann bin ja selbst ich als Apple-Fan platt ...

Barron's: Apple iPad Production Could Hit 2.5M Units/Month, Analyst Says

Während die Skeptiker noch darüber diskutieren, ob man so ein geschlossenes Teil denn braucht, ob man nicht doch besser Fenster nutzen sollte, verkauft Apple inzwischen mehr iPads als Macs und das obwohl es die iPads offiziell erst in einem einzigen Land gibt.

Ich werde immer sicherer in der Überzeugung, dass die Leute den PC -zumindest zu Hause - nicht haben wollen. Zu komplex, immer muss man den Neffen/Nachbarn/Sohn anbetteln, mal draufzuschauen und man ist mehr damit beschäftigt, das Dingen am Laufen zu halten (Virenscanner) als damit zu arbeiten. Wenn man diesen Nutzern etwas Funktionalität wegnimmt, aber dafür viel Einfachheit zurückgibt, greifen die zu.

Update (27.05.10):

Analyst von Wegde Capital erhöht Absatzschätzung für iPads auf 10. Millionen Stück in diesem Jahr ... Die Schätzung davor lag bei 7 Millionen. Es werden übrigens nur 1,5 Millionen in diesem Quartal erwartet, was mir viel zu konservativ vorkommt. Apple ist doch schon 1 Millionen in den USA losgeworden, Europa startet erst morgen und die Lieferzeiten werden immer länger ...

Apple: iPads May Soon Outsell Macs; Will CY ‘10 Units Hit 10M?

Kommentare :

  1. keiner meint:

    ...ja, mit der selben Begründung hat man den Trabi verkauft. Kommt halt alles wieder in Mode.

    Gerade Apple User tragen gerne ihre Unbedarftheit in Computerfragen vor sich her, als Begründung, warum sie sich gerne von ihrem Guru entmündigen lassen.

    Tsja, Schöne Neue Welt...

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  2. Ich hoffe das bald mal eine Alternative kommt. Das IPad ist zwar schick, auch wenn er den PC keineswegs ersetzen kann. Mein Problem ist aber Apples Geschäftsmodell mit all den proprietären Formaten und anderen Gängeleien. Ich will maximale Freiheit was wann wie ich nutze. Aber ich muss schon auch immer wieder über die Schlafmützigkeit von Apples Konkurrenten den Kopf schütteln. Vor Weihnachten kommt da anscheinend nichts.

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  3. Habe das iPad auch seit einem Monat in Betrieb - mein Fazit: auf keinen Fall ein Note-/Netbookersatz, sondern einfach eine schöne Spielerei. Toller Bildschirm, prima Design, hochwertige Verarbeitung - aber kein revolutionäres Konzept dahinter. Bin viel unterwegs und sehr schnell davon abgekommen, das iPad statt des Sub-Notebooks mitzunehmen, da mit dem iPad einfach zu viel nicht funktioniert. Schon dass man ständig im Internet auf Seiten stößt, die nicht richtig funktionieren - man mag das den Seiten zuschreiben. Oder aber dem iPad, dessen Browser einfach viel zu unflexibel ist. Selbst wenn Apple Flash "blöd" findet, kann man nicht einfach dem Nutzer die Möglichkeit nehmen, diese Seiten zu nutzen. Oder das fehlende Multitasking - ohne Worte, man verkauft hier die Steinzeit des Computerzeitalters als Feature. Darin allerdings ist Apple ja meisterlich, siehe fehlende Speicherkartenslots oder USB-Schnittstellen. Also, ich bereue nicht, es gekauft zu haben, da es ja schon irgendwie einen Meilenstein darstellt, aber in der Ausführung ist das Gerät einfach nicht praxistauglich. Es ersetzt kein anderes Gerät, sondern ist noch ein weiteres Anhängsel, das man mit sich herumschleppt.

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  4. Nicht, dass ich Dir den Gewinn der Wette nicht gönnen würde ... ;-)

    Aber die Kaffeesatzleserei, Apple könne die Produktionskapazität auf 2,5 Mio. IPads hochfahren, besagt gar nichts.

    Gesetzt den Fall, Apple würde das ab Juli machen, würden Sie alleine in diesem Jahr 15 Millionen produzieren zusätzlich zu den bereits hergestellten. Das halte ich mit Verlaub gesagt, für eine boulevardeske Übertreibung.

    Worauf ich wirklich gespannt bin, sind die Vorbestellungen in Deutschland und zu denen habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.

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  5. Welche Verkaufszahlen nehmen wir eigentlich? Haben wir das ausgemacht? Ich vertraue den Zahlen von Apple nämlich nicht!

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  6. @Tubl:

    Ein Tablett ist kein Ersatz für einen kompletten PC. Dazu war ist nicht gedacht, dazu wird es auch nie gedacht sein.

    Touch bedingt eine andere Art zu arbeiten und dazu gehört eben auch, dass man keine Menuleisten, keine Iconleisten mit 142 Icons, etc. macht. Und wenn man das akzeptiert hat, kann man sich an die Gestaltung einer Oberfläche für ein Touch-Tablet machen. Und später als User an die Nutzung.

    Wer meint, er müsse auf einem Tablet OpenOffice bedienen, fährt vor die Wand. Ich lache mich heute noch kaputt, wie der Typ in der WePad Demo (also der richtigen) versucht, in OpenOffice was zu machen. Er scheitert schon beim Treffen des Lautstärke-Buttons in Youtube.

    Es macht einfach keinen Sinn, die alte GUI-Metapher mit Desktop, Fenstern, etc. auf Tablets zu packen.

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  7. @hansglueck:

    Habe das ipad natürlich auch schon. Aber ich sehe ganz andere Kritikpunkte ... Als Notebookersatz habe ich das nie gesehen. Auch nicht, um da per USB irgendwelche Sachen anzuschließen (um meine Kamera anzuschließen, müsste das Dingen eh 64 GB haben, ansonsten habe ich ja nur Ausschnitte meiner Sammlung drauf). Als Ersatz für ein anderes Gerät taugt das iPad nur, wenn man "Einfach-Nutzer" ist.

    Was mich stört ist, ist die im Moment noch echt magere Softwareauswahl. Ich habe noch immer keinen guten RSS-Reader gefunden.

    Das Potenzial zeigt das iPhone bei mir aktuell in nur einer Anwendung: Instapaper. Tagsüber Sachen, die man nicht gelesen bekommt, an Instapaper schicken und dann abends schön formatiert auf dem Superscreen des iPads lesen - schön relaxt auf der Couch. Das ist schon richtig toll.

    Das iPad ist für mich der perfekte Wohnzimmer-PC. Spielen/E-Mails/Surfen/Lesen.

    Wenn ich heute neu überlegen würde, ob ich mir zu Hause ein Laptop kaufen würde, wäre iPad + stationärer PC für mich eine echte Alternative.

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  8. @Usedomspotter:

    Die 2,5 Millionen sind mit Blick auf die Wette natürlich weniger wichtig als die Schätzungen, dass die aktuelle Kapazität bei 1 bis 1,5 Millionen liegt. Wenn man davon ausgeht, dass das von März bis Juni so bleibt, ist die Wette schon fast durch.

    @m106:

    Geschäftsbericht von Apple würde ich vorschlagen. Offizieller wird's nicht.

    Aber ich glaube, dass wir über solche Details gar nicht diskutieren müssen. Die Wette wird für mich ein Homerun und viel viel klarer als ich jemals gedacht hätte.

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  9. @hansglueck:

    Die erste Alternative wird wohl das WebOS Tablett von HP werden.

    Wenn die es schaffen, das gute WebOS mit der guten Hardware von HP zu verbinden, hat das Dingen Potenzial.

    Ich habe mir WebOS mal angeschaut und das war das erste, was mich begeistert hat seit dem iPhone. Das hat richtig Potenzial. Leider war die Hardware Schrott und Palm auch viel zu klein (keine Vertriebswege, ...). Jetzt könnte das toll werden. Dass das so toll ist, ist übrigens kein Zufall. Der "Macher" dahinter kam von Apple und war für den iPod und das iPhone verantwortlich ...

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  10. @Egghat

    Ich käme auch nie auf die Idee das iPad zum Arbeiten zu verwenden ausser vielleicht Emails zu lesen oder wissenschaftliche Arbeiten auf PDF zu studieren. Ja, als handliches Multimedia-Gerät könnte ich damit auch meinen Spass haben. Aber wie gesagt, ich liebe maximale Freiheit und ich mag gar nicht wenn ich Programme nur über den Apple-Store holen kann.
    Wenn ich mir ein Tablett, dann muss es voll konfigurierbar und flexibel sein. Also warte ich mal was mit Geräten ausgestattet mit Googles Android, Chrome OS oder Linux möglich sein wird. Ich bin halt eher der Bastler ;-)

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  11. Wieso gibt es wohl den Hype um iPhone & IPod? Da die Massenmedien in diesen Geräten viele PROFIT sehen? Es kann kein Zufall sein, dass Massenmedien Apple-Produkte jährliche gratis Werbung im MILLIARDENWERT schenken! Sie selbst bieten dann über iPhoner/iPad Apps völlig überflüssigen Müll gegen Geld an. Etwa 99,99% der Sachen kann man ohne Aps machen. Wieso für jeden unwichtigen Dreck ein App? Da es TRENDY IST, dank Massenmedien-Hype...

    Der dunkle Imperator und Apple-Gegner

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