Zahl des Tages (12.05.10): 987

Ich habe ja insgeheim gehofft, dass heute die nächste magische Marke fällt, aber leider wurde daraus nichts. Dank überraschend eingefallenem Besuch (ich wollte eigentlich in Ruhe Fußball kucken und RSS-Feeds durchstöbern ;-) ) habe ich jetzt auch keine Zeit mehr, eine richtige Zahl des Tages zu suchen (wobei ich eigentlich schon eine habe, aber dazu müsste ich was sinnvolles, sprich längeres schreiben ...), deshalb der knapp vor der magischen Marke hängengebliebene Goldkurs:

Mit

987 Euro je Feinunze

erreichte Gold heute ein neues Allzeithoch (übrigens im Dollar mit knapp 1.250 Dollar ebenfalls), was so gar nicht zum verbreiteteten Gerede vom Ende der Krise passt.

Die Nachfrage soll vor allem aus Deutschland und der Schweiz kommen und nicht wenige Händler melden nur noch eins: Ausverkauft.

Es wird sich zeigen, wer Recht behält: Die Notenbanken, die nun alle behaupten, dass Quantitative Easing (also der Kauf von Anleihen durch die Notenbank) kein Problem sei oder die Anleger, die darin nichts anderes sehen als das Anwerfen der Notenpresse mit der nachher unvermeidbar erscheinenden Inflation ... Und geradezu panisch in die vermeintlich inflationssichere Anlage Gold flüchten.

FT Alphaville: Quick, run for the Goldschläger!

Update (21:05):

Jetzt habe ich Dösel doch glatt den Link vergessen, mit dem ich dieses langweilige Posting zu etwas Spannendem aufmotzen wollte:

FAZ: Claus Vogt: „In 8 Jahren ist das Geld nur noch die Hälfte wert“

Darin liefert Vogt alle Gründe, die für Gold sprechen ...

Kommentare :

  1. Sagt mal, raffe ich da was nicht?
    Ist der Artikel wirklich "neu"?

    Einige Passagen kamen meiner Erinnerung nach fast deckungsgleich in einem anderen Interview von vor ein paar Tagen oder Wochen vor.
    Ebenfalls FAZ.
    Und auch dort wurde von "Halbierung", etc. gesprochen.

    Will da jemand pushen?

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  2. Thema Gold: Inflationssicher aber wirklich nur, wenn der Barren im Tresor liegt. Bald werden wir wieder die Situation haben, dass kein echtes Gold mehr am Markt vorhanden ist und die Ankaufrechte nur gegen Cash eingelöst werden können. Tendenz steigend, ja, aber eine echte Preisexplosion sehe ich noch nicht.

    Zu Vogt: Sein Szenario zum US-Immobilienmarkt teile ich nicht. Nochmal: Ja, es wird noch einige Regionalbanken erwischen, weil gerade in den B-Klasse-Immobilien der Rollover sehr schwierig wird. Aber ein Default von 5,4 Prozent in 2010 (Schätzung Real Capital Analytics) ist noch verkraftbar, wenn die US-Wirtschaft wieder anzieht (ja, da sind Fragezeichen, ich weiß). Zudem ist noch Geld im Markt, siehe die Immobilienblase in Hongkong. Und durch die Euro-Schwäche werden US-Immobilien ja zwangsläufig attraktiver.

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  3. @Diemo

    Vogt redet immer das Gleiche. Der ist schon lange pro Gold.

    @Joha

    Der gewerbliche Immobilienmarkt ist kleiner als der private. Von daher ist die Gefahr geringer. Allerdings ist.der gewerbliche Markt viel stärker gehebelt ( da ist quasi alles auf Kredit finanziert) und außerdem sind die Preisrückgänge schon größer als bei den privaten ....

    Und nicht zuletzt kann man nicht ausschließen, dass der private markt nochmal unter Druck gerät. Angebot ist auf jeden Fall genug da ...

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