Zahl des Tages (04.05.10): 917

Heute schwappte die Anti-Euro-Spekulation von Griechenland nach Spanien. Die CDS explodierten, die Zinsen der Anleihen ebenfalls. Der Euro sackte unter die 1,30 zum Dollar. Der Profiteur war heute ausnahmsweise mal eindeutig: Gold. Sowohl in Dollar (heute morgen mit 1.192 nahe der 1.200 Dollar Marke) als auch in Euro mit

917 Euro pro Feinunze

wurden neue Allzeithochs erreicht. Kurs aktuell noch ein paar Cent über 900 Euro.

Sorry bin im Eimer, deshalb nur noch schnell die CDS Explosion von heute:

Griechenland 725bp (+23),
Portugal 380bp (+95),
Spanien 200bp (+38),
Irland 220bp (+30),
Italien 156bp (+14)

Zehnjährige griechische Anleihen 9,4% (+0,90 Prozentpunkte), zweijährige wieder bei 13,8 (+3,5 Prozentpunkte).

Und es geht schon wieder los ... Das darf doch wohl nicht wahr sein ...

Update (23:19)

Ach so: Der Grund ist einfach. Die Märkte fragen sich, woher die Südschiene das Geld für ihren Anteil am Rettungpaket nehmen soll.

Creditwritedowns: Markets Give Thumbs Down on Greece Aid

Update (23:25):

Für alle, die meinem Twitter Stream nicht folgt, habe ich noch einen Hinweis auf eine kleine lustige Aktion der FTD: Der Save-Greece T-Shirt-Shop der FTD:

Savegreece

"Ich trage Euros nach Athen" ist mein persönlicher Favorit. Und eins für Ackermann ist auch dabei: "Ich kaufe griechische Staatsanleihen". Darüber wollte ich noch abranten, aber ich bin platt ...

Kommentare :

  1. Die Griechen haben einfach ein Glaubwürdigkeitsproblem. Wie wäre es denn mit einer Wette, wann

    a) das Defizit für 2010 nach oben korrigiert wird
    b) der Finanzierungsbedarf nach oben korrigiert wird
    c) die Einsparungen nach unten korrigiert werden?

    Dass die Märkte Kredite der PIIS für Kriechenland mit einem fetten Aufschlag versehen, sollte niemanden überraschen.

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  2. Kam gerade über den Ticker: 10 Mrd. Loch im Sparprogramm. Und ich hatte mich schon gewundert, dass mir das Sparprogramm so bekannt vorkam und ich kaum was Neues entdecken konnte, aber tortzdem auf einmal mehr Sparvolumen dabei rauskommen solllte.

    Naja ...

    Die Wette würde übrigens niemand annehmen. Ich erwarte, dass die Löcher größer werden, weil das Ausmaß des dämpfenden Faktor der Sparmaßnahmen auf das Wirtschaftswachstum unterschätzt werden. Die Griechen versäumen es also nicht zu sparen, sondern ihnen brechen die Steuereinnahmen weg (und ganz nebenbei das BIP, was zu einer Verschlechterung von Schulden in Prozent vom BIP führt ....)

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  3. Die Wette bezog sich auch nicht auf das ob, sondern die Zeitpunkte. ;-)

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  4. Ach so. Würde ich trotzdem nicht drauf wetten ...

    Ich würde vielleicht wetten, dass 2014 das BIP Minus exklusiver EU-Transfers nicht unter 3% des BIPs sinkt, wie IWF, Griechen, Merkel, etc. behaupten. Aber die Wette nimmt kein klar denkender Mensch an ;-)

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