Fußballtag heute ... Wenn nicht auch Fußball-WM wäre, das Ereignis des Jahres, dem die meisten Zuschauer weltweit zuschauen. Daher picke ich mir da mal eine Zahl heraus ...
Das Handelsblatt hat einen schönen Artikel zur wirtschaftlichen Situation des Profisfußballs. Das war auch hier schon das ein oder andere Mal ein Thema, insbesondere die Lage in der spanischen Liga. Dort haben die Verein nicht nur hohe öffentlich bekannte Schulden, sondern haben teilweise schon mehrere Jahre lang die fälligen Sozialabgaben nicht mehr bezahlt und außerdem erhalten die Spieler auch nur noch ein Ausnahmefällen pünktlich ihr Geld. Vor einigen Tagen hat Real Mallorca sogar einen Insolvenzantrag gestellt.
Die britische Liga ist ebenfalls kritisch. Die schwierige Refinanzierung der Schulden von Manchester United ging einigermaßen breit durch die Wirtschaftspresse und auch Chelsea leidet unter hohen Schulden und negativem Eigenkapital. Insgesamt sollen die englischen Profivereine etwa 4 Mrd. Euro Schulden haben.
Wenn man die Zahlen aller englischen Profivereinen zusammenrechnet, ergeben sich Ausgaben von
12.100.000.000 (12,1 Milliarden) Euro,
denen dummerweise nur 11,6 Mrd. Einnahmen gegenüberstehen. Die Löcher in den Bilanzen werden also jedes Jahr um etwa eine halbe Milliarde größer ...
Mit dem FC Portsmouth meldete auch schon ein Verein aus der Premier League Insolvenz an und man muss nicht allzu skeptisch sein, wenn man voraussagt, dass das wohl nicht der letzte sein wird.
Als Reaktion plant die UEFA für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben ein Lizensierungsverfahren wie es in der Bundesliga schon länger üblich ist.
Die Bundesliga gilt also als Vorbild. Nur wenn man sich die Fastpleite von Dortmund vor einem knappen Jahrzehnt oder die Fastpleite von Schalke in diesem Jahr anschaut, fragt man sich, ob die Bundesliga denn mehr ist als der sprichwörtliche Einäugige unter Blinden ...
Handelsblatt: Das Milliardenrisiko Champions League
Update (27.05.10):
Die UEFA macht scheinbar Ernst mit dem Lizensierungsverfahren:
Kicker: UEFA beschließt finanzielles Fairplay
Ob das in der konkreten Umsetzung dann auch hart genug durchgeführt wird, muss man abwarten. Das was heute kommuniziert wurde, hört sich auf jeden Fall schonmal ganz vernünftig an ...
Fußballtag heute ... Wenn nicht auch Fußball-WM wäre, das Ereignis des Jahres, dem die meisten Zuschauer weltweit zuschauen. Daher picke ich mir da mal eine Zahl heraus ...
Das Handelsblatt hat einen schönen Artikel zur wirtschaftlichen Situation des Profisfußballs. Das war auch hier schon das ein oder andere Mal ein Thema, insbesondere die Lage in der spanischen Liga. Dort haben die Verein nicht nur hohe öffentlich bekannte Schulden, sondern haben teilweise schon mehrere Jahre lang die fälligen Sozialabgaben nicht mehr bezahlt und außerdem erhalten die Spieler auch nur noch ein Ausnahmefällen pünktlich ihr Geld. Vor einigen Tagen hat Real Mallorca sogar einen Insolvenzantrag gestellt.
Die britische Liga ist ebenfalls kritisch. Die schwierige Refinanzierung der Schulden von Manchester United ging einigermaßen breit durch die Wirtschaftspresse und auch Chelsea leidet unter hohen Schulden und negativem Eigenkapital. Insgesamt sollen die englischen Profivereine etwa 4 Mrd. Euro Schulden haben.
Wenn man die Zahlen aller englischen Profivereinen zusammenrechnet, ergeben sich Ausgaben von
12.100.000.000 (12,1 Milliarden) Euro,
denen dummerweise nur 11,6 Mrd. Einnahmen gegenüberstehen. Die Löcher in den Bilanzen werden also jedes Jahr um etwa eine halbe Milliarde größer ...
Mit dem FC Portsmouth meldete auch schon ein Verein aus der Premier League Insolvenz an und man muss nicht allzu skeptisch sein, wenn man voraussagt, dass das wohl nicht der letzte sein wird.
Als Reaktion plant die UEFA für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben ein Lizensierungsverfahren wie es in der Bundesliga schon länger üblich ist.
Die Bundesliga gilt also als Vorbild. Nur wenn man sich die Fastpleite von Dortmund vor einem knappen Jahrzehnt oder die Fastpleite von Schalke in diesem Jahr anschaut, fragt man sich, ob die Bundesliga denn mehr ist als der sprichwörtliche Einäugige unter Blinden ...
Handelsblatt: Das Milliardenrisiko Champions League
Update (27.05.10):
Die UEFA macht scheinbar Ernst mit dem Lizensierungsverfahren:
Kicker: UEFA beschließt finanzielles Fairplay
Ob das in der konkreten Umsetzung dann auch hart genug durchgeführt wird, muss man abwarten. Das was heute kommuniziert wurde, hört sich auf jeden Fall schonmal ganz vernünftig an ...
Zahl des Tages (22.05.10): 12.100.000.000
"Vorbild" Bundesliga oder "Deutscher Fussball", dazu gäbe es noch eine Menge zu schreiben.
AntwortenLöschenBspw. dürfte Kaiserslautern meiner Ansicht nach auch kaum noch existieren, bzw. hätten mit Jäggi damals in Liga 3 durchgereicht werden müssen.
hab 3:0 inter heute getippt
AntwortenLöscheninter führt 1:0
bayern bisher ohne chance
Auf www.frontal21.de kam diese Woche ein Beitrag,daß die Unternehmensbilanzen der ausländischen Clubs auch nicht schlechter wären als die der deutschen. Teilweise sogar besser. Die haben zwar höhere Schulden, dafür aber auch höhere Gewinne und höheres Eigenkapital.
AntwortenLöschenDas mag daran liegen, daß die Tickets für die Spiele in Deutschland nur halb soviel kosten wie z. B. in England.